Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

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    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Nabend Leute,

      ich bin dabei mir ein Erste Hilfe Kit für meinen Bug Out Bag zusammen zu stellen und dachte ihr könnt mir vielleicht dabei helfen was so da rein soll.

      Vorweg: Mein BOB ist nicht auf 72 Stunden o.ä. begrenzt, manche würden es auch einen INCH (I'm never coming home) Bag nennen, daher wird das Set etwas grösser werden als man es z.B. für kurze Touren oder so kennt.

      Ich weiss auch dass es schon einige Threads über First aid Kits gibt, aber meins soll ja für den BOB sein, wo man andere Gefahren erwarten kann als auf einer Trekkingtour oder sowas in der Art.

      Bitte, ja ich bitte euch wirklich sehr drum, diskutiert jetzt an dieser Stelle nicht über Sinn und Unsinn einens BOB, oder über die undefinierte Dauer oder was man sonst noch so totdiskutieren kann. Ich würde mich sehr freuen einige, und im besten Fall viele, konstruktive Antworten zu bekommen :)
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Aber eben diese undefinierte Dauer macht es schwierig dazu was zu sagen. Wenn ich auf unbestimmte Dauer für medizinische Notfälle gewappnet sein wollte bräuchte ich für meinen Teil einen eigenen "First-Aid-Rucksack". Ein einfaches Kit würde mir da nicht reichen.
      Zumindest nicht wenn es um vollkommen autonome Versorgung geht.
      Auf Kriegsfuß mit Interpunktion :(
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Dann sagen wir mal einfach folgendes: Das Kit ist für unbestimmte Dauer, und das Platzlimit ist so dass der Umfang den eines kleinen Schuhkartons nicht übersteigen darf...
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Moin !

      Ich habe für den großen Rucksack ein KFZ-Verbandskasten "entmistet" (Schere raus (Messer haben wir ja immer mehrere am Mann ;) , unnötige Verpackungsmaterialien) und mit ein paar Standard Medikamenten ergänzt (Aspirin, Ibu, Imodium akut). Desweiteren habe ich noch eine Packung feuchte Desinfektionstücher reingepackt und fertisch. Die Medikamente habe ich in handlichere Größen geschnitten und mit MHD beschriftet; das ganze in Folien luftdicht verschweißt.

      Natürlich kann man noch viel mehr mitnehmen. Aber ich kann z.Bsp. nicht mit einem Torniquet umgehen also nehm ich sowas erst gar nicht mit....
      Außerdem wird ganz schnell (wie Aranae schon angemerkt hat) ein ganzer Rucksack "fällig"; will man alle möglichen Notfälle abdecken...

      Aber ich nehme gerne noch Tipps und Ratschläge für mein FA-Kit an !
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Ich würde noch Wunddesinfektionsmittel (Octenisept) und Iodsalbe (Beta Isadona)
      Einpacken.
      Bei einem INCH wäre es eine Überlegung wert auch Salz, Magnesium etc. einzupacken. Diese Elektrolyte sind (Vorallem im Sommer) sehr wichtig.

      Wenn bei dir Strahlung eine reelle Gefahr ist (AKW in der Nähe) dann würde ich weitere Iodtabletten zwecks Iodblokade der Schilddrüse.

      Etwas Vaseline schadet auch nicht. Im survival Fall kann man offene Wunden (z.B. Lippen Hände) nicht gebrauchen. Und zusätzlich hat man im Zweifel einen ordentlichen Feueranzünder, sofern Zunder vorhanden ist.

      Von Vitamintabletten halte ich persönlich nicht so viel, für den Fall sind die aber wahrscheinlich auch nicht schlecht.

      Seife ist auch Gold wert, wenn normalerweise keine verfügbar ist.

      Das waren meine Anregungen, vielleicht ist ja was für dich dabei.
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Wenn das rein Erste Hilfe/ Notfall sein soll und für unbestimmte Zeit würde ich an folgene Beladung denken:
      3x Verbandpäckchen robust klein (T4 etc.)
      2x Verbandpäckchen robust groß (T&)
      2x Tourniquet
      2x SWAT-T Tourniquet (der auch als Druckverband, Schienung, Gelenkverband etc. fungiert)
      2x Hämostyptikum, wenn Geld eine Rolle spielt Celox Granulat 15 g
      1x Verbandschere, gute Qualität
      3x Augenverband
      10 x Mullkompresse 10 x 10
      2x Verbrennungskompresse 10 x 10
      1x Verbrennungsgel, Flasche
      2x Sam-Splint oder vegleichbares Produkt
      Taschenbeatmungshilfe (Maske oder Tuch)
      3 kleine, 2 große, normale Verbandpäckchen und Pflasterstreifen für Bagatelverletzungen
      2x Verbandtuch 60 x 80, metallisiert

      Dann zum Hausarzt, und da erbetteln oder verschreiben lassen:
      2x Breitspektrumantibiotikum (1x Gyrasehemmer, 1x Cephalosporid, z.B.), ich würde zwei verschiedene nehmen. Cephoral und Clont, z.B., aber das weiß Dein Hausarzt bestimmt besser.
      1x potentes Schmerzmittel, z.B. Tilidin (z.B. Valoron)
      1x Schmerzmittel mit fiebersenkender Wirkung, Novalgin/ Metamizol
      1x Schmerzmittel einfach, Paracetamol oder Ibuprofen, 500 bzw. 600 mg. Auf keinen Fall Aspirin.
      1x Koffeintabletten
      1x Tabletten gegen Durchfall
      1x Elotrans zum Elektrolytausgleich
      1x Tranquilizer ohne müdemachende Wirkung gegen Panik, z.B. Tavor
      1x Desinfektionsmittel, Octenisept ist sehr gut.

      Das sollte dann schon für einige Zeit reichen, passt auch alles in einen Schuhkarton.
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Moin,
      bei mir ist immer ein Dreieckstuch dabei. Wieso, warum?
      Wem die Anwendung nicht bekannt ist dann schaut mal z.B. bei Youtube nach.
      Ein vielseitig einsetzbares nützliches Teil.

      LG Maxe
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Nachtrag zu meinem obigen Post:

      Sonnenschutz bzw. Sonnencreme ist je nach Hauttyp sehr zu empfehlen ;)

      Edit:

      Metamizol ist super, das Zeug entfernt fast jeden Schmerz.
      Davon bekomme ich (dank Migräne?!) immer genug verschrieben.

      Tavor (Lorazepam) und Valium (Diazepam), bei den beiden bin ich mir unschlüssig ob diese sinnvoll sind.
      Problem:
      Lange Wirkzeit,
      Muskelrelaxierend, Reaktionsfähigkeit und Feinmotorik leidet. (Beim Hantieren mit dem Messe eher kacke),
      Amnesie (Dosisabhängig),
      Suchtgefahr

      Wer sich nichts unter den beiden Namen vorstellen kann, das sind die "scheissegal" Pillen, die man vor einer OP bekommt...
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      "MAYL" schrieb:

      Nachtrag zu meinem obigen Post:

      Tavor (Lorazepam) und Valium (Diazepam), bei den beiden bin ich mir unschlüssig ob diese sinnvoll sind.
      Problem:
      Lange Wirkzeit,
      Muskelrelaxierend, Reaktionsfähigkeit und Feinmotorik leidet. (Beim Hantieren mit dem Messe eher kacke),
      Amnesie (Dosisabhängig),
      Suchtgefahr

      Wer sich nichts unter den beiden Namen vorstellen kann, das sind die "scheissegal" Pillen, die man vor einer OP bekommt...


      Aber Tavor ist ja von der Halbwertszeit um Welten besser als Valium. Wird bei uns ganz gerne für Kinder eingesetzt. Als Tavor Expidet. (Und auf der Wache hängt auch ein Tavor Leckstein :lol: :) )

      Also wenn ich ein derartiges Medikament mitnehmen würde, dann Tavor. Deine Bedenken zur Sinnhaftigkeit teile ich allerdings. Ich hab selbst noch kein Tavor genommen. Bin nur mal mit Dormicum bearbeitet worden. Würde sagen, man steht doch eher etwas neben sich.
      Wo der Teufel machtlos ist, schickt er ein Weib als Boten.
    • Erste Hilfe Kit für den Notrucksack

      Ich würde auch nur Tavor empfehlen wenn Benzos, alle anderen machen müde und haben eine deutlich stärkere Potenz bei kürzerer Halbwertzeit.
      Tavor macht nicht wirklich müde, man bleibt aktionsbereit, ist nicht ausgeknockt, macht halt auch nicht scheißegal.
      In einen Medsatz für Katastrohe, Flucht etc. würde ich das schon reinnehmen, es ist eine gute Hilfe bei einer Panikattacke, oder wenn Angst denn tatsächlich einmal das Handeln lähmt. Und natürlich wenn man Gelegenheit zum Schlafen hätte, aber zu aufgewühlt dazu ist.
      Tavorleckstein hätte ich gern auch einmal, bitte.