Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

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    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Als ich heute durch den Wald ging, hörte ich in nicht zu weite Entfernung ein lautes Krachen und ein stumpfer Schlag. Bei einem großen Buchenbaum hat sich einen riesen Ast vom Baum gelöst und ist ohne große Vorwarnung zum Boden gefallen.
      Die Gedanke, was passiert wäre, wäre ich drunter gestanden lässt das Blut in den Adern frieren. Ich habe mir gleich einen mentalen Notiz gemacht, nie unter einem großen alten Baum zu schlafen.
      Bürgt da tatsächlich Gefahr, oder ist die Wahrscheinlichkeit größer vom Blitz getroffen zu werden?
      Ich habe gehört, das Eichen und Ulmen manchmal große Äste verlieren. Habt ihr auch sowas erfahren?
      Cheers Mike
      Silence is golden, duct tape is silver
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Aye,

      schon mehrfach erlebt. Drehe ja fast täglich zwei Waldtouren mit Hund. Habe schon starke Buchen (ca. 1 m Durchmesser am Wurzelstock) kompl. umfallen gesehen - am Hang.
      Die waren aber im Stamminneren alle krank.
      Auch starke Äste kommen hin und wieder runter.
      Diese Erlebnisse verteilen sich aber über viele Jahre.
      Während und nach einem Sturm besteht absolute Gefahr.
      Aber das hört man bereits vorher (lautes knacken etc.). Wenn man ausreichend Erfahrung im Wald besitzt, kennt man dieses Geräusch, kann es zuordnen. :idea:

      Erholsamer Schlaf!

      Sinclair :D
      Ich traue keiner Uhr-ihre Zeiger haben nicht die gleiche Länge. (Peter Sellers)
      Wir säen nicht und ernten doch. (Joe Dalton)
      Freedom is just annother word for nothing left to loose. (Janice Joplin)
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Ich habe das in den überwiegend nicht bewirtschafteten Waldregionen in denen ich meist unterwegs bin schon relativ häufig erlebt....
      Mindestens 5x pro Jahr....

      Gerade bei starkem Wind oder gar Sturm habe ich dort schon wahre Riesen fallen sehen dass der Boden bebt...
      Ein absolutes Urgeräusch wenn sich so ein paar Tonnen Baum ihren Weg Richtung Boden bahnen und auch von anderen Bäumen viel mitreisen und dann die Krone auf den Boden aufschlägt und sich zerlegt...

      Letztes Jahr im Herbst habe ich einen richtig krassen Sturm erlebt - da bin ich raus Richtung Waldrand...war selbst mir zu gefährlich... Ich habe alleine in dieser Nacht im Umkreis von 100 Meter mindestens 5 Stück fallen hören...
      Brachiale Naturgewalt...

      Devise:
      Wenn man so ein Geräusch in seiner Nähe hört... Blitzschnell analysieren wo es herkommt - noch schneller analysieren ob man im Gefahrenbereich ist... und am Besten schon gleichzeitig anfangen zu laufen...! Und zwar schnell...!
      Je nach Baum fliegen da auch Splitter von brechenden Ästen rum oder von umstehenden Bäumen werden Äste mit nach unten gerissen...!

      Bei Sturm vorrangig am Stamm von etwas grossem, gesunden und stabilen nächtigen im Wald... Das bietet nach oben wenigstens einen gewissen Schutz, wenns mit dem rechtzeitig analysieren und laufen nicht mehr klappt....
      Ausserdem den Lagerplatz IMMER im Umkreis auch nach oben abchecken...!
      Ist da was das mich totschlagen kann...? ;)

      Grosse Äste sind natürlich noch schwerer zu kalkulieren wie ganze Bäume... Die brauchen ein paar Sekunden Fallzeit... Ein Ast oft deutlich weniger...

      Unabhängig davon werden jedes Jahr einige Leute von Bäumen erschlagen... Die Wahrscheinlichkeit ist denke ich leicht höher wie vom Blitz getroffen zu werden... Aber sie ist da...
      Natürlich ist das Risiko für Waldmenschen wie uns höher, wie für den Grosstädter, der bei schlechtem Wetter sowieso vor der Glotze hockt..


      Ein Patentrezept gibts auch hier nicht...
      Wenn die innere Uhr abgelaufen ist, dann regelt das zur Not auch ein Baum oder ein Ast... In der Stadt wo sowas weniger wahrscheinlich ist kommt dann halt ein Auto oder LKW... 8-)
      *Never hesitate...!*

      Es gibt immer was zu tun.. Und wenn mal
      nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so
      viel getan, dass es gut tut nichts zu tun..
      (Von mir - die andern fandens witzig. :lol: )

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von shamanironheart ()

    • AW: Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Fas ist eine Gefahr auf die Du achten musst. Schaue Dir die Umgebung an, wieviel gefallenes Holz siehst Du? keines? Dann schaue Dir die Bäume an der Stelle wo Du lagerst an. Oft siehst Du bei genauerem Betrachten schon das irgendwas im Argen ist. Achte auf die Geräusche des Baumes. Achte auch auf trockene Stellen im Baumgruen. Ein Hinweis auf einen verletzten Ast. Ganz fies sind tote Bäume die gar nicht Tot aussehen :wink: Oft an Bachläufen. Jap. eine reelle Gefahr. sei einfach aufmerksam, dann passiert nixx :wink:
      www.Phagomir.de
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Ich habe es in all den Jahren noch nie live erlebt.
      Sturm ist klar, was ich als Ursache viel häufiger sehe ist Schneebruch. Das hängt aber auch mit den ausgedehnten Kiefernwäldern in der hiesigen Region zusammen.


      Bei Sturm vorrangig am Stamm von etwas grossem, gesunden und stabilen nächtigen im Wald


      Am Fuße des Leuchtturms ist es zwar am Dunkelsten aber Bomben fallen immer von oben nach unten. Der ideale Platz im Wald bei Bruchgefahr ist unmittelbar neben einem gefallenen Baum. Und große Bäume würde ich mir auch nicht aussuchen; dicke Bäume sind alt und oft im Kern krank/hohl. Das zu erkennen ist schwer. An den Brandenburger Alleen bin ich immer wieder fasziniert, wenn nach einem Gewitter Bäume auf der Straße liegen, die gestern noch im vollen Blätterkleid 'kern'gesund aussahen.
      Dies ist eine Signatur
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Hi

      Ja vor allem bei Eichen und Buchen, aber auch bei Eschen muss man besonders aufpassen (auch vereinzelt andere Laubbaumarten), die können ohne Vorwahrnung große tote Äste verlieren. Im Gegensatz dazu besteht bei den Nadelbaumarten keine Gefahr, da diese ihre Totäste nicht verlieren. Außer, wie beschrieben, durch Schneebruch im Winter.

      Grüße tree_top
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Bin jetzt seit 45 Jahren im Wald und hab so was ab und an erlebt, aber ich denke wenn du von einem Ast erschlagen wirst solltest du ein/zwei mal sechs richtige im Lotto gehabt haben. Besondere Vorsicht lasse ich eigentlich nur als Hängemattenschläfer bei der Platzwahl walten. Gerade der beschriebene Radau eines fallenden Astes ist Warnsignal und gibt ausreichend Zeit zum Handeln.
      Grundsätzlich ist aber jeder Gegenstand mit hoher Masse im freien Fall eine potentielle Gefahr für darunter befindliche Personen.

      Gruß Travelmad
      Member of OFC OutdoorFrankenCrew
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Das weitaus heimtückischere sind die bereits gebrochene Äste in den Baumkronen, die bei leichten Windböen unvermittelt abgehen. Deshalb ist ein Blick in die Baumkronen vor errichten des Lagers absolut empfehlenswert.
      Gruß
      Klaus
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Wie oben beschrieben stellen tote Äste und alte Bäume eine nicht zu unterschätzende Gefahr da. Wer sich im Wald aufhält, speziell abseits von Forstwegen, trägt dafür selbst das Risiko. Haftungsansprüche gegenüber dem Waldeigentürmer sind (sinnvollerweise!) ausgeschlossen.

      Wer sich aber an ein paar Verhaltensregeln hält, kann sein Risiko erheblich minimieren.
      Vorsicht geboten ist bei:

      Waldbeständen mit an- oder abgebrochenen Gipfeln bei Fichten und Kiefern, da noch Kronenteile bei leitem Wind herrabfallen können.

      abgesorbenen Bäumen

      Laubbäume mit abgestorbenen Ästen

      Bäume mit erkennbaren Pilzfruchtkörpern

      Wer einen Schlafplatz such sollte, die umliegenden Bäume genau begutachten, ob lose Äste in der Krone hängen oder bereits schräg hängende Bäume in der Fallrichtung liegen.

      Ein besondere Augenmerk sollte auch auf Pilzfruchtkörper an den Bäumen gerichtete werden. Diese verursachen in den Bäumen Fäulen, welche die Stabilität deutlich mindern.

      Beispiele dafür sind :
      Zunderschwamm an der Buche und Birke
      Birkenporling an der Birke
      Eichenfeuerschwamm an der Eiche

      Unter solchen Bäumen sollte man keinesfalls biwakieren. Da diese spontan und ohne Vorwarnung umfallen können.

      so, genug der aufzählung der gefahren, einfach Augen auf -dann klappt das auch mit dem überleben ;)

      mfg
      philipp
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Hallo,

      ein alter Sägewerker sagte mir, daß er aus Pappeln und aus Weymouthkiefern keine Balken schneidet. Auf die Frage warum sagte er, daß diese sich nicht, wie alle anderen Hölzer, durch knacken und knistern ankündigen, bevor sie brechen.

      Gruss
      Konrad
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      Beim Baumklettern bestehe ich immer darauf, dass die Leute, wegen Totholz, Helme tragen. Ich weiß nicht, ob das beim plötzlichen Astbruch noch was hilft. :o

      Gehört habe ich im Wald schon oft runter fallende Äste, getroffen hat mich noch keiner. :D
      LG Simon
    • Plötzlicher Astbruch, potentielle Gefahr.

      "Simon" schrieb:

      Beim Baumklettern bestehe ich immer darauf, dass die Leute, wegen Totholz, Helme tragen. Ich weiß nicht, ob das beim plötzlichen Astbruch noch was hilft. :o

      Gehört habe ich im Wald schon oft runter fallende Äste, getroffen hat mich noch keiner. :D



      Wenns dumm läuft, kann das mit dem Baum in etwa so laufen wie hier mit dem Fahrrad... :shock:

      bushcraft-deutschland.de/viewtopic.php?p=52606#p52606
      *Never hesitate...!*

      Es gibt immer was zu tun.. Und wenn mal
      nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so
      viel getan, dass es gut tut nichts zu tun..
      (Von mir - die andern fandens witzig. :lol: )
    • Das Eichen öfter mal große Äste verlieren können, kann ich teilweise bestätigen. Hier um unser GRundstück herum stehen viele Eichen und eine davon trug einen Sturmschaden davon.
      Die erste hälfte des Astes durchschlug unseren Zaun noch in der selben Nacht, der Rest des Astes (ca. 5 Meter lang, 20-30cm dick) kam erst Wochen später runter und durchschlug ebenfalls nochmal den Zaun :P
      Project Pilgrim Blog: facebook.com/wanderfrettchen/

      Crowdfunding für Project Pilgrim: leetchi.com/c/pilgrim-momh
    • Nie vergessen: Das tolle Totholz, dass Du als Feuerholz liebst, ist mal irgendwo hergekommen!

      Bei Starkem Wind oder viel Neuschnee oder Eis vermeide ich Wälder. Beim Wandern in Wald achte ich auf Bewegungen (Wildschwein? Wolf?) und auf die Baumkronen am Weg (Witwenmacher?).

      Und wenn ich Rast mache, schaue ich mir die Bäume und Umgebung genau an: Totholz, umgefallene Bäume, tote oder morsche Bäume oder Äste, in den Kronen hängende Äste, schiefe Bäume, Erosion am Boden, Spechthöhen, Baumpilze.

      Nachts bevorzuge ich Plätze mit jungen Bäumen, Nadelbäumen (ohne Schnee oder Eis) oder ich lege mich längs neben einen dicken umgefallenen Baum oder zwischen Steine.

      Vorsicht Wurzelteller: Wenn der Stamm abgesägt oder abgefault ist, kann sich der Teller wieder flach legen und Dich begraben!

      Also immer die Situation betrachten und analysieren!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ALF ()