Brot ohne Hefe?

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    • Brot ohne Hefe?

      Moin erst mal (auch wenn es schon langsam dunkel wird :mrgreen: )

      Da ich zu Hause Brot selber backe (hauptsächlich Backmischungen da ich zu faul bin)hab ich mich gefragt ob das Draussen auch so einfach geht

      Mehl + Wasser fertig
      In der Backmischung ist aber Hefe drin, diese ist allerdings nicht sehr haltbar wenn man sie nicht kühlt.
      Und jedes mal Sauerteig mit schleppen ist auch nicht so pralle.

      Gibt es irgend ein Treibmittel in der Natur (auch in DE) das man als Ersatz nehmen kann?
    • Brot ohne Hefe?

      Naja es geht mir mehr um den pflanzlichen Aspekt.
      Ob man irgend was in der Natur findet das man als Treibmittel nehmen kann?

      Die Wikinger haben es ja auch irgend wie hinbekommen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FeldKoch ()

    • Brot ohne Hefe?

      "FeldKoch" schrieb:


      Gibt es irgend ein Treibmittel in der Natur (auch in DE) das man als Ersatz nehmen kann?


      Du kannst Pottasche aus Holzasche gewinnen das ist nur recht zeit und Energie aufwändig.
      Ich hab das schon öfter gemacht danach weiß man erstmal zuschätzen das man alles so billig kaufen kann.

      Alles andere wurde ja schon gesagt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Waldmeister ()

    • Brot ohne Hefe?

      Naja denn sollte ich wohl wirklich auf Backmischungen zurück greifen.

      Ich kenne noch aus meiner Kindheit "Stockbrot" kenne aber das Rezept nicht mehr.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FeldKoch ()

    • Brot ohne Hefe?

      "Swifty" schrieb:

      Könnte mir vorstellen das es auch mit einem Päckchen Backpulver geht, das ist relativ haltbar :)

      Jupp. Funktioniert gut und reicht für unterwegs eigentlich voll und ganz. Kann man daheim schon in die menge Mehl mischen, die man mitnimmt. Braucht auch keine 'Gehzeit'. Ist halt die einfachste aber dafür minderste Art Bannok zu machen.
    • AW: Brot ohne Hefe?

      "Waldmeister" schrieb:

      "FeldKoch" schrieb:


      Gibt es irgend ein Treibmittel in der Natur (auch in DE) das man als Ersatz nehmen kann?


      Du kannst Pottasche aus Holzasche gewinnen das ist nur recht zeit und Energie aufwändig.
      Ich hab das schon öfter gemacht danach weiß man erstmal zuschätzen das man alles so billig kaufen kann.

      Alles andere wurde ja schon gesagt.


      Als ich mich über den Bovist informiert hab, hab ich auch die Information aufgeschnappt, dass man den getrockneten Pilz unter anderem als Zunder verwendet hat.
      Man hat den getrockneten Pilz aber auch zum räuchern von Bienen benutzt, weil der Rauch eine beruhigende Wirkung auf sie hat...UND JETZT KOMMT'S..., die Asche, die dabei entsteht, ist fast reine Potasche!

      Hoffe, dir hilft die Info weiter..., hab mich noch nie so mit der Herstellung von Potasche beschäftigt.
      Der Bovist war früher auch unter dem Namen Wolfsrauch bekannt.

      Bis dann,
      Alex
    • Brot ohne Hefe?

      Na gut, wir nähern uns langsam der vierten Jahreszeit namens Winter. Darauf bezieht sich wohl Deine Frage.

      Denn in allen anderen drei Jahreszeiten (Frühjahr bis Herbst) schwirren in der Natur überall sogenannte Wildhefen herum. Die sind unter anderem auch für die Vergärung/Zersetzung von Fallobst zuständig. So wurden in früheren Zeiten auch eher unfreiwillig unsere nun domestizlierten Bier-, Wein-, Most- und Backhefen aus naßgewordenen Wintervorräten gewonnen.

      Eigentlich würde es vollauf reichen, wenn Du im Biwak eine Schüssel Mehl mit Wasser zu einem Schleim anrührst und frostfrei ein paar Tage stehen läßt. Dann setzt da von ganz alleine alkoholische Gärung ein.

      Sauerteig ist ja eigentlich nichts anderes als das historische Produkt eines neolithischen Kochunfalls, bei dem obendrein auch noch das Trocknen des eh schon vergammelten Kornmehls danebenging. Dadurch wurde dann auch noch ganz aus Versehen das Backen erfunden.

      Um der Hefegärung z.B. gegenüber Schimmeln einen Vorsprung zu geben, tut's mir aber auch ad hoc ein Tütchen Trockenhefe. Die gibt's auch in wasserdichter Verpackung beim Discounter. Und wenn die Hefe erst mal die Oberhand gewonnen hat, spielen auch Pilzsporen keine Rolle mehr.

      Und weil Sauerteig so geländegängig ist, mache ich auch mein Bannok damit. Denn Backpulver hat den entscheidenden Nachteil, daß es auch dann ungewollt losfeuert, wenn mal das Portionstütchen nur mit kaltem Wasser durchweicht. Dem Sauerteig kommt's sogar entgegen, wenn's da mal hineinregnet, weil damit auch zusätzliche Wildhefesporen hineingespült werden.

      Klappt nur nicht im Winter, weil Hefen keinen Frost vertragen.

      Den Winter überleben Wildhefen im Magen von Wespen. Die nehmen diese Wildhefen nämlich im Herbst zusammen mit dem verzehrten Fallobst auf das sie entsorgen. Im Frühjahr setzt dann die Verwesung der im Winter abgestorbenen Wespen einen neuen Flug der Wildhefen frei.