Bogen aus Robinie

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    • Bogen aus Robinie

      Hallo,

      hier mal ein Bogen aus Robinie, er ist von mir aus einem Stamm mit einem Durchmesser von ca. 25 cm herausgearbeitet worden.

      Es ist ein Flachbogen der etwa 175 cam lang ist.

      Das Zugewicht ist ca. 55 Pfund bei 28 Zoll Auszug.

      Das Holz von Robinien finde ich von der Maserung her sehr interessant, weil sie sich über die ganze Länge des Bogens sehr gut sichbar verteilt.
      Da der Bogen schon vor längerer Zeit gebaut wurde, ist das Holz schon etwas dunkler geworden.
      Ich persönlich finde das noch viel schöner, weil der Faserverlauf noch besser herauskommt.

      Nicht aufgespannt hat der Bogen eine leichte Vorbiegung, die durch die Trocknung des Holzes entstanden ist.

      Das kam hier aber dem Zuggewicht zugute, das dadurch halt ein paar Pfund mehr hat.

      Das Griffstück habe ich etwas kräftiger gelassen, ist aber reine Geschmachs- bzw. Gefühlssache.

      Bilder dazu:




      Bilder
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bogen aus Robinie

      Es freut mich, dass er Dir gefällt.

      Dein Robinien Flatbow ist allerdings auch auch ein absoluter Hammer.
      Gefällt mir echt gut das Teil und hat echt Charakter.

      Hatte ich jetzt erst gesehen.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bogen aus Robinie

      Du bist echt begabt! Ich möchte Dich aber darauf hinweisen, dass es schon den Thread "Meine Bögen" gibt, in dem Du auch schon etwas beigetragen hast. Jetzt aber eine Frage: Wie ermittelst Du das Zuggewicht? :D

      Gruß
      Schnitzer3000
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund." - Napoleon
    • Bogen aus Robinie

      Macht halt echt Spaß mit schönem Holz zu arbeiten.

      Stimmt, bin ich irgendwie rausgerutscht aus "Meine Bögen".

      Das Zuggewicht wird mit einer Bogenwaage gemessen.

      Man hängt meine Waage an einen Deckenhaken, dann den Bogen in die Waage.
      Im Bogen liegt ein Pfeil mit einer Zoll oder cm Angabe.

      Dann zieht man die Waage auf die gewünschte Länge (z. B. 28 Zoll) und liest an der Bogenwaage ab, was diese anzeigt.

      Klingt kompliziert, ist es aber nicht.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bogen aus Robinie

      @Bene
      Diese Bogen ist von meinen selbstgabauten tatsächlich der mit der besten Biegekurve.

      Ich halte aber nicht sonderlich viel von Tillerfotos und den damit verbundenen Ferndiagnosen.

      Durch die Schräglage des Bogens oder eine schräge Perspektive bei diesen Fotos wird die Biegekurve gerne mal falsch dargestellt.

      Das habe ich auch erst gesehen, als ich hier Tillerfotos reingestellt habe.

      Darum mache ich das nicht mehr.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bogen aus Robinie

      "von Zwillinger" schrieb:


      Nun noch einen Pfeil mit Maßeinheit beschriften oder kaufen und ab geht's.


      Ich mache mir immer eine Wäscheklammer an den Pfeil und zieh bis ich anstosse, da man diese Striche auf dem Rohschaft, in dem Winkel, so schlecht sieht
      Bacon macht alles besser!
    • Bogen aus Robinie

      Schöner Bogen. ;) 3 Fragen zum Bogenbau:

      1. Wie lange muss Robinie trocknen, bevor es bearbeitet werden kann?

      2. Ich las letztens irgendwo, dass man auch Schustersehne der mittleren Stärke zum Bogenbau verwenden kann. Hat das schon wer getestet?

      3. Als Anfänger sollte man sich ein Stück Hasel suchen, da es bei Zimmertemperatur schon nach wenigen Wochen austrocknet und bearbeitet werden kann. Das erkennt man dann unter anderem daran, dass der Rohling kein Gewicht mehr verliert. Richtig?
      Wer sich in die Natur begibt, der lernt beim allerbesten Meister! (Erwin Thoma)
    • Bogen aus Robinie

      @Merluza

      1. Ich habe die Robinie 3 Jahre lang trocknen lassen, geht mit Sicherheit aber auch schneller. Ich gehe da gerne auf Nummer sicher.
      Vielleicht wissen das aber Holz Spezis aus dem Forum besser.

      2. Was meinst Du mit Schustersehne? Falls Du einen gewachsten Schuster Baumwollfaden oder Schusterleinen für den Sehnenbau meinst, dann kann ich das bejaen.
      Ich habe zumindest solche Fäden auch benutzt für den Sehnenbau mit viel Bienenwachs. Die halten aber nicht so lange wie Dacronsehnen.
      Ist aber herrlich traditionell.

      3. Ja, nach meiner Erfahrung trocknet Hasel recht schnell und neigt auch nicht so sehr zur Rissbildung.
      Aber... ich persönlich würde kein Holz bei Zimmertemperatur Trocknen lassen, das geht meiner Ansicht nach zu schnell und führt dann evtl. doch zur Rissbildung.
      Lieber ein paar Wochen draußen trocknen lassen wo es nicht nass wird.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bogen aus Robinie

      "Merluza" schrieb:

      Schöner Bogen. ;) 3 Fragen zum Bogenbau:

      1. Wie lange muss Robinie trocknen, bevor es bearbeitet werden kann?
      Kommt immer drauf an... Wo trocknen, wie trocknen, usw.


      2. Ich las letztens irgendwo, dass man auch Schustersehne der mittleren Stärke zum Bogenbau verwenden kann. Hat das schon wer getestet?

      3. Als Anfänger sollte man sich ein Stück Hasel suchen, da es bei Zimmertemperatur schon nach wenigen Wochen austrocknet und bearbeitet werden kann. Das erkennt man dann unter anderem daran, dass der Rohling kein Gewicht mehr verliert. Richtig?


      Zu:
      1.Idealer Weise mit einem Holzfeuchtemessgerät an verschiedenen Stellen prüfen. Liegt die Feuchte zw.8 und 12% kannst loslegen.

      2.Hierzu keine Angabe, da kenn ich mich nicht aus....

      3. Macht euch doch bei den ersten Versuchen keinen Kopf... Die ersten 3 bis 4 Haselflitschen müssen doch nicht gleich Meisterwerke werden, sondern sollen dazu dienen, mal die ersten Grundfertigkeiten zu erlernen. Wurfarme herunterarbeiten, Rücken glätten und vor allem: Tillern!
      Denn letzteres ist der eigentliche Prozess, der aus einem Stück Holz einen Bogen macht, das vorhergehende bearbeiten sind nur die Vorbereitungen dazu ;)
      Richtig, Hasel ist hier sehr trocknungsfreundlich. Einfach ein ca. 5cm Stämmchen schlagen, Enden versiegeln, 2-3 Wochen im Wohnzimmer oder Heizungskeller lagern und loslegen!
      Wenn er bricht- nächster!
    • Bogen aus Robinie

      @QuintusDias

      Das mit dem Holzfeuchtemessgerät ist natürlich ein sehr guter Einwand.

      Ich habe zwar auch einen, aber ich vergesse immer wieder den zwischendurch zu benutzen.

      Und....ich sehe das genau so, einfach loslegen.

      Ich weis aber auch noch, dass ich Schweißperlen auf der Stirn hatte, als ich meine ersten Bögen das erste mal gestestet habe.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.