Nepal 2011

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    • Vorwort:

      Mhh wie fange ich am Besten an über eine Rucksack Tour zu schreiben.
      Vielleicht mit: Fabian und Ich kamen spontan auf die Idee nach Nepal zu fliegen.
      Aber eigentlich ist das auch unwichtig, denn hiermit habe ich ja angefangen.

      Tag 1 (12.07.11):

      Abflug von Frankfurt mit Oman Air über Muskat (Oman) nach Kathmandu (Nepal).
      Hierzu ist eigentlich nur zu sagen, dass der Oman sich wohl in Europa präsentieren will.
      Hier ein kleines Foto der Flugzeugausstattung:



      Das war unsere Game- und Multimediastation mit vielen (auch relativ aktuellen) Filmen.
      Die Zeit bis wir im Oman waren ging also relativ schnell um.

      Die Maschine Muskat nach Kathmandu war aber etwas einfacher aufgebaut (6 Fernseher im ganzen Flugzeug)
      und es roch wie in einer billigen Absteige, da sich die meißten Nepalesen erst mal einen Schnaps bestellten.

      Ankunft in Kathmandu,
      da Schlafen schlicht unmöglich war kamen wir sehr erschöpft an.
      Wegen unserem Reiseführer (Stefan Loose – Nepal) wussten wir das nach dem Flughafen
      Schlepper auf einen warten, um einen in das beste und günstigste Hostel auf dem ganzen Planeten zu bringen.
      Tja leider war die Frau am Offiziellen Flughafenschalter auch eine Schlepperin…
      Also hatten wir bereits vor dem verlassen des Flughafens ein Hotel.

      Das war unsere Game- und Multimediastation mit vielen (auch relativ aktuellen) Filmen.
      Die Zeit bis wir im Oman waren ging also relativ schnell um.

      Die Maschine Muskat nach Kathmandu war aber etwas einfacher aufgebaut (6 Fernseher im ganzen Flugzeug)
      und es roch wie in einer billigen Absteige, da sich die meißten Nepalesen erst mal einen Schnaps bestellten.

      Ankunft in Kathmandu,
      da Schlafen schlicht unmöglich war kamen wir sehr erschöpft an.
      Wegen unserem Reiseführer (Stefan Loose – Nepal) wussten wir das nach dem Flughafen
      Schlepper auf einen warten, um einen in das beste und günstigste Hostel auf dem ganzen Planeten zu bringen.
      Tja leider war die Frau am Offiziellen Flughafenschalter auch eine Schlepperin…
      Also hatten wir bereits vor dem verlassen des Flughafens ein Hotel.




      Nun ja nach einer unbeschreiblichen Verkehrsregellosen (es wird nur für Kühe gebremst, denn wenn jemand eine Kuh überfährt landet er direkt für 12 Jahre im Gefängnis) Fahrt erreichten wir unser Hotel (in Deutschland würde man eher Absteige sagen).
      Nach dem erfolglosen Versuch die Deutsche Botschaft zu finden buchten wir bei dem Hotelbesitzer,
      welcher auch “zufällig” ein Reiseunternehmen besaß eine Tour.
      Da wir nun seit geschätzten 30 Stunden auf den Beinen waren und die starke Luftverschmutzung in
      Kathmandu mich noch schläfriger machte, ging es nach einem kleinen Abendessen (oh, der Hotel und Reiseunternehmer
      hatte ja auch ein Restaurant) erst mal ins Bett.



      Tag 2:

      Morgens wurden wir von unserem Guide Probs abgeholt und fuhren mit dem Touristenbus
      nach Phokara. Die Strecke von ca. 300km füllte unseren Tag aus. Über die Straßen, Straßenverhältnisse,
      Zustand der Fahrzeuge und die “Verkehrsregeln” erzähle ich lieber mal nichts…,
      aber es war lustig wenn man sich darauf eingelassen hat.



      Am späten Nachmittag und Abends gingen wir dann mit unserem Guide etwas durch das Touristenviertel




      und bekamen einen kleinen Einblick in Phokara und lernten ihn bei einem Bier etwas kennen.
      Er erzählte uns, dass er normalerweise kein Bier trinkt, weil er von diesem Geld (wir sprechen weiterhin von
      nur einem Bier) ein komplettes Mittagessen für sich und seine Familie zubereiten kann.
      Wir hatten bis dahin schon viel Armut in Nepal gesehen, obwohl wir nicht nicht in den Slums waren,
      aber da wird einem bewusst, warum die Westler alle als unvorstellbar Reich angesehen werden und wie viel
      unser Geld eigentlich wert ist.

      Ach und bevor ich es vergesse:




      Wo sind wir nochmal?!

      Ausblick aus dem Hostel




      Tag 3: Birethanti (1100 NHM) – Tikhedhunga (1375 NHM)

      Nach einer weiteren Busfahrt erreichten wir endlich den Startpunkt des Trekkings in Birethanti.
      Nach den ersten paar Metern und einem sehr leckeren Mittagessen ging es dann richtig los
      und zwar mit einer Kletterpartie, denn während der Regenzeit ist Nepal sehr von Erdrutschen geplagt.



      Und direkt danach ging es weiter, aber nicht mit einer weiteren Kletterpartie, sondern mit Erster Hilfe.
      Hinter diesem Erdrutsch stand eine Gruppe Nepalesen, einer von ihnen wurde durch einen Stein am Kopf verletzt
      und hatte sich dadurch eine stark verdreckte Platzwunde zugezogen. Nachdem wir die Wunde leicht säuberten und mit Papiertaschentücher
      einen Schmutzschutz gebastelt hatten, konnten wir mit Hilfe unseres Guides sie dennoch davon überzeugen einen
      Arzt aufzusuchen.
      Aber hier nun ein paar Eindrücke von unserem ersten Tag, denn so etwas kann man nicht in Worte fassen
      und kommt selbst auf Fotos nicht gut herüber.







      Und nun zum Wichtigsten, denn wir wollten ja nicht nur Nepal kennen lernen,
      sondern den Nepalesen auch etwas deutsches zeigen. Also wurde die Guesthouse Besitzerin
      und unser Guide dazu gezwungen Mau-Mau und 31 zu lernen, mit Erfolg und sehr viel Spaß.
      Und nun ein Tipp für Backpacker die nicht so sportlich sind wie Fabian:
      Macht nicht den selben Fehler wie ich und packt viele Klamotten ein,
      ich hab bestimmt ein drittel meiner Sachen im Guesthouse gelassen.
      Bilder
      Gruß Kai

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    • Tag 4: Tikhedhunga (1375 NHM) – Ghorepani (2800NHM) – Tadapani (2526 NHM) – Ghandruk (1950 NHM)

      Nach dem schönsten 8 stündigen “Quak Konzert” der einheimischen Frösche,
      starteten wir erst mal mit einer Tasse Lemon Tee in den Tag
      Heute lernte ich die Treppen nach Mordor und seine bösen Geschöpfe kennen, die uns auch noch den Rest unserer Tour begleiten sollten.
      An diesem Tag lernten wir die guten Augen unseres Guides kennen.
      Ich verrate euch einfach mal nicht welches Tier auf diesem Bild am gegenüberliegenden Berghang zu sehen ist.



      Eigentlich hatten wir an diesem Tag nur vor bis nach Tatapani zu gehen, aber es lief so gut,
      dass wir es auch noch locker bis Ghandruk geschafft haben.
      Dieser Tag hat bei mir die stärksten Eindrücke hinterlassen und die meisten Bisse von Blutegeln,
      welche in der Regenzeit zu Millionen in den Wäldern lauern (Faustformel 5 Schritte, ein neuer Blutegel an den Schuhen). Aber unser Guide hatte uns Salz in Tüchern besorgt. Die Feuchten Tücher ca. 5 Sekunden an einen Blutegel gehalten und schon war er weg.






      (Die Einheimischen Träger schleppen 30-45kg pro Tag für einen Hungerlohn von 3€.)






      Abends in einem gemütlichen Hostel angekommen, ließen wir den Tag
      mit unserem Guide bei einer schönen Partie Karten und einem Tee ausklingen.
      Auch die dortige Familie war sehr nett, aber zu sehr von einem Nepal sucht den Superstar
      abgelenkt…




      Tag 5: Ghandruk (1950 NHM) – Tolka (1775 NHM)

      Auch wenn es laut Normalhöhennull nach einem gemütlichen Sparziergang aussieht,
      war dies der anstrengendste Tag überhaupt. Denn es war wie immer eine Nepali-Flat
      Strecke (up and down and up and down…). Am späten Morgen liefen wir erst einmal
      in das Tal hinein, soweit so gut, doch dann begann der Horror.
      Berg auf, laut Guide ca. 37 Grad Celsius, kein Schatten, stehende Luft. Nach ein paar Stunden
      war ich sehr froh als ich das erste Etappenziel erreicht hatte. Unser Restaurant zum Mittagessen.



      Der Ausblick entschädigte uns aber für vieles. Auch wurden wir mit Europäischer Musik beglückt
      als eine Gruppe Nepalesischer Jugendliche Eminem hörend an uns vorbeizog.
      Das Dorf auf dem anderen Berghang ist Ghandruk, aber nicht nur diese Häuser,
      denn in Nepal zieht sich Dorf mehrere Kilometer über einen Berghang und hat dennoch nicht viele Einwohner.



      Nach ein paar weiteren Stunden kamen wir dann in Tolka an,
      Unserem Guide waren die Wolken schon suspekt, aber dazu später mehr.



      Und wie jeden Abend um 7 Uhr begann es zu regnen.
      Bilder
      Gruß Kai

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    • Tag 6: Tolka (1775 NHM)

      Nachdem wir aufgewacht waren, merkten wir schon, dass etwas anders war.
      Es regnete. So sollte es auch leider für den Rest vom Tag bleiben, was uns ein weiterkommen
      verwehrte, doch damit muss man in der Monsun Zeit rechnen.
      Aber es war dennoch ein sehr gemütlicher Tag. Denn am Abend zuvor hatten wir
      ein Pärchen aus der Slowakei kennen gelernt.
      Wir stellten ihnen die Frage ,welche Länder der Erde sie denn bereits bereist hatten.
      Nach 2 Minuten unterbrach ich sie und fragte wo sie denn noch nicht waren.
      Nach 10 Ländernamen wusste ich dann Bescheid.
      Nach einigen schönen Geschichten beschäftigten wir uns dann mit Karten und Würfelspielen (Yam). Dabei lernten wir auch noch einen Schweizer kennen. Welcher das Annapurna Base Camp
      besucht hatte und auch ein paar Tage in einem Buddhistischen Kloster gelebt hatte.


      Tag 7: Tolka (1775 NHM) – Sharankot (1560 NHM)

      Durch den verlorenen Tag musste unser Guide die Route etwas ändern, weshalb wir uns wieder Richtung Phokara auf den Weg machten.



      Unser Guide führte uns dabei aber glücklicherweise über ein paar Geheimwege und ermöglichte es uns so noch ein paar schöne Aussichtspunkte zu erreichen.
      An diesem Tag begegneten wir auch einem der Trekking Permit Kontrollposten.










      In dem Hostel in dem wir am späten Nachmittag einkehrten gibt es einen besonderen Punkt zu erwähnen. Der Sohn des Besitzers studiert in Deutschland, dass heißt er muss mehr als sehr intelligent sein, denn ein Nepali, welcher in den USA studierte, hatte uns auf der Busfahrt nach Birethanti erzählt, dass Deutschland normalerweise keine Studenten aus Nepal aufnimmt.

      Tag 8: Sharankot (1560 NHM) – Pokhara (935 NHM)

      Am letzten Tag des Trekkings ging es durch Dschungel und Nebel runter nach Phokara,
      aber bevor wir morgens aufbrachen konnten wir natürlich nicht auf den Anblick des Machapucharé
      verzichten.





      Nachmittags kamen wir dann Phokara an und unser Trekking war leider zu Ende.

      Am späten Nachmittag besuchten wir dann mit unserem Guide einen Nepalesischen Basar,
      doch unseren Nerven kapitulierten nach kurzer Zeit, denn nach so einer langen ruhigen Zeit war es uns einfach zu viel.
      Abends setzten wir uns noch einmal mit unserem Guide zusammen in eine Pizzeria, welche seinem Onkel gehörte. Es war die beste Steinofen-Pizza die ich bis heute gegessen haben!

      Tag 9: Rückfahrt nach Kathmandu

      Wir kehrten unserem „Hotel Fishtail Villa“ mit gemischten Gefühlen den Rücken, denn wir waren uns bewusst, dass wir nun so schnell kein Trekking mehr machen, aber auch sehr erfreut, dass wir die Nepal Reise durchgezogen haben.



      In Kathmandu verabschiedeten wir unserem Guide und zogen wieder in das selbe Hostel wir vom Anfang. Den restlichen Tag verbrachten wir mit einem kleinen Stadtbummel um Mitbringsel zu kaufen.

      Tag 10: Kathmandu

      Unseren letzten Tag vor der Abreise schlenderten wir mal wieder durch die Straßen von Kathmandu und beobachteten das rege treiben auf den Straßen. Auch ein kurzer Abstecher in das Tempel Viertel
      war dabei, doch leider haben wir die „Lebende Göttin“ (Kumari) nicht gesehen.
      Abends trafen wir dann noch unseren Guide mit seinem Sohn und verbrachten mit ihnen noch ein wenig Zeit bevor wir uns verabschiedeten.

      Tag 11: Rückflug nach Deutschland

      Als wir das Hostel verlassen wollten, überraschte uns Probs noch mit Abschiedsgeschenken und wünschte uns einen guten Heimflug.
      Im Flughafen hatte ich dann natürlich Probleme mit den Sicherheitsleuten, welche mein Handgepäck durchsuchten. Das gekaufte Chilli Pulver für einen Freund welcher gerne scharf isst, wurde als gefährliche Waffe beschlagnahmt.
      Aber danach ging es dann relativ Problemlos Richtung Heimat.

      Schlusswort:
      Es gibt noch viele Geschichten, Fotos und Eindrücke welche ich erzählen könnte,
      aber ich hoffe viel mehr, dass für jeden etwas dabei war.
      Bilder
      Gruß Kai

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    • Na dann mal sorry für mein Entsetzen vorher wegen den "Platzhaltern".... ;)
      In anderen Foren, insbesondere in Entwicklerforen ist sowas manchmal üblich, dass die Leute mit "Platzhaltern" Posts reservieren und zupflastern...

      Super Bericht...! Respekt...! Wirklich toll...!
      *Never hesitate...!*

      Es gibt immer was zu tun.. Und wenn mal
      nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so
      viel getan, dass es gut tut nichts zu tun..
      (Von mir - die andern fandens witzig. :lol: )
    • Schöner Reisebericht und tolle Fotos :D
      Danke fürs zeigen, war bestimmt wie eine andere Welt und 12 Jahre Knast für eine Kuh...ich wusste schon immer, dass unsere Gesetze zu lasch sind :mrgreen:
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Habe den Bericht eben entdeckt und mit Begeisterung gelesen. Schade, dass die Bilder nicht groeszer dargestellt sind. Aber ich kann mir doch ansatzweise vorstellen was fuer einen bleibenden Eindruck von den Schauplaetzen Du haben musst. Vielen Dank fuer dafuer.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.