Passaround: Pohl Force November One Outdoor

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  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Liebe Freunde, unser Forenpartner Xpeditions-Company (xpedition-company.de) möchte das neue "Pohl Force November One Outdoor" mit der Kydexscheide, gern von uns auf seine Outdoortauglichkeit Themenrelevant testen und das Messer ordentlich Reviewen lassen.



    Themenrelevant testen, bedeutet, alle Arbeiten, welche im Outdoor- und Bushcraftbereich normalerweise anfallen können. Dazu gehören nicht Schläge mit der Klinge auf Steine für Bruchtests oder Autotüren aufbrechen.

    Wer mitmachen möchte, sollte ein paar Dinge erfüllen. Es werden neben mir noch max. 9 User mitmachen dürfen.

    1. Der Test als Review muss innerhalb 3 Tage nach Erhalt erfolgt sein. Wer dies nicht schaffen könnte, sollte sich nicht bewerben. Spätestens am 4 Tag muss der Versand mit Nennung der Sendungsnummer erfolgt sein.

    2. Das Testmesser muss versichert als Post/DHL Packet zum nächsten Teilnehmer versendet werden.

    3. Es muss eine Review als Video oder in Bild/Textform erfolgen. Im Video und in der Videobeschreibung muss darauf hingewiesen werden, das Xpedition-Company das Messer dem Forum Bushcraft-Deutschland kostenfrei zum testen bereitgestellt hat.

    4. Die Bewerber müssen zum heutigen Zeitpunkt im Forum schon min. 1 Monat registriert und min. 18 Jahre alt sein, sowie min. 30 sinnvolle Beiträge geschrieben haben.

    5. User, welche offenkundige Gegner von taktisch angehauchten Messern sind, werden nicht berücksichtigt.

    Und jetzt los, bewerbt Euch :)
    Survival-Training in Deutschland | Mein Youtube Kanal. Meine Website: Ronny-Schmidt.de und hier bin ich sonst immer zu finden: Heavy Iron Club
  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor - 2 Premieren

    Hallo Leute,

    heute habe ich gleich 2 Premieren zu verzeichnen. Heute war zum Einen der Tag an dem ich mit Naturmaterialien - mit der mir zu Verfügung stehenden Zeit - kein Feuer anbekommen habe. Zum Anderen teste ich jetzt seit Donnerstag Nachmittag ein Messer von Pohl Force. Vielen Dank nochmal dass das so reibungslos geklappt hat Ronny und Xpedition. =) Genug gelabert, fangen wir mit dem Review an:


    Philosophie
    In den vielen Jahren die ich mich nun mit dem Thema beschäftige sind mir die Pohl Messer immer wieder einmal über den Weg gelaufen. Pohl hat eine treue Fangemeinde und wird einem öfter empfohlen. Vom optischen Design haben sie mir schon immer gut gefallen, vom praktischen her nicht so. Recurves, keine Griffschalen, etc. pp. es läppert sich und dann ist man nicht bereit den hohen Preis zu bezahlen. So habe ich Pohl Force lange ignoriert. Das Design von dem November hat mich aber auf den ersten Blick gut angesprochen weshalb ich mich beworben habe. Ein Blick aufs aktuelle Portfolio hat zudem gezeigt das sich die Messer immer mehr zur Allroundform hin entwickeln. Das gefällt mir sehr gut.

    Pohl Force Messer sind vom Soldaten für Soldaten. Auch dieses Messer befolgt konsequent dieses Grundkonzept.

    Bevor es jetzt ins Details geht möchte ich das Messer erst einmal kategorisieren. Das ist wichtig um die folgenden Punkte auch entsprechend zu werten. Ins Rennen gegangen ist es - glaube ich - als Bushcraftmesser.

    Wenn ich Pohl Force zitieren darf:
    Kompromisslose Robustheit und hoher Tragekomfort sind im November One perfekt miteinander vereint.


    Vor allem den Tragekomfort ist sehr gut, zusammen mit der kräftigen Klinge landet dieses Messer für mich in der Kategorie: EDC Fixed und ist somit ein "richtiges" Survivalmesser weil man es eben immer mitnehmen kann.

    Verpackung, Lieferumfang und erster Eindruck
    Pohl Force versucht bei der Verpackung ein Gefühl der Hochwertigkeit zu vermitteln. Der weisse Umkarton hat ein hübsches Logo.



    Drinnen befindet sich Werbung, ein Aufkleber, das Zertifikat mit zwei händischen Krakeln drauf und ein schön gemachtes Etui.



    Dieses ist abschliessbar.



    Im Inneren befindet sich ein Pflegetuch sowie das Messer mit Kydex und einem Gummiband. Ich habe nur User und kann auf den Kram verzichten wenn das Messer dafür etwas günstiger wäre. Aber Pohl Force wird auch gesammelt, dafür wiederum ist das nicht schlecht und es macht Spaß mit diesem Zubehör zu spielen aber an Custom-Flair kommt man auch mit Zertifikat nicht ran. ;)

    Der erste Eindruck war leider getrübt. Die Verarbeitung des Messer ist sehr gut, die der Scheide gut aber leider war das Messer verhältnissmäßig stumpf. Es besitzt eine moderate Gebrauchsschärfe - rasieren nur mit Druck. Man sieht das auch auf dem Bild der Schneide. Ansonsten entdeckt man immer wieder schöne Details und Schriftzüge.



    Ab an den Gürtel, Gewicht ist alles
    Bevor es an den Gürtel ging musste das Schätzchen auf die Waage. Es verzeichnet Gesamt 274 und ohne Scheide 204 Gramm. Das ist erst einmal ganz schön propper und - für mich - eigentlich schon zu schwer. Aber die Scheide wiegt mit Lock nur 70 Gramm, das sorgt dafür das es noch gut zu tragen ist.



    Das Lock baut tief, so kann man das Messer wunderbar verdeckt tragen. Ich hatte es Freitag auf Arbeit unter dem T-Shirt an ohne das es jemand aufgefallen wäre. Bauartbedingt hat die Scheide keine Daumenrampe aber es funktioniert auch so ganz gut. Das Messer passte auch prima an meinen Maxped Sitka sowie kann man es als Neckknife tragen.





    Wer kleinlich ist findet an der Scheide den Makel das kein "Abfluss" angebracht wurde. Imho ist der aber nicht nötig da der Stahl ausgezeichnet rostträge ist.

    Bittere Realität - Küchendienst
    Da kann man Abenteurer und Survivalist sein wie man will. Die Hauptaufgabe eines Messers ist nunmal schneiden von Nahrungsmitteln. Ob als Soldat den Tofu oder der Hippie die Salami, das muss jeder. Es gab Donnerstag abend Tomatensalat. Darüber freut sich jedes Messer. ;) Tomaten schnibbeln, Zwiebeln schnibbeln, Zitrone halbieren. Ging alles dem Messer entsprechend gut bis "leicht spaltend". Der Stahl ist dabei nicht angelaufen.





    Aufsetzen einer Trophäe
    Heute vor einer Woche hatte ich Waidmannsheil und konnte ein abnormes Schmalreh erlegen. Als Schmalreh angesprochen hatte ich beim Aufbrechen die Knöpfe bemerkt aber vergeblich nach der Brunftrute gesucht und dabei ein Feuchtblatt gefunden - Hormonstörung. Um mich an diesen Tag zu erinnern habe ich gestern die Trophäe aufgesetzt, Knochenkontakt inklusive. Das Messer hat sich auch bei dieser Feinarbeit prima geschlagen.



    Firecraft und Stöckchenschnitzen
    So Leute, bevor ihr lacht, es schüttet seit Tagen Bindfäden, das kann jedem mal passieren. ;)
    Heute wollte ich noch etwas die Standardtätigkeiten testen und dazu gehört das Feuer machen. Beim heimischen Kamin habe ich ein paar Scheite batont um Anzündholz zu machen. Ging prima, logisch bei der Klingenstärke und dem Design. Nachdem ich fertig gearbeitet hatte und etwas Zeit für "draussen" mir nehmen konnte bin ich für eine Stunde raus. Harz gehebelt, Birkenrinde abgezogen, Äste gespalten.





    Ab zu meinem Standardfeuerplatz, Bilder gemacht und innerhalb von Sekunden war alles patschnass. Mein Fehler war es das Feuer ohne Deckung zu initieren, bei normalen Regen war dies bis jetzt auch nie ein Problem. DAs nächste mal: Ab unter eine Höhle/Tarp/etc. pp.. Bei Regen ist es ein guter Trick Harz aufzubrechen und das "trockene" innere mit Firesteelabrieb zu füllen. Nachdem der halbe Stahl drin gelandet ist, zündete und sofort wieder ausging habe ich aufgehört. Kurzum, es gab kein Feuer. :roll:

    Das November ist nicht prädestiniert dafür um mit einem Feuerstahl genutzt zu werden. Man kann mit der zweiten Daumenrampe Funken erzeugen was ich im Normalfall reicht. Ich sehe darin aber kein Problem da ich bis jetzt mit allen meinen Messern auch mal die Schneide benutzt habe - wenn es nicht anders ging. Die konnten das bis jetzt alle ab. Jaja... wird alles stumpf und weich - ich weiss.

    Feine Arbeiten gehen auch gut. Am Donnerstag hatte ich ohne Handy schon einen 4er Auslöser geschnitzt, heute einfach nochmal 2 Haken. Das Messer bietet viele Griffmöglichkeiten und auch der Vorgriff für Detailsarbeiten mit der Spitze war problemlos möglich. Der Zeigefinger kann die Klingenspitze abdecken.



    Abschlagen von Reissig und allgemein "choppen" ging aufgrund des Gewichts locker und flockig von der Hand.

    Der Griff des Messers ist Segen und Fluch zugleich. Und das ist auch der Grund warum es als "Bushcrafter" im Sinne von lange und ausdauernd Holz zu bearbeiten ausscheidet. Man hat einen super Grip, egal ob Blut, Wasser und was einem sonst noch so an den Fingern kleben kann, nichts ist so schlierig das man hier keinen festen Halt findet. Aber langes Arbeiten mit nassen Händen, der normalen Schärfe und ohne Handschuhe macht keinen Spaß. Hält man das Messer von der Schärfe her in Schuss und packt sich immer Handschuhe mit ein: TOP.

    Stahl
    Nun, was soll ich sagen. Ich hatte bis jetzt noch nichts von Niolox gehört und bin zufrieden damit gewesen. Das Messer hat während der paar Tests die Gebrauchschärfe gehalten was aber auch daran liegt das der Originalanschliff relativ steil ist. Ansonsten fand ich die Robustheit in Bezug auf "schlechter" Behandlung hervorragend.

    Fazit
    Ich habe bei dem Messer gemischte Gefühle. Es ist ein wirklich sehr gut gemachtes Messer für den Praktiker der sich nicht lange einen Kopf über Messer machen kann bzw. will aber trotzdem einen zuverlässigen Partner braucht. Der aufgerufene UVP-Preis ist aber für die erbrachte Leistung zu hoch, dafür bekommt man schon ein Einsteiger-Custom. Von mir bekommt es 8/10 Punkten. Sollte es am Ende verlost werden bin ich gern auf der Liste. :P
    Bilder
    leave no man behind...
  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Vielen Dank an Bastian von Xpedition für die Möglichkeit des Passarounds und Ronny für die Bushcraft-Plattform welche solche Tests und Rahmenbedingungen überhaupt erst möglich macht!

    Da mich das Pohl November, nach dem Härtetest von MHE, um 2 Tage Testpause gebeten hat um zu verschnaufen, kann es jetzt endlich weitergehen. ;)

    Track Test – Tag 1

    Leistungsgewicht (ergänzend zu MHE)
    Messergewicht: 197g
    Kydexscheide (inkl. Tek lok): 83g
    Flexlanyard: 7g

    Handling und Komforteigenschafen
    Nach dem Auspacken aus dem Karton, Pohlforce Innerkarton, Folie, gepolsterter Messertasche und dann endlich der Kydex, konnte ich es das erste mal in den Händen halten.

    Meine Erwartungen waren, dass die Firma Pohl wieder ein durchdachtes und gut verarbeitetes Messer liefert. Die Erwartungen wurden erfüllt. Das Messer besitzt, statt der bei Pohl oft verwendeten Recurveklinge, eine Droppointform welche ein Nachschärfen ohne besonderen Aufwand oder Maschinen ermöglicht. Daumen hoch!!!
    Es handelt sich um eine Fulltang Konstruktion mit einer Materialstärke von 5mm welche sich bis zur Spitze tapered verjüngt. Dies bringt eine höchst mögliche Stabilität mit sich, um es im taktischen Bereich auch mal zum Aufhebeln von Kisten oder Türen zu verwenden.
    Bei der Griffform wurde, nicht wie bei anderen Herstellern üblich, der Übergang zwischen Erl und Griffschale plan verschliffen, sondern er ragt über die Griffschalen hinaus. Der Erl ist, um Komfort zu bieten, abgerundet. Desweiteren sind die Griffschalen nicht mit Corby Nieten, Rundstahl oder Rohr verbunden, sondern wie aus anderen Pohl Serien mit Hohlschrauben. (Ob die Griffschalen zusätzlich verklebt wurden konnte/durfte ich leider nicht testen.)



    Was die Haptik und den Griff angeht bin ich leider enttäuscht. Entgegen der sehr guten Haptik und dem Handling des Alpha, fehlt leider bei meiner Handschuhgröße (10) nun jeglicher Komfort. Der Griff ist viel zu schmal und die Griffschalen sind nicht breit genug um komfortabel damit arbeiten zu können. Bei Handschuhgröße <9 sieht dies bestimmt wieder anders aus. Wie geschrieben, es geht um mein Empfinden.
    Bei der Daumenrampe mit gimping ist die Handgröße leider erneut ein Problem. Durch den zu kleinen Radius liegt das Daumenglied genau auf der Kante der Rampe auf und ist bei Druckschnitten absolut unkomfortabel.


    Ein weiterer Mangel ist leider auch die Fingermulde, unterhalb der Schneide. Diese ist viel zu klein und die Schneide grenzt direkt daran an. D.h. bei Arbeiten liegt der Finger zwangsläufig an der Klingenkante auf.




    Kydex

    Grundsätzlich finde ich die Kydex sehr gut und und durchdacht gefertigt.
    Sie kann von Links- sowie Rechtshändern getragen werden und dies Horizontal sowie Vertikal, je nach belieben. Die Nieten sind sauber verpresst. Die Befestigung per großem Tek Lok ist mittels 2 Schrauben an der Kydex.


    Ein Drainageloch befindet sich bei Rechtshändern auf der Beininnenseite und bei Linkshändern leider auf der Beinaußenseite.



    Meine Kritikpunkte in puncto Kydex lediglich das Drainageloch nicht 5mm oberhalb der Klingenspitze zu positionieren sondern, wie üblich, ein kleines Auslassloch am Ende der Scheide anzubringen. In jetzigen Fall können die Scheiden nicht optimal ausgewaschen werden ohne dass sich der Dreck in den letzten 5mm sammelt und die Schneide an der Spitze abnutzt. Desweiteren ist die Arretierung, bzw. das Lösen des Messers etwas unvorteilhaft da der Winkel auf welchem der Daumen Druck zum Lösen aufbauen muss sehr steil ist und zwangsläufig leicht abgleitet.



    Mein Fazit des ersten Tags:
    Schönes Messer wenn man kleinere Hände hat, allerdings auch mit leichtem Nachbesserungsbedarf seitens Fa Pohl.
    Bilder
    "Alle kennen den Bären, doch der Bär kennt keinen."
    Finnisches Sprichwort
  • AW: Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Wirklich schoene Ersteindruecke von den beiden ersten Teilnehmern. Hm... Lobpreisungen habe ich bzgl dieses Modells auch noch keine gesehen bzw. gehoert oder gelesen. Ach ich denke das saehe anders aus wenn das Messer einen angemesseneren Preis haette. Sehr schoene Texte mit super guten Bildern. war eine Freude das jetzt zu lesen. Danke!
    www.Phagomir.de
  • AW: Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    "Phagomir" schrieb:

    Lobpreisungen habe ich bzgl dieses Modells auch noch keine gesehen bzw. gehoert oder gelesen. Ach ich denke das saehe anders aus wenn das Messer einen angemesseneren Preis haette.


    Hallo Phago, das Messer ist toll, die Materialien sind 1A. Leider ist das Konzept wohl noch nicht ganz ausgereift. Ich hoffe das die Fa Pohl evtl. den Rat aus dem Passaround annimmt und bald ein "November One Outdoor Gen2" raus bringt (oder BCD Edition Gen1 ;) ). Bisher war die Erfahrung mit Pohl ja sehr gut was Verbesserungen/Weiterentwicklung angeht.
    Bezüglich dem Preis von 250EUR für das Messer kann ich nur sagen, dass ich nicht auf Grund dessen so gewertet habe sondern vielmehr nach meinen Ansprüchen bzw. Grundsätzlichkeiten welche ich an ein fixed mit diesen Materialen stelle. Wenn die Materialwahl so hochwertig ist, sollte der Anspruch an die Verarbeitung, bzw. das Konzept nicht darunter liegen.
    Wenn man bei diesem Messer die Fingermulde entfernt, die Schneide durchgehend laufen lässt und eine kleine Schleifkerbe einbaut, den Griff ein bisschen verbreitert und nur ein gimping genau in der Mitte von beiden in einem vertretbaren Radius anbringt, würde ich nicht lange überlegen und XPEDITION hätte schon meine Bestellung im Posteingang.

    So wie es ist, kann ich es allerdings nicht für seinen Verwendungszweck benutzen. Schade, wirklich schade. :roll:
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  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    …weiter geht es. 25°C und Sonnenschein, somit optimale Test Bedingungen.

    Track Test – Tag 2

    Schneidleistung
    Nach dem Lob von MHE über moderate Schneidleistung wollte ich selbst mal probieren was das Teil so kann. Laut google gehört ELMAX ja zu den höherwertigen rostträgen Stählen.

    Womit fange ich also an!?

    Test 1 - Das allseits beliebte Paracord 550.


    Das Messer schneidet leider so gut wie gar nicht, EPIC FAIL. Lediglich quetschen und ein wenig reissen. Was macht man also, ab in die Werkstatt, aufgebockt und Fehlersuche. Nachdem MHE ja bereits über nur "moderate" Schneidleistungen berichtet hat, habe ich die Schneide mal unter die Lupe genommen (im wahrsten Sinne des Wortes). Das Ergebnis war, dass sich die Schneidphase leicht umgelegt hat und somit keine Schneide sondern vielmehr ein Mikrorohr vorhanden war. Da ich allerdings laut Testbedingungen nicht schleifen darf, gab es eine sanfte Behandlung mit einem Polierstein und Abziehleder (polieren war ja nicht verboten).

    Test 1 – Versuch 2
    Das Messer geht wie ein heisses Messer durch warme Butter. Hammer! Der Stahl ist der Hammer!




    Test 2 – moderat weiche Tomate
    Da nun die Wogen zwischen mir und dem Messer geglättet sind, macht es keine Zicken und schneidet die Scheiben ohne quetschen in hauchdünne Streifen. D.h. eine Tomate in mehr als 100 Stücke zu zerlegen macht jetzt Spaß. Lediglich die Schneidenbreite macht sich jetzt ein wenig bemerkbar. Was solls und wen juckt es!? Absolut toller Stahl und vertretbare Breite in meinen Augen.




    Nachtrag Handling
    Beim Test 1 ist mir bei der Zugbewegung leider das gimping halb unter die Haut gefahren. Beim näheren Betrachten ist mir aufgefallen, dass sich ein unsauberer Grat an den Kanten befindet. Wieder leider ein Punktabzug was die Verarbeitung angeht.


    Gesamtfazit
    Die Materialen des Messers sowie der Kydex sind ein Traum. Die Verarbeitung sowie die Endabnahme bedürfen jedoch, wenn dieses Konzept so beibehalten wird einer dringenden Nachbesserung. Meine Meinung ist, wie nach Tag 1, das Gesamtkonzept nochmal unter die Lupe zu nehmen und nachzuarbeiten damit der bekannte Qualitätsstandard der Firma Pohl nicht darunter leidet.

    Vielen Dank nochmal an die Möglichkeit des Vertestens und viel Spaß mit dem, nun scharfen, Messer Parasionak!

    Schöne Grüße vom und aus dem Unterholz.
    Bilder
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  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Zunächst einmal ein großes Dankeschön an Xpedition-Company für die kostenfreie Bereitstellung dieses Messers. Ein weiteres großes Dankeschön an Ronny, der mir und den anderen dieses Werkzeug zum Testen an die Hand gibt.

    Meine Betrachtungsweise dieses Messers ist die eines eher unerfahrenen Bushcrafters. Ich beurteile also rein nach Gefühl und kann dabei nicht auf fundierte Kenntnisse zurückgreifen. Ich freue mich dennoch hier mitwirken zu dürfen.

    Tag 1 - Ein paar kurze Tests zum Aufwärmen

    Da isses nun! Das Pohl Force November One Outdoor. Der erste rein optische Eindruck ist positiv. Die Proportionen wirken gefällig und ich hab richtig Lust los zu legen!


    Da ich heute nicht mehr in "meinen Wald" komme, habe ich mich kurzerhand im Garten erst einmal über mein Holz vom letzten Wochenende hergemacht. Ich wollte das Bohrbrett zum Feuerbohren ein wenig verbessern indem ich dort eine Kerbe anbringe und es insgesamt ein wenig in Form bringe.


    Die Handhabung hierbei ist wirklich gut. Das Messer lässt sich prima führen. Für meine Hände ist jedoch vom Empfinden her, der Griff ein wenig klein geraten. Eine Spur zu schmal und hin und wieder ging er mir hinten einfach aus. Aber insgesamt fühlt sich das Messer sehr gut an.
    Eine Sache jedoch hat mich sehr gestört. Die Fingermulde vor dem Griff an der Unterseite des Messers.


    Hier lag ich permanent halb auf der Schneide und es war merklich unangenehm. Von der Handhabung her mit dieser Mulde ist es perfekt. Einzig das man immer halb auf der Schneide reitet birgt ein gewisses Verletzungsrisiko. Ich denke, eine etwas andere Formgebung oder eine etwas größere Fingermulde würde dieses Problem beseitigen. Meine Freundin kommt damit wunderbar zurecht. Sie hat aber sehr zierliche Hände.

    Schauen wir uns die mitgelieferte Kydex-Scheide mal an. Die finde ich mal richtig gut.


    Im Lieferumfang enthalten war ein aufklappbarer Adapter. Dieser kann mittels Schrauben in verschiedenen Positionen an der Scheide befestigt werden. Somit können Rechts- und Linkshänder das Messer nach ihren Vorlieben tragen. Ich habe diesen Adapter so angebracht, dass ich das Messer hinten am Rücken waagerecht tragen und das Messer mit der rechten Hand ziehen kann. Aufgrund des geringen Gewichtes spürt man es am Rücken so gut wie gar nicht.
    Ehrlich gesagt, konnte ich dieses Material nie richtig einordnen, aber jetzt wird mir da einiges klar :) Das gefällt mir mal richtig gut!


    Das Kydex hällt das Messer sicher und fest. Die Klinge klappert nicht und löst sich auch nicht von selbst. Somit kann es so gut wie unmöglich von selbst aus der Scheide herausfallen. Ich habe es Kopfüber gehalten und geschüttelt - das Messer fällt nicht heraus. Man muss sich schon sehr bemühen, um das Messer auf diesem Wege aus der Scheide zu bekommen.


    Weiterhin gefällt mir die sehr schlanke Ausführung der Scheide nebst Messer. Zugegeben, bei der Handhabung finde ich ihn ein wenig zu schmal, beim Tragen jedoch ist es super.

    Soweit so gut, ein wenig Schneiden wollte ich heute aber doch noch.

    Der Küchentest


    Zwiebeln schneiden geht ganz ohne Tränen. Bei dem Messer heult die Zwiebel so scharf ist es. Man merkt hier aber schon die 5mm Klingenstärke. Es lassen sich jedoch ansehnlich feine Zwiebelstückchen schneiden.


    Lauchzwiebeln aufschneiden ist überhaupt kein Problem. Das Messer ist so unglaublich scharf. Es "fällt" quasi durch das Material.


    Ok, ich gebe zu diese Scheiben sind etwas dick. Aber so schmecken sie mir einfach am Besten. Hier kommt wieder die Klingenstärke zum Tragen. Es ist einfach schwer bei fettigen Speisen oder leicht klebrigen Dingen fein zu Schneiden.


    Kartoffel geschält, gewürfelt oder in Streifen geschnitten. Das Messer gleitet ganz einfach durch die Kartoffel. Ich hatte gedacht, dass das Schälen Probleme bereitet. Aber nix da, für meine Verhältnisse hab ich besser geschält als mit einem Sparschäler.


    Soweit meine ersten Test mit diesem an sich wirklich tollem Messer. Bei den ersten Schnitzarbeiten im Garten zeigte sich schon eine Stärke dieses Messers: Seine Schärfe! Was man hiermit für Späne abtragen kann ist schon toll. Gleichzeitig bietet dieses Messer aber auch Potential für etwas feinere Arbeiten. Logischerweise ist man hier aufgrund der breiten Klinge etwas eingeschränkt, aber es geht trotzdem sehr gut von der Hand. Schade ist einzig der Punkt mit der Fingermulde. Das hat die ersten Holzarbeiten doch etwas getrübt.

    Schauen wir mal, wie es sich morgen schlägt, wenn ich es richtig ran nehme.

    Ich freue mich drauf!!!
    Bilder
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Teil 2 Draussen im Wald

    Nach dem ersten Check von Gestern wollte ich das gute Stück heute mal groß ausführen.
    Direkt nach der Arbeit also ab in den Wald.


    Nachdem ich ein wenig Holz zusammen gesammelt hatte, begann ich ein wenig zu schnitzen. Ein paar Spieße wollte ich machen, wie man sie braucht um Schnüre im Boden zu verankern, oder als Heringersatz wenn man ein Zelt aufstellen möchte. Hier nahm ich zunächst relativ trockenes Holz. Nach dem ersten Eindruck gestern war ich ein wenig enttäuscht. Das Schnitzen gestaltete sich schwieriger, als ich dachte. Das Messer machte einen irgendwie unscharfen Eindruck. Es nahm Späne ab, aber irgendwie stellte mich das nicht so zufrieden.


    Nun gut, dachte ich, Zeit etwas anderes zu versuchen. Holz spalten. Es sieht solide aus, also sollte es klappen. Tat es auch. Funktioniert einwandfrei, ohne Probleme ließ sich die Klinge mit sanften Schlägen durch das Holz treiben. Danach die Klinge überprüft: Keine Macken, keine Ausbrüche an der Klinge oder dergleichen. Soweit war ich also schon mal zufrieden. Auch das Zerhacken von etwa fingerdicken Ästchen klappte gut.
    Wir könnten damit also Unterkunft und Feuer bewerkstelligen.

    Es ist nun Zeit etwas zu schnitzen. Ob man nun Fallen bauen oder einfach Kerben in Äste bringen möchte damit dort angebrachte Schnur nicht verrutschen kann, hier muss man etwas feiner arbeiten. Trotzdem war mein Anspruch, das recht zügig erledigen zu können.


    Hierfür nahm ich einen frischen Ast, und fing an den zu Bearbeiten. Das ging recht gut von der Hand. Und der anfängliche Eindruck, das die Klinge stumpf sei relativierte sich recht schnell. Gear ist nicht alles, man braucht auch Skill... :D Somit war mein Ehrgeiz schon mal geweckt und ich war vertieft mit Kerben schnitzen, neue Zweige besorgen, Äste entfernen und so weiter. Und so schlecht sehen die nun nicht aus.


    Mein Fazit
    Dieses Messer, wirkt hochwertig und hält diesen Eindruck bei den verschiedenen Disziplinen. Ich bin insgesamt recht zufrieden mit dem Messer.
    Durch seine Formgebung wurden einem jedoch in gewisser Weise bestimmte Griffe bzw Griffpositionen aufgezwungen. Diese waren - sehen wir von der zu klein geratenen Fingermulde unterhalb des Messers einmal ab - an sich sehr gut, aber es fehlt dieses "Dazwischen". Ich habe mich dabei erwischt, wie ich das Messer vor und zurück bewegte in der Hand, um den optimalen Griff zu wählen. Das ist jedoch eine individuelle Sache und sollte für die Beurteilung auch eine untergeordnete Rolle spielen.

    Was den Preis betrifft kann jeder selbst entscheiden, was er bereit ist für ein derartiges Messer zu investieren. Mir persönlich wäre der Preis zu hoch.

    Die Verarbeitung des Messers ist sehr gut. Die Kydex-Scheide ist der Knaller. Ich habe einige Zeit damit verbracht, verschiedenste Möglichkeiten des Tragens zu testen und man kann damit einfach alles machen.

    Wer ein outdoortaugliches Messer möchte, welches durch sein Gewicht und seine Proportionen nicht zu dick aufträgt wird dieses Konzept mögen. Es macht einfach alles mit und ist von der Handhabung her absolut in Ordnung.

    An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Möglichkeit des Testens.

    Und Tom, - es hat heute wirklich gelitten :) Dafür darfst du es ab Freitag ein ganzes Wochenende "trösten".
    Bilder
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  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Es geht los !
    Heute morgen war ich das "Messerchen" im Postamt holen .

    Erster Eindruck - sauber verarbeitet ist es ja !

    Da ich recht kleine Hände habe liegt es gut in der Hand, etwas dicker sollte der Griff allerdings sein .

    Wer etwas grössere Hände hat wird mit dem November one keine Freude haben.
    Das Design ist mir für ein Messer das "Outdoor" im Namen trägt zu arg auf taktisch getrimmt ! Die Handlage ist für meine Bedürfnisse draussen zu sehr eingeschränkt , mit einer Klingenlänge von 10cm ist es mir ein wenig zu kurz. Gerade weil ich es gut finde ein Messer kurzfassen zu können sollte die Klinge länger sein.

    Als erstes war ich mal kurz im Wald und habe mal ein paar kleinere Arbeiten ausprobiert.

    Die leider etwas stumpfe Klinge schlug sich recht gut. Feathersticks liessen sich bei weichem Holz gut, bei härterem ging es gerade noch.
    Fallenauslöser, Pfeilschäfte und ein Fischspeer waren auch schnell gemacht, eine Schleuder für den Minikelten ebenso.

    Aaaaaber -- bequem arbeiten ist anders !
    Der Griff ist fürs arbeiten einfach unbequem.
    Bei einem Einsatz des Messers als Waffe ist er allerdings klasse !
    Egal ob Fechtgriff oder Revers liegt das Messer wie geklebt in der Hand !

    Batoning wäre sicher möglich gewesen, liess ich aber bleiben. Auch für diese Anwendung wäre eine um zwei cm längere Klinge besser!

    Zuhause hatte ich erst mal Hunger, also erst mal Messer säubern und dann Mahlzeit ! Mit Mühe bekam ich ein halbes Paprika in streifen, Spass machte es nicht ! Was das Teil mit einer Tomate gemacht hat erspare ich euch !

    Ob ich es morgen am Knochen ausprobiere weiss ich nicht - da würde es noch Stumpfer werden.


    Mein Fazit


    Für die doch sehr ansehnliche Summe würde ich dieses Messer nie kaufen. Das wäre mir viel zu teuer selbst wenn einige Schwächen beseitigt werden !

    Bilder und evtl. Weitere Tests folgen morgen !
    Die beste Armut ist die des Geistes, denn die bekommt man als Betroffener nicht mit !
    Wissen wiegt nichts !

    Es gibt immer was zu tun... Und wenn mal nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so viel getan, dass es gut tut nichts zu tun...(Shamanironheart)
  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Es grenzt an ein Wunder - Kelte hat den Rechner an und schreibt den Rest des Reviews !

    Wie im ersten Teil schon erwähnt - mein Lieblingsmesser wird es nie !
    Dafür ist es mir zu taktisch ! Die Klinge ist mir zu kurz,den Choil brauche ich bei einem solch kleinen Messerchen nicht - braucht imho keiner !! Trotz meiner recht kleinen Fingern empfand ich den Griff zu klein, am Mittwoch gab ich es mal Sash1708 in die Finger - da sah man von dem Messerchen nimmer viel !

    Was ich gerne getestet hätte , aber nicht durfte, wäre es nachzuschleifen ! Das hätte mich sehr interessiert - so ein kurzer Test sagt da nicht allzuviel über die Qualität des Stahles aus !
    Grade das wäre auch für künftige Käufer interessant.
    Das ausbeinen liess ich bleiben, das wäre mit der Schärfe nichts geworden.
    Die kleinen Schnitzereien machte ich aus frischer Hasel - so konnte ich trotz stumpfem Messer das Handling testen, was ich nicht übel fand !

    Alles in Allem :
    Zu Teuer
    Zu Klein(Choil weg und Knapp 12cm dann wäre es perfekt)
    Griff etwas größer/länger wäre besser

    Wer ein kleines hochwertiges Tactical als EDC oder Backup braucht ist mit dem November One sicher gut bedient !
    Ein Bushcrafter sollte auf was anderes warten !

    Ich persönlich warte auf die Fylgja !
    Denn ich denke daß da genau die Schwachstellen des November one wegdesigned wurden !







    Bilder
    Die beste Armut ist die des Geistes, denn die bekommt man als Betroffener nicht mit !
    Wissen wiegt nichts !

    Es gibt immer was zu tun... Und wenn mal nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so viel getan, dass es gut tut nichts zu tun...(Shamanironheart)
  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Ich glaube ja nicht an die eierlegende Wollmilchsau. Was nicht heißt, dass man ab und zu gucken kann, ob es sie denn doch nicht gibt. Ich habe mit Einführung des Trageverbots für Einhandmesser und feststehender Messer mit längerer als 12cm Klinge konsequenter Weise meine Messer nach Legalitätsprinzipien ausgemistet bzw. erweitert. Da ich verschiedene waffenrechtliche Erlaubnisse habe und selber Prüfer für Waffensachkunde bin kann ich es mir nicht leisten, dass ich wg. Verstößen gegen das WaffG meine waffenrechtliche Zuverlässigkeit verliere. Seit dem suche ich aber eben auch nach einem feststehendes Messer mit weniger als 12cm Klingenlänge, welches ich universell(er) als meine jetzigen Spezialisten einsetzen kann.

    Folgerichtig habe ich mit dem Pohl Force November One Outdoor nicht weitere Feathersticks geschnitzt oder Zwiebel geschnitten. Sondern es im Sinne von Gibbs Regel # 9 zweieinhalb Tage ständig mit mir herumgeschleppt und in zweiter Linie das Handling bewertet, zumal die Schneide zwischenzeitlich so stumpf ist, dass das Öffnen eines Paketklebebandes eine Herausforderung ist.



    Die Einsatzbereiche meiner Messer sind insbesondere:

    Jagd: Hier nutze ich hauptsächlich ein Fällkniven S1, da ich im Zusammenhang mit der Jagdausübung kein Problem mit der Klingenlänge habe. Das Messer liegt normaler Weise in einem Rangebag, so dass lediglich die Säuberung der Scheide und des Messergriffs für mich relevant ist.

    Haus und Garten: Mein ständiger Begleiter zu Hause ist ein Leatherman Skeletool. Das November One kann natürlich nicht die Funktionalität eines Mult-Tools haben.

    Büro/Geschäftsreise: Schwierig, da ich zwischen Jeans und Polo-Shirt, Business-Casual und Maßkonfektion wechsele. Meistens habe ich zwei Messer dabei: Ein Victorinox MiniChamp und das Pohl Force Bravo One Survival. Im Anzug ist mir das Bravo zu schwer, da suche ich noch ein kleines Neckknife oder ich hole mir das Kydex-Holster für das Bravo.

    Wenn ich im Wald unterwegs bin: Je nach Rucksack ein außen befestigtes Fällkniven F1 oder ein ESEE 4, zusätzlich ein Gerber Multiplier.



    Was ich persönlich viel spannender als Scandi- oder Flachschliff und 440C oder D10 finde ist die Scheide eines Messers. Aus dem Kurzwaffenbereich bin ich Kummer gewohnt; Jäger schleppen ihren 1.500 € Korth-Revolver im 19,95 € Cordura-Universalholster umher und Vollzugsbeamte ihre Dienstwaffe in Holstern, die mit 3-fach-Sicherungen gegen unbefugte Wegnahme sichern sollen aber im Ernstfall auch den Beamten daran hindern, die Waffe aus dem Holster zu bekommen.
    Als erstes habe ich verschiedene Tragepositionen probiert.



    Dazu habe ich das mitgelieferte große Tek-Lok in verschiedenen Positionen angeschraubt. Egal wie, mir ist es nicht geglückt für das Messer eine Trageposition zu finden, die zufriedenstellend ist. Bauartbedingt sitz das Messer durch die Scheide sehr hoch; trägt man es vertikal zum Körper ist die Position der Scheide hinter der Hüfte so hoch, dass man das Messer schwer aus und - ohne die Gefahr sich ernsthaft zu verletzen – auch in die Scheide bekommt.
    Horizontal bzw. mit leichter Schräge nach oben auf dem linken Hüftknochen wäre die ideale Position. So könnte man rechts eine Kurzwaffe am Gürtel tragen; beim Sitzen im Büro oder im Auto würde das Messer nicht stören. Allerdings ragt dann der 12cm lange Griff in Luft, der Sicherheitsgurt im Auto stört, man bleibt an der Bürostuhlarmlehne hängen.



    Vertikal auf dem Rücken war vom Tragegefühl her okay, allerdings kann man so nicht im Auto, im Bürostuhl, auf dem Hochsitz, … sitzen. Motorradfahren und dabei Messer und Nierengurt tragen geht gar nicht, durch den hohen Sitz drückt der Nierengurt das Messer in die Lende.
    An den Molle-Schlaufen meiner Rucksäcke ist das Tek-Lok ebenfalls überfordert. Durch den schweren Griff kippt das Messer ab, so dass man den Griff mit einem Stück Paracord fixieren muss.

    Schnelles an- und ablegen geht nicht wirklich. Das Tek-Lok ist fummelig, eine Klammer oder ein Stiefelclip wie bei ESEE wäre besser. Weiteres Problem des Tek-Lok ist die Gürtelbreite. Solange ich einen 4,5cm breiten Gürtel trug (5.11 Tactical Double Duty TDU Belt) saß das Messer relativ fest. Mit einem normalen Hosengürtel müsste man die Durchlassbreite des Tek-Lok enger stellen, der dafür notwendige Stab fehlte, ich weiß aber, dass die Montage ebenfalls sehr fummelig ist.

    Eine Montage auf dem Molle-Rücken von ESEE funktioniert nicht, da die Lochabstände der Pancake-Scheide nicht parallel sind. Die alternative Lederscheide von Pohl Force erscheint auch keine wirkliche Alternative, dass Messer säße zwar etwas tiefer, ist aber nicht wirklich schnell greifbar. Ein weiterer Minuspunkt ist eine fehlende nach unten ablaufende Drainage der Kydexscheide. Für ein taktisches Messer nicht unbedingt relevant aber es heißt November One Outdoor. Gammelndes Tierblut oder Lebensmittelreste in der Scheide sind geruchstechnisch so ziemlich das ekeligste was es gibt.

    Das Handling ist im Vergleich zum Bravo deutlich schlechter. Ich habe große (Größe 11) Hände. Das Bravo liegt besser in der Hand, Zeigefinger im Choil und/oder Daumen auf der Rampe hinterlässt beim November keinen vertrauensvollen Eindruck. Während mir beim Bravo durch die Bauart des Choils ein Abrutschen in die Schneide unwahrscheinlich scheint, ist es beim November vorprogrammiert (beim ESEE 4 auch). Die Nase auf der Unterseite des Griffs ist bei beiden Messern vorhanden, wie auch immer, beim November passt sie nicht zu meiner Hand und drückt/stört. Auch beim Arbeiten mit zum Körper gerichteter Schneide (beim Aufbrechen von Wildkörpern) ist das Handling nicht optimal für mich. Die Klingenform ist allerdings optimal zum Schneiden größerer Dinge auf flacher Unterlage. Wer also Schinken und Brot schneiden will ist mit dem November auf der guten Seite. Aber auch dabei rutsch meine Hand relativ weit nach hinten, was aber zumindest keine Verletzungen produziert.

    Vom Gewicht liegt das November ohne Scheide (200gr) zwischen dem ESEE 4 (240gr) und dem F1 (160gr).



    Fazit: Für 250 € könnte sich ein Messerdesigner auch mehr ums Design der Messerscheide bemühen. Eine Ablauföffnung die überein seitlich rein gebohrtes Loch hinaus geht ist fertigungstechnisch keine Herausforderung; wie man sinnvolle Lösungen für Messerscheiden entwickeln kann zeigt ESEE. Einfach ein Tek-Lok für 12,95 € anschrauben ist jedenfalls definitiv nicht besonders kreativ.

    Und sonst? Keine eierlegende Wollmilchsau. Wenn überhaupt ein Messer für eine enge Nische. Da habe ich für Jagd und Wald bessere. Aber auch als taktisches Einsatzmesser wäre es nicht meine erste Wahl. Heißt ja auch Outdoor. Und schon gar nicht für den Preis. Über Rolex-Uhren sagt man, dass die so teuer sind, weil der Hersteller alle verkauft bekommt. Vielleicht ist das ja bei Pohl Force Messern auch so. Mein Bravo ist momentan als EDC für mich alternativlos, meine anderen oben genannten Messer in ihrer Sparte auch. Vielleicht könnte das Alpha noch mehr in Richtung (m)eines Allrounders gehen, das November ist es definitiv nicht.
    Dies ist eine Signatur
  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    So, nun schreibe auch ich meinen Beitrag zu dem Messertest, zu dem es ja gekommen ist, da unser Forenchef Ronny über dieses Buchcraft Deutschland Forum in Zusammenarbeit mit dem Forenpartner Xpeditions-Company (xpedition-company.de)das Pohl Force November One Outdoor zur Verfügung gestellt hat.
    Dafür erstmal ein recht herzliches DANKESCHÖN.

    Nun kam Mitte letzter Woche bei mir ein Packet an und darin fand ich:


    Naja, ist ja eine relativ einfache Verpackung, aber es geht ja auch nicht um die Verpackung, sondern um den Inhalt.
    Also weiter ausgepackt und nun hatte ich:
    Wow dachte ich, doch nicht mit der Verpackung gesparrt.

    Diese Tasche geöffnet:


    Nicht schlecht, was sich darin alles befand:

    Also neber dem Messer war noch ein "Putztuch", die Zertifizierung, Werbematerial dabei und natürlich auch das Messer samt der Scheide.


    Nun zum Messer, es ließ sich erstmal sehr gut in der Hand halten.
    Auch die Scheide überzeugte mich, da sie doch nicht so wertvoll aussieht, wie eine schöne Lederscheide, also erstmal praktischer erscheint. Sie wurde auch so konzepiert, daß man das Messer senkrecht oder waagreht am Gürtel oder an einer sonstigen Bebänderung tragen kann. Leider ist die Scheide bauartbedingt etwas breit, was am hosengürtel evtl unbequem werden kann - aber man kann es ja auch an der Rucksackbebänderung befestigen.

    Zurück zum Messer.
    dieses war erstmal so stumpf, daß man sich draufsetzen konnte. hae es dann nach rücksprache mit Ronny mit dem Lansky im 20Grad Winkel wieder geschliefen. Ganz scharf bekam ich dieses Messer nicht, aber es wurde wieder brauchbar.

    Nun sollte das Messer ersteinaml in der Küche seine Eigenschaften zeigen.
    Dazu schnitt ich Speck und Zwiebeln.


    Das Messer verichtete seine Dienste - doch ich war nicht besonderst glücklich. Am Schneidenende (zum Griff) setzten sich die Speck und Zwiebelreste ab - die nur mit gründlcihen Waschen unter fliesenden Wasser entfernt werden konnten.
    Diesbezüglich ist es wohl auch negativ, daß die Scheide kein Ablaufloch hat, da man Unterwegs ja nicht immer die Möglichkeit einer gründlichen Reinigung hat.
    Bei den Schneidearbeiten machte sich natürlich auch wieder die breitere Klinge bemerkbar - damit kann man aber leben.

    Später im Außeneinsatz.
    Mit dem Messer ein bischen Rinde von einem Ast abgeschnitzt und versucht, Kerben reinzuklopfen.
    Doch damit ziemlich schnell aufgegeben.

    Die Messerform ist dafür total ungeeignet.
    Da bei dieser Messerhaltung der daumen den griff Richtung Schneide verläßt und dann nicht auf einer geraden Kante aufliegt, sondern über dem Gezackten liegt und in der Kerbe endet.
    Dies ist keine gute Griffposition.

    Im Großen und Ganzen muß ich sagen, daß es zwar ein sehr schönes Messer ist, welches sich sicher gut in Kampfeinsätzen führen läßt, aber leider nicht für Buschcraftarbeiten geeignet ist.
    Trotzdem noch mal eine DANKE, daß ich dieses Messer testen durfte.
    Bilder
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Passaround: Pohl Force November One Outdoor

    Nach all dem Theater mit DHL und einem Gesamtporto, bei dem ich das Messer auch fast hätte kaufen können ist es nun endlich bei mir eingetroffen.
    Paket geschnappt, wieder ab in den Bulli und mit Vollgas (bergab und mit Rückenwind ganze 100 km/h) zurück in die wunderschöne Rheinsberger Seenlandschaft.
    Hier hatte ich nun mehrere Tage Zeit das Messer ausgiebig und in seinem natürlichen Umfeld zu testen.
    Schnitzen, Hacken, Schneiden, Teilen, Fische versorgen . . . halt alles was draußen so anfällt.
    Als Vergleich und falls das Testobjekt an einer Aufgabe scheitern sollte, nahm ich auch die üblichen Verdächtigen mit mir, die mich auch sonst in die Natur begleiten.

    Nun also erstmal Messer auspacken, betrachten und befummeln. Die mitgelieferte Tasche und deren weiterer Inhalt interessierten estmal wenig.
    Sieh an, ein stattliches Teil! Wie von selbst rutscht es in meine Hand und findet seine Position darin, den Daumen automatisch auf der ersten, der hinteren Rampe. Auch im Vorgriff, unter Zuhilfenahme des kleinen Choils und den Daumen auf der zweiten Rampe, liegt es ausgezeichnet.
    Die Struktur der G10-Schalen, der ich genauso kritisch gegenüber stehe wie dem verwenden eines Choils, gibt hier eine sehr gute Griffigkeit und dies völlig unaufdringlich und zurückhaltend. Davon bin ich angenehm überrascht, vermutete ich hier doch einen Schwachpunkt hinsichtlich des Griffkomforts gerade beim längeren Arbeiten mit dem Messer.
    Der Ballance-Punkt liegt an der ersten Griffverschraubung. Ich mag es wenn Messer eher neutral mit einer leichten Tendenz zum Griff ausbalanciert sind.
    Kurzum, es paßt ausgesprochen gut in meine nicht sehr großen Hände und ich habe nichts zu mäkeln.

    Die Verarbeitungsqualität des bei LionSteel in Maniago gefertigten Messers ist über jeden Zweifel erhaben, sei es bei der Klinge, beim Griff oder der in diesem Fall mitgelieferten Kydex Scheide.
    Diese hält das Messer fest und sicher, da klappert oder wackelt nichts. Ist halt eine gut verarbeitete Scheide, nicht mehr aber auch nicht weniger. Was mich etwas verwundert, ist die Position des Drainagelochs ca. einen Zentimeter über der Klingenspitze.
    Eine gute alternative zu den üblichen flachen Klingenflanken, finde ich die beim November One gerundeten. Ob sich dies positiv aufs Handling auswirkt vermag ich nicht zu beurteilen aber optisch macht es schon was her und zeigt auch, auf welch technisch hohem Niveau LionSteel hier arbeitet.
    Die zuvor kritisierten scharfen Kanten beim Jimping der Daumenauflage empfinde ich als angenehm. Würden sie mich stören, hätte ich sie mit wenig Aufwand rundgefeilt. In umgekehrter Reihenfolge ist daß schon deutlich schwieriger.


    Doch was nutzt mir auch das tollste Werkzeug,wenn ich es nicht ordentlich führen kann? An dieser Stelle hadere ich etwas mit der Kydex und dem mitgelieferten TekLock. Da baut man ein sehr flaches Messer, steckt es in eine sehr flache Scheide um es dann an ein sperriges, dickes TekLock zu montieren ?! Da hätte ich mir doch eine bessere Idee erhofft, eine Lösung die dem innovativem Anspruch von Pohl Force gerechter wird. Für mich wäre hier die optionale Lederscheide erste Wahl.
    Nach vielem hin und her probieren, trug ich das Messer einfach in der Hosentasche mit mir herum. Suboptimal.

    So viel zum Vorgeplänkel.
    Am Rastplatz angekommen wurde von mir aufgeregt nach einem ersten Betätigungsfeld für das November gesucht. Häringe - warum die gekauften benutzen wenn man sie auch selber machen kann. Eine zugegebenermaßen eher leichte Aufgabe doch machte sie mir mit diesem Messer soviel Spaß, daß ich wieder ein paar Häringe über den bloßen Gebrauchswert hinweg gestaltete.
    Noch schnell vier, fünf kleine Feathersticks geschnitten und aus lauter Übermut noch eine kleine Hackübung an einem Kiefernast.
    Bei all diesen Arbeiten machte das Messer vom Handling her eine äußerst gute Figur. Hände, Finger und Daumen fanden auf Anhieb und wie von selbst Positionen auf dem Messer, die ein leichtes, kontrolliertes und vor allem sicheres Arbeiten ermöglichten.
    Beim Hacken, das Messer nur an der hinteren Griffhälfte gefaßt, fiel mir auf, daß sich die leichte Zweifingerstruktur der Griffunterseite sehr vorteilhaft auf mein subjektives Sicherheitsempfinden auswirkte. Ich hatte jederzeit das Gefühl, das Messer voll zu kontrollieren und stets in derselben Position zu halten. Gerade mit verschwitzten Händen suchen meine finger bei glatten Holzgriffen o.ä. immer nach einer ,auch leichten Struktur um sich zu orientieren und das Gefühl des Herausrutschens zu vermeiden.
    Auch bei feineren Arbeiten ließ sich das Messer ausgesprochen sicher und gezielt führen.



    Das Lager ward eingerichtet und, zuvor stolze Bäume zu Zahnstochern zerschnitzt worden, da dämmerte es auch schon und das Abendessen sollte vor- und zubereitet werden. Hier sehe ich eher ein Küchenmesser als das November in seinem Element, da aber Bilder mit Obst, Gemüse, Wurst und Zwiebeln doch auf großen Anklang zu treffen scheinen, hier eins von mir.
    Und ja, das November schneidet auch all das oben genannte eher, als daß es spaltet.


    Am nächsten Morgen nun streifte ich ein wenig durch die Umgebung und entdeckte ein paar wirklich stattliche Barsche, die im Schatten eines alten Anlegers standen und den Herrgott einen guten Mann sein ließen.
    Die gäben ein wohlfeiles Mittagessen ab, dachte ich so bei mir aber womit fangen? Das Wasser, auf der einen Seite des Anlegers nur Bauchnabeltief, fiel auf der anderen Seite schnell und steil auf vier bis fünf Meter ab.
    Angelgerät war nicht am Mann und der Appetit wuchs stetig beim Anblick der feisten Burschen.
    Ein Stecken mußte her und etwas Brennessel. Die Spitze gespalten und gedehnt, mit Brennesselfaden fixiert, alles angespitzt und eingekerbt und zu guter Letzt noch zwei Meter Schnur ans eine Ende und ums Hangelenk der Wurfhand, ging es auf die Wischwaid.
    Das waren alles feine und fummelige Arbeiten, zu denen ich sonst ein kleineres Messer genutzt hätte jedoch das Pohl Force schlug sich auch hier sehr gut.

    Der Speer war stabil und warf sich gut genug um ganze Weltmeere leerzufischen, allein meine Zielkünste standen einem Erfolg im Weg.
    Weder im Flachwasser stehend noch von der anderen Seite geschnorchelt ein Jagderfolg. Ich scheuchte die Stachelritter kurz auf, sie umschwammen mich und gesellten sich wieder an ihrer gewohnten Stelle zusammen. Ich glaube sie haben auch gelacht . . .

    Um es kurz zu machen, auf eher konventionelle Weise (Dropshot-Montage an den Speer gebunden) hab ich mir dann doch noch zwei der fetten Brocken in die Pfanne gezogen.


    Versorgt und küchenfertig gemacht habe ich die beiden übrigens mit dem Trick den Jackknife mal in einem seiner Videos gezeigt hat, großartige Technik!

    So, schnell wieder zurück zum Messer!
    Ein kleines Feuer mußte her und das Holz dafür war schnell zusammen getragen.
    Alte Eichenäste, vom Regen außen etwas feucht aber wir können das ja spalten. Hab ja ein kräftiges Messer in der Tasche.
    Keiner wird überrascht sein über daß was nun geschah, das November spaltete die Scheite dank seines starken Rückens nach nur wenigen Schlägen. War zu erwarten doch auch Batoning-Tests erfreuen sich ja großer Beliebtheit und da will ich nicht außen vor bleiben.




    Ich habe über den gesamten Testzeitraum ausschließlich das Pohl Force benutzt und daß nur aus einen Grund, ich benötigte kein anderes. Ob fein, ob grob, ob groß, ob klein - das November war mir immer und zu jeder Zeit genug.

    Rundum, das Messer macht eine ausgesprochen gute Figur bei allen Anwendungen und ich hatte meine sonstigen Messer schnell vergessen. Es ist vielleicht in keiner Disziplin ein absoluter Spezialist, jedoch ein top Allrounder. Ein Messer auf das man sich verlassen kann! Material und Verarbeitung lassen hier keinen Zweifel aufkommen.

    Einzig der Choil, er hat mich letztendlich weniger gestört als erwartet und in einigen Situationen war er auch ein Zugewinn, so favorisiere ich immer noch den Verzicht darauf. Die Klinge so nah wie möglich an die Hand zu bringen wäre hier ein deutlicher Vorteil.

    Der Schuh drückt beim Preis, über dessen Findung seitens des Herstellers ich hier nicht fabulieren und mutmaßen möchte.
    Ich bin derart begeistert von dem Messer daß ich ernsthaft über einen Erwerb nachdenke. Der Gedanke aber daß ich für wenig mehr Geld ein Messer bekomme das bis ins Detail nach meinen Wünschen und Vorgaben gefertigt wurde läßt mich zögern.

    Es kam in einer guten Gebrauchsschärfe bei mir an, nichts zum rasieren aber zum arbeiten gut genug. Ich habe es noch ein paar mal über den Wetzstahl gezogen und das wars.
    Nun, nach fast einer Woche in Dauerbenutzung, will es Papier nicht mehr ordentlich schneiden, wenige erneute Züge über den Wetzstahl lassen aber auch daß wieder zu. Zwischendurch wurde es nicht geschärft o.ä..
    Es war die ganze Zeit am und viel im Wasser, ohne auch nur irgendwelche Spuren davon, in welcher Form auch immer zu zeigen.

    Für mich waren diese Tage des Testens ein großer Erfahrungsgewinn auch und gerade unter dem Aspekt, wie weit die Eindrücke und Beurteilunen innerhalb des PA auseinandergehen. Es bleibt immer ein sehr subjektives Empfinden, nicht nur in Form sondern auch Funktion.

    Mein Dank geht an unseren Forenpartner Xpeditions-Company (xpedition-company.de), der diesen PA ermöglichte!



    Mir bleibt nur, mit einer Träne im Knopfloch am Fenster zu stehen und dem Postboten leise wimmernd hinterher zuschauen, wie das Messer langsam in den Sonnenuntergang und gen Sachsen entschwindet . . .

    Bilder
    Frieden, Freiheit, Abenteuer!