Jagen in Alaska

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  • Jagen in Alaska

    Dachte ich gebe eine kurze und ungefaehre Einsicht ueber die Jagd in Alaska. Je nach Gegend etwas verschieden, aber zum Beispiel wo ich jage:
    Man braucht eine “Jagdpruefung”. Diese kann man in etwa 4-6 Tagen machen, man muss 50 schrifltliche Fragen beantworten ( 80 % muessen passen) und es geht auch ins Gelaende und Schiesspruefung. Kosten $ 10. Fuer die Bogenjagt muss man auche eine prufung ablegen. Ca 8 Stunden und Schiesstest Kosten $ 10. Dann kauft man eine Jahres license. ( Eine Kombi License fuers jahr, Fischen, jagen,Falenstellen ist ca $ 62. Wenn man weniger als $8200 Einkommen per Jahr hat ist sie $5. Wenn ich einen baren jagen will muss ich noch extra $ 25 bezahlen.
    Ich darf jagen:
    3 bears jagdzeit : ganzes Jahr
    5 caribou jagdzeit ganzes jahr
    10 wolfs jagdzeit Aug 10- April30
    1 Moose Juli1 Sep 14
    2 coyotes Sep1- april 30
    2 arctic fox sep1 – april 30
    10 red fox Sep 1 Feb 15
    2 Lynx Nov 1 Jan 1
    15 grouse pro tag jagdzeit Aug 10-April30
    50 ptarmigan pro tag Aug 10- June 15

    Shrew, Porcupine,owl,Mice, rat,Belgian hare, Sparrow sind technisch kein Wild und kann das ganze Jahr und in allen mengen gejagt/gefangen warden

    Dann haben wir noch eine Fallenstell saison wo viele Pelztiere meist one Anzahl Limit in ca 2-3 Monaten gefangen warden koennen.

    Wir koennen die meisten Waffen verwenden, jedoch kein Kleinkaliber auf Grosstiere ( Ausnahme schwimmendes caribou) und muessen muesstens meist bleifreie Schrotpatronen verwenden ( fuer small game). Obwohl zum Beispiel ja ein kleinkaliber Munition ja fuer small game erlaubt ist. ( auch Voegel) – sind ja auch Blei…
    Beim Bogen muss man min 40 pfund auszugsgewicht fuer die kleineren arten haben ( z.b Wolf) und 50 lb fuer caribou, moose, bear. Auch muss man breadheads verwenden. Vorderlader ab 45 cal.
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Jagen in Alaska

    Die Jagd ist echt krass anders bei Euch... Habe ich das richtig verstanden - 50 Ptarmigans am Tag? Ihr müsst ja echt ein Ptarmigan-Problem haben... :D Überrascht haben mich auch die 10 Wölfe und 2 Luchse!
  • Jagen in Alaska

    "Friese" schrieb:

    Wieso Bürokratenhumbug?
    Da werden Laien(!!!) ohne vernünftige Ausbildung auf Lebewesen losgelassen, fast jeder kann da rumballern, Anfänger üben Bogenjagd aus, auf Nachhaltigkeit wird gesch...
    Was bin ich doch dankbar für den hiesigen Bürokratenhumbug, der hohe Hürden für die Jagd setzt!


    Da hast Du vollkommen Recht,hab ich gar nicht drüber nachgedacht!!!

    Gefährliches halbwissen!!! :oops: :oops: :oops:
    Gruß Benny



    Wenn die Zeiten unruhig sind,

    werden die Klingen länger.
  • Jagen in Alaska

    Ich sehe das ähnlich wie Friese. Bei uns in der Gegend haben in den letzten 5 Jahren so viele Leute den Schein gemacht, dass ich mich frage auf was die noch schießen wollen. Wenn ich nachts unterwegs bin sehe ich kaum noch Wild hier. Dann noch das Thema was für Leute ne Waffe tragen dürfen. Konnten in der Schule nicht mal ihren Namen richtig schreiben und jetzt gehen sie auf die Jagd.

    !!! Ich sprech da aber jetzt nur über unsere Gegend und schere nicht alle über einen Kamm !!!
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Jagen in Alaska

    Naja das sollte nicht in einen Topf geworfen werden. Alaska ist viel grösser als Deutschland und es leben dort nur ein Bruchteil an Mennschen. Ich finde es gut das es in solchen Gebieten durch einfache Gesetze möglich ist sich auch mit Fisch oder Fleich selber zu versorgen. Für dieses kleine Deuschland mit seinen viel zu vielen Mennschen und seinen viel zu kleinen Wälder ist es jedoch wichtig ds nicht jeder mit einer Knarre auf Lebewesen ballern darf.
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Jagen in Alaska

    Prinzipiell bin ich der Jagd offen aber auch skeptisch gegenüber eingestellt. Wenn in Ländern wie in Europa Tiere, Aufgrund von Hege und Pflege, bejagt werden weil die natürlichen Feinde fehlen, dann leuchtet mir das ein. Auch soll die Jägerausbildung einen sehr hohen Anspruch haben. So wird auch nur der Jäger der das wirklich möchte und vor allem auch kann.

    In einem Land wie Alaska, denke ich, ist die natürliche Auslese, zumindest weitestgehend, noch gegeben. Die Natur regelt den Bestand selber. Wenn ich dann lese, dass Wölfe bejagt werden, von der Art und Weiße gar nicht zu sprechen, weil angeblich die Zahlen für Elche und Hirsche rückgängig sind, sträuben sich mich die Haare. Warum glaubt der Mensch immer, dass er weiß was die Natur braucht?
    Die Natur braucht uns nicht!

    Mit Sicherheit gibt es in den Staaten genügend nachhaltige und kluge Jäger. Dennoch, glaube ich, ist die Anzahl schießwütiger, tötungsgeiler Trophäenjäger sehr hoch. In meinen Augen macht es überhaupt keinen Sinn Bären, Wölfe oder Luchse zu töten. Und von den anderen Tieren kann man gar nicht so viele verwerten wie man jagen darf.
    Und nur weil ein Land größer ist, noch viel Natur und wenige Einwohner hat berechtigt das nicht Tiere aus Spaß zu töten.

    Marcus
    If you always do what you've always done, you'll always get what you always got
  • Jagen in Alaska

    In dem Maße wie ich SChalenwild entnehme, muss ich im Verhältnis auch Predatoren entnehmen.
    Man erntet Fleisch, um seinen Tisch zu decken.

    Zum Spaß wird sicher heute auch Dein Schnitzel getötet;)
    Damit Du innigste Freude beim Verzehrt empfindest, hinterher mit wohligem Völlegefühl aufs Sofa steigst und Deine Fressnarkose wirken lässt. :mrgreen:

    In Alaska ist nicht an jeder Ecke ein Supermarkt. Dort Jagen viele Bewohner für die Kühltruhe, um im Winter Nahrung zu haben.

    Zudem macht jagen Spaß, ist ein Urtrieb, der in vielen Menschen steckt. Es kostet oft Mühe und Entbehrung, um seine Beute zu strecken, zu bergen. Eine Trophae erinnert an das Erlebnis. Ist eine bleibende Geschichte, und steht dem Erleger zu.
    Wie eben auch Pelze verwertet werden und vor allem auch damit das oft karge Einkommen aufgebessert wird.

    Die Natur braucht uns nicht ? Wir sind aber existent, daher sind wir ein Teil dieser irdischen Natur. Wir sind in der Kette weit oben.


    Die Stufenleiter

    Ein schlauer Sperling haschte sich
    Ein blaues Mücklein. »Weh mir Armen!«
    Rief es, »ach Herr, verschone mich,
    Laß meiner Jugend dich erbarmen!«
    »Nein«, sprach der Mörder, »du bist mein:
    Denn ich bin groß und du bist klein.«

    Ein Sperber fand ihn bei dem Schmaus.
    So leicht wird kaum ein Floh gefangen
    Als Junker Spatz. »Gib«, rief er aus,
    »Mich frei! Was hab ich denn begangen?«
    »Nein«, sprach der Mörder, »du bist mein:
    Denn ich bin groß und du bist klein.«

    Ein Adler sah den Gauch und schoß
    Auf ihn herab, und riß den Rücken
    Ihm auf. »Herr König, laß mich los«,
    Rief er, »du hackst mich ja in Stücken.«
    »Nein«, sprach der Mörder, »du bist mein:
    Denn ich bin groß und du bist klein.«

    Schnell kam ein Pfeil vom nahen Bühl
    Dem Adler in die Brust geflogen.
    »Warum«, rief er, indem er fiel,
    Zum Jäger, »tötet mich dein Bogen?«
    »Ei«, sprach der Mörder, »du bist mein:
    Denn ich bin groß und du bist klein.«

    Gottlieb Konrad Pfeffel, 1792
    Jackknife YT Channel


    Buschmesser Website

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen, ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nicht angeschaut haben
    Alexander v. Humbold, Naturforscher 1769-1859
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    Mit Tipples Kaktusklöten gehen Icebreaker flöten !

    wyrd bið ful aræd
  • Jagen in Alaska

    Allen die der Jagd skeptisch gegenüber stehen sei gesagt , das die Jagd wichtig ist und es auch bleibt und nicht nur Spaß an der Freude ist. Es gibt abschusspläne die aufgrund von Zählungen erstellt werden und wegen Wildschäden (sei es verbiss bei neuaufforstungen oder Schäden auf den Äckern der Bauern etc.) erfüllt werden müssen!

    Durch diesen geplanten Abschuss imitieren wir fehlende predatoren wie Bär ,Wolf und Luchs . Weiterhin ist der Vormarsch des Schwarzwildes so imenz , das wir dem evtl. bald keinen Einhalt mehr gewährleisten können ( Mecklenburg Vorpommern). Ähnlich sieht's mit den Waschbären aus . Wer schon mal in Kassel war oder sogar dort oder in der Nähe wohnt kann da wohl ein Lied von singen . In unserer Pächtergemeinschaft ist der Waschbär vor zwei Jahren zum ersten mal bemerkt worden . Einige Pächter waren anfangs begeistert bis die Waschbären auch jagdliche Einrichtungen auf Futtersuche zerstörten. Mittlerweile ist der bestand an Waschbären stetig gestiegen . Ebenso Marderhunde und Füchse . Der vorpächter meines Revieres meinte immer das ihm die Kugel um raubwild zu schießen zu teuer sei , seit Beginn des neuen jagdjahres habe ich 14 Füchse und 11 Marderhunde erlegt nur weil der vorpächter es nicht für nötig hielt 12 Jahre lang kein raubwild zu schießen . Man sieht das da einiges zusammen kommt wenn man nicht mit Nachdruck bejagt . Wenn ich raubwild in Anblick bekomme und es sich schießen lässt dann tue ich es auch .

    Und in Alaska gibt es garantiert schlaue Menschen die diese abschusspläne erstellen , und zwar nicht nach eigenem Ermessen . Wenn dort große predatoren geschossen werden dürfen oder müssen dann hat das einen Grund .

    Also , liebe Grüße

    Novascotia
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Jagen in Alaska

    "Friese" schrieb:

    "MCHennar" schrieb:

    Für dieses kleine Deuschland mit seinen viel zu vielen Mennschen und seinen viel zu kleinen Wälder ist es jedoch wichtig ds nicht jeder mit einer Knarre auf Lebewesen ballern darf.


    Dennoch hat aus meiner Sicht ein Tier in Alaska genausoviel Recht auf einen schmerzlosen und ethisch vertretbaren Tod wie ein Tier aus Deutschland.
    Ebenfalls verstehe ich noch nicht so genau, warum man Wölfe u.ä. schießt. Wie verwertet man diese Tiere?


    Tut mir leid Friese, aber deine Aussage zeigt nur, dass du nicht in der Lage bist über deinen Tellerrand zu schauen.
    Ich möchte dich damit nicht beleidigen, aber es gibt in dieser großen weiten Welt noch so einiges mehr als die Deutsche Waidgerechtigkeit.
    Das sowohl hierzulande, als auch in Alaska so mancher minderbemittelte mit einer Waffe auf Lebewesen schießt und damit nicht fähig ist, selbiges schnell und "Waidgerecht" zu töten steht außer Frage. Und zugestehen mag ich dir auch, dass die Anzahl dieser Personen in Ländern wie den USA oder Kanada durchaus höher sein mag.

    Jackknife und MCHennar haben die Sache auf den Punkt gebracht, finde ich!
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.

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  • Jagen in Alaska

    "Friese" schrieb:

    Ich bin sehr dankbar, dass wir jagdlich gesehen keine amerikanischen Verhältnisse haben.


    Hast es noch immer nicht verstanden?

    WIR hier in Deutschland können uns diesen "Luxus" leisten. Und das ist auch gut so!

    Aber die Welt da draußen schaut manchmal einfach anders aus als in der Heimat :D

    "Friese" schrieb:


    Nachwievor lehne ich die Jagd durch unausgebildete Leute ab in einem Land, in dem es Geschäfte gibt.


    ... Warst noch nie in Nordkanada gell!? Geschäfte gibt's in JEDEM Land der Welt...die Frage ist nur wo ;)

    Auch "unausgebildet" ist ein sehr dehnbarer Begriff. Er hat doch berichtet wie die Ausbildung dort ausschaut. Alles eine Frage des Standpunktes.
    Sag mir, wie argumentierst du mit einer Person, aus einem fiktiven Land, in dem die "Waidgerechtigkeit", jagdliche Ausbildung, Überprüfung usw. sehr sehr weit über UNSEREN Standarts stehen würde. Aus dessen Sicht sind wir die "Barbaren"...
    Einmal eine Jägerprüfung abgelegt und ein Leben lang mit Schusswaffen auf Lebewesen zum Zwecke des tötesn schießen dürfen...
    Erklär doch mal dieser Person, dass unsere (deutsche) Betrachtungsweise die "Richtige" ist und er doch nur alles übertreibt :roll:

    Regeln sind gut und wichtig, aber nehmen wir(wir Jäger) uns doch einfach mal nicht zu wichtig... und sehen uns einfach als das was wir sind... fressen und gefressen werden... ein Teil des Systems Natur ...Jäger!!! :D (aber auch immer bereit neues zu lernen ;) )
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.

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  • Jagen in Alaska

    Die Abschußzahlen sind durchaus erschreckend, ich gebe aber zu daß ich Alaska nur aus dem Fernsehen kenn.
    EDIT: Eventuell stammen die Abschußzahlen auch aus einer Zeit wo das noch gepaßt hat und wurden einfach nie mehr in Frage gestellt.

    Was die Ausbildung von Jägern betrifft hatte ich bisher zwei Erlebnisse:
    1.) Treibjagd auf dem Lande, deutlich über zehn Jäger, zwei Fasane fliegen auf und einer flattert weiter. Wer im Sommer zu gierig ist um auf Tontauben zu trainieren sollte an keiner Treibjagd teilnehmen dürfen.
    2.) Schießausbildung für Jungjägeranwärter (oder wie man die nennt): Teilweise wurden wir gebeten das Schießen einzustellen weil sich die Damen und Herren so erschrocken haben daß sie total verrissen haben. Als ich dann mal zugeschaut hab hab ich gesehen wie einer vor Angst vor dem Abdrücken verkrampft hat und die Augen geschlossen hat.
    Zwei Erlebnisse die mir zeigen daß nicht der auf die Jagd geht der was versteht davon sondern der es sich leisten kann. Zumindest hat man immer mal wieder den Eindruck und ohne Beziehungen kommt man sowieso nicht zum Schuß.
    Auch wenn ich jetzt etwas abschweife aber Jagd und Fischerei sind in unserer Gegend (OÖ Zentralraum) sehr elitär geworden. Tageskarten für den Fluß in meiner Nähe kosten 65€, nur Fliegenfischen ist erlaubt und eine maximale Entnahmen von 2 Fischen. Wenn ich mir die zwei Fische im Restaurant kaufe brauch ich nicht mal mehr abwaschen (gut, Erlebnis ist das keines aber wer garantiert mir einen Fang).

    Grüße,
    Günther