Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

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    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      Angeregt von einem Video eines Franzosen der in Montana lebt und YT-Videos übers Preppen dreht, dessen Ansichten ich sehr oft teile möchte ich heute ein paar Ideen mit euch teilen.

      Und zwar möchte ich ein paar Worte über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen" oder beim "Survival" im Alltag verlieren.

      Die meisten unter uns die sich mit den beiden Themen, die mMn ein einziges sind, beschäftigen inspirieren sich auf die ein oder andere Weise von anderen Gleichgesinnten. So kommt es auch vor dass man sich auf Youtube-Kanälen und in Foren herumtreibt, und früher oder später landet man auch auf solchen von Leuten die sehr gerne übertreiben, oder auch - und das ist eigentlich das schlimmere von beiden - die einfach ein paar Etappen überspringen und sich gleich mit den wahnsinnigsten Hollywoodszenarien beschäftigen. Diese Etappen von denen ich rede könnte man auf eine Wahrscheinlichkeitsskala übertragen, welche uns eine Idee davon geben sollte wie wahrscheinlich verschiedene Ereignisse für die man sich vorbereiten möchte im Bezug zu anderen sind.

      Ich werde euch an dieser Stelle bewusst keine fertige Skala liefern, wie man es sich nun vorstellen könnte, und ich sage euch auch warum. Zum einen ist für mich Preppen relativ theoretisch, da ich noch nie eine wirklich sehr gefährliche oder lang anhaltende Notsituation erlebt habe. Zum anderen ist die Skala auch relativ persönlich, und so sollte jeder nach seinen eigenen Parametern und Meinungen seine ganz persönliche Wahrscheinlichkeitsskala ausdenken und seine Schlüsse draus ziehen. Es geht mir eher darum euch anzuregen euch ein paar Gedanken darüber zu machen, als mich als allwissenden Prepper auszugeben von dem ihr was lernen könntet, das ist nämlich nicht der Fall :)

      Vielleicht fragt sich nun der ein oder andere warum so eine Skala persönlich sein soll und vorallem warum sie von Meinungen und Einstellungen abhängen soll.
      Fangen wir mit den Meinungen an. Würde ich nun sagen "es ist wahrscheinlicher einen Autofunfall zu haben, als einen Wohnungsbrand zum Opfer zu fallen" wäre das zum einen nicht durch wirkliche Studien und Statistiken hinterlegt, und zum anderen würde es nicht lange dauern bis jemand sagt "nein das stimmt nicht, ich fahre besser als jeder andere, aber meine Freundin ist ein Kerzenfreund und früher oder später brennt sie uns die Bude ab".
      Was den persönlichen Aspekt betrifft, ganz abgesehn von den persönlichen Meinungen und Einstellungen zu dem Thema. Nunja, ganz einfach, jemand der kein Auto besitzt hat kein so grosss Risiko in seinem Auto eingeklemmt zu werden als ein Vielfahrer. Ihr seht, die Wahrscheinlichkeitsskala ist sehr variabel von Person zu Person.

      Wenn nun jemand von euch (wenn überhaupt jemand das hier liest :D ) sich fragt: "Was redet der denn von Wohnungsbrand und von Autounfall, ich dachte hier geht es ums Preppen" dann seid ihr hier genau richtig. Denn genau darauf will ich hinaus, und dazu ist es mMn sehr sinnvoll sich Gedanken über seine ganz persönliche Wahrscheinlichkeitsskala, oder nennt es meinetwegen Risikoskala, zu machen.

      Beschäftigt man sich mit Preppen neigt man meiner eigener Erfahrung zufolge sehr schnell dazu etwas abzuschweifen, auf immer skurilere Szenarien (EMP, Bürgerkrieg, ja bis hin zu Zombies), und man vergisst ganz schnell die viel wahrscheinlicheren Gefahren, die man zuerst abdecken sollte.

      Nun sind wir eigentlich so weit und können uns die Wahrscheinlichkeitsskala etwas genauer anschauen. Inspiriert von dem genannten Youtuber nutze ich sehr gerne in meinen Gedanken die Einteilung der Szenarien in verschiedene Kategorien, welche ich von den meist wahrscheinlichen zu den am wenigsten wahrscheinlichen etwas unter die Lupe nehmen werde.

      1) Die rein persönlichen Ereignisse

      Diese befinden sich logischerweise auf der Skala ganz oben. Ich denke hierbei an Szenarien wie zum Beispiel


      - ein Autounfall: Habe ich ein ordentliches Erste Hilfe Set im Auto? Genug Handschuhe um jmd zu helfen und mich selbst zu schützen? Einen Gurtschneider in erreichbarer Nähe falls ich oder jmd anders eingeklemmt ist? Ein geladenes Mobiltelefon? Erste-Hilfe-Kenntnisse? Habe ich einen Feuerlöscher im Auto (sehr oft unterschätzt) ? Habe ich robuste Arbeitshandschuhe um ggf. jmd aus einem brennenden Auto zu helfen, meine Hände zu schützen wenn ich eine Scheibe einschlagen muss usw? Jetzt wo es so warm ist: könnte ich ein im Auto vergessenes Baby in brütender Hitze aus dem Auto retten? Handschuhe zum Fingerschutz? Glasbrecher?

      - eine Autopanne: Was wenn der ADAC mal nicht sofort zur Stelle ist? Habe ich Decken und Wasser im Auto um ggf. länger aushalten zu können. Auch im Winter bei Minusgraden? Habe ich einen Ersatzreifen? Weiss ich wie das geht? Was wenn mein Navi in unbekanntem Gebiet ausfällt? Habe ich eine Karte? Könnte ich im schlimmsten Fall draussen übernachten? Shelter? Feuer? Wasser? Habe ich etwas zur Signalisation? Warndreieck, Taschenlampe, Warnveste?
      Wie tanke ich wenn die EC-Karte streikt? Habe ich einen Notgroschen im Auto um im ausländischen Hinterland einen viel zu teuren Reifen zu kaufen?

      - Selbstverteidigung: Habe ich mir Gedanken darüber gemacht wie ich bei einem überfall reagieren würde? Habe ich die nötigen Kenntnisse, Praxis und die Tools? Würde ich bewusst reagieren oder in der Panik eher schlecht reagieren? Wie kann man sowas üben?

      - ein Wohnungsbrand: Rauchmelder? Feuerlöscher? Beides in gutem Funktionzustand? Löschdecke? Ein Seil im oberen Stockwerk im Schlafzimmer? Wie würde ich vorgehen wenn ich von den Kindern getrennt wäre durch die Flammen? Wo schlafe ich wenn ich evakuiert werden muss? Bin ich darauf vorbereitet? Notfallrucksack/BugOutBag?

      - ein Rohrbruch im Haus: Kopien von wichtigen Dokumenten? Wo ist der Hauptwasserabsperrhahn im Keller? Komme ich da dran oder müsste ich erst eine Stunde alles freiräumen? Wo könnten wir evtl. übernachten bis alles wieder im Lot ist? Evakuierung?

      - ein Einbruch ins Haus während ich schlafe: Verteidigung? Telefon im SZ für Notruf? Tür abschliessbar? Welche Strategie wäre die Beste? (Wenn keine Kinder im Zimmer einschliessen, Notruf wählen und in einer sicheren Ecke ausharren (ggf. mit Waffe), wenn Kinder im Nebenzimmer, was dann? )

      - das Verlieren der Arbeit: Habe ich einen Notfonds für alle Fixkosten und Lebenshaltungskosten für ein paar Monate? Habe ich genug Nahrungsmittel um die akuteste Zeit zu überbrücken und mir um die Basics keine Sorgen zu machen?

      die Liste kann so noch weitergeführt werden, aber ich denke ihr habt verstanden was ich meine. Solche persönlichen Ereignisse sind idR am wahrscheinlichsten, so dass man sich für diese mMn am ersten wappnen sollte. Was bringt es mir wenn ich zuhause einen Luftbunker habe, aber erfriere wenn ich im Winter im Auto in ein Schneechaos komme? Was bringen mir 5000 Kugeln für meine Waffen wenn ich im Schlaf verbrenne weil ich keinen Rauchmelder habe oder mir das Haus vor der Nase abbrennt, weil ich keinen Feuerlöscher um eine simple Kerze die auf den Teppich fällt im Griff zu haben?


      2) Die lokalen/regionalen Ereignisse

      Diese sind schon etwas weniger wahrscheinlich als die persönlichen, trotzdem zum Teil aber noch realtiv wahrscheinlich, und vorallem wahrscheinlicher als die globalen.

      - Ausfall von Strom und/oder Gas: Wo kann ich hin? Zu Freunden oder anderen? Wenn nicht: Wie halte ich die Temperatur im Haus aufrecht? (Stromausfall = keine Heizung mehr, auch bei Gas- oder ölheizung) Notfalls wie die Körpertemperatur? Habe ich einen Brennstoff? Holzreserven? Gasbrenner? Für wie lange? Decken usw? Brauche ich unbedingt Strom oder komme ich auch eine Weile ohne aus? Falls ich es brauche, Generator? Solarzellen? Batterien? Kerzen und Taschenlampen? Wie lade ich mein Handy um nicht abgeschottet zu sein? Vllt. im Auto? Wie koche ich wenn es länger dauert? Ich kann vllt. drauf verzichten aber bei Kindern? Wie erwärme ich die Milch/den Brei?

      - Ausfall von Wasser: Was trinke ich? Wasservorrat oder -quelle? Behälter? Wie wasche ich? Worin wasche ich? Wie koche und spüle ich? Pappteller und -geschirr? Grosse Plastikbehälter um das Kochwasser nicht in den Abfluss zu kippen sondern aufzufangen?

      - Hochwasser: Wo stelle ich meine Stromzufuhr ab? Wie könnte ich flüchten wenns sein müsste? Kopien der wichtigsten Dokumente? Notvorräte falls isoliert ausharren? Wo platziere ich Letztere? Leben ohne Strom und Gas siehe oben. Wohin mit meinen Haustieren? Evakuierung?

      - Schneechaos: siehe oben

      - eine regionale Krankheitswelle: siehe EHEC und Konsorten (bitte keine Diskussion über die unnötige Panikmache bei solchen Geschichten, es ist nur ein Beispiel). Habe ich genug Medikamente zuhause? Kann ich mich x Wochen lang zuhause isolieren und abwarten bis es vorbei ist? Habe ich dazu die Vorräte usw? Habe ich genug Desinfektionszeug und Masken usw falls ich gezwungen bin mich unter Menschen zu begeben?

      - ein nuklearer Unfall: Wohin würde ich flüchten wenn das AKW um die Ecke hochgeht? Habe ich einen Ort wo ich hin könnte? Wie würde ich flüchten? Welches Mittel und welche Wege? Habe ich genug Geld für die Flucht wenn die EC-Karte mal nicht funktionniert?

      - eine Finanzkrise/enorme Inflation in Europa: Wie sichere ich mein überleben und gff. das meiner Familie? Wo komme ich an Medikamente und anderes Unentbehrliches? Tauschmittel oder Bares? Sprit? Sicherheit und Verteidigung von Haus und Familie?

      usw...


      3) Globale Ereignisse

      Erst ganz zum Schluss kommen die globalen Ereignisse, wie zum Beispiel ein Weltkrieg, oder ein EMP, der Zusammenbruch der Zivilisation und der Versorgung, oder der Angriff der Zombies usw ;)

      Sich auf diese Ereignisse vorzubereiten mag nicht allzublöd sein, in einem gewissen Rahmen der selbstverständlich jedem selbst überlassen ist (nochmal die Verbindung zur Persönlichkeit der Wahrscheinlichkeitsskala). Jedoch ist es nunmal faktisch wahrscheinlicher dass einfach nur ganz banal die Heizung zuhause ausfällt, oder man eingeschneit wird (je nachdem wo man wohnt natürlich ---> Persönlichkeit der Skala, ihr wisst schon...), seinen Job verliert, oder man im totalen Ginst mit dem Auto liegen bleibt und das Handyakku leer ist, als dass gleich ein Hollywoodszenario Wirklichkeit wird und man wirklich von einem Worst Case sprechen kann.
      Nochmal: Es bringt mir nichts zuhause einen Ghilliesuit und Jagdbögen zu haben wenn ich im Auto verbrenne weil der Gurt klemmt und die Rettung zu spät kommt. Es bringt mir nichts 5000 Kugeln für meine Waffen zu haben wenn das AKW im Nachbarort hochgeht und ich nicht weiss wie ich wohin flüchten soll. Es bringt mir nichts gefriergetrocknete Nahrung und BP5 für 30 Jahre zu lagern wenn ich im Hochwassergebiet wohne und alles absäuft weil ich es im Keller lagere welcher alle 5 Jahre mal geflutet wird.
      Bin ich mit dem Auto unterwegs konzentriere ich mich vielleicht eher auf alle Envtualitäten die damit in Verbindung stehen. Fahre ich nur mit den öffentlichen konzentriere ich mich vielleicht mehr auf die Selbstverteidigung und den Notgroschen fürs Taxi wenn die Verkehrsmittel mal nicht so funktionnieren wie normal.

      Ihr seht also dass "Preppen" und "Survival" viel präsenter in unserem Alltag sein können als wir es denken, und man sich immer wieder die ganz persönliche für sich selbst als gut befundene Risikoskala vor Augen führen, anstatt sich von Extremen locken zu lassen und so eigentlich wichtigere Etappen zu überspringen.

      Ihr sehr ebenso dass viele Aspekte immer wieder in den verschiedensten Szenarien aus den verschiedenen Kategoerien auftauchen. Dieses könnte man als Basics ansehen welche unbedingt vor allem anderen abgedeckt werden sollten. Dabei ist meine "Liste" natürlich nicht vollständig und sollte nur als Illustration und als Anregung durch einige Beispiele dienen. Da ist wiederum jeder selbst am Zug, denn hier soll es ja um die Risikoskala gehen und nicht darum wie man jedes Szenario überlebt bzw. gemütlicher macht.
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      Guter Ansatz, schlechte Methodik.

      Auch
      Hollywoodszenarien
      sind Szenarien. Die dienen der theoretischen oder praktischen Erprobung von Lösungsmodellen. Szenarien können sich in beiden Richtungen an Wahrscheinlichkeiten orientieren: sehr wahrscheinlich: MANV nach Katastrophen; sehr unwahrscheinlich: Zombies.

      Wahrscheinlichkeitsskala
      Eine alleinige Betrachtung der Eintrittswahrscheinlichkeit reicht nicht. Als mindestens zweites Element ist die Schadenshöhe/-folge zu berücksichtigen. Die Schadenshöhe kann man objektiv bewerten, bei der Eintrittswahrscheinlichkeit wird es schwieriger, weil es Ereignisse gibt, denen eine Frequenz fehlt (9/11) bzw. die sehr selten sind aber hohe Schadenshöhen haben (Meteoriteneinschlag).

      relativ persönlich


      Wäre ein mögliches drittes Element, die persönliche Risikowahrnehmung. Habe ich schon zu geschrieben, ich halte das für die unwichtigste aber am meisten genutzte Grundlage für Entscheidungen.

      Und genau an diesem Punkt (spätestens dort) funktioniert dein Modell nicht mehr.

      (bitte keine Diskussion über die unnötige Panikmache bei solchen Geschichten, es ist nur ein Beispiel)
      Es ist ein Szenario mit Wahrscheinlichkeit.

      Es ist vollkommen egal, ob man 10.000 oder 200.000km mit dem Auto im Jahr fährt, man muss 1-Hilfe-Kasten, Sicherheitsgurt und Warndreieck haben. Ob ich Spaten und Decke dazu lege ist nicht eine Frage der Wahrscheinlichkeit, sondern ob ich es mir leisten kann (und will).

      Meine Haustür hat ein Schloss. Und deshalb verschließe ich die Tür, egal ob die Wahrscheinlichkeit eines Wohnungseinbruchs regional bedingt hoch oder niedrig ist.

      Deshalb ist es sinnvoll Risiken zu definieren, zu quantifizieren und qualifizieren und dann zu schauen, welche Maßnahmen die größten Schnittmengen haben. Ein BOB im Auto sollte meistens in meiner Nähe sein. Medikamente brauche ich sowohl bei Finanzkrise als auch bei Hochwasser. Die Möglichkeit Trinkwasser zu gewinnen brauche ich bei Stromausfall genau so als wenn mein Ort durch Schneemassen eingeschlossen ist.

      Man wird nicht vom Krokodil gefressen. Sondern von 1.000 Hühnern zu Tode gepickt.
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    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      Hallo und guten Morgen alle miteinander,
      hmm, finde ich recht realistisch, auch weil mal der Untergang der angesammelten Prepperutensilien bei Flut angesprochen wird.
      Also ich finde das mit dem Prepping so eine Sache, da man nie weiß was kommt. Nehmen wir mal den 2. Weltkrieg, die Bauern hier im (sagen wir mal) Westen, konnten gut von ihren eingelagerten Sachen leben. Nur die Bauern Richtung Osten, die hatten Glück, wenn sie mit einem Handwagen fliehen konnten, die Meisten hatten nicht mal den.
      Meine Großeltern hatten gar nichts mehr, als sie fliehen mußten und trotzdem hat es irgendwie geklappt.
      Meiner Ansicht nach, macht Besitz und deren Schutz träge. Meistens erkennt man die Gefahr, reagiert aber zu spät, weil man sich in Sicherheit wähnt. Ich denke, wenn man sich ein wenig Wissen angeeignet hat und einen gepackten Rucksack mit dem nötigsten, reicht das aus.
      Das man so Sachen wie Ersatzglühlampen oder Ersatzbatterien im Haus hat, finde ich selbstverständlich.
      Wie gesagt, das ist nur meine Meinung.

      Gruß

      Jim
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      Hatte bisher keine Notwendigkeit gesehen mich mit dieser Thematik zu befassen.
      Aber nach dem letzten Hochwasser habe ich mir ernsthaft Gedanken gemacht dieses Thema aufzugreifen.
      Es kann wirklich schnell gehen und man steht ohne Strom, Wasser und Lebensmittel da.
      Ohne Vorbereitung ist man vollkommen auf die Hilfe anderer angewiesen.
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      Hallo Snorre,
      das war auch mein Gedanke, so eine Flut ist der Supergau. Gut, wir haben unseren Wohnwagen vor der Tür stehen, die Frage ist, erreicht man den noch oder hat die Zeit mit dem abzuhauen, wenn so ein Deich bricht?!

      Gruß

      Jim
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      Wenn ein Deich bricht wirst du nur noch wenige Sekunden haben bis dich die Flutwelle erreicht. Ähnlich wie bei einem Zunami.
      Mit einem Wohnwagen wirst du nicht weit kommen. Da brauchst du schon eher ein Hausboot. :lol:
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      ... wenn man mal von einem Deichbruch ausgeht ... bleibt im allgemeinen genug Zeit! ... Vorausetzung ist!!! ... man wird entsprechend informiert!? ... :roll: ...
      (zu Fischbeck und so ... hülle ich mich lieber in Schweigen ... :? )

      ... aber allgemein gesehen nützt es nix ... sich auf alles vorzubereiten ... wenn man eh nicht weiss was kommt! Ich kann nicht immer alles mit rumschleppen! Vorräte anzulegen halte ich allerdings schon für wichtig. Genauso wichtig auch dafür zu sorgen, eine gewisse kurze oder auch längere Zeitspanne autark leben zu können.
      Wenn es mich allerdings irgendwo :!: eiskalt erwischt ... dann sollte ich mit dem "wenigen" klarkommen was man in diesem Moment bei sich trägt ... ... und Dank diesem Forums habe ich zumindest schon einiges dazugelernt & hege die Hoffnung es dann auch anwenden zu können ...
      ... denn nichts wird sein wie man es sich vorstellt ... und ich hoffe für meine Kinder und mich, das es nicht zur absoluten Katastrophe kommt. (für alle anderen natürlich auch ... :) ...)

      In diesem Sinne ... :shock:
      ... “Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort “Tierschutz” überhaupt geschaffen werden musste.” ...

      Albert Schweitzer
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      "Snorre" schrieb:

      Ohne Vorbereitung ist man vollkommen auf die Hilfe anderer angewiesen.


      Und genau das sind die Szenarien die relativ oft vorkommen, und die viele Prepper dennoch ignorieren weil sie es für wichtiger halten sich auf die Zombies vorzubereiten. Ich sage keineswegs dass das Schwachsinn ist, aber eigentlich sollte man sich zuerst um das präsentere kümmern, auch wenn das Hollywoodszenario interessanter ist und schlimmer wäre.
      Viele denken "wenn ich kein Geld dabei habe um zu tanken wenn die Karte streikt sterbe ich ja nicht, aber wenn ein Bürgerkrieg ausbricht schon, also preppe ich lieber dafür". Das sind ja auch die Szenarien wo man nicht mehr auf fremde Hilfe hoffen kann und deshalb preppen viele intensiv dafür, hoffen aber bei den Sachen die weiter oben auf der Wahrscheinlichkeitsskala stehen dass schon irgendwer ihnen irgendwie helfen wird, und darum müssen sie sich darum keine Sorgen machen.

      Meiner Auffassung nach sollte man wenn man sich mit dem Thema beschäftigt versuchen so autonom wie möglich zu sein, so dass man bei kleineren Problemen im "Alltag" einfach das Problem selbst in die Hand nehmen kann weil man sich drauf vorbereitet hat, und somit nicht mehr auf Hilfe von Fremden warten und hoffen muss.
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      Ich finde das Preppen eine sinnvolle Sache ist.
      Ich wohne derzeit z.b. auf einem Einödhof, der relativ hoch im Bayerischen Wald liegt.
      Vor 2 Jahren war es so, dass wir trotz Geländewagen 4 Tage eingeschneit waren. Dazu kamen noch ein Stromausfall durch eine defekte Leitung dank zuviel Schnee, also ein Klassisches Szenario.
      Bei mir steht ein Dieselgenerator rum, und ein 5000 Liter Fass Diesel das immer mehr oder weniger voll ist. Nahrungsmittel und sonstige Dinge für den täglichen Bedarf reichen meistens so um die 3 Wochen.
      Gerade wenn man so wohnt wie ich bleibt einem wenig übrig als ein wenig zu preppen....
      Ach ja ;) das Dieselfass steht rum, da es unsre Hoftankstelle ist ;) es ist kein Endzeitdiesellager :D
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      Und genau das sind die Szenarien die relativ oft vorkommen, und die viele Prepper dennoch ignorieren weil sie es für wichtiger halten sich auf die Zombies vorzubereiten.


      Noch mal: Szenarien sind dazu da, Maßnahmen theoretisch oder praktisch zu überprüfen. Und sinnvoller Weise sind solche Maßnahmen, also Vorbereitungen für den Ernstfall, Top-Down-Maßnahmen. Weil - wie man hier in diesem Faden sieht - die tatsächlichen oder vermuteten Risiken regional unterschiedlich sind und auch noch unterschiedlich wahrgenommen werden. Szenarien die vorkommen, sind Vorkommnisse und keine Szenarien.

      Und weil die "Zombie Apokalypse" vollkommen absurd ist, taugt sie als perfektes Szenario. Weil der Amerikaner in SoCal sonst sagt: "Bei mir gibt es Buschbrände und Erdbeben, was interessiert mich die Hurricane-Saison" und der Floridianer sagt: Bei mir gibt es Hurricanes, was interessiert mich Blizzards und Blitz-Eis" und der New Yorker sagt. "Bei mir gibt es Blizzards und Blitzeis, was interessieren mich Vulkane und Tsunamies" und der Hawaiianer sagt ...
      Wenn aber alle erkennen, dass aufgrund des Szenarios "Zombie Apocalypse" für alle die gleiche Prepardness sinnvoll ist, erreicht man vllt. mehr Bürger.
      bt.cdc.gov/socialmedia/zombies.asp

      In Deutschland geht das natürlich nicht. "Sinnvolle Katastrophenvorsorge" sieht hier wohl anders aus. stern.de/politik/deutschland/a…he-geruestet-1987190.html
      Dies ist eine Signatur
    • Über die Wahrscheinlichkeitsskala beim "Preppen"

      "Joe Byrne" schrieb:


      Wenn aber alle erkennen, dass aufgrund des Szenarios "Zombie Apocalypse" für alle die gleiche Prepardness sinnvoll ist, erreicht man vllt. mehr Bürger.



      Wenn sich jeder für eine bescheuerte Zombie Apokalypse mit Waffen eindeckt ist das gefährlich.
      Es sind auch meist die falschen Leute die an so etwas glauben.
      Ich schau diese Filme auch gerne, aber meinen Verstand hab ich noch nicht verloren.
      Gegen die normalen prepper die sich ein Essensvorrat etc. anlegen sag ich nichts das ist vollkommen in Ordnung aber diese Youtube Videos mit Cowboys die sich 20 Waffen an den Körper geschnallt haben und das mit einer Zombie Invasion rechtfertigen ist einfach nur daneben.
      Mir ist es eigentlich egal für was jemand sein Geld ausgibt und was er auf seinem Grundstück macht aber bei so einem Szenario wird mit den Waffen meist rumgespielt oder nicht richtig weggeschlossen und am Ende kommt ein lebender nicht Untoter zu Schaden.
      Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich es gerne möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient!

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