Übersicht über Bögen als Waffe- oder Jagdbogen

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    • Übersicht über Bögen als Waffe- oder Jagdbogen

      Mich interessiert sehr das Thema Bogen, auch in Bezug zur Jagt oder als Waffe in Krisenzeiten. Ich möchte mir bei Gelegenheit mal einen kaufen (auch gern von Forenmitgliedern) aber habe eigentlich keine Ahnung davon. Übrigens möchte ich nicht doppelt oder dreifach kaufen.

      Deshalb sollten hier mal Erfahrene "Robin Hood's" ihre Erfahrungen mit Begründung aufzeigen und auch mal Bilder von Ihrem Bogen zeigen. Ich suche was in der Richtung "Männerbogen - geeignet für den Ernstfall". Preislich sollte er aber bezahlbar sein, also bitte fangt nicht an Empfehlungen für Sportbögen im Tausender Preisbereichen zu geben.
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    • Übersicht über Bögen als Jagd- oder Sportbogen

      Also dann geb ich mal meinen Senf dazu.

      Ich habe einige Jahre lang "instinktives" Bogenschießen betrieben. D.h. einen hölzernen (gut mit Fiebergalsbacking wegen Wasser und so) Flachbogen und sog. 3D-Ziele im freien Feld. Das fand ich angenehmer als in immer gleichem Abstand auf immer die gleiche Scheibe zu schießen.
      So musste ich unterschiedliche Entfernungen aus unterschiedlichen Positionen bewältigen.
      Leider ist dieses Hobby etwas eingeschlafen. Du bringst mich da auf was :lol:

      Aus dieser Erfahrung heraus muss ich Dir von einem Bogen als Jagd- und Verteidigungswaffe für Notlagen abraten. Denn Bogenschießen lernt man nicht in einem Monat! Auch wenn es die tollsten Hitec-Teile gibt, musst Du immernoch treffen.

      Ich würde für jemanden ungeübten eher zur Armbrust greifen.
      Diese schießt sich wie eine Schußwaffe (mit denen Du augenscheinlich ja Erfahrung hast). Was die Transportmaße angeht sind sie auch nicht schlechter als ein Bogen, da Du eine Armbrust zerlegen kannst und sie dann eher weniger Platz einnimmt als ein Bogen (in der Höhe jedenfalls).

      Wenn Du Dich allerdings mit dem Bogenschießen etwas näher und vor allem länger beschäftigen willst, dann hast Du ein tolles Hobby dazugewonnen und vergisst am besten was ich über eine Armbrust geschrieben habe :D

      Für Deine Zwecke würde ich dann zu einem Compoundbogen raten. Diese sind wetterunempfindlich und schußgenau. Mit den entsprechenden Bögen und Pfeilen gehen einige in Amerika Bären jagen!

      Hier ein Link: bogenundpfeile.de/Compound/index.htm.
      Und hier noch einer: de.wikipedia.org/wiki/Compoundbogen
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      Ich habe letztens in einem anderen Forum Bilder von einem Treffen gesehen, da haben sie auch Bogenschießen geübt. Das hat mit irgendwie geefallen - aber ich denke da gibt es soviel zu beachten, dass ich mir die Grundlagen ersteinmal in einem Verein holen werde. Weil es gibt 3 Sorten Bogen - wenn man Rechtshänder ist kann es trotzdem sein, dass die linke Seite irgendwie stärker ist - es gibt ja Rechts- und Linkshänder-Bogen. Ich denke wenn ich im Verein die Grundlagenerarbeitet habe, kann ich immer noch schauen, was ich will und welchen Bogen ich mir kaufe, etc.
      „Wir gehen eines Tages kaputt, weil wir zu faul sind, zu Fuß zu gehen.“ Reinhold Messner
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      Ja Ronny! Gute Entscheidung;) Bögen sind nicht nur ein tolles Männerspielzeug,sondern neben Sportgerät auch ernstzunehmende Jagd-und Kriegswaffen.Bögen gehören zu den ältesten Jagdwaffen überhaupt und damit läßt sich(bogen-und Pfeilabhängig) vom Vogel bis zum Elefanten alles jagen und erlegen.

      Die weitaus stärksten und präzisesten Bögen heutzutage sind zweifelsohne die sogenannten Compoundbögen.
      Die Gruppe der Jagdcompoundbögen(wie ich einen schiesse) stellt eine Gruppr recht kompakter Compoundbögen dar mit einem Achsabstand(AtA= Axle to Axle) von 30 bis 34 Zoll(in der Regel).

      Die Zugkraft für einen brauchbaren Jagdcompound beträgt 50 bis 70(selten80) lbs(=Pfund). Damit läßt sich theoretisch aus bis zu 80 Metern Entfernung alles erlegen,was in deutschen Wäldern kreucht und fleucht(ACHTUNG: Die Bogenjagd in Deutschland ist verboten!)

      Die realistischen Pfeilgeschwindigkeiten eines starken Jagdcompounds mit dementsprechend schwerem Jagdpfeil liegt im Schnitt zwischen 260 und 300 fps(feet per second) das entspricht rund 360km/h des Pfeils bei Verlassen der Pfeilauflage. Die Geschwindigkeitsangaben der Händler(IBO-speed) bezieht sich auf einen extrem leichten Testpfeil und ist nicht als Geschwindigkeit eines deutlich schwereren Jagdpfeiles anzusehen.

      Ich habe spaßhalber auf meinem YT Channel mal zwei Durchschusstests mit meinem Jagdbogen hochgeladen,in denen ich verschiedenes mit meinem Bogen löchere(einen 6cm starken massiven Holzbalken und einen Pfannenboden). Dass ein Pfeil eines Jagdcompounds einen massiven Holzbalken durchschlägt gibt einen Eindruck von der enormen Kraft,welche dahintersteckt.Mit speziellen Spitzen ist das durchdringen von schusssicheren Kevlarwesten überhaupt kein Problem(distanzabhängig). Das liegt neben der Spitzengeometrie unter anderem an der ungleich höheren Masse eines Pfeilgeschosses im Vergleich zu dem Geschoss einer Feuerwaffe.

      Die sogenannten Jagd-TakeDown-Recurvebögen(von denen ich immer einen im Rucksack trage) stellen die zweite interessante Bogengruppe für´s Survival dar. Mit einer Zugkraft von 45 bis 50 lbs ist man schon gut unterwegs. AUfgrund der leichten Zerlegbarkeit mancher Take-Downs(mit ILF-System!) und der Kompaktheit der Bögen,hat man schnell(unter 2 Minuten) solch einen Bogen schussbereit zur Hand.Ein kompakter Takedown ,wie bspw. mein BlackOnyx weist durch seinen kurzen Riser von gerade mal 15 Zoll ein sehr aggressives schnelles Schussmerkmal auf,was ihn für die Jagd sehr gut geeignet macht. Takedowns für´s Allwetterschiessen sollten Carbon-Limbs(Wurfarme) oder zumindest Carbon-Holz-Komponenten Arme aufweisen. Reine Holzarme sind zu feuchtigkeitsempfindlich in ihrer Leistung.

      Abhängig davon,was genau du mit deinem Compound oder Recurve machen willst gibt es da verschiedene Bauformen für den jeweiligen speziellen Bereich. Schnellere kleinere Bögen sind kompakt und aggressiv,dafür nicht so präzise wie größere ruhigere Bögen,etc.............. da gibt es einiges zu beachten.Ich persönlich trainiere das Bogenjagen im Verein und privat auch Combat-Techniken,wo man möglichst weit und präzise sein muss - dafür eignet sich zur Zeit kaum ein Bogen besser als der Rytera Alien Nemesis(der unter anderem auch von den deutschen Juniorenmeisterinnen Sauter geschossen wird).
      Ich selber durfte damit 2 Jagdturniere im SDBJV(Süddeutscher Bogen-und Jagdverein) für mich entscheiden.

      Unter 500 Euro ist es schwer einen vernünftigen Jagdcompound zu bekommen. Schussbereit mit allem Zubehör rechne da mal mit mindestens 800 Tacken. Ein guter Takedown-Recurve mit ILF-System und guten Limbs liegt ab ca. 400 Euro zu deiner Verfügung.Bedarf aber langen Trainings und Talent,da er intuitiv(ohne Zielhilfen) geschossen wird.
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      "Vayxe" schrieb:


      Ich würde für jemanden ungeübten eher zur Armbrust greifen.
      Diese schießt sich wie eine Schußwaffe (mit denen Du augenscheinlich ja Erfahrung hast).

      Schusswaffe hin und her, aber realistisch gesehen hat man halt im Gegensatz zu den Staaten nicht einfach so genug Munition und Waffen im Haus rumliegen um damit in einer angenommenen Notsituation über die Runden zu kommen.

      Betreffs Armbrüsten habe ich schon oft gehört, das die Sehnen der Schwachpunkt sind und die Haltbarkeit in Gegensatz zu Bögen schon extrem veringert ist. Stimmt das?

      Optisch gefallen mir natürlich die Recurvebögen am besten. Ich hatte schon Compound Bögen in der Hand, und fand das Gefühl beim spannen extrem unangenehm - zu sehr künstlich.

      Die genannten Preise sind natürlich auch recht hoch - na mal schauen, ob mal ein User einen verkaufen will ;)

      Und noch einmal vielen Dank Jungs, für die Antworten!
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      Gerade im Bugout Szenario ist ein Compound doch eher unbrauchbar. An einem Compound kann viel kaputt gehen, da viel Technik dran ist. Zudem braucht man ein Release, also eine Lösehilfe, was imho zuviel Gerödel im Wald ist. Für den Rucksack und vor allem das Survivalszenario ist daher ein Take Down Recurve das Beste. Zudem kann man mit so einem Gerät auch Pfeilmaterial aus der Natur benutzen. Bei Compounds, mit ihren hohen und agressiven Leistungskurven, würden viele Selbstbaupfeile aus Hasel oder Schwarzdorn einfach brechen, und oder den Compound beschädigen.
      Seit Jahren gibt es einen sehr guten Jagdrecurve für einen sehr schmalen Taler von Samick, der Lighning !
      hood.de/angebot/32652676/recur…tning-take-down-bogen.htm
      Dieser Bogen schießt sich sehr gut, ist schnell und dennoch verzeihend, obwohl er einen sehr kurzen Riser hat.
      Ich habe auch noch einen davon herumliegen, was Dir aber sicher nicht helfen würde, da ich Linkshänder bin. Falls Du lefty bist, kannst mich ja mal anmailen.
      Jackknife YT Channel


      Buschmesser Website

      Die gefährlichste aller Weltanschauungen, ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nicht angeschaut haben
      Alexander v. Humbold, Naturforscher 1769-1859
      --------------------------------------------------------------
      Mit Tipples Kaktusklöten gehen Icebreaker flöten !

      wyrd bið ful aræd
    • Übersicht über Bögen als Waffe- oder Jagdbogen

      hast Du schon mal geschossen? Wie groß und stark bist Du ? 60 lbs, kannst Du als Anfänger nicht umsetzen, um eine richtige Technik zu erlernen. höchstens 40 - 45#, wenn Du es dann gelernt hast, dieses nach einem Jahr training sicher zu beherschen, kannst Du einen stärkeren Bogen nehmen.
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      Da kann ich nur zustimmen, ich verwende derzeit einen 40lbs Recurve Bogen (ca 18kg) Zugkraft und bin durchaus nicht untrainiert. Fang lieber etwas kleiner an aber wähle ein Modell wo man die Wurfarme durch stärkere ersetzen kann und alles ist gut. Desweiteren zu beachten ist das eigentlich alles was über 40lbs geht nicht mehr mit Holzpfeilen machbar ist.
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      Also ich habe letztens beim Nachbar 30 lbs geschossen und hatte das nach 10 Pfeilen schon super im Griff. Das wäre mir nach ein paar Testtagen schon zu wenig. Den konnte ich stressfrei ganz ausziehen und lange genug halten, um zu zielen. (193 cm, 110 Kilo, ja ich arbeite wieder intensiv dran ;-))

      Ich würde wohl 40 lbs anschaffen......
      "Ein Teil der heutigen Menschen sind entartete, überzüchtete, naturentfremdete, egoistische Supermarktraubtiere" (Werner Freund †)

      Hier, mein kleiner YT-Kanal. Ich freue mich über jeden Besuch!
    • Übersicht über Bögen als Waffe- oder Jagdbogen

      Also dass Holzpfeile nicht mehr als 40 lps aushalten halte ich für Quark. Ich persöhnlich kenne einen Schützen, der Holz noch mit 80 lbs schießt. Diese sind nur einfach etwas dicker.
      Außerdem kommt es auf das Holz an, Buche bricht schneller, währen Zeder z.B höhere Spannungen aushält.

      Ich selbst schieße mit traditionellen Bögen, da ich Compoundbögen und moderne Recurvebögen mit Wechselarmen nicht ursprünglich genug finde. In einer Notsituation bringt es auch keinem etwas, wenn man Compund-meister ist, allerdings mit einem Primitivbogen nichtmal ein Scheunentor auf 3 Meter trifft.
      Mich persönlich stört es schon, wenn ich ein Schussfenster im Griff habe.

      Wer günstig traditionelle Bögen sucht, ich kenne da einen Händler aus Ungarn, der Reiter- und Langbögen in gewünschter Stärke schon für unter 100 Euro (incl. Versand) verkauft. Meldet euch per PM an mich bei Interesse, dann schicke ich den Link.
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      @Scythe
      Meinst Du Julius.hu ?
      Von dem habe ich 3 Reiterbögen hier liegen.
      Ich mag die Dinger. Nicht so sperrig wie Langbögen , schön traditionell , hohe Schußgeschwindigkeit und ziehen sich sehr weich.
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