Fragen zum "Messer schärfen"

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    • Fragen zum "Messer schärfen"

      Hallo alle zusammen!

      Ich hätte da ein paar Fragen:

      1. Ich hab ein Messer mit Skandi und wollte wissen, ob es besser ist es auf null zu schleifen oder noch eine sekundäre Phase anzubringen.

      2. Ist es egal, ob man jetzt einen synthetischen(Keramik)Stein oder einen Naturstein nimmt? (ist ein jap. Wasserstein ein Naturstein?)

      3. Welche Körnungen braucht man, wenn man sein Messer für den Bushcraft-/Schnitzbereich benutzt?

      Für Antworten schon mal danke im Voraus!
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund." - Napoleon
    • Fragen zum "Messer schärfen"

      "Schnitzer3000" schrieb:

      Hallo alle zusammen!
      Ich hätte da ein paar Fragen:


      Hallo Schnitzer, hier meine persönliche Erfahrung für eine scharfe und gleichzeitig robuste Klinge, bin allerdings kein Stahlguru:

      "Schnitzer3000" schrieb:


      1. Ich hab ein Messer mit Skandi und wollte wissen, ob es besser ist es auf null zu schleifen oder noch eine sekundäre Phase anzubringen.

      Persönlich ziehe ich das Messer vorerst ca. 10-Mal abwechselnd auf Null und anschließend ziehe ich mit ca 4 Zügen abwechselnd auf jeder Seite eine Mikrophase ab. In der Regel reicht das um eine abgestumpfte Klinge beim Mora auf Armhaar-Rasierschärfe zu bringen.

      "Schnitzer3000" schrieb:


      2. Ist es egal, ob man jetzt einen synthetischen(Keramik)Stein oder einen Naturstein nimmt? (ist ein jap. Wasserstein ein Naturstein?)

      Beste Ergebnisse habe ich bisher mit einem Arkansas Ölstein erreicht.

      "Schnitzer3000" schrieb:


      3. Welche Körnungen braucht man, wenn man sein Messer für den Bushcraft-/Schnitzbereich benutzt?

      Keine Ahnung was ein Arkansasstein für eine Körnung hat, ich glaube so zwischen 6000-8000. Auf jeden Fall ist er sehr fein.

      Wie gesagt, persönliche Erfahrung. Vielleicht gibt es hier ein besser qualifizierter Experte :)
      Silence is golden, duct tape is silver

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MacGyver ()

    • Fragen zum "Messer schärfen"

      Also ich bekomme meine Global- und Chroma-Küchenmesser mit einem 1000er Chroma-Stein und einem Ledergürtel auf eine prima Schärfe. Mehr braucht man für ein Messer als "Werkzeug" sicher auch nicht.
      Sicherlich bekommt man das mit einem 8000er-10000er Stein noch schärfer. Die Frage ist halt, wie praktisch und haltbar diese fein ausgeschliffene Klinge dann noch im Außeneinsatz ist.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Fragen zum "Messer schärfen"

      Hi

      Ich würde aus eigener Erfahrung ebenfalls eine Mikrophase an den, auf Null geschliffenen, Scandi anbringen (nicht zu verwechseln mit einer sekundären Phase). Du verlierst nur minimal an Schneidleistung, aber verhinderst deutlich die Gefahr von Ausbrüchen etc.
    • Fragen zum "Messer schärfen"

      Besorg dir einen Fällkniven DC521 für zu Haus oder den DC4 für unterwegs. Die Fällkniven werden trocken!!! benutzt.
      Eine Seite hat ne Diamantplatte fürs grobe und die andere Seite ist Keramik.

      Ein Scandi ist mit Absicht auf 0 geschliffen. Wenn du da eine Phase anschleifst hast du den Sinn des Scandi versaut. Ein Scandi geht durch Holz wie durch Butter.

      Wenn du unbedingt ein Messer mit Phase haben willst dann nimm einen Flachschliff.
      Allerdings sind meine Messer alle ohne Phase! Und sie schneiden alle hervorragend! Ich liebe allerdings ballige Klingen. Sie bieten Robustheit und schneiden wie der Teufel.

      Bedenke bitte, Messer sind zum schneiden da. Zum hacken gibts Äxte und Beile.

      Gruß Andreas
      Bushcraft kann man lernen, Survival muss man meistern!
    • Fragen zum "Messer schärfen"

      ich hab mal gehört, dass eine auf Null geschliffene Klinge schärfer ist als eine mit einer MIKROphase :D , aber die Schärfe aber schneller vergeht als bei der Klinge mit der Phase. Stimmt das?
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund." - Napoleon
    • Fragen zum "Messer schärfen"

      "Pfeffertopf" schrieb:


      Sicherlich bekommt man das mit einem 8000er-10000er Stein noch schärfer. Die Frage ist halt, wie praktisch und haltbar diese fein ausgeschliffene Klinge dann noch im Außeneinsatz ist.


      Je feiner der letzte Stein, desto geschlossener die Schneide, desto länger behält sie die Schärfe.
      Du hast da bestimmt was verwechseln, mit dem Anschliffwinkel beim Flachschliff.
      Beim Skandi schleift man auf 0.
      Somit machen feine bis sehr feine Steine durchaus Sinn.

      Gruß
    • Fragen zum "Messer schärfen"

      Hi

      Natürlich ist, wie AndreasR bereits beschrieben hat, ein Scandi auf Null schärfer und falls du mit dem Messer normale Aufgaben, wie zum Bsp. schnitzen verrichtest würde ich das auch so belassen (eine wahre Freude bei Holz).
      Falls dein Messer auch härter rangenommen wird und die Gefahr besteht, dass es nicht nur Holz bearbeitet muss, dann würd ich wie gesagt ne Mikrophase anbringen.
      Das spart Material beim Nachschleifen. ;)

      Kurz: verwendest du dein Messer wie man es sollte, behalte den Scandi auf Null und sonst machst ne Mikrophase ran.

      Muss aber jeder seine Erfahrung selbst machen.

      Grüße tree_top
    • Fragen zum "Messer schärfen"

      Ich verwende immer den DC4. Bin damit zufrieden und bekomme die Messer auf Rasierschärfe. Also vollkommen ausreichend.
      Wichtiger als der Stein ist jedoch die Übung! :D

      Ich denke die Messergeometrie sollte beibehalten werden. Phase bei Gebrauchsmessern ist in Ordnung, auch wenn ich finde das der scandi ein bisschen besser schneidet.

      Mal OT: ich schmiere deinen DC4 gern mit ein wenig Wasser. Spricht was dagegen? Oder besser gefragt was spricht dafür ihn trocken zu benutzen? Nicht das sich meiner noch auflöst :D :D
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Fragen zum "Messer schärfen"

      Also wenn ich eines Meiner Bushcraftmesser schärfe, verwende ich am liebsten einen Japanischen Kombiwasserstein von King. Eine Seite ist 1000 die andere 6000. Feiner als 6000 ist eher nicht ratsam, denn die Schneide sollte noch eine wenig Biss haben im Holz, so wird das Schnitzen sicherer. Also lasse ich das Leder bei den Outdoormessern lieber weg. :D

      Achja, Scandi ohne auf Null zu schleifen bringt meiner Meinung nach nichts.. ;)

      Gruss,

      simba
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    • Fragen zum "Messer schärfen"

      Hallo Schnitzer3000,

      1. Scandi auf Null schleifen. Aber wenn es kein dediziertes Holzbearbeitungswerkzeug mit hohem Härtegrad (HRC 61+) ist würde ich Dir auch dazu raten eine Mikrofase anzubringen.

      Bei den meisten Mora z. B. hättest du ohne Mikrofase eine 20° Fase total. Das ist für deren rostfreien 57-58 HRC-Sandvik einfach zu wenig und resultiert schnell im Rollen des Stahls. Bei Helle siehts nicht viel anders aus und der D2 von meinem Enzo Trapper neigt zu Ausbrüchen ohne Mikrofase.

      Der Verlust an Schneidleistung ist bei einem Bushcraft-Messer imho zu vernachlässigen. Ebenso der geringe Präzisionsverlust.

      Dabei gilt: Wenn man die Fase sieht ohne die Schneide ins Licht zu halten ist es keine Mikrofase mehr :)

      2. Ein synthetischer Stein muss nicht aus Keramik sein. Generell halten synthetische Steine etwas länger als Natursteine bei etwas weniger Materialabtrag.

      3. Eine "Gebrauchsschärfe" kannst du bereits mit einem 1000er Stein erzielen. Ziehst du das Messer anschließend auf einem Lederriemen mit Schleifpaste ab bekommst du ein fast genauso gutes Ergebnis wie mit einem 3000er Stein.

      Ich arbeite wenn erforderlich mit einem Schruppstein für den Vorschliff (Körnung 100) bei ganz verhunzten Klingen und gehe dann von einem 400er auf den 1000er. Wenn ich faul bin kommt jetzt das Leder. Danach mit Druck durch ein hartes Holz ziehen um einen evtl. noch vorhandenen Restgrat zu brechen und noch mal kurz aufs Leder. Fürs Rasieren der Armhaare reicht das.

      Ansonsten wird halt mit einem 6000er nachpoliert und anschließend gehts aufs Leder. Ein Abziehen auf einem unbehandelten Lederriemen erspare ich mir.

      Für das einfache Nachschleifen meiner Outdoor- und Küchenmesser bin ich mittlerweile zu einer Kombination aus dem Spyderco Sharpmaker und Leder übergegangen. Reicht mir in fast allen Fällen und liefert ein meiner Meinung nach genauso gutes, wenn nicht besseres Ergebnis als ein 3000er Stein. Dauert jedoch nur einen Bruchteil der Zeit.

      cucu
      Sinner