Komfortzone erweitern und Bushcraft

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  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    Angeregt durch die Vorstellung eines neuen Navy-Seal-Survival Buches ( :? siehe Literatur) kam mir der Gedanke: "persönliche Komfortzone erweitern" - hey, das ist Bushcraft!

    Viele Diskussionen und auch viel Wadenbeisserei dreht sich hier um echte Fertigkeiten/Erfahrung vs. Theorie, Gear vs. idea/Fertigkeiten und praktische Lösungen.

    Ist es nicht so, dass Bushcraft in Wirklichkeit eben einfach bedeutet, seine Komfortzone auszuweiten...

    Nicht den Gaskocher anzünden, sondern Feuer machen...

    Nicht einfach Feuer machen, sondern lernen, auch ohne Feuerzeug eins anzukriegen...

    Nicht das doppelwandige Wurf-Pop-Up-Zelt hinzuwerfen und sich über die Äste unterm Boden aufzuregen, sondern ein Biwak zu bauen...

    Einfach auszuloten, welche Fertigkeiten ich mir aneignen kann, um meine Komfortzone draußen auszuweiten - ohne dass ich dafür Geld investieren muss in das gerade passende Ausrüstungsteil oder Bücher wälzen.

    Mich freudig der Natur und der Situation zu stellen - und das Beste draus zu machen mit den eigenen Händen, und was ich dort gerade zur Hand habe!?
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    Da triffst du den Nagel auf den Kopf Eric !
    Die beste Armut ist die des Geistes, denn die bekommt man als Betroffener nicht mit !
    Wissen wiegt nichts !

    Es gibt immer was zu tun... Und wenn mal nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so viel getan, dass es gut tut nichts zu tun...(Shamanironheart)
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    "mathiasc" schrieb:

    schöner Denkanstoß, hier gibts einen kleinen Beitrag dazu, der wohl auch vieles in Richtung Bushcraft mit aufnimmt:
    [url]http://www.ultraleicht-trekking.com/komfortzone-die-schere-[/quote]

    Oh ja, der Beitrag geht in dieselbe Richtung:
    [quote]Die Komfortzone erweitern heißt persönlichen Handlungsspielraum gewinnen. Weniger bestimmt zu werden von Randbedingungen. Weniger zu leiden unter Dingen, die nicht so laufen, wie ich mir das vorstelle.[/quote]

    Und dafür und daraus entwickele ich die "crafts"...[/url]
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    Hallo,

    was ich persönlich mit aus dieser Diskussion gezogen habe, dass mir noch ein paar Skills gefehlt haben, bzw Einschätzungen, Erfahrungen und Tricks um mich weiter zu bringen. Darum bin ich dann auch hier mit ins Forum eingestiegen, den man kann hier viel lernen und abschauen.

    Viele Grüße
    Mathias



    P.S. Manche Sachen hören sich aber auch viel einfacher an als man es denkt. Eines meiner momentan größten Probleme bzw Missstände ist, wie man sauberes Trinkwasser erkennt von unbekannten Quellen bzw Gewässern, häufig frage ich immer nach Leitungswasser nach oder ich hab eine Qelle in meiner Heimat auf die ich mich auch wirklich verlassen kann. Das Hauptproblem ist vorallem die Überdüngung bei uns, da Bakterien und Vieren durchs abkochen in die Knie gehen.
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    "mathiasc" schrieb:

    Manche Sachen hören sich aber auch viel einfacher an als man es denkt.


    Das ist ja der Knackpunkt an Survival-Büchern... und auch u.a. dieses Forums :mrgreen:

    Man kann viel diskutieren und theoretisieren... aber ich muss rausgehen und mich draußen an der Situation und Aufgabe messen (die ich mir auch selbst stellen muss).

    Ich persönlich habe z.B. noch nie Feuer gebohrt... :o , aber schon vor 20 Jahren unterm Tarp geschlafen und als Kind schon im Wald einfach auf dem Boden mit Laub drunter....

    ...aber jetzt sind halt andere Sachen dran wie essbare Wildpflanzen, Vorbereitung aufs Winterbiwak in Süd-West ;) , vorher war's Hobo, Zunder, Knoten etc.

    Ist ein Lernprozess, der sicher nie aufhört - eins nach dem anderen... aber eben EINS MACHEN ... und dann wieder eins... :ugeek:
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    "chinaerik" schrieb:


    Ist es nicht so, dass Bushcraft in Wirklichkeit eben einfach bedeutet, seine Komfortzone auszuweiten...

    Nicht den Gaskocher anzünden, sondern Feuer machen...

    Nicht einfach Feuer machen, sondern lernen, auch ohne Feuerzeug eins anzukriegen...

    Nicht das doppelwandige Wurf-Pop-Up-Zelt hinzuwerfen und sich über die Äste unterm Boden aufzuregen, sondern ein Biwak zu bauen...

    Einfach auszuloten, welche Fertigkeiten ich mir aneignen kann, um meine Komfortzone draußen auszuweiten - ohne dass ich dafür Geld investieren muss in das gerade passende Ausrüstungsteil oder Bücher wälzen.

    Mich freudig der Natur und der Situation zu stellen - und das Beste draus zu machen mit den eigenen Händen, und was ich dort gerade zur Hand habe!?


    chinaerik, das ist der Punkt. Sehr gut beschrieben! Hätte von mir sein können ;)
    Das trifft genau meine Philosophie von (dem ungestümen Wort) Bushcraft!
    Weniger ist oft mehr

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Baumstamm ()

  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    Genau dieser Punkt wurde uns bei einem Pfadfinderleiter - Seminar nähergebracht.
    Eben dieses Erweitern seines eigenen Komfortbereichs durch kleine Schritte in den Risikobereich(wurde bei uns so bezeichnet, dieses Wort könnte man besser wählen).
    Durch das Eingehen von kleinen, kalkulierten Risiken (wobei hier alles unbekannte als Risiko zählt)erweitert man Stück für Stück seinen Komfortbereich, ohne dabei in die Gefahrenzone abzudriften.

    Als Beispiel:
    Einen 8000er zu besteigen ist für mich als Kletterlaie (kenne die Grundlagen und war schon 2-3x) kein Ausflug in den Risiko-, sondern eindeutig ein Sprung in den Gefahrenbereich.
    Unter kundiger Anleitung erste Kletterversuche im Hochseilgarten sind selbstverständlich Experimente in meinem Risikobereich.

    Was ich noch abschließend klar darlegen will, ist die Tatsache, das jeder seinen persönlichen Komfort-, Risiko- und Gefahrenbereich hat und diesen kennen und ausbauen sollte.

    Noch ein wenig Eigenwerbung: das ist genau das was bei den Pfadfindern mit den Kindern und Jugendlichen gemacht wird: sich selbst testen und seinen Komfortbereich ausbauen. (Selbstverständlich auch bei anderen Jugendorganisationen).
    Allzeit bereit.
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    "Wolfscout" schrieb:

    Was ich noch abschließend klar darlegen will, ist die Tatsache, das jeder seinen persönlichen Komfort-, Risiko- und Gefahrenbereich hat und diesen kennen und ausbauen sollte.


    Ja klar! Guter Punkt... wenn ich z.B. mit unserem verehrten Spec-Ops-Veteranen-Dichter Sinclair über so was rede, muss ich mich auf ein paar Dimensions-Verschiebungen einrichten... :lol:

    Für die einen ist es eine Herausforderung und Neuland, z.B. nicht in einem geschlossenem Zelt zu schlafen... für die anderen sogar, einfach mit schmutzigen Händen zu essen... und für wieder andere, ein einfaches Holzfeuer zu entzünden, zu unterhalten und sogar Essen darauf zubereiten :o (echt wahr, bin immer wieder geschockt über sowas...)

    Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt beginnt unter Deinen Füßen...!

    (Laozi) :mrgreen:

    oder auch:

    Misserfolg ist die Mutter des Erfolges!

    Volksweisheit China
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    Genau das ist es:
    gerade bei meiner Tätigkeit als Pfadfinderleiter merke ich oft, dass es für einige der Kinder schon eine Reise in den Risikobereich ist, bei Schlechtwetter draußen zu sein.

    Und mit Schlechtwetter meine ich nicht bei Minusgraden im Schneesturm zu campen, sondern rede hier von Biwakbauen bei Nieselregen.

    Eltern sind oft entsetzt, weil die Kinder angefeuchtet nach Hause kommen, wobei unser Motto ist: zieht euch immer so an, als wären wir draußen, denn es kann immer sein, dass wir rausgehen.
    Wir machen oft bewusst Kleinigkeiten draußen, die drinnen oft besser gingen, weil wir einfach die Anpassung an das jeweilige Wetter fördern wollen.
    Allzeit bereit.
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    Ich hab mir auch mal die ersten Seiten durchgelesen und fand es bisher sehr interessant. Es ist schon was wahres dran, wenn man sagt, dass man jeden Tag seine Komfortzone etwas erweitern sollte. Ich denke jeder von uns kann ein paar Dinge aufzählen wo er seine Komfortzone erweitern kann.

    Ich denke ich werde das auch mal in Angriff nehmen und kann direkt damit anfangen, mich um schwierige Themen in meinem Studium nicht zu lange herum zu drücken ;)
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    Aye,

    wenn schon Erweiterung, dann auch in den unkomfortablen Bereich.
    Also Belastung und Entbehrung.
    Beispiel:
    Im Dauerregen, wenn auch im Wald, mehrere Stunden unbewegt,
    ruhig und stoisch verharren, bis ein gewisser Zeitpunkt erreicht ist. :|
    Und ähnliches. :idea:
    Ich traue keiner Uhr-ihre Zeiger haben nicht die gleiche Länge. (Peter Sellers)
    Wir säen nicht und ernten doch. (Joe Dalton)
    Freedom is just annother word for nothing left to loose. (Janice Joplin)
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    "Sinclair" schrieb:

    Aye,

    wenn schon Erweiterung, dann auch in den unkomfortablen Bereich.
    Also Belastung und Entbehrung.
    Beispiel:
    Im Dauerregen, wenn auch im Wald, mehrere Stunden unbewegt,
    ruhig und stoisch verharren, bis ein gewisser Zeitpunkt erreicht ist. :|
    Und ähnliches. :idea:


    Sinclair, genau das meinte ich mit Dimensions-Verschiebung, wenn man es mit Deinem Kaliber zu tun hat :lol:

    (Übrigens: Als Kind habe ich das permanent praktiziert - aus purer Neugierde und Sturheit!)
  • Komfortzone erweitern und Bushcraft

    Gute Gedanken.
    Und gute Taten.
    Und zusätzlich habe ich auf meinen normalo-Rucksacktouren inzwischen ein diebisches Vergnügen daran, mir zur Halbzeit eine Hotelübernachtung zu gönnen.
    Finds einfach super zwischendurch mal bequem kacken, duschen und mein Kamera-GPS-Schlau-Telefon laden zu können. Der Geist ist willig... ...aber die Zone ist schwach.

    [ich habe aus Gründen von Barrierefreiheit und einfacher, verständlicher Forumssprache den oben genannten Term aus den verschiedenen Alternativen, die mir mein weltweit vernetztes Gerät anbietet, ausgewählt:
    Aa machen, abkacken, abklumpen, abkötteln, abscheißen, abstuhlen, abwursten, ein Geschäft verrichten, eine Sitzung halten, entkotisieren, fäzen, funzen, gaagln, Gadu Gadu, gaga, haufen machen, in die hose ballern, Kacka machen, defäkieren, misten, scheißen, egestieren, ausscheiden, koten, schieten, dejektieren, exkreten.
    War das richtig?]