Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

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    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Guten Abend !

      Bei all den "Was würdet Ihr im.." bzw. "Wohin würdet Ihr im..." kam mir der Gedanke (als zweifacher Papa), ob es überhaupt realistisch wäre in einem globalen WC (egal welcher Art) und dem Zusammenbruch von sozialen Strukturen & Regierungen an das "Neue danach" zu glauben.

      Wie seht Ihr das ?

      Gäbe es eine reele Chance das sich neue Gesellschaften ganz anders entwickeln ? Dazu gibt es wahrscheinlich jede Menge schlaue Theorien von noch schlaueren Menschen. Mich würde aber eure Meinung interessieren.

      Würde sich "das schlechte" unserer Gesellschaften (Habgier / Profitgier und all die dadurch entstehenden Konflikte & Probleme) durch die Jahrhunderte nach einem WC retten und irgendwann zu den gleichen Problemen führen ?

      Ich glaube zu wissen das fast alle evtl. Antworten eher einen negativen Tenor haben werden. Aber WELCHE Ausgangslage könntet Ihr Euch vortsellen um die bereits gemachten "Erfahrungen" unserer Menschheit sinnvoll zu nutzen ?

      Bitte versteht mich nicht falsch; ich glaube es gibt KEINE.
      Beispiele: Siedler aus Europa die auf anderen Kontinenten nicht "neu" angefangen haben sondern sich noch schlimmer benommen haben.

      ABER, ich möchte einfach gerne wissen ob meine Meinung zu negativ gefärbt ist und würde mich mich über andere Sichtweisen freuen :)
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      So - nachdem ich mich brav vorgestellt habe kann ich ja hier gleich meinen Senf dazu geben ... also den Mittelscharfen - ich will ja zu Beginn mal nicht übertreiben ;)
      Also ich persönlich glaube, dass sich diese Frage so einfach nicht beantworten wird lassen. Tritt der Worst Case ein und wir haben Tabula Rasa wird's viel davon abhängen wer "übrig" geblieben ist und wer nicht. Ich glaube aber nicht das die eine neue Gesellschaft dann "besser" sein wird als die jetzige - sie wird anders sein, mit Vor- und Nachteilen ... Aber das bei so einem Umbruch allen der Knopf aufgeht und wir dann irgendwann mal die ultimative Lösung finden, in dem jeder gerecht & fair behandelt wird und wir uns alle nach unserem Geschmack verwirklichen dürfen, dass glaube ich nicht - da gibt's die Theorie vom Ende der Geschichte (also dem Zeitpunkt an dem eine Gesellschaft ein unveränderliches Ideal erreicht hat) aber so sind wir, aus meiner Sicht, schon rein biologisch nicht gestrickt... Aber um was positives am Ende zu sagen - ich bin schon der Meinung, dass die meisten Umbrüche in der Geschichte im Endeffekt zu einem besseren System am Ende geführt hat (mit Rückschlägen dazuwischen) also gehe ich auch davon aus, dass wir uns im Großen und Ganzen vorwärts entwickeln und damit für unsere Kinder immer etwas besseres rausschauen kann (wenn uns bis dahin nicht die Ressourcen & Umwelt ausgegangen sind aber das ist wieder ein anderes Thema ;) )
      Freunde kommen und gehen - Feinde sammeln sich an ;)
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Ich sehe im Gegensatz zu Alfrik keine Höherentwicklung, sondern eher das Gegenteil ist zu erkennen wenn man sich die Welt anschaut.

      Wenn nach einem weltweiten WC ein Großteil der Menschen weg wären und man noch mal fast in der Steinzeit anfangen müsste, dann wäre es vielleicht wieder ein wenig besser auf der Welt, aber ansonsten hab ich da irgendwie nicht so sehr viel Hoffnung, obwohl ich schon daran glaube, dass die Menschen an sich gut sind, bloß werden die Menschen halt in der Gesellschaft immer schlecht werden. Umso mehr Kultur, umso mehr entfremdet sich der Mensch von sich selbst. Es ist paradox, aber unsere kulturelle Höherentwicklung ist in meinen Augen der Grund dafür, dass wir immer mehr degenerieren in anderer Beziehung.

      Wenn ich mir so Naturvölker ansehe, dann erkenne ich, dass wir theoretisch auch in Harmonie mit der Natur leben könnten. Also von der Vernunft her wäre es eine Heilung, wenn wir auf so einen Entwicklungsstand zurückkehren würden, bloß kann das bei der Bevölkerungsmasse nicht klappen und man kann in so eine Gemeinschaft auch bloß reinwachsen und sie nicht neu schaffen.

      An eine bessere "Weltordnung" glaub ich nicht unbedingt. Im Grunde gibt es und gab es auch noch nie so was wie eine "Weltordnung", denn wenn alles geordnet wäre, dann würde es nicht so drunter und Drüber gehen :lol:

      Gruß
      Lumo
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Ich persönlich denke das sich die Welt nicht weiterentwickelt. Jedenfalls hat die Menschheit noch nie aus ihren Fehlern gelernt. Dementsprechend wird die Welt in Zukunft auf menschlicher Basis nicht anders sein als heute oder früher.
      Ich kann mir nur einen Grund vorstellen, der die Menschheit vereinen könnte. Damit meine ich eine Bedrohung von außen. Welche lasse ich offen, Zombies, Alieninvasion o.ä. wäre etwas.

      Erst wenn der Mensch kooperieren muss, macht er es auch. ;)
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Und was lernt sie uns? ;)
      Ich glaube die Antwort hängt auch ganz stark davon ab, wie wir "bessere Weltordnung" definieren ... ich glaube das sieht wahrscheinlich auch wieder jeder ein wenig anders ...
      Freunde kommen und gehen - Feinde sammeln sich an ;)
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Die Technologie wird sich rasant weiterentwickeln und verbessern aber der Mensch an sich nicht.
      If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Da ein weltweiter WC Systemimmanent und daher unvermeidlich und als konsequenz des Wohlstandstrebens in unserm Geld/Wirtschafts/Banken/politik-System ist, das bekannt und schon in der konstruktion des Systems eingebaut ist, und dies kein konstruktionsfehler sondern Teil der gesamtidee ist würde ich mal sagen:

      Es wird keine "Tabula Rasa" geben. Es wird die Regierungen und Völker radikalisieren, ganz neue einsatzmöglichkeiten der bisherigen überwachungs- und fremdversorgungstechnologie ermöglichen und somit das aktuelle System nicht abschaffen, sondern weiterentwickeln und möglicherweise gar vervollkommnen.

      Der globale Wirtschaftcrash ist damit nichts, was man sich wünschen sollte, und ihn zu überleben muss nichts gutes sein...
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Vielleicht ist es schon zu spät, aber irgendwie verstehe ich nicht was du mit deinem ersten Satz sagen willst...

      Kannst du das nochmal erklären?
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Ich glaube, dass er damit sagen wollte, dass unser Wirtschaftssystem von Haus aus darauf hinaus läuft regelmäßig von sich aus zu kollabieren - Es gibt die Theorie, dass der Kapitalismus so wie wir in betreiben, in regelmäßigen Abständen zu einem Zusammenbruch führt und dann die bestehenden Vermögenswerte neu vermischt werden und (noch wichtiger) bestehende Verschuldungen quasi "gelöscht" werden und somit das Ganze wieder von vorne beginnen kann - mehr oder weniger ... weil die wirklich Reichen bleiben meist über diese Krisen hinaus weiterhin reich ... deswegen wohl das "gewollt" ;)
      Freunde kommen und gehen - Feinde sammeln sich an ;)
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Das kann man so erklären, jap.

      Allerdings unterstelle ich, das das ganze so gewollt ist und einer übergeordneten Logik folgt. Wer die allerdings erstellt bzw. woher die kommt weis ich sowenig wie alle anderen... das ist stoff für allerlei verschwörungstheorie.

      Das es allerdings erstaunlich geradlinig in eine entnaturisierung und entmenschlichung des menschen geht, die sich an den menschlichen Urinstinkten entlangahngelt und sich derer bedient scheint mir augenfällig.

      Wer mehr zu dieser Theorie wissen will sollte sich mal eingooglen auf "Geldsystem", "Schuldgeldsystem", "Federal Reserve Gründung", "Rothschild" (gern auch in verbindung mit: Andreas Popp, Georg Schramm oder Dirk Müller) und dann findet man eigentlich relativ fix auch nen haufen anderer infos. Auch youtube kann ich empfehlen. Der Film "Zeitgeist" hat da auch erhellende antworten parat, allerdings darf man auf der Suche nicht allzu feindlich gegenüber verschwörungstheorie sein, denn Beweise gibt es keine handfesten, daher wuchern da alle möglichen Ideen. Kritsches Denken hilft aber, das Wissen aus der Geschichte(im sinne von erzählung) zu saugen.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      Wenn es solche "Regeln für Systeme" gibt; warum schaffen es dann Völker wie die Yanomami in Brasilien so lange eine (wenn auch relativ kleine) Gesellschaft zu pflegen in der Dinge wie Besitz und Wert ganz (oder gar keine) Bedeutung haben ?

      Liegt es an der Größe dieser Kultur ? An der Isolation ?
      Was würde mit dieser Kultur passieren wenn Ihre Bevölkerung plötzlich rapide ansteigen würde ?

      Ohne je dort gewesen zu sein; aber die wissen ja auch meines Wissens kaum was von der Weltgeschichte und deren "Fehler".
      Würde ihnen das helfen "bessere Lösungen" zu finden ?

      Dieses Volk soll nur als Beispiel für meinen Grundgedanken gelten. Ich weiss dass es keine einfachen Antworten gibt weil die Fragestellung viele Variablen hat. Nur fällt es mir in Ermangelung geeigneter Beispiele sehr schwer es auf einen "einfachen Nenner" zu bringen.

      Aber bis hier schon mal vielen Dank für Eure Antworten !
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      "OlliClever" schrieb:

      Wenn es solche "Regeln für Systeme" gibt; warum schaffen es dann Völker wie die Yanomami in Brasilien so lange eine (wenn auch relativ kleine) Gesellschaft zu pflegen in der Dinge wie Besitz und Wert ganz (oder gar keine) Bedeutung haben ?

      Weil sie nicht in der Zivilisation leben
      If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.
    • Bessere "Weltordnung" nach einem globalen WC - machbar?

      "Tas" schrieb:

      "OlliClever" schrieb:

      Wenn es solche "Regeln für Systeme" gibt; warum schaffen es dann Völker wie die Yanomami in Brasilien so lange eine (wenn auch relativ kleine) Gesellschaft zu pflegen in der Dinge wie Besitz und Wert ganz (oder gar keine) Bedeutung haben ?

      Weil sie nicht in der Zivilisation leben


      Nicht in "der Zivilisation" ... sondern in einer anderen Zivilisation.

      Diese ist einfach nur anders struktuiert ... vielleicht besser. Ich denke es ist sehr stark davon abhängig wieviele Menschen in einem Gebiet leben. Je mehr Menschen auf einem kleinen Raum leben, um so mehr Zivilisationsprobleme gibt es.
      LG Simon