Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

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    • Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Eine Frage an unsere Funkexperten. Welche günstigen Funksysteme gibt es, mit denen ein autarkes kommunizieren auf weite Strecken durch z.b. Kurzwellenfunk, Funkbrücken oder Zwischenstationen möglich ist? Sind diese auch mobil einsetzbar?
      Survival-Training in Deutschland | Mein Youtube Kanal. Meine Website: Ronny-Schmidt.de und hier bin ich sonst immer zu finden: Heavy Iron Club
    • AW: Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Hi Ronnie, ich bin kein Profi darin aber habe von meinem konfirmationsgeld damals mein erstes richtiges funkgerät gekauft.

      Eine President James.

      Damals hatte ich eine kleine Antenne mit Magnetfuß am Dachfenster und bin effektiv ca. 20 km weit gekommen, je nach wetterlage.

      Mein Nachbar allerdings hatte eine riesige ausfahrbare Antenne und konnte über 100 km damit kommunizieren. Wenn er damals das Ding angemacht hat, konnten wir teilweise im Radio und Tv hören das er am Werk war.

      Ich denke daher ist es wohl stark von der Grösse und art der Antenne abhängig und ein Signalverstärket ist such von nöten.

      Wobei es damals auch für den CB-Funk schon Beschränkungen gab was Leistung und Kanäle anging.

      Das waren zeiten.... cq-cq ist jemand qrv? :grin:
    • Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Mein Vater hat jahrzehntelang BOS-Funknetze geplant. Das was ich aus der Zeit an schlecht fundierten Halbwissen habe ist, dass Sender und Empfänger Sichtkontakt haben müssen. Sicher spielen Sendeleistung und dB-Gewinn der Antenne eine Rolle und natürlich auch der Frequenzbereich. Gelände oder Gebäude können die Funksignale reflektieren oder resorbieren. Trotzdem braucht man bei UKW ein dichtes Netz an Antennen/Relais. Lediglich KW hat die Eigenschaft von der Atmosphäre reflektiert zu werden, daher kann ein KW-Sender idR weltweit gehört werden.
      Dies ist eine Signatur
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      Ich bin der Meinung das CB Funkt zwar nicht das perfekte Funknetz ist, aber es ist ein Funknetz was jeder Betreiben kann. Und ein CB Funkgerät ist auch für ein schmales Geld zu bekommen. Desweiteren kann ich es mit einer 12V Autobatterie betreiben. Hatte ich als Jugendlicher bei meinen Eltern so gemacht. Derzeit habe ich noch 2 Funken aber nur eine Magnetfußantenne rum stehen.
      Desweiteren brauche ich im CB Bereich keinen Lehrgang besuchen und im Anschluss eine Prüfung ablegen.

      Dann gibt es noch das Freenet. LPD und PMR finde ich nicht so den Knaller. Einfach nur wegen der Reichweite. Da das BOS-Analogsystem (Behorden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) in den nächsten Jahren (laut Gerüchte) abgeschaltet werden sollte, wäre noch ein FRQ-Bereich frei. Aber wer hat denn im privaten Sector schon solch ein Funkgerät.
      Und da sind wir wieder bei CB-Funk. Ich vermute mal das das mehr Nutzer sind als. Vermutlich gleicht sich das PMR/ LPD/ Freenet sich anhand von Nutzern aus.
    • Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Ich bin frueher CB-Funk und 4 Watt Sendeleistung mit einer Antenne auf einem 10m hohen Mast auf dem Dach eines vierstoeckigen Altbaus von Berlin nach Lyon / Frankreich gekommen.

      Gerade im CB-Funkbereich kann man eine Menge mit richtig gut positionierten Antennen heraus holen.

      Eigentlich will ich aber immer mal eine Amateurfunklizenz machen, weil man insbesondere auf Kurzwelle viel mehr mit deutlich geringerer Leistung heraus holen kann.
      ---
      Gut Weg wünscht M@rk
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      Funk setzt voraus das wir genügend Strom haben.
      Je mehr Reichweite ich haben möchte um so besser muß Standort,
      Antennenqualität und Sendeleistung sein.
      Optimal ist eine Richtantenne auf dem Berg die rundum frei abstrahlen kann.
      Dass eine gut gewartete Präsident James und George bei entsprechender
      Programmierung Amateurfunkfrequenzen kann und gleichzeitig höhere Sendeleistung bieten ist ihren Besitzern normal bekannt.
      Heist mit diesen Geräten kann man mit 10Meter Funkamateuren im Ernstfall kommunizieren und keiner braucht schnell was ja dann nicht geht andere Geräte. Mann ist somit aus dem möglicherweise plötzlich wieder überlaufenen CB Band raus und hat freie Frequenzen.
      Wie oben schon vom Vorredner - schreiber erwähnt Störungen sind ein Problem.
      Robuste Militärfunken währen vielleicht am besten aber wenn das Militär noch funktioniert und zu den "Bösen" gehört suboptimal.
      Verschlüsselung wäre sicher noch ein Thema denke ich.
      Wenn das Internet funktioniert und genutzt werden kann darf gibt es auch Technik mit der Funke ins Netz und wieder raus über Relais.
      Funkschatten sind auch ein Problem.
      Das kennen die Elbtalbewohner die kein Westfernsehen schauen konnten. Mann braucht somit entweder sehr viele Funker oder genügend mit Topstandort oder und fetter Leistung.
      Wenn der Gerufene nur geringe Funkleistung, und oder keine Richtantenne hat kann er zwar informiert werden aber nicht bestätigen.
      Mithören geht auch mit vielen Weltempfängern.
      Ansonsten gehen nur noch die aus Filmen bekannten Indianer Methoden,
      falls kein Strom vorhanden ist.
      Wer seine Schwerter zu Pflugscharen schmiedet, der wird für jene pflügen, die dies nicht getan haben.
      Seien es die Geistigen oder die Stählernen.
    • Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Ich bin frueher CB-Funk und 4 Watt Sendeleistung mit einer Antenne auf einem 10m hohen Mast auf dem Dach eines vierstoeckigen Altbaus von Berlin nach Lyon / Frankreich gekommen.


      Geht physikalisch nur, wenn die Atmosphäre die Funksignale reflektiert. Dürfte also nie Dauerzustand sondern immer wetterabhängige Ausnahme gewesen sein. Wenn der Mast 10m, das Haus 12m und der Standort 40m über NN ist und der Empfänger auf NN steht ist bei maximal 28 km Ende (quasi-optische Verbindung). Wenn die Radiowellen dort am Boden reflektiert (und nicht resorbiert) werden und der Empfänger ebenfalls 62 m über NN steht wäre eine theoretische Reichweitenverdoppelung (56km) möglich. Also kann die Überreichweite bis nach Lyon nur von einer Reflektion der Atmosphäre kommen.
      Dies ist eine Signatur
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      Langstreckenfunk ist leider im Zeitalter der Handys etwas bis absolut aus der Mode gekommen.
      So etwas überhaupt zu betreiben ist eventuell mit einem alten Mittelwellensender möglich den man für relativ wenig Geld bekommt. So etwas legal zu betreiben ist quasi unmöglich.
      Weder PMR noch CB noch 2- und 4-m-Funk sind routinggeignet.
      Wie man BOS-Funk (ist 2 und 4 m) abschalten will muss mir auch mal jemand erklären da es sich eben um Direktfunk handelt der keines abschaltbaren Netzes bedarf.
      Am ehesten geht noch CB, alles andere ist zu kurzwellig und damit in der Reichweite zu beschränkt.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      :idea: Bei Bos geht es darum dass es analog ist, jeder mit passendem Radio - Scanner der die Frequenzen kann ist dabei.
      Die Kürzel die von den Offiziellen benutzt werden sind so geheim auch nicht. Ihr Netz funktioniert mit Relaisstationen. Auf dem nächsten Berg ist ein Repeater, Empfänger/ Sender der die Reichweite herstellt.
      Das soll durch Digitalfunk ersetzt werden. Analog mithören ist legal.
      Das digitale Verfahren mit einem Pegasusscanner am Pc zu knacken ist strafbar, ausserdem finanziellfür potentielle Zuhörer etwas anspruchsvoller. Ob das also diesen finaziellen Aufwand wert ist den unser Staat hier betreiben möchte - ich finde nicht.

      Schaut euch die Lankarte an vom vom Einkorn in 74523 kann man Göppingen direkt hören, ordentliche Technik vorausgesetzt.

      Das mit Frankreich möchte ich auch mal so bestätigen. Das geht nur via Athmosphären Reflektion.
      Vorrausetzung damit es gut geht ein Sonnenfleckenmaximum, gibts alle 11 Jahre.
      Gut leidender Untergrund Standort auf einer Quelle und ähnliches erhöht auch die Chance auf gute Abstrahlung, weite Verbindungen sind zu erwarten aber nicht garantiert. Und ja ich habe Pezenas, Standort mit KFZ auf hartem Untergrund mit 2 Meter tiefer Salzbrackwasser, Passau gefunkt, mit 4 Watt, und Coburg Schottland usw aber das sind Highlights des Hobbys und nicht der Dauerzustand.
      Wer seine Schwerter zu Pflugscharen schmiedet, der wird für jene pflügen, die dies nicht getan haben.
      Seien es die Geistigen oder die Stählernen.

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    • Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Hej, nun ich :mrgreen:

      Ich bin ja seit 1992 lizensierter Funkamateur. Habe mit der kleinen Lizens angefangen und bin 1997 zu grossen gekommen (CW-Prüfung). Der Vorteil, den man als Funkamateur hat, ist eine Ausbildung, die es mir ermöglicht, Geräte selbst zu bauen, zu reparieren und alle Formen von Antennen und Leistungen von 750W einsetzen zu dürfen.
      Selbstverständlich geht vieles auch mit CB-Funk und ich glaube, dass die Antennenwahl im CB nun auch frei ist. Als ich 1990 mit dem CB-Funk anfing, war nur eine Rundstrahlantenne genehmigt. Das 11-Meter-Band ist, wie auch das 10-Meter-Band der Amateurfunker abhänging von der Sonne. Alle 11 Jahre gibt es Bedingungen, wo es möglich ist, auch im CB-Band nach England zu funken - aber in der Minumimzeit der Sonnenflecken kann man sich freuen, zum nächsten Ort zu kommen.
      Die amerikanischen Astronauten besitzen alle eine Amateurfunklizens und die meisten der russischen Kosmonauten auch.
      Wer wirklich gut (ohne bestehendes Internet und Telefon) in einer Notfallsituation kommunizieren will, sollte sich wirklich mal auf der Seite des DARCs (Deutscher AmateurRadio Club) informieren. Die Einstiegslizensen sind gar nicht so schwierig, man muss dazu nicht morsen können.
      Es gibt im Amateurfunkbereich eine ganze Menge digitaler Betriebsarten, die mit einem einfachen Rechner und 'ner Soundkarte betrieben werden können. Das ist ein Hobby, in dem man sich auch austoben kann - es aber nicht muss, es geht auch mit geringen Mitteln. Klingelt einfach mal bei einem, der eine Antennenanlage auf dem Dach hat und fragt nach - 99,8% aller werden dir herzlich gerne zeigen, was man da machen kann...

      Ohhh... ich könnte wenn ich wollte wohl Stunden hier erzählen - aber das mach' ich mal an 'nem Lagerfeuer :mrgreen:

      *winks* Ted (SD7KR/DK2RA)
      QRV: 80m (tnx DH7AES), 40m, 2m, 70cm - 73 es 55 de SD7KR (exDK2RA, exDG0GM)


      Computer sind dafür da, die Probleme zu beseitigen, die man ohne sie nicht hätte! Wenn du glaubst, dein Computer ist schlauer als du - zieh' einfach den Stecker.


      "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)
    • Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Wie Schwede gerade festgestellt hat - Morsen ist gut aber man(n) sollte es vorher lernen.

      Bei Sonnenfleckenminimum geht natürlich nur CB mehr oder minder auf sicht.
      Richtantennen für CB sind definitiv erlaubt habe aber eine EIRP,
      Strahlungs, Leistungsgrenze von 10 Watt.

      Bei Überschreitung der 10 Watt EIRP drohen Bußgeldbescheide der Bundesnetzagentur (BNetzA) in ihrer Eigenschaft als Frequenzbehörde.

      "EIRP" ist nicht die von der vom CB-Funker verwendeten Antenne abgestrahlte Sendeleistung. Die "EIRP" ist die von einem virtuellen, unendlich kleinen Kugelstrahler abgestrahlte Hochfrequenzleistung. Im Gegensatz zu einer realen Lambda-Halbe-Antenne wird beim isotropen Strahler die Hochfrequenz gleichmässig in alle Raumrichtungen abgestrahlt. Ein isotroper Strahler kann nicht praktisch aufgebaut werden, sondern er dient nur als virtuelles Rechenmodell für Vergleichsberechnungen.

      "ERP" hingegen ist die Leistung, die von einer real aufgebauten und errichten Antenne abgestrahlt wird. Dabei wird sich immer auf den Lambda-Halbe-Dipol bezogen. Dieser besteht im einfachsten Falle aus zwei in der Mitte gespeisten, Lambda-Viertel-langen, gespannten Drähten.

      Der Unterschied zwischen den von der virtuellen Rechenbezugsantenne ("Isotroper Strahler") und der faktischen Bezugsantenne ("Lambda-Halbe-Dipol") erzeugte Feldstärke beträgt immer den festen Faktor 1,64 oder 2,15 dB.

      Wenn der isotrope Strahler die selbe Strahlungsdichte in seinem Strahlungsfeld erzeugen soll, die ein Lambda-Halbe-Dipol (oder der Einfachheit halber eine Lambda-Halbe-Antenne) in seinen bevorzugten Strahlungsrichtungen erzielt, muss dem isotropen Strahler die 1,64fache Hochfrequenzleistung der Lambda-1/2-Antenne zugeführt werden. In den "bevorzugten Strahlungsrichtungen" wird die meiste Feldstärke erzeugt, weshalb in diesem Sektorenbereich die Messungen vorzunehmen sind.

      Weil also der Lambda-Halbe-Dipol die in der Praxis verwendete reale Bezugsantenne ist, erzeugt eben nur der Lambda/2-Dipol bei einer Speiseleistung an seiner Antennenbuchse von 4 Watt die äquivalent abgestrahlte Leistung von 4 Watt ERP. Ein mit 4 Watt Hochfrequenzleistung gespeister isotroper Strahler würde nur eine äquivalente Strahlungsleistung von 2,44 Watt ERP erzeugen. Diese entsprechen genau den 4 Watt EIRP.

      Nicht betrachtet ist hier bisher die Dämpfung des Antennenkabels,es fristt mit seinem Widerstand einen Teil der Leistung und macht Wärme daraus.
      Ein Teil der Energie wird auch nur reflektiert und wird auch keine Strahlleistung.
      Viel Spass beim rechen.
      Wer seine Schwerter zu Pflugscharen schmiedet, der wird für jene pflügen, die dies nicht getan haben.
      Seien es die Geistigen oder die Stählernen.

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    • Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Aktuell gibts da wohl gar keine legale Möglichkeit zum Aufbau von was "eigenem", da die Frequenzen alle in Staatshoheit sind...
      Einfach mal so rumfunken heisst eher früher als später rumschwirrende Peilwagen / Helis + dann Anschiss... :mrgreen:

      Mal abgesehen davon, dass sämtliches Militär sämtliches überwacht, was über den Äther geht...
      *Never hesitate...!*

      Es gibt immer was zu tun.. Und wenn mal
      nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so
      viel getan, dass es gut tut nichts zu tun..
      (Von mir - die andern fandens witzig. :lol: )
    • Möglichkeiten zum Aufbau eines autarken Funknetzes

      Hier ein Link zur Berechnung...

      dc4fs.de/eirp.htm

      Als Funkamateure mussten wir diese Berechnungen vor ein paar Jahren (in Deutschland) durchführen um die Strahlungsbelastung der umliegenden Häuser zu ermitteln. Es gibt diesbezüglich auch gute Computerprogramme, die dann den Ausdruck gleich entsprechend in der geforderten Form "ausspucken". Wir mussten Zeichnungen der Antennenanlage und Antennenspezifikationen anfertigen...
      Da ich selbst aber nur mit max 100W gesendet habe und weit und breit kein Haus war, gab's auch keine Probleme. Meistens habe ich in der Zeit CW gemacht, also gemorst mit selbstgebauten Geräten kleiner Leistung (QRP - max 5W).

      *winks* Ted
      QRV: 80m (tnx DH7AES), 40m, 2m, 70cm - 73 es 55 de SD7KR (exDK2RA, exDG0GM)


      Computer sind dafür da, die Probleme zu beseitigen, die man ohne sie nicht hätte! Wenn du glaubst, dein Computer ist schlauer als du - zieh' einfach den Stecker.


      "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Ludwig Wittgenstein)