Mein Feld für Notnahrung anlegen?

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    • Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Ich bin auf unseren 2.500 qm Feld quasi aufgewachsen. Damals haben wir mit der Ernte 250 Kirschbäumen das Haus abbezahlt, hörte ich kürzlich von meiner Mutter.

      Es war also eine Mikro-Kultur-Landschaft mit Obstbäumen, etwas Nutzgarten, Spargel und Kartoffeln.

      Heute sind die überzüchteten Kirschbäume weg, Walnuß, Süßkirsche, Apfel, Brombeere, Johannisbeere, Quitten - steht noch. Aber es ist viel Platz...

      Wer hat Erfahrung und kann mir Tips geben, was ich da locker und natürlich anlegen kann, OHNE REGELMÄSSIGEN AUFWAND, und mir trotzdem genug zum Sammeln bietet bzw. als Zusatz- oder Notnahrung.

      Also, von der Streuobst-Sorte bis zu Wild-Wurzelgemüse.
      Ich bin dankbar für jeden Tip, der was Essbares bringt ohne Pflegearbeiten.

      (Boden ist gut, eher sandig oben und Lehmschicht drunter. 1.200 qm sind komplett frei. 1.300 qm mit Tannen bewachsen. Mehrmals im Jahr lasse ich einen Freund einfach drüber mulchen. Ich bin oft im Ausland und habe keine Möglichkeit, einen Nutzgarten anzulegen, der regelmäßige Pflege braucht etc.)
    • Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch, Kohl, Erdbeeren, Rucola, Himbeeren (und ähnliche Sträucher), Topinambur (vorsicht, invasive Art!), wenn es nicht zu trocken ist, möglicherweise auch Kürbis.

      Letztendliche kannst du auf einer so großen Fläche fast alles anpflanzen UND ernten, wenn du genügend anpflanzt. Jedes Gemüse vermehrt sich ja auch selbstständig, verwildert dann allerdings ohne Pflege sehr stark, was den Ertrag mindert. Generell würde ich eher Wintergemüse bevorzugen, da hier die Chance, dass die Pflanze frost u.ä. überlebt, einfach höher ist.

      edit: Pfirsiche und Pflaumen wären noch sinnvoll!


      Greets
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Wie verhält sich Topinambur denn draußen invasiv?
      Also, ich meine, mir solls ja im Grunde recht sein, wenn sich so ein tolles Wurzelgemüse selbstständig vermehrt und sozusagen immer zu ernten ist...

      Kartoffeln legen, Zwiebeln, etc. ok.

      Kürbis ist natürlich simpel, auch super. Genauso wie Zucchini.

      Bohnen, stimmt! Habe in China bei einem Einsiedler auf 100 m auf einem Felsplateau mal einen "unsichtbaren" Garten gesehen, wo Bohnen und Kürbis einfach wild durcheinander gewachsen sind. Clever!

      Beerensträucher habe ich schon, aber das könnte ich tatsächlich noch gezielter machen und ein paar mehr anlegen, z.B. an einen Zaun als natürliche Begrenzung.

      Was ist an alten Streuobstsorten zu empfehlen, also am besten nicht veredelte Arten, die man nicht permanent schneiden und pflegen muss?
    • Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Meine Vorschläge:

      Schlehdorn,
      Hagebutten, (essbar, oder Tee)
      Birnen,
      Kastsanien,
      Haselnuss,
      Zwiebeln,
      Brennnessel,
      und Löwenzahn ;) <- Der ist unzerstörbar!

      Anbei Kräuter und Gewürze, wie Salbei, Kamille, Bärlauch etc.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Re: AW: Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Schau doch mal, was da so in der Nähe wächst! Dort würde ich mir von den Pflanzen die Samen holen und sie vermehren ...
      Bei mir gibt's auch viele Stellen mit sandigen Böden! Dort wächst Nachtkerze gut...und bestimmt alles, was es bei dir in der Nähe gibt!
      Wildpflanzen haben auch einen höheren Nährwert als kultivierte Sorten und sind schon an deinen Boden angepasst.
      Man kann Wurzelstöcke teilen h d vermehren, Stecklinge ausprobieren und natürlich die Samen sammeln und mit ihnen neue Pflanzen ziehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jcornelius6 ()

    • Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Ich habe dieses Jahr zum erstenmal Kürbis ausprobiert.
      Wächst ohne großartige Pflege wie die Hölle.
      Und jetzt hab ich schon Riesenteile dranhängen.
      Den ersten Samen hab ich gekauft wenn die Früchte verwertet
      sind werden die Samen fürs nächste Jahr aufgehoben.
      Suchst du Anschluss? Dann fass in eine Steckdose :)
    • Re: AW: Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      "jcornelius6" schrieb:

      Schau doch mal, was da so in der Nähe wächst! Dort würde ich mir von den Pflanzen die Samen holen und sie vermehren ...

      Man kann Wurzelstöcke teilen h d vermehren, Stecklinge ausprobieren und natürlich die Samen sammeln und mit ihnen neue Pflanzen ziehen.


      hahaha, da habe ich im Moment drüber nachgedacht!!! Ehrlich!
      (tja, das morphogenetische Feld mal wieder...)

      Früher habe ich für Bonsai immer Stecklinge gesammelt von Ahorn, Weißdorn etc.
      Als ich bei Mayl Schlehdorn und Hagebutten gelesen habe, dachte ich sofort daran, Stecklinge zu besorgen in der Umgebung, erst mal das Gebiet ablaufen und schauen.
    • Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Pflanze Mangold an, ist fast wie Spinat. Schmeckt aber besser, braucht null Pflege und man kann es alle paar Tage abernten da es superschnell nachwächst. Auch einfrieren ist kein Problem, ab Spätherbst wächst es weniger schnell nach aber man kann ihn fast das ganze Jahr ernten.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Topinambur verbreitet sich zwar relativ schnell, aber als invasiv würde ich sie jetzt nicht bezeichnen, also im vergleich zu den Japanischen Knöterichen. Durch kontinuierliches Abernten, kannst du Topinambur auch ganz schnell wieder verdrängen. War jedenfalls bei uns so der Fall. War jahrelang bei uns im Garten angepflanzt, immer nur peau a peau geerntet, dann 2 Jahre hintereinander intensiv, danach hatte es sich mit Topinambur bei uns erledigt.

      Gruß Bushdoc
    • Re: AW: Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Pflanzen, wie Brennessel würde ich mir jetzt nicht reinsetzen..., davon gibt es ja genug! Aber bestimmt findest du was, wo es sich richtig lohnt sie zu vermehren...

      Pilze sind auf diese Art auch möglich! Gerade Baumpilze lassen sich gut umsetzen ...
    • Mein Feld für Notnahrung/Selbstversorgung anlegen?

      "Bushdoctor" schrieb:

      dann 2 Jahre hintereinander intensiv, danach hatte es sich mit Topinambur bei uns erledigt.


      ... satt dran gegessen oder einfach tot geerntet?

      Verstehe ich das richtig, dass ich auf einem freien Feld wie bei mir sozusagen kreuz und quer Topinambur z.b. zwischen die Kürbisse setzen könnte...? Und einfach immer was abernten zum direkten Verbrauch?

      Genau sowas interessiert mich nämlich - also Pflanzen mit Substanz und Nährwert.

      Obst/Streuobst/Wildobst ist klar, Beerensträucher u.ä. auch klar...
      Kürbis, Zucchini, Mangold, Bohnen und sowas auch klar, Kartoffeln etc. auch...

      Wildkräuter müsste ich mir genauer vornehmen, den Baumbestand langfristig umstellen (Tannen weg und Haselnuss, Walnuß, Kastanie u.ä. setzen)

      also mal sammeln:

      Beerensträucher
      - Schlehdorn, Weißdorn
      - Hagebutte
      - Himbeere, Brombeere, Erdbeere, Johannisbeere
      - Holunder
      - ???

      Obstbäume
      - Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, Mirabelle, Pfirsich (?), Quitte
      - ???

      Wurzelgemüse
      - Kartoffeln
      - Topinambur
      - Zwiebeln
      - Fenchel, Rüben, Kohlsorten???

      Gemüse
      - Bohnen, Mangold, Kürbis, Zucchini
      - Feldsalat
      - ???

      (Wild-)Kräuter
      - Salbei, Minze, Thymian, Lavendel
      - ???

      Bäume, Gehölze
      - Walnuß, Kastanie, Haselnuss
      - ???
    • Mein Feld für Notnahrung anlegen?

      Mir hängt Topinambur zu den Ohren raus Erik, daran hab ich mich satt gegessen. Wir hatten das Zeug zwischen den Himbeeren, den Bromberen, bei den Tomaten, einfach überall, wenn ich da dann was anderes Pflanzen wollte hab ich es einfach rausgehackt. Topinambur scheint aber auch keinen hohen Konkurenzdruck auf andere Pflanzen zu haben und die Stängel sind super zum Handdrill geeignet ;-).

      Gruß Bushdoc