Wildpflanzen via Kulturpflanzen

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    • Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      Da der Tread von Chinaerik gerade ins Off Topic abgesackt ist, eröffne ich hier einen neuen Tread!

      Der Unterschied und Nutzen von Wildpflanzen im Vergleich zu Kulturpflanzen liegt nicht nur im Nährwert, sondern auch in seiner Brauchbarkeit im Worst Case.

      Chinaerik hat in seinem Tread nach Pflanzen für ein Notnahrungfeld gesucht und genau deswegen hab ich ihm zu Wildpflanzen geraten!

      Die brauchen nicht viel Pflege und können auch mal allein gelassen werden, was auch ein Punkt war, das dem Chinaerik wichtig war, da er oft im Ausland ist!

      Wildpflanzen muss man nicht mit Pestiziden schützen, da sie schon an die Umgebung angepasst sind!

      Das Beispiel mit dem Wildmais und dem Kulturmais ist richtig schlecht gewählt, da viele Kultursorten vorher nicht einmal geniesbar waren! Dazu fällt mir spontan die Gurke ein...

      Was man nicht außer acht lassen darf, ist die Vielfalt! Wenn man sich von Wildpflanzen ernährt hat man eine viel höhere Vielfalt in den Inhaltsstoffen als bei den paar Kulturpflanzen, die bei uns angebaut werden! Das ist einer der Hauptaspekte beim Wildsammeln und der Steinzeiternährung!
      Deswegen kann man das auch nicht direkt vergleichen ..., man müsste eher Vielfalt mit Monokultur vergleichen!

      Oder ist es auch falsch, dass die alten Kultursorten langsam aussterben und nur noch Genmodifiziertes Zeusch angebaut wird...!

      Ihr könnt ja mal eure Argumente vorbringen, aber es wäre mir arg recht, wenn sich nicht gleich jemand wieder im Ton vergreift! Ich kann das nämlich auf Dauer nicht ab! Andauern irgendwelche Kraftausdrücke und Beleidigungen ..., die einfach nicht sein müssen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jcornelius6 ()

    • Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      Mal 2 Beispiele aus meinem Dunstkreis:

      1. meine Walderdbeeren
      habe bei einer Wildsorten-Gärtnerei ein paar Pflänzchen mitgebracht, stehen da im Garten seit 4 Jahren, noch keine kaputt, tragen ca. 3 Monate (!), sehr klein und unergiebig - aber denen ist egal, ob ich was mache an ihnen oder nicht
      Die "normalen" Zucht- und Rankerdbeeren stehen nebendran im Topf, bringen einmal richtig viel, und dann Schluss - also ergiebig, aber empfindlich und nur einmal hoher Ertrag
      (ich nehme mal an aus dem Bauch heraus, dass Vitamine etc. ähnlich sind, die Zuchtsorten nur aufgeblähter - weiß ich aber nicht)

      2. Weintrauben!
      Meine Tafeltraube im Garten wächst wie bekloppt, muss ständig geschnitten werden, wäre beinahe schon mal verreckt, trägt viel zu viel und wird super schnell faul.
      Hat jemand schon mal die Wilde Weinrebe bei uns gesehen - fast ausgestorben. Hörte und sah schon mal, dass die sehr kleine saure Beeren hat...
    • Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      Es steht außer frage, dass Wildpflanzen auch ihre Daseinsberechtigung im Pflanzenbau haben und das sie von unschätzbarem Wert für die Biodiversität sind. Es gilt aber auch zu unterscheiden zwischen Wildpflanzen, alten Kultursorten und Hochertragssorten. Häufig werden alte Kultursorten und Wildpflanzen über einen Kamm geschert. Es ist natürlich klar, das Hochertragssorten, auch mehr Input, sprich Nährstoffe und Wasser brauchen, allerdings ist auch der Ertrag höher. Der Spritzmitteleinsatz muss aber nicht zwangsläufig sein, wenn man
      in Mischkultur anbaut und Antagonisten fördert. Hier kann man dann auch Stickstofffixierung über Leguminosen z.B.durchführen.
      Und überein gutes Management im Garten auch auf Düngung verzichten. Hohe Erträge brauchen ein höheres Maß an Management, das steh ausßer frage.

      Gruß Bushdoc
    • Re: Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      So kenn mich mit Pflanzen ned so gut aus aber habe auch ein Beispiel aus nem anderen Gebiet: Milch
      Milch von Kühen die keine reinen hochleistungs Milchkühe sind ist nicht besser als von diesen Spitzenkühen.
      Lediglich der Aufwand der betrieben werden muss um eine Kuh dazu zu bringen mehrere tausend Liter im Jahr zu geben ist natürlich sehr viel höher.
      ( Spezial Futter, Futterpläne etc.)

      Es hat nichts mit Pflanzen direkt zu tun aber ich denke im Prinzip kann man das da so übernehmen.

      Gruss Mo
      „Manche Menschen drücken nur deshalb ein Auge zu, damit sie besser zielen können.“

      Billy Wilder
    • Re: AW: Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      Meine Behauptung basiert auf der These, dass es besser ist sich vielfältig zu ernähren als immer das Selbe zu essen und das noch nicht einmal frisch oder regional!
      Viele Nahrungsmittel haben lange Transportwege hinter sich und werden für extra im unreifen Zustand geerntet.
      Ich hab hier nicht den Vergleich ala "Du isst jetzt eine Wildkarotte und ich eine große, prächtige Mohrrübe"
      gemeint! Das wäre nun wirklich Quatsch ...!:D
    • Re: AW: Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      "Friese" schrieb:

      @jcornelius
      Du kritisierst, dass andere irgendwelche Threads ins Off Topic zerren würden. Und dann eröffnest du dieses Thema "Wildpflanzen via Kulturpflanzen" und schreibst folgendes:
      "Meine Behauptung basiert auf der These, dass es besser ist sich vielfältig zu ernähren als immer das Selbe zu essen und das noch nicht einmal frisch oder regional!
      Viele Nahrungsmittel haben lange Transportwege hinter sich und werden für extra im unreifen Zustand geerntet.
      Ich hab hier nicht den Vergleich ala "Du isst jetzt eine Wildkarotte und ich eine große, prächtige Mohrrübe"
      gemeint! Das wäre nun wirklich Quatsch
      "

      Was hat denn nun Vielfalt, Frische, Regionsbezogenheit, Transportwege, Reifegrad damit zu tun, ob die Pflanze wild oder in Kultur gewachsen ist? Gar nichts. Und das nennt sich dann Off Topic.
      Ich verstehe deine Argumentation nicht, tut mir aufrichtig leid. Der Vergleich von Wildkarotte zur angebauten Karotte wäre mir angesichts des Themas sehr viel einleuchtender.


      Was übrigens auch Off Topic war! :D
    • Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      Wie viele Menschen kannst du mit deinem Wildgemüse ernähren Jcornelius? Sei ehrlich. Deine und meine Lebensweise ist eine Nischenlebensweise die nur deshalb möglich ist weil sich der Großteil nicht dafür interessiert, nicht das Wissen und auch nicht die Zeit und Lust besitzt sich damit auseinanderzusetzen. Daher ist viel für ein paar wenige in den Wäldern und Fluren da. Was ist aber wenn plötzlich alle zu Wildsammlern werden? Kannst sich eine gesamte Bevölkerung davon ernähren?

      Die Jäger und Sammler des Paläolithikums und Mesolithikums hatten gewaltige Schweifgebiete bei sehr geringer Bevölkerungsdichte. Da war bei einer Gruppe schnell ein Radius von 50-100 km vom Basislager aus erreicht. Und die Hauptnahrungsquellen dieser Menschen waren tierischer Natur, vom Wollnashorn bis zur Flussmuschel.

      Wildgemüse hat definitiv seine Berechtigung und kann auch kulinarisch so einiges an Überraschungen bereit halten, aber sie kann heute nicht mehr die Kulturpflanzen ersetzen.
      Und wie Bushdoctor sagte, alte Kultursorten haben nix mit Wildpflanzen zu tun. Da stecken auch Jahrtausende an Zuchtbemühungen dahinter.
      Hieß früher AJ im Forum.


      - Die Wüste ruft -
    • Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      Ein Schachmatt gibt es bei dieser Thematik nicht, bleib mal schön dabei !

      Zum Kopfsalat fällt mir zwar momentan nichts direkt vergleichbares Wildes ein, aber anstelle dieses als Salat gibt es bei uns viel Brennnesseln und Giersch !
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      "Malcolm Douglas" schrieb:

      Zum Kopfsalat fällt mir zwar momentan nichts direkt vergleichbares Wildes ein, aber anstelle dieses als Salat gibt es bei uns viel Brennnesseln und Giersch !


      Mir schon ;)

      Vogelmiere schmeckt sogar ähnlich wie Kopfsalat, eher noch aromatisch. Wächst fast ganzjährig in der frostfreien Zeit.
      Jetzt kommt´s:
      Doppelt so viel Calcium...
      dreimal so viel Kalium und Magnesium...
      siebenmal so viel Eisen...
      zwei bis achtmal so viel Vitamin A und C...
      wie der Kopfsalat.
      Dazu noch Vitamine B(123), Selen, Sponine und Flavonoide, Kieselsäure und Gammalinolensäure...

      Das Zeug habe ich schon zu Schulzeiten Eimer weise aus den Rosengärten zahlungswilliger Hausbesitzer geholt. Rosenbeete sind auch Vogelmierenacker...
      Das Zeug wächst turbo und keimt laser.
      Wäre doch was für den Cornelius ;)
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Wildpflanzen via Kulturpflanzen

      Das meinte ich nicht !

      Kulturmais -----> Wildmais
      Kopfsalat ------> ???

      So war´s gemeint !

      Aber Vogelmiere ißt man eh nicht in Mengen, das verhindert der starke Saponingehalt.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.