Schlafsackinlett oder Biwaksack

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    • Schlafsackinlett oder Biwaksack

      Hallo Forengemeinde,

      ich möchte meinen Carinthia Tropen winterfest machen. Die Herstellerangaben, bis -12°C, kann ich mir kaum vorstellen.
      Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich den Schlafsack am sinnvollsten erweitere...
      Ein Inlett soll, genau wie ein Biwaksack, nochmals ca. 5°C mehr Wärme bringen.
      Wer von Euch hat jeweils mit beiden Erweiterungen Erfahrungen gemacht und kann jeweils Empfehlungen für Inlett oder Biwaksack geben.

      Danke und Grüße
      sarreforet
    • Schlafsackinlett oder Biwaksack

      UND!
      ich hab gern beides, der Bivi haelt nicht nur den Wind und Regen ab, sondern auch den Morgentau. Hier in der Gegend wacht man hoechstens an 2 Morgen pro Jahr trocken auf ;) Das sind dann die geschaetzten 5°C - kein Wind, trocken.
      Ein Inlett kann eine super Ergaenzung sein, es hat mich nur genervt, wenn dadurch Gewicht und Packmass des Schlafsystems unnoetig steigen fuer eine Leistung, die man auch einfach mit einem etwas besseren Schlafsack kriegt. Ich denke da an mein erstes Inlett aus Fleece, es wog gut 900g und waermte weniger als mein Snugpak Jungle (800g), in den ich es gesteckt hab. Die Kombi war dann groesser und schwerer als der Hawk Schlafsack (1500g), den ich fuer Herbst und co habe, und nicht sehr effektiv.
      Seit kurzem hab ich den Thermolite Reactor Liner von SeatoSummit (400g), und das Teil bringt erstaunliche Leistung. Kostet aber auch was… :shock: Das ist aber im Nachhinein total gerechtfertigt.

      Momentanes Setup: DD-Sleeper Seideninlett 125g, SeatoSummit Reactor, 400g, Snugpak Jungle 800g - rockt!
      Demnaechst wenns Winter wird das Ganze mal mit Hawk statt Jungle testen. Der Hawk ist ein -5°C Sack, mal sehen was der Reactor bei Minusgraden bringt.

      gruss
      couchcamper
      ‹Soltau statt sautoll!›
      Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat. (Nietzsche)
    • Schlafsackinlett oder Biwaksack

      Ein Extremwert von -12° bedeutet, dass du bis -12°C nicht lebensgefährlich unterkühlst. Vorrausgesetzt du trägst frische, trockene Thermounterwäsche, bist jung, ausgeruht & gesund, hast genug gegessen und getrunken. Und wenn keine sonstigen negativen Klimabedingungen herrschen (Wind, hohe Luftfeuchtigkeit,...).

      Und was hat dieser Wert mit der Realität einer Winternacht zu tun? Das ist alles graue Theorie... Zumal Carinthia die Werte der militärischen Schlafsäcke durch die Nutzung einer anderen EN hochhält. Hatte mal bei denen mal bzgl. des Def4 nachgefragt: Die in den Shops angegebenen Temperaturwerte bei den Militärmodellen entsprechen ausdrücklich nicht der EN 13537 (Schlafsacknorm), sondern der EN 342 (Norm für Kälteschutzkleidung für unter -5°C)...

      Am besten kann man einen Tropen winterfest machen in dem man ihn kurz vor dem Schlafengehen mit einem Winterschlafsack ersetzt. :mrgreen:

      Ein Biwaksack und ein Inlet bringen aber zusammen sicherlich einige Grad, +10° sind vollkommen realistisch. Aber ob ich mit nem Tropen + Bivy & Inlett (und selbst wenn es das Sea to summit ding wäre - Zaubern kann das Ding auch nicht) bei ner reellen Tour bei -12° schlafen wollen würde? Eher nicht...
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      We want to experience fantastic things and in order to experience things we have to put ourself in fantastic places. Donnie Vincent

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von karlson ()

    • Schlafsackinlett oder Biwaksack

      Ist bereits fast alles gesagt - der "Reactor Extreme" steht bei mir auf der Einkaufsliste für den ersten Test bei Minusgraden demnächst.

      Wollte nur noch erwähnen, dass ganz allgemein mein (Belgian Army) Bivi gleich mehr Behaglichkeit bringt...
      - subjektiv, weil eine großzügigere Hülle drumherum ist - man fühlt sich mit seinem Schlafsack gleich nochmal geschützter gegenüber jeglichem Unbill
      - objektiv, weil natürlich die Feuchtigkeit draußen bleibt, Dreck, Zugluft etc. (ein paar Grade bringt's sicherlich auch)