Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

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  • Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

    Hey forumleute!

    Hierunten ein Link das zu Informationen führt über das Taurosprojekt;
    Ein ganz tolles Projekt, das al die Naturliebhaber unter euch freuen wird, dass dazu führen soll das die ausgestorbene Auerochse,der aber genetisch noch vorhanden ist(zumindest Teilweise), durch eine Gruppe von Spezialisten im bereich Viehzucht, Genetik, Biologie usw. "zurück gezüchtet" werden sol und damit als würdiges Ersatz von Rinder bei begräsung von Naturgebieten eingesetzt werden kann. Also ein mutiges Versuch die Wiederbelebung des ausgestorbene Urrind wovon leider das letzte Eksemplar vermutlich im Jahre 1627 in der Nähe Warschaus in Polen starb.

    Ich denke es verdient ganz besonders eure Aufmerksamkeit!

    taurosproject.com/

    Grüsst euch!
    FryskKnyft
  • Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

    Ist doch alter Kakao, neu aufgewärmt. Die Brüder Heck hatten schon
    vor fast 100 Jahren die selbe Idee. Einfach mal nach Heckrindern googlen, diese werden nämlich schon häufig im Naturschutz eingesetzt. Und wer sich jetzt noch mit Genetik und Rückzüchtung beschäftigt, weiß auch, das etwas Ausgestorbenes nicht wieder rückzüchtbar ist. Das ist wie bei einer Gleichung mit zu vielen Variablen, sie ist unbestimmt.

    Gruß Bushdoc
  • Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

    Das Taurosprojekt unterscheidet sich jedoch ganz wesentlich vom Heckrinderproject, zumal damals die Genetik und dessen Möglichkeiten noch gar nicht so weit entwickelt waren wie heute.

    @Friese (Ich bin selber auch Friese.... :P also grüss dich! )
    Was heist NaBu eigentlich?
  • Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

    Ich sehe bei diesem Projekt keinen Unterschied zum Heckrindprojekt .
    Das kommt immer darauf an von welchen Mitteln wir hier sprechen,
    Züchtung ist angewandte Genetik, vom Menschen vorgegebener Selektionsdruck. Das war vor 100 Jahren eher weiterentwickelt als heute, ich kenn keine neue Nutztierrasse die in den letzten 100 Jahren gezüchtet wurde und im Phänotyp keine große Variationsbreite aufweist.

    Gentechnik ist ein ganz anderer Stiefel, hier werden artfremde Gene in das Tier eingebracht, dies wird mit Sicherheit bei diesem Projekt nicht der Fall sein, da hier die rechtliche Seite bzgl. GVOs in freier Wildbahn erstmal geklärt werden müsste. Und sämtlich Naturschutz- und Tierschutzverbände hier auf die Barrikaden gehen würden.

    MfG Bushdoc
  • Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

    @Bushdoctor
    Da heute mehr Bekannt sei vom Genom des Auerochsen, und damit jetzt als Leitfaden dienen kann, lässt sich mittels Kreuzungsversuche der ursprungliche Genpool und damit auch die ursprunglichen Phänotypen besser annäheren, und können nicht erwünschte gene und damit schliesslich auch nicht erwünschte phänotypische Merkmale diskriminiert werden. So ist z.B. das mtDNA des Tieres völlig entschlüsselt worden bei diesem Projekt. Dieses hat dazu geführt dass die meist süd-europaïsche Rinderrassen die für die Rückkreuzung angewandt werden genetisch mit einander und mit dem Auerochsen auf ihre Verwandtschaft verglichen und geprüft werden konnten, was zu anderen Kenntnisse und Entschlüssen geführt hat bei der Zucht.
    Das stand also zur Zeiten des Brüders Heck nicht zur verfügung.Dies sei doch ein klares unterschied oder?
    Dieses Projekt hat hiermit einen ganz anderen Anfang gemacht was es unterscheidet von den Versuchen mit den Heckrindern.
  • Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

    Damals wurden die Zuchttiere nach dem Exterieur ausgewählt,
    bei diesem Projekt nach dem Interieur, was bleibt gleich?
    Es wird gezüchtet und somit unendliche viel Variablen!
    Deswegen sehe ich da keinen großen Unterschied in den Projekten.
    Leistungsschauen, auf denen nach Exterieur beurteilt wird, brachten seit Jahrhunderten die "besten Nutztiere" ihrer Rasse hervor, das muß die "DNA-Analyse Methode" erstmal nachmachen.

    Du meinst oben doch sicherlih annäherung an den Genotyp, was hier
    ja der Auerochse wäre.

    Aber egal das ist alles ne Ansichtssache, für mich ist das Projekt einer "Rückkreuzung", so fern es das geben sollte, ein erzeugen von Hybriden. Die bis hin zur Reinzucht ein paar hundert Jährchen dauern kann und dann hat mann alles, aber keinen Auerochsen.

    Gruß Bushdoc
  • Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

    Obwohl ich dein Pragmatismus an Empirie mit Rücksicht zu den ergebnissen Jahrhundertenlange Zücht von Nutztieren zustimmen muss, erweckt dein Beitrag den eindruck als wäre die Genetische überprüfung Zweckloss oder sogar im Widerspruch mit die Beurteilung auf äussere Merkmale der Tieren.
    Es wird da doch aufs Äussere beurteilt?
    Gerade durch kenntnisse der Gentik und Ergebnissen der Genetischen überprüfungen und forschungen der Tieren und dessen Nachwuchs machen es verständlich, und durchschaubar was mann da macht. Und kann es dadurch ermöglichen das gerade bei den ersten Kreuzungen Schritte in die gewünschte Richtung gewält werden können, und vielles Unerwünschliche bereits in frühen stadien ausgeschlossen wird statt erst generationenlang zu brauchen um den rezessiven Erscheinungsformen und Eigenschaften erstmal im Blick zu bekommen und dann zu entscheiden wie weiter.(deshalb wird beim Projekt aufs Heckrind Verzichtet.)Das ist doch moderne angewandte Genetik oder?
    Dass wird auch dafür sorgen das die Zeit um etwas reinrassiges zu züchten relativ beschränkt bleibt, (wenn auch jahrzehnten dafür gebraucht werden...) im verhältnis zu nur äussere Beurteilung. (das lässt sich mit Kombinatorik, Chancerechnung, und Statistik annäheren wieviel Jahren mann unter welchen Umstände dafür braucht....)

    Und darin unterscheidet es sich doch wesentlich von wie das Heckrinderprojekt betrieben/angefangen wurde? Damit kannst du dich doch einverstehen oder nicht?

    Es ist eine unwesentliche Ansichtssache ob mann die durch Zücht "zurückgewonnenen" Tieren als "echte" Auerochsen Betrachten darf, es ist aber auch nicht das Ziel dieses Unternehmen; Ziel sei das ursprungliche Tier mit zur Verfügung stehenden Tieren durch gezielte Zücht möglichst nah heranzubringen an den ursprunglichen Tier, der Auerochs, und dieses Tier dann einzusetzen, oder sogar wieder einzugliedern in die Funktion, Nische und Habitat die das ursprungliche Tier einmal hatte und zurzeit lokal durch Rinderrassen erfült wird, nämlich; Begrasen und bepupsen von unsere Naturflächen. 8-)

    Und was die Zucht im letzten Jahrhundert angeht; Vielleicht nicht bei den Nutztierrassen, aber bei Haustieren wie Katzen und Hunden gibt es da genügend Beispiele dafür dass es durch gezielte Zucht zu einer Einheitliche Erscheinung führt. (auch wenn diese vielleicht insgesammt weniger allelen für ihren Genen haben und dadurch in relativ kurzere Zeit Reinrassigkeit gelingen kann.)


    Abgesehen hiervon; was haltet ihr vom Versuch und Zielsetzung an sich? Sinnvoll oder nicht?

    Ich Grüsse euch!
    FryskKnyft

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  • Ein ganz tolles Unterfangen; das Taurosprojekt

    "Bushdoctor" schrieb:

    Ist doch alter Kakao, neu aufgewärmt. Die Brüder Heck hatten schon
    vor fast 100 Jahren die selbe Idee. Einfach mal nach Heckrindern googlen, diese werden nämlich schon häufig im Naturschutz eingesetzt. Und wer sich jetzt noch mit Genetik und Rückzüchtung beschäftigt, weiß auch, das etwas Ausgestorbenes nicht wieder rückzüchtbar ist. Das ist wie bei einer Gleichung mit zu vielen Variablen, sie ist unbestimmt.

    Gruß Bushdoc


    Hoi. Das Heckrind ist aber nur eine Silhouette und nach Aussehen gezüchtet. Die Tiere sind zu klein und haben auch nicht das entsprechende Verhalten. Irgendwann vor n paar Jahren ist irgendwo in Dland eine ganze Herde im Winter verhungert weil ihnen die Fähigkeiten zum selbständigen Überleben fehlen. Das dürfte einem Auerochsen nicht passieren.
    Rücksüchtung ist unmöglich, aber man könnte eine Rasse züchten die man auswildern kann und die selbständig überleben kann.
    Hieß früher AJ im Forum.


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