"Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      swr.de/geschichte/-/id=100754/…774238/1087dmt/index.html

      Habe das gestern zufällig eingeschaltet. Wir waren recht fasziniert von der Geschichte, weil die doch mit argen Problemen zu kämpfen hatten. Außerdem wurde das ganze auch psychologisch aufgearbeitet.

      Sehr interessant und habe mich vor allem die ganze Zeit gefragt: Wie viel besser hätte es denen gehen können mit BC-Erfahrung? Meine Meinung: Viel besser!
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      Also wer es noch nicht gesehen: ich finde es lohnt sich das mal anzuschauen, ich fand es sehr interessant. Ich glaube es gibt auch alle Teile auf Youtube, das ganze ist ja schon ein wenig her.

      Besonders der Aspekt des Zusammenlebens ist spannend, ich glaube entsprechende Reibungen würde es auch bei zusammengewürfelten Bushcraftern geben....da vielleicht sogar noch mehr :D
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      "Höhlentroll" schrieb:

      entsprechende Reibungen würde es auch bei zusammengewürfelten Bushcraftern geben....da vielleicht sogar noch mehr :D


      Kann sein, bin ich nicht sicher...

      Weshalb ich darüber nachgedacht habe, war: Die haben sich so auf die Getreideernte eingeschossen als Hauptversorgung etc. Da war klar, dass ein Landwirt da der Leithund wird. Da muss es ja Reibungen geben.
      BCler hätten vielleicht jeweils individuelle Fähigkeiten einbringen können, um die Situation zu verbessern. Z.B. auch in der Regenphase ein paar Verbesserungen in der Siedlung zu finden für die allgemeinen Lebensumstände.

      Wie auch immer, es war ja ein Steinzeit-Experiment nach bestimmten Vorgaben... ABER ich glaube ganz einfach nicht, dass die Menschen damals nicht mehr Fähigkeiten hatten (Wildpflanzen sammeln, Jagd und Fallenstellen z.B.).

      Von daher sind diese Experimente jeglicher Art immer interessant, experimentelle Archäologie auch - aber es greift immer zu kurz, weil der ein Rahmen vorgegeben wird, der bestimmt so nicht da war.
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      Nein Höhlentroll kein Problem weil man in der Steinzeit ist dürften die Bushcrafter alle ihre Lieblingsmesser und Gear nicht mitnehmen und darum würds auch keinen Streit über die Ausrüstung geben :D

      Interessant ist die Doku aber aus archäologischer Sicht halt auch gewissermaßen problematisch. Deutschland ist wegen seiner Vorschriften ein schlechtes Land um sowas zu machen ohne stark abzuweichen, wie etwa bei der Schweineschlachtung.
      Teil 2 ist übrigens auch sehr sehenswert. Alpenüberquerung nur mit Steinzeitausrüstung. Wobei da auch wieder das Problem auftritt dass man viel zu oft moderne Infrastruktur nutzt.

      Ich find das schreit doch geradezu nach ner BCD Deutschland Aktion. In Steinzeitausrüstung durch Skandinavien oder die Karpaten. Na wer ist dabei? ;)
      Hieß früher AJ im Forum.


      - Die Wüste ruft -
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      Hey,

      habe es auch gesehen und muss sagen es war sehr interessant, zu sehen wie "Otto normal Verbraucher" die sich nicht mit Bushcraft etc. auskennen, denn doch schnell sich anpassen können. Und ja, mit ein paar skills wäre es wohl einfacher gewesen..
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      "Affenjunge" schrieb:

      Ich find das schreit doch geradezu nach ner BCD Deutschland Aktion. In Steinzeitausrüstung durch Skandinavien oder die Karpaten. Na wer ist dabei? ;)


      Gute Idee! Aber warum muss es immer eine Extrem-Expedition sein? Für die Leute damals war eine Alpenüberquerung wahrscheinlich auch das extremste... und der Auserwählte hat da sicher auch vorher schon sein Testament gemacht :mrgreen:

      Archäologie verwendet Funde, um Erkenntnisse zu sammeln. Im Experiment kann man rausfinden, wie das wohl faktisch ablief oder funktionierte.
      Was man allerdings nie weiß... was haben die Menschen damals wirklich den ganzen Tag gemacht, was konnten sie, welche Fähigkeiten und Spezialisierungen hatten da einzelne?

      Vielleicht gab's ja in jeder Sippe die Kräuterfrau, die für Heilung, aber auch Notnahrung zuständig war.
      Dann die Jäger und Waldläufer neben den "Bauern" etc.

      So eine Sippe wäre vielleicht nicht überlebensfähig gewesen, wenn wegen 2 Wochen Regen die Getreideernte weg war und keiner eine andere Idee hatte....
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      Ich find einfach dass diese Räume viel mehr Möglichkeiten lassen, das Steinzeitwissen und die Steinzeitausrüstung wirklich in vollem Umfang zu nutzen? Wie willst du in den dichbesiedelten Alpen Feuer machen, ein Shelter bauen, Tiere fangen? Die Alpen heute sind leider nicht mehr die Alpen vor 5000 Jahren.

      Im Neolithikum hat die Jagd je nach Region aufjedenfall noch eine entscheidende Rolle gespielt genau wie das sammeln von Wildpflanzen eigentlich bis spät ins erste Jahrtausend nach Christus.
      In Siedlunggrabungen findet man eigentlich immer Reste von Wildkirschen, Hollunder, Kornelkirschen, Eicheln und den anderen üblichen Verdächtigen.
      Man darf auch nicht vergessen dass damalige Getreidesorten noch erbärmliche Erträge im Vergleich zu heute lieferten und nur auf besonders fruchtbaren Böden, wie Lössböden und Schwemmlandböden angebaut werden konnten und Missernten sehr oft vorkamen.
      Interessanterweise sind die Menschen direkt nach Adaption der Landwirtschaft im allgemeinen kleiner geworden und es traten die ersten Zahnkrankheiten auf.
      Hieß früher AJ im Forum.


      - Die Wüste ruft -
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      "Affenjunge" schrieb:


      Interessanterweise sind die Menschen direkt nach Adaption der Landwirtschaft im allgemeinen kleiner geworden und es traten die ersten Zahnkrankheiten auf.


      Zu diesem Thema hab ich mal a intressante Doku gesehen von Leuten (ganz normale Stadtbewohner) welche sich sehr strickt an den typischen Speiseplan der Jäger und Sammler hielten, dh hin und wieder Fleisch und größtenteils Obst, Gemüse, etc. Aber keine Getreideerzeugnisse. Wurde glaub ich dadurch begründet, dass der menschliche Verdauungapperat evolutionär immer noch auf Steinzeitniveau ist und mit oben genannten Nahrungsmitteln viel besser zurechtkommt.
      Diese Leute haben, trotz teilweise fortgeschrittenem Alter, einen ziemlich fitten und gesunden Eindruck gemacht.
    • AW: "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      "maxl" schrieb:

      "Affenjunge" schrieb:


      Interessanterweise sind die Menschen direkt nach Adaption der Landwirtschaft im allgemeinen kleiner geworden und es traten die ersten Zahnkrankheiten auf.


      Zu diesem Thema hab ich mal a intressante Doku gesehen von Leuten (ganz normale Stadtbewohner) welche sich sehr strickt an den typischen Speiseplan der Jäger und Sammler hielten, dh hin und wieder Fleisch und größtenteils Obst, Gemüse, etc. Aber keine Getreideerzeugnisse. Wurde glaub ich dadurch begründet, dass der menschliche Verdauungapperat evolutionär immer noch auf Steinzeitniveau ist und mit oben genannten Nahrungsmitteln viel besser zurechtkommt.
      Diese Leute haben, trotz teilweise fortgeschrittenem Alter, einen ziemlich fitten und gesunden Eindruck gemacht.


      Wie hieß denn die Doku?
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      In China gibt es seit min. 1.500 Jahren eine Diät, die aus dem Daoismus der Einsiedler und Kräuter-Mönche kommt: Da wird generell auf die "5 Getreide" verzichtet...

      Ein chin. Kollege von mir hat das praktiziert, neben Yichuan, einer inneren Kampfkunst - der hat mit über 40 ausgesehen wie Ende 20 - kein Witz!

      Wir kommen ja langsam drauf, dass das ganze Weizen-Fressen vieles an Zivi-Krankheiten verursacht. In China weiß man schon lange, dass Weizen z.B. kühlt und deshalb viele Probleme verursacht.

      Wir werden damit fetter und vielleicht schneller satt... aber vielleicht auch schneller tot :lol:
    • "Steinzeit - Das Dorf", gestern bei SWR

      Ich habe ebenfalls einige Szenen betrachtet und eines fiel mir als Bogenschütze besonders auf:
      Der bei der Alpenquerung mitgeführte Bogen war brauchbar und der Schütze gut! In der Zeit in jener sich die 2 bewegten war der Alpenraum wegen seiner klimatischen Verhältnisse eher kaum besiedelt, was eine sehr viel höhere Dichte an jagdbarem Wild zur Folge hatte. Sehr vermutlich musste also eine solche Querung nicht an mangelnder Nahrung scheitern.

      Gruß Travelmad
      Member of OFC OutdoorFrankenCrew