Kurze Frage zu Einhandmessern

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    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Hallo ich habe mir vor kurzem das Walther BlackTacTanto FDE Edition, Sand Messer gekauft:
      amazon.de/gp/product/B007NG1NK…o03_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

      Ich habe diverses zu der rechtslage, zum führen eines einhandmessers gelesen und bin nun besorgt.
      ich denke ich kanns mir direkt abschreiben, mit diesem messer etwas anderes zu machen, als es nur zu hause zu benutzen und den schönen look zu geniessen?
      es irgendwohin mitzunehmen scheint ja höchst illegal zu sein, es sei denn ich demontiere und verschliesse das loch bei dem daumen-metallstift und feile das teil hinten zum aufklappen mit dem zeigefinger, ab... :cry:
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Hi,

      jupp...so ist es! Ein Grund warum ich in Kürze alle Einhandmesser sowie Springmesser aus dem Programm nehme!

      Selbst Rettungsmesser mit einer Einhandklinge sind nicht erlaubt (dazu gehören auch Aussparungen um mit dem Daumen die Klinge zu öffnen - Besitz ja - Führen nur unter bestimmten Vorraussetzungen, aber kritisch anzusehen..meine Meinung). Ich hatte dazu letztes Jahr einen längeren Dialog mit meinem Anwalt. Ergebnis war, das selbst solch ein Messer im Auto verschlossen sein muss. Wird nur spannend wenn der Wagen am brennen ist und man in seiner Not den Schlüssel für`s Handschuhfach suchen muss :lol:

      Viele Kunden von uns nehmen diese Messer auch wirklich nur noch für die Vitrine.

      Gruß
      Sven
      MESSERDEPOT • Inh. Sven Kinast
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    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Hi.
      Ich besitze mehrere Einhandmesser. Ich weiß das ich, wenn ich sie führe, gegen §42a verstoße. Aber wer will denn etwas dagegen sagen? Ich laufe ja nun nicht mit dem Messer in der Hand in iwelchen Geschäften rum und spiele damit. Ich habe mein Vic, z.B., immer in der Beintasche.
      Mal ganz im ernst: Warum sollte da auch jemand etwas gegen sagen? Klar, ich verstoße gegen 42a, aber wer weiß das denn schon? Und selbst bei einer Kontrolle durch die Polizei werden die keine Leibesvisitation machen nur weil sie da Bock zu haben.

      Ich will hier jetzt keinen dazu bewegen, etwas zu tun, was eigentlich illegal ist.
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Es ist sehr mühsam über den §42a zu reden. Es wird immer wieder versucht, eben diesen Paragraphen zu umgehen, gar auszutricksen, in dem etwas vom Messer "abgeschliffen", oder das Messer in irgendeiner Weise verändert wird. Sich hier her zu setzen und klar zu sagen "Ich verstoße gegen das Gesetz, aber es kontrolliert doch eh niemand...", da geht mir die Hutschnur hoch! Erst recht, wenn der Zusatz "Ich will hier jetzt keinen dazu bewegen, etwas zu tun, was eigentlich illegal ist" - NICHT eigentlich, ist IST!

      Wenn man tatsächlich keinen sogenannten "sozial adäquaten" Grund aufweisen kann, ein solches Messer tragen zu müssen - lasst die Dinger doch einfach daheim!

      Und warum - mit Verlaub - zum Teufel, kaufe ich mir für viele Taler (in Seek-er's Fall nicht wirklich *lol*) ein Messer, das ich teils mit hohem Aufwand erst verändern muss, damit ich es tragen "darf"?

      Es kann nicht richtig sein, das man sich Gesetze zurecht biegt, wie man es gerade für nötig hält.

      Der Markt hat längst reagiert und es gibt wundervolle Zweihandmesser, das sollte am Rande nicht ungesagt bleiben.
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Das ist schon richtig, DocTools, aber dennoch ist 42a totaler Schwachsinn....in meinen Augen.
      Die Leute gehen auch in den Wald und machen da Feuer....und das ist auch verboten. Wenn mans genau nimmt, ist selbst ein Kocher Rechtswidrig. Das juckt auch niemanden, sonst würde es ja keiner machen.

      Ich rede ja auch nicht davon, das man in der Stadt mit solchen Messer rumlaufen soll. Wenn ich wandern gehe, wird bestimmt kein Polizist am Wegrad warten und mich ohne Grund durchsuchen. Und deshalb ist mir das ehrlich gesagt total egal ob ich ein Einhandmesser tragen darf oder nicht. Ausserdem reden wir hier nicht über Waffen sondern über Taschenmesser, die mit einer Hand zu öffnen sind.
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Aye,

      dieses Thema ist hier im Forum schon sowas von "durchgekaut" :!: 8-)
      Mein Sohn ist Polizist, nach jahrelangem Einsatz "an der Front", ist sein Einsatzort nun eine Polizeischule.
      Will sagen - er bildet Polizeischüler aus.
      Natürlich oder gerade deswegen habe ich mich mit ihm ausführlich über den 42a ausgetauscht.
      Insbesodere: WIE bildet und schult die Polizei, in Hinsicht auf den 42a aus.
      Habe mich hier im Forum diesbezüglich noch nie geäußert, da mir
      klar war:
      1. - Mein Beitrag müßte sehr umfangreich ausfallen.
      2. - Selbst dann kommen noch irgendwelche Erbsenzähler und
      schreiben hier dann: "Ja aber..."!
      Bin gestern sehr spät aus Frankreich, von einer Tour durch die
      Vogesen (Fluchtpunkt) zurück gekommen, 1200 Meter und Schnee!
      Begrenze mich daher jetzt auf eine radikale Kurzerläuterung:

      1. - Es ist NICHT die Intention der Polizei unbescholtene Bürger nach einem Verstoß zum 42a zu filzen.
      2. - Bleibt man, durch Zufall, in einem engmaschigen Netz einer
      Drogenkontrolle o.ä. hängen, spielt Dein bisheriger Lebenswandel keine Rolle, da werden Taschen, Kofferraum, Handschuhfach, wird einfach alles "links" gemacht. Findet sich dabei ein Verstoß gegen den 42a, muß die Polizei handeln.
      D.h. das Einhand ist futsch, wird beschlagnahmt, die Ahndung
      folgt...!
      3. - Stellt die Polizei fest, daß man bereits in Sachen Gewalt
      auffällig war (Körperverletzung etc.), wird ebenfalls "links" gemacht. Oder wenn schon ein Akteneintrag in Sachen 42a vorliegt.
      4. - Ein sog. "sozialer Grund" zur Führung eines Einhand (nicht einer Waffe!!) bleibt, wenn dieser Grund gerechtfertigt
      ist, ohne Ahndung.
      Ein soz. Grund ist nicht gegeben, wenn Du in einer Fußgängerzone anfängst einen Apfel zu schälen. Oder wenn Du Joe Dalton überraschst wie er gerade Deine tolle Casio für
      Euro 10.99 klauen will.
      Stehst Du hingegen auf einem dicken Buchenstamm, der über einen reißenden Fluß führt, vor Dir auf dem Stamm ein Säbelzahntiger, hinter Dir ein Salzwasserkrokodil, ist sogar der Einsatz eines Ka Bar erlaubt. :P

      Lasse es jetzt mal dabei bewenden. :)

      Entspannter Sonntag für Euch!

      Sinclair :D
      Ich traue keiner Uhr-ihre Zeiger haben nicht die gleiche Länge. (Peter Sellers)
      Wir säen nicht und ernten doch. (Joe Dalton)
      Freedom is just annother word for nothing left to loose. (Janice Joplin)
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      "DocTools" schrieb:


      Und warum - mit Verlaub - zum Teufel, kaufe ich mir für viele Taler (in Seek-er's Fall nicht wirklich *lol*)...


      Wieso *lol* ?

      Gruß, Para
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      "Friese" schrieb:

      Frage: Gibt es eigentlich sozial adäquate Gründe zum Führen eines Einhandmessers? Z.B. Feuerwehrleute, Rettungsdienste etc.?
      Faustmesser, sonst verboten, dürfen z.B. von pelzverarbeitenden Leuten besessen und benutzt werden, auch außerhalb ihrer Wohnung. Und Einhandmesser?


      Moin Friese.
      In § 42a Abs. 3 WaffG ist die Berufsausübung geregelt.
      Grüße von BushcraftL.E.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BushcraftL.E. ()

    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Aye,

      im Einsatz, zur Rettung von Leben, ist bei Polizei, Militär,
      Rettungsienst, Feuerwehr, natürlich ein Einhand ein "Legal Reason"! Ganz klar erlaubt. Wäre ja noch schöner... :!:
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    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Das Thema ist echt ein "heisses" Ding. Ich hatte damals etliche Dialoge mit unserem Anwalt gehabt. :lol:

      Könnt Ihr euch ja mal durchlesen...liest sich gut wie er das schreibt. Hat auch was über Pfeffersprays und andere Themen geschrieben. Auch den Part über Rettungsmesser, nachdem wir etliche Mails ausgetauscht hatten:

      drschmitz.de/taetigkeitsfelder…nrecht/einhandmesser.html

      Gruss Sven
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    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      "Parasionak" schrieb:

      "DocTools" schrieb:


      Und warum - mit Verlaub - zum Teufel, kaufe ich mir für viele Taler (in Seek-er's Fall nicht wirklich *lol*)...


      Wieso *lol* ?

      Gruß, Para


      Weil Walther meiner Meinung nach Messer baut, die wohl eher als Werbegeschenke zu betrachten sind. Ich kann so ein Messer nicht für voll nehmen, sorry. Um die 20 Taler sind daher für mich "*lol*" von der Menge her und über den Nutzen und die Qualität, na, da brauchen wir gar nicht erst drüber' zu reden.
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      "Sinclair" schrieb:


      2. - Bleibt man, ... Findet sich dabei ein Verstoß gegen den 42a, muß die Polizei handeln.
      D.h. das Einhand ist futsch, wird beschlagnahmt, die Ahndung
      folgt...!


      Moin Sinclair.
      Unter Punkt 2 hat sich ein Fehler eingeschlichen!

      Da es sich beim Verstoß gegen § 42a WaffG um eine Ordnungswidrigkeit handelt, besteht hier kein Verfolgungszwang. Der Polizist handelt nach dem Opportunitätsprinzip - Pflichtgemäßes Ermessen.
      Heißt: Da K A N N der Polizist einschreiten.
      Zum Unterschied
      Bei Straftaten handelt der Polizist nach dem Legalitätsprinzip - Strafverfolgungszwang.
      Heißt: Da M U S S er einschreiten, sonst begeht er selbst Straftaten u.U. durch Unterlassen oder Strafvereitelung.
      Grüße von BushcraftL.E.
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Hallo Sinclair,

      danke für Deine Ausführungen, so hatte ich's auch schon immer verstanden. Bis auf eine Kleinigkeit. Sorry für's Erbsenzählen, aber ich glaube, dieser Punkt ist sehr wichtig, um zu verstehen, woran man als Bürger beim §42a ist. Du schreibst

      Findet sich dabei ein Verstoß gegen den 42a, muß die Polizei handeln.


      Meines Wissens ist der Verstoß gegen den §42a eine Ordnungswidrigkeit, deren Verfolgung dem Opportunitätsprinzip unterliegt, d. h. der Polizist vor Ort kann entscheiden, ob er eingreift oder nicht. Der Gesetzgeber zwingt ihn jedenfalls nicht dazu, einzugreifen. Ob seine Vorgesetzten ihm die Dienstanweisung geben, immer das Messer zu kassieren und die Anzeige zu schreiben, ist natürlich etwas anderes. Die Art, wie der 42a angewendet wird, ist wohl regional sehr stark verschieden.


      P.S.: Oops, hatte BushcraftL.E. eben auch schon geschrieben.
      “No living man may hinder me!” - ”But no living man am I! You look upon a woman. Éowyn I am, Éomund’s daughter. You stand between me and my lord and kin. Begone, if you be not deathless! For living or dark undead, I will smite you, if you touch him.”
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      Genau, wer so ein Teil mitführt könnte ein Problem bekommen.

      1. Wissen die Damen/Herrn bei einer Konrolle den §42a richtig anzuwenden?
      2. Wie geht diese Kontrolle weiter? Taschen/Körper/Fahrzeug/Wonung??
      3. Wie entscheidet das Gericht?

      Und genau das wollte der Gesetzgeber ereichen, weniger Persönlichkeitsrecht. Mehr Kontrolle/Befugnis der Ordnungsmacht.
    • Kurze Frage zu Einhandmessern

      "Sinclair" schrieb:

      Aye,

      im Einsatz, zur Rettung von Leben, ist bei Polizei, Militär,
      Rettungsienst, Feuerwehr, natürlich ein Einhand ein "Legal Reason"! Ganz klar erlaubt. Wäre ja noch schöner... :!:


      Unabhängig davon, dass es eine Ordnungswidrigkeit ist und die Polizei nach dem Opportunitäts- und nicht nach dem Legalitätsprinzip handeln kann bezieht sich die Berufsklausel ausschließlich auf die tatsächliche Dienstausführung. Der Weg zum und von der Dienstausübung ist tabu.

      sozial adäquate


      Sozialadäquanz ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Im Gegensatz zu den codierten Rechtfertigungsgründen für eigentlich rechtswidriges Handeln (229 BGB, 32 StGB, ...) steht in keinem Gesetz, was Sozialadäquanz ist. Klassisches Beispiel für Sozialadäquanz ist ein Verstoß gegen den § 203 StGB. Wenn man Arzt oder Anwalt ist oder zu sonst einer der dort genannten Berufsgruppen gehört, muss man über zum persönlichen Lebensbereich gehörende Geheimnisse schweigen, wenn man sie durch den Job erfahren hat. Wenn jetzt ein Typ mit Strumpfmaske zum Arzt ins Krankenhaus kommt und sich in der Notaufnahme einen Steckschuss herausoperieren lässt, darf der Arzt eigentlich nicht die Polizei rufen. Macht er es doch, macht er sich strafbar. Spätestens die Staatsanwaltschaft muss bei der Fallbearbeitung des mutmaßlichen Bankräubers ein Ermittlungsverfahren gegen den Arzt eröffnen (Legalitätsprinzip), macht sie es nicht, wäre es Strafvereitlung im Amt. Aber das Handeln des Arztes ist in so einem Fall sozial adäquat, also kommt es in der Regel nicht zu einer Verurteilung.
      Dies ist eine Signatur