Outdoor mit Diabetes?

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    • Outdoor mit Diabetes?

      Moinsen,

      ich habe mal eine Frage an die Diabetiker unter euch (falls es die gibt) ;)
      Wie ernährt ihr euch "ausgewogen" wenn ihr unterwegs seid?

      Ich merke, wenn ich zu wenig esse, oder nicht regelmässig,
      dass ich "unterzuckere". Da ich Tabletten nehme und
      Langzeitinsulin spritze ist eine Regulierung der Insulinmenge
      nur schwer möglich. Bei Kurzzeitinsulin ist eine "Mahlzeitabhängige"
      Insulinmenge möglich.

      Danke für eure Antworten :)

      LG Olaf
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Outdoor mit Diabetes?

      Hi,

      hab's leider erst jetzt gelesen. Also Diabetiker bin ich nicht. Würde mir an deiner Stelle ein Paar Ampullen Glucose 40% ( gibt's aus Kunststoff) mit nehmen. Mind. 4 Stück. Die im Notfall rechtzeitig Oral aufnehmen. Zusätzlich könnte Elotrans o. ä. Getrunken werden. Frag mal den Onkel Doktor. Geh nicht alleine und lad dir ne Ortungs App auf dein Smartphones. Jemand anderes muss dieselbe App. Haben und du musst ihn freischalten. Vllt. Wäre auch die BW ABC Nährflüsdigkeit gut. Maltrodextin.
      Wo der Teufel machtlos ist, schickt er ein Weib als Boten.
    • Outdoor mit Diabetes?

      Hallo Steiger

      Danke für die Antwort.
      Ich "unbeschadet" aus den värmländischen Wäldern wieder
      im schwedischen Süden zurück. Dank der reichhaltigen
      (Fisch)Nahrung ;) hatte ich keinerlei Probleme.
      Für den Notfall hatte ich aber auch genug Traubenzucker mit.
      Da mein Bruder immer in meiner Nähe war, war ich auch in
      guten Händen :)

      LG
      Olaf
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Outdoor mit Diabetes?

      Na aber...

      ... ich werde doch auf meinen Bruder aufpassen :lol:

      (Obwohl er ja doch mehr für die (wirklich gute) Nahrung gesorgt hat ;)



      Bilder
      QRV: 80m (tnx DH7AES), 40m, 2m, 70cm - 73 es 55 de SD7KR (exDK2RA, exDG0GM)


      Computer sind dafür da, die Probleme zu beseitigen, die man ohne sie nicht hätte! Wenn du glaubst, dein Computer ist schlauer als du - zieh' einfach den Stecker.


      "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)
    • Outdoor mit Diabetes?

      Echt jetzt,

      der Fisch (Barsch) war sowas von lecker... Wir haben ihn ca. 10 Minuten auf dem Grillrost gelegt und dann noch einmal ca. 10 Minuten in die "Miniglut" (war ja nur ein klitzekleines Feuer wegen der Waldbrandgefahr) gelegt.
      Das Fleisch hat sich von den Gräten von selbst gelöst - nur Zitrone hat gefehlt, aber in Värmland wachsen keine Zitronenbäume und wir hatten nur Salz und Pfeffer mit :mrgreen: .
      Das Esser werd' ich nicht vergessen und auch nicht die Nacht mit dem Gewitter - alles war feucht und manches nass (nur der Ponchon nicht - dass wir den (jeder) mithatten, haben wir einfach vergessen) :lol:
      Tropische Temperaturen im Wald, durch den Regen hohe Luftfeuchtigkeit und wir beide hatten gehofft, dass es anfangen würde zu schneien. Nur im T-Shirt in der Hängematte auf dem Schlafsack rann der Schweiss in Strömen. Dabei kann es im Sommer nachts auch mal schnell unter 10°C in Värmland werden - aber da... Es war einfach "nur zu warm". Gewitter die ganze Nacht und 'n Blitzeinschlag ca. 400m von uns... Keine Elche, Bären, Wölfe - aber eine einzige Mücke, die mal meinen Bruder und dann mal wieder mich umschwirrt hat... :mrgreen:

      Fazit: Es ist schön, wenn man's nach Schweden nicht so weit hat! :lol:

      *winks* Ted
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    • Outdoor mit Diabetes?

      Hallo Olaf64,
      ich habe den Beitrag erst jetzt gesehen. Ich hoffe, ich kann Dir trotzdem für die Zukunft noch helfen.
      Ich bin selbst seit 12 Jahren Diabetiker.
      Wenn Du alles richtig machen willst (davon gehe ich aus) musst Du zu Deinem Diabetologen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Du besser eingestellt wirst. Ich selbst habe auch Langzeit-Insulin, 2x am Tag und spritze jeweils vor dem Essen.
      Du hast auch Langzeit-Insulin, hast Du geschrieben, dann bist Du da schonmal auf der sicheren Seite.
      Du schreibst das Du öfters unterzuckerst, das ist nicht gut!
      Der Arzt kann Dir sagen das Du das Langzeit-Insulin für die Tage der Belastung herunter setzen sollst(das glaube ich weniger) oder du sollst die Tabletten herunter setzen.
      Spreche ihn mal darauf an, ob er Dich nicht auf Insulin setzen will. Dann kannst Du selber dosieren und mit den Essenszeiten, oder ob Du überhaupt isst bist Du flexiebel.
      Da kann man auch mal eine Mahlzeit auslassen, ohne Probleme zu bekommen. So ist es jedenfalls bei mir.
      Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

      Gruß aus Hessen

      P.S. Bei Unterzuckerung ist Zucker nur für den ersten Angriff gut, dann Kohlenhydrate, z.B. Brot.
      " Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand! "
      Charles Darwin
    • Outdoor mit Diabetes?

      Ich habe in den Posts schon einige gute Ratschläge gelesen.
      Ich selbst habe keinen Diabetes, bin aber mit einem aufgewachsen, meinem Vater.
      Ich kenne ihn nur insulinpflichtig.
      Früher mit einem Kombiinsulin vom Rind, nur mit Erfahrung und präzisem Einhalten der Mahlzeiten, Broteinheitenmenge zu beherschen.
      Aber er hatte fast nie Unterzucker, und wenn er auf dem Weg dahin war hat er es selbst gemerkt.
      Heute spritzt er einal Basal und zu den Mahlzeiten ein Rapid.
      Bei Sport egal welcher Art ist zu beobachten dass die benötigte Menge Insulin am Abend sinkt.
      Der Körper füllt seine Glukosespeicher wieder auf und bunkert für den nächsten Tag.
      Insbesondere an Tagen an denen er an seiner Leistungsgrenze war muß man genau knobeln wieviel wegzulassen ist.
      Das kann gern mal statt 6 IE auf 2 sinken.
      Der Partner der den Diabetiker überwacht sollte im Umgang mit einem Meßgerät fit sein, um die Uterzuckering und derren Grad sicher bestimmen zu können.
      Reservebatterien nicht vergessen.
      Wenn der unterzuckerte Diabetiker zu Starrsinn neigt, ist Diplomatie und Durchsetzungsvermögen verlangt.
      Man merkt an meinen Erzählungen, nicht der Diabetiker ist hier gefragt sondern Know How beim Begleiter.
      Die erlebten Situationen waren sehr unterschiedlich, aber 2-3 Mal
      sehr grenzwertig.
      Gut eingestellte Diabetiker haben selten einen zu hohen Zucker - das haben , kriegen sie meist allein in den Griff, aber man hat schon Pferde kotzen sehen.
      Deshalb messen knobeln, handeln.
      Jemand der in einer Situation extremem Unterzuckers nicht cool seine Optionen erfolgreich abarbeiten kann sollte sich so einer Aufgabe nicht stellen.
      Der Diabetiker schwebt in Lebensgefahr, er kann Schäden davon tragen, es ist Schnelligkeit gefragt.
      Insbesondere das Hirn braucht schnell eine korrekte Versorgung.
      Der Helfer sollte genau wissen wo die Zuckervorräte sind.
      bei schon vorliegender Ohnmacht, sollte auch das Applizieren ohne
      Gefahr für die Lunge im Griff sein.
      Allen Ersthelfern weiter viel Erfolg.
      Und den Diabetikern als Tip, andere Diabetiker, insbesondere Langzeitdiabetiker nach Tips ausquetschen.
      Sich selbst intensiv weiterbilden.
      Der erfahrene Diabetiker kennt seinen Stoffwechsel gerne besser als ein durchschnittlicher Arzt.
      Optimal als Arzt ist einer der selbst Diabetes hat.
      Auch bei Kuren sollte man sich die Klinik nach dieser Maxime aussuchen.
      zb.:
      diabetes-akademie.de/
      Wer seine Schwerter zu Pflugscharen schmiedet, der wird für jene pflügen, die dies nicht getan haben.
      Seien es die Geistigen oder die Stählernen.
    • Re: AW: Outdoor mit Diabetes?

      "NinaBerger" schrieb:

      Wäre eine Insulinpumpe für dich eine Alternative?
      wahrscheinlich nicht. Das Problem ist ja auch die mangelnde Möglichkeit, die Nahrungsaufnahme nach Zeit und Menge zu steuern. Ausserdem wird der Verbrauch zu stark schwanken. Im Notfall einfach Glucose geben. Ist rezeptfrei. G40. Werk keinen Zugang legen kann: Über die Mundschleimhaut. ABER rechtzeitig wegen der Aspirationsgefahr.
      Wo der Teufel machtlos ist, schickt er ein Weib als Boten.
    • Outdoor mit Diabetes?

      Guten Morgen,

      eine Insulinpumpe ist für Diabetiker, die schwer einstellbar,
      oder sehr oft spritzen müssen. Beides trift für mich nicht zu.
      Die regelmässige, ausgewogene Ernährung ist für mich das
      Wichtigste, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Im "Normalfall"
      hab ich auch keine Probleme damit.

      LG
      Olaf
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Outdoor mit Diabetes?

      Ich glaube sowieso nicht, dass es das richtige ist. Wenn du schon bewusstlos bist, hilft primär nur Zucker. Zucker ist der einzige Nährstoff, den das Gehirn verarbeiten kann. Deswegen berichten viele hier u.a. auch vom Energieschub und, dass Zucker gut für die Stimmung ist. Aber den kann man nur i.V. spritzen. Sonst gibt es üble Gewebszerstörungen. Das Glucagon muss ja wiederum erst mal wirken. Subcutan dauert sowieso schon relativ lange. Dann noch die eigentliche Wirkung abwarten... Und bei Stress oder Anstrengung, wie z.B. im SV-Szenario ist eh schon viel Glucagon ausgeschüttet. Der Körper hat ja schon vor der Bewusstlosigkeit versucht, den BZ zu steigern. Also, ich glaube ehrlich nicht, dass dieses Hyposet was bringt.
      Wo der Teufel machtlos ist, schickt er ein Weib als Boten.