T5 Baumkletterausrüstung

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  • T5 Baumkletterausrüstung

    Ich besitze eine normale Kletterausrüstung und wenn mir langweilig ist hebe ich auch den ein oder anderen Cache (allerdings eher selten, seit 2008 nur 50 Caches).

    Ein Kumpel möchte jetzt aber einen T5 im Baum angehen, könnt Ihr vielleicht mal posten wie eure Ausrüstung für so einen Cache aussieht?

    Mit was z.B. schießt Ihr das Gewicht hoch?

    Welche Sicherungsmittel benutz Ihr?
    Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
  • T5 Baumkletterausrüstung

    Je nach Höhe des Baumes kann man auch ein Wurfsäckchen benutzen um die Pilotleine hoch zu bekommen. Ich selbst mache das so. Ansonsten wie bereits im Post vorher beschrieben eine Bigshot. Die klassiesche Methode ist mit einem "Falschenzug", dafür brauch man eine Umlenkrolle, ein Grigri und mindestens eine Steigklemme.

    Man kann aber auch Klemmknoten nutzen, mit denen man Trittschlaufen ans Seil macht - natürlich auch einen zur Sicherung am Gurt.

    als letzte Methode kann man auch Bandschlingen um den Baum werfen, eine Seite durch die andere ziehen, so dass sie bei Widerstand (Zug nach unten) nicht rutschen und dann so den Baum hoch klettern.

    Es gibt aber bestimmt für alle Alternativen auch Videos bei YouTube - wobei ich persönlich immer einen Kurs empfehlen würde. Es gibt häufig auch so Geocaching-Kletterevents, bei denen die verschiedensten Techniken von anderen erfahrenen Cachern gratis vermittelt werden.
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elayas ()

  • T5 Baumkletterausrüstung

    Am besten meiner Meinung nach:

    ~mit der Bigshot und Wurfbeutel die Pilotleine einschießen
    ~mit der Pilotleine das Statikseil hochziehen. evt Kambiumschoner einbauen
    ~Aufstieg mache ich mit Bruststeigklemme, Handsteigklemme, Trittschlingen
    ~im Baum gehe ich aus dem Seil und bewege mich mit Bandschlingen und Grillon weiter
    ~Abseilen je nach Lust Grigri, ATC, Acht, HMS......
    Habe so schon über 500 T5er gemacht
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • T5 Baumkletterausrüstung

    Wir haben nur Dynamische Seile, kostet halt mehr kraft sollte aber auch machbar sein oder?

    Ansonsten für Baumcaches würde ein 30m Seil ausreichen oder?
    Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!
  • T5 Baumkletterausrüstung

    Dynamisch geht auch, halt mehr Arbeit.
    Mit 30Meter kommst meist nicht weit.
    Die Dosen werden immer Höher und weiter nach Außen gehangen.
    Mit 60 Metern kann man Arbeiten.
    Aber ich mache auch kaum noch Dosen die fast unten am Stamm hängen.
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • T5 Baumkletterausrüstung

    Vom Baumsteigen selbst hab ich keine Ahnung. Muss nur gelegentlich mal Leute von oben nach unten holen, wenn sie nicht mehr weiter kommen. Mir ist aufgefallen, dass sich die meisten keine Gedanken über den Rückweg machen. Beim Aufprusiken macht es meiner Erfahrung nach keinen Unterschied ob Statik oder Dynamik. Die ersten Schritte sind beim dynamischen nicht so ergiebig, weil es ne höhere Gebrauchdehnung hat. Wenn du aber voll drinhängst ändert sich da nix mehr. Wenn ihr aus dem Aufstiegsseil rausgeht und euch gegen Absturz sichern wollt, nehmt ein dynamisches System. Sonst tust übel weh. Grigri ist m.e. zu anfällig für Fehlbedienung. Nicht Paniksicher. Wenn ihr festhängen solltet, stellt euch in die Bandschlinge und bewegt die Beinmuskulatur, damit es kein Hängetrauma gibt.
    Wo der Teufel machtlos ist, schickt er ein Weib als Boten.
  • T5 Baumkletterausrüstung

    Als Industriekletterer bin ich natürlich für die "Materialschlacht-Variante".

    Zwei getrennte Systeme für Zugang und Sicherung - also auch zwei Seile an zwei Ankerpunkten, so habe ich Redundanz gewährleistet. Dazu möglichst reversibel eingebaute Anker, zB. mit einem HMS Knoten, der hintersichert ist. So kann auch ein "Nicht-Kletterer" mich im Notfall ablassen (2.Person als Seilwache ist schon beinahe Pflicht)
    Dazu schwöre ich halt auf mein zertifiziertes Material (ID, ASAP, Komplettgurt, Helm) und bin kein Freund von der SRT (single rope technic)und auch nicht von GriGri und Co.
    Gerade bei langen Seilstrecken wird mir das GriGri zu heiß und die Möglichkeit, dass der Seilmantel Schaden nimmt ist mir zu hoch - denn dann geht es ganz Fix abwärts...

    Desweiteren bin ich natürlich Sicherheitsfixiert (in meinem Job wohl verständlich) - also kann ich nur jedem Geocacher, der sich mit T5 beschäftigen möchte raten einen Kurs zu belegen, um eine sichere Technik zu erlenen. Leider kenn ich zu viele Cacher, die sich darüber keine Gedanken machen und es sich über YouTube beibringen möchten. So wie eine Spezialistin, die sich im Baumarkt ein Abschleppseil gekauft hat und im Dülfersitz an einem Gebäude abseilen wollte (Knie zertrümmert und monatelange ReHa...)
    Hier bei paar Links zu Kursen, die ich von der Ausbildung her empfehlen kann:

    vertikal-labor.de/

    berufskletterschule.de/geocaching-teil-1.html
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • T5 Baumkletterausrüstung

    Hallo zusammen,

    ich habe eine SKT-Ausbildung (sprich Baumklettern) und kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Baumklettern ist anders als Felsklettern...ganz anders. Die meisten SKT-Ausbilderstätten bieten inzwischen auch Kurse fürs Geocachen an. Dort einfach mal nachschauen, dann bist Du erstmal auf der sicheren Seite. Oder Du lässt Dir das mal von jemandem zeigen, der ausgebildet ist....möglichst im Baumklettern. Industriekletterstandards kann man im Baum nur bedingt umsetzen. Doppelseiltechnik (sprich Lifeline und Workline) sind im Baum nicht sinnvoll und behindern mehr. Und wenn Du nicht nur nach oben musst, sondern auch raus in den Kronenmantel, brauchst Du fast zwingend min. den SKT-A Schein, damit Du mit einem umlaufenden Klettersystem umgehen kannst.

    LG
    Daniel
    Machst Du das nochmal, dann mach ich aus deinen Ohren nen Wäschetrockner (Bud Spencer - Schauspieler)
  • T5 Baumkletterausrüstung

    Wie hoch soll der Cache denn gehängt werden? Bis zu einer Höhe von 20m ist der Grigri kein Problem … wenn man ihn richtig benutzt (so wie von PETZL empfohlenen). Leider lesen die meisten sich die Beschreibung nicht durch und verwenden den Grigri beim Abstieg dann falsch.

    Einbau:
    Mit einem Wurfsack wird eine Pilotschnur über den Ast, je nach Höhe, geworfen, geschleudert oder geschossen (optimal über dem Einbaupunkt des Caches). Der Ast sollte mindestens den Umfang Deines Oberschenkels haben und noch begrünt sein (also kein Totholz). Mit der Pilotschnur ziehst du das Kletterseil ein und befestigst das lange Ende an einem anderen gesunden Baum, der mindestens einen Meter Umfang hat (Norm aus dem Hochseilgartenbau für Befestigungspunkte). Die Bestetigung besteht aus zwei Bandschlingen, bei denen ein Ende durch das zweite gezogen wird und diese sich bei Belastung dann zuzieht. An der oberen Bandschlinge wird das lange Ende des Kletterseils mit einem HMS-Knoten und einem HMS-Karabiner befestigt. Der HMS-Knoten wird mit einem Schleifknoten und einem Karabiner gegen öffnen gesichert und zugezogen. An der unteren Bandschlinge wird mit einem Karabiner ein nachgelagerter Achterknoten im Kletterseil als Nachsicherung befestigt. Auf diese Art kannst Du in einem Notfall Deinen Kletterpartner ablassen.

    Aufstieg 1.:
    Wie oben beschrieben mit Handsteigklemme (+ Fußschlaufe und Bandschlinge zum Gurt) und einer weiteren Steigklemme zwischen Brust- und Hüftgurt oder einer Fußsteigklemme.

    Aufstieg 2.: (Meine Lieblingsvariante)
    Mit Grigri oder ID mit Flaschenzug. Das Seil kommt von oben und geht entsprechend den Piktogrammen durch das Sicherungsgerät. Im aufsteigenden Seil wird eine Handsteigklemme eingebaut. Unten ist die Handsteigklemme mit einer Bandschlinge (ca. 60cm) mit dem Klettergurt verbunden und einer Fußschlaufe zum Hochdrücken. Oben wird ein Karabiner mit Seilrolle eingebaut, durch die das Handseil (Bremsseil) des Sicherungsgerätes durchgeführt wird. So hast Du einen Flaschenzug, mit dem Du Dich hochziehen kannst.

    Aufstieg 3.:
    Mit 2-3 Klemmknoten (Prusikknoten). Ist die günstigste Variante, bei der die meisten Anfänger bei zwei bis drei Meter schlapp machen.

    In jedem Fall des Aufstiegs sollte man alle zwei bis drei Meter einen Knoten ins runterhängende Seil als Abrutschsicherung rein machen. Dann gibt es auch kein Problem mit dem Grigri.

    Abstieg zu 1.:
    Man muss sich oben im Baum mit Bandschlingen einen Standplatz bauen und das Seil umbauen. Das Ablassen erfolgt dann mit einem Sicherungsgerät wie Grigri, ID, Tuber, Achter oder HMS-Knoten und einem nachsichernden Prusikknoten, der mit einem Materialkarabiner auf der innenseite der Beinschlaufe des Klettergurtes befestigt wird. Das Ganze ist sehr aufwendig und birgt die Gefahr, dass zu viel ausgebaut wird weil man den Überblick verliert und man abstürzt.

    Abstieg zu 2.:
    Es wird der Flaschenzug ausgebaut, ohne das Seil aus dem Sicherungsgerät zu nehmen und damit auch sicherer gegen Fehlbedienung. Das Hand- bzw. Bremsseil muss, wenn man einen Grigri benutzt, dann nach der Umlenkkante des Grigri, durch einen weiteren Karabiner an der Einbindeschlaufe, zusätzlich umgelenkt werden. Dadurch entsteht die Wirkung eines Achters und die Fehlbedienung, die in vielen Fällen zu Abstürzen geführt hat, wird weitestgehend unterbunden.
    Außerdem hat man ja noch die Sicherheitsknoten im Bremsseil, die man beim Aufstieg dort eingebaut hat.
    Beim ID hat es den Vorteil, der hat so viele Eigensicherungen gegen Fehlbenutzung, das ist eine echte Lebensversicherung, die aber auch doppelt so teuer ist wie ein Grigri.

    Abstieg zu 3.:
    Entweder macht man den Abstieg wie unter 1. oder der Abstieg wird sehr aufwendig. Eigendlich ist die Variante 3 nur für erfahrene Kletterer zu empfehlen, bei denen klappt es schneller.

    Die Industrievariante mit Zweiseiltechnik (nicht Doppelseiltechnik, das ist was anderes und wird für das Bewegen in einer Baumkrone verwendet) ist die Sicherste und mit Abstand das teuerste. Da wird ein zweites Seil benötigt und zusätzliche Bandmitläufer wie z.B. ein ASAP. Außerdem benötigt man anderes Gurtzeug usw.

    Seillänge:
    Bei der Seillänge ist es ganz einfach das Seil geht vom Boden zum Umlenkast und zum Baum, an dem es befestigt wird. Wenn man eine Ablasstechnik am Befestigungspunkt verwendet, muss man die Höhe und die Knoten mit einrechnen. Ich komme mit einem 50m Seil gut klar.

    Statik- bzw. Dynamikseil:
    Was willst Du sonst noch mit dem Seil machen? Wenn Du nur am Felsen abseilst oder Baumklettern machst, nimm ein Statikseil. Wenn Du vor hast vielleicht auch mal in eine Kletterhalle zu gehen, kauf Dir ein Dynamisches Seil.

    Kauf Dir bei keinem Kletterzubehör Sachen, wo Du nicht weist wo es her kommt und was damit gemacht wurde. Wenn Seile mit säurehaltigen Mitteln zusammen gelagert wurden, siehst Du das nicht und der kleinste Tropfen kann ein Seil unsichtbar zerstören. Genau so bei Sicherungsmitteln, ein Haarriss siehst Du nicht und die sind beim runter fallen ganz schnell drin.

    Wenn Du Lust hast und mal in der Nähe von Trier bist, können wir ja mal in den Wald gehen und ich gebe Dir und Deinem Bekannten ein Training.
    LG Simon