Didgeridoo am Lagerfeuer

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Didgeridoo am Lagerfeuer

      Hallo,

      das Erste was mir persönlich einfällt wenn ich das Wort Bushcraft höre sind die Aboriginals/Aborigines.

      Damit meine ich jetzt nicht die Aboriginals, die in Dörfern/Städten leben und die Dinge der modernen Zivilisation „genießen“.

      Ich meine die, die ein paar Generationen zurück im Einklang mit der Natur gelebt haben.
      Diejenigen, die nur mit ihren Fähigkeiten und dem überlieferten Wissen auf Ihren Traumpfaden wanderten.

      Genau die haben nur mit dem, was die Natur hervorgebracht hat gelebt.

      Jagdwaffen waren da hauptsächlich Boomerang, Speer, Steinschleuder und Bogen.

      Unterstützung auf den Wegen zu Ihren Traumpfaden hatten sie durch z. B. ihr „Musikinstrument“ dem Digeridoo.

      Dieses Instrument hat mich so fasziniert, das ich mir in den Kopf setzte eins nach zu bauen und zwar mit hier einheimischen Hölzern.

      Das von mir gebaute habe ich aus einem kleinen Kirschbaum gebaut, der bei meinen Schwiegereltern im Garten stand.
      Er wollte nicht so richtig Früchte tragen und wurde dann von mir erlöst.

      Zwei Jahre habe ich gewartet bis er richtig trocken war und somit zur Bearbeitung reif war.

      In tagelanger Arbeit habe ich dann den Stamm der Länge nach mit der Handsäge aufgesägt und dann beide halben Stämme mit Holzhammer und Hohlbeitel ausgehöhlt.

      Nun konnte ich die beiden Teile wieder zusammenleimen und die ersten Klangtests machen (meinen Fähigkeiten entsprechend eingeschränkt).

      Nachdem ein Bekannter und sehr guter Digeridoospieler mir bescheinigte, dass dieses Instrument hervorragend klingen würde, habe ich mich an die Feinarbeit gemacht.

      Naturfarben aus Gesteinsmehl wurden nun besorgt und mit Holzleim angemischt und aufgetragen.
      Ähnlich haben die Ureinwohner das auch gemacht.

      Dann wurde von mir eine Mischung aus Aboriginal Symbolen und Eigenkreationen mit weißem Gesteinsmehl aufgetragen.

      Die Handabdrücke meiner ganzen Familie mussten natürlich auf drauf.

      Das Mundstück ist traditionell mit einem Ring aus 100% Bienenwachs geformt.

      Da das ganze schon ein paar Jahre her ist, sieht man noch die Mini Patschhände von meinem kleinen Sohn darauf, der inzwischen so groß ist wie ich.

      Von innen sah nun das Digeridoo mit dem hellen Holz nicht sehr passend aus und wurde dann noch dunkel gebeizt.

      Nun war es fertig.

      Ich bekomme auch ganz hervorragend Töne aus diesem Instrument, aber immer nur einen Atemzug lang.
      Das „circular breathing“ was man braucht um wirklich gut spielen zu können wird noch eine Lebensaufgabe für mich sein.

      Man wächst an seinen Aufgaben.

      Hier mal eine Klangprobe von mir.

      Bruuuuuuu bruuuuhhh brauu brauuuuuuu brauuu, wrummmm, wrummm wruuhh und.... klingt doch gut oder.

      Ich finde das Digeridoo ist ein ganz hervorragendes Basislager Musikintrument um auf den eigenen Traumpfaden zu wandern, wenn man es denn gut beherrscht.

      Hier mal ein paar Bilder:




      Bilder
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Digeridoo am Lagerfeuer

      @Friese

      Ich werde mich auf die Suche nach diesen Exoten machen!

      Obwohl das Mundstück sich ja krass unterscheidet kann man ja sowohl die Oboe als auch das Digeridoo als "lautes Holz" bezeichnen.

      Das hier die gleiche Technik angewandt wird hätte ich nicht gewusst.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.