Messer Bestimmung

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    • Messer Bestimmung

      Hallo,
      ich habe im Keller mein Bundeswehr Kampfmesser wiedergefunden und hätte gerne ein paar grundlegende Infos (Stahl, Hersteller, etc.) und Eure Meinung zu diesem Messer im allgemeinen. Ist es zum BC tauglich oder ist es eher was für den Müll?
      Daten die ich ermitteln konnte:
      Länge komplett: 270mm
      Länge Klinge: 145mm
      Stärke: 3,5mm

      Danke schon mal für Eure Antworten.
      twin-mail

    • Messer Bestimmung

      Das gute Stück heißt AK 47 und kann als Bajonett auf die Kalaschnikov aufgesetzt werden. Zum Ende der DDR wurden die Bestände in die Bundeswehr übernommen. War wohl doch nicht alles so schlecht was in der DDR oder im Osten produziert wurde 8-)

      Es gab dann später noch das AK 74 und das KM 87 wenn ich mich nicht irre.

      Eickhorn hat es dann fertig gebracht die Ostblock Messer zu kopieren. So entstanden dann z.Bsp. das KM 4000.

      Ansonsten ist der Stahl was um einen Gegner zu pieksen. Ich hab das Teil auch aber draußen gehts mehr schlecht als recht.
      Holz spalten geht schon aber schnitzen? Es gibt für ein schmales Geld viele Messer auf dem Markt die nicht so klobig und schwer sind.

      Aber versuch dein Glück...

      Gruß Andreas
      Bushcraft kann man lernen, Survival muss man meistern!
    • Messer Bestimmung

      In diesem Fall ein Bajonett für AK 74, DDR-Lizenzfertigung durch VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa (GWB) aus rostträgem Werkzeugstahl. Kaum zu schleifen und nach Scheidenkontakt sofort wieder stumpf.
      Für BC eher nicht geeignet es sei denn Du willst alte Kisten aufhebeln oder damit im Boden rumstochern.
      Beim örtlichen Großhändler erfolgt die Abgabe nur Gitterboxweise.
      Bis bald im Wald.
    • Messer Bestimmung

      "twin-mail" schrieb:

      Ist es zum BC tauglich oder ist es eher was für den Müll?


      Da es sich leider um kein Messer sondern ein Bajonett handelt, ist es aus meiner Sicht absolut bushcraft untauglich. Schnitthaltigkeit gleich 0 und absolut unhandlich (zumindest für mich).
      Dazu kommt noch die Klingenlänge welche über dem EDC Maximum liegt.

      Bajonette sind ja eher zum stoßen konzipiert, nicht zum schneiden.

      Ich würde es aufbereiten und in die Vitrine legen wenn dir was daran liegt, alternativ verkaufen. Für den Müll zu schade.
      "Alle kennen den Bären, doch der Bär kennt keinen."
      Finnisches Sprichwort
    • AW: Messer Bestimmung

      Vielen Dank für die informativen Beiträge!
      Das Problem mit der Metallscheide durfte ich selbst schon feststellen :cry: aber auch sonst bleibt ja nicht viel positives übrig.
      Ich hatte gehofft etwas hochwertiges wieder gefunden zu haben :smile:.
      Aber ich suche eine Art Eierlegendewollmilchsau, und wenn schnitzen mit dem Messer äh Bajonett nicht mal kann, dann ist es zu viel unnützes Gewicht.
      Nochmals danke für die schnellen Tipps!

      twin-mail
    • Messer Bestimmung

      "AndreasR" schrieb:

      War wohl doch nicht alles so schlecht was in der DDR oder im Osten produziert wurde 8-)
      ohne das in Abrede stellen zu wollen, aber


      Eickhorn hat es dann fertig gebracht die Ostblock Messer zu kopieren. So entstanden dann z.Bsp. das KM 4000.

      wie kommst Du darauf?
    • Messer Bestimmung

      ... die Vermutung hatte ich auch - aber Messer mit Drahtschneider gibt es im Westen schon so lange wie ich denken kann. Ich hatte sowas Anfang der 80er mal als "Survival"-Messer - war mehr Schein als Sein und kam aus Spanien. Kann natürlich sein, dass auch das schon eine "Kopie" vom AK-Bajonett war - aber deshalb zu vermuten, dass Eickhorn das AK-Bajonett als Kopiervorlage hatte, ist schon weit hergeholt. Wer könnte wiederlegen, dass nicht die Russen ihrerseits im Westen abgekupfert haben?
    • Messer Bestimmung

      Jungs, dieses Bajonett ist so alt wie die Kalaschnikov. Und dieses Gewehr stammt ja wohl bekanntlich von den Russen.
      Und alle Mitgliedsstaaten des Warschauer Paktes hatten das Gewehr und somit auch das Bajonett. Später hat jeder Staat des WP die Bajonette selbst hergestellt.

      Besondere Eigenschaften der Dinger war die Nutzung als Drahtschere um NATODRAHT zu trennen. Deweiteren waren die Griffe gegen Stromschläge isoliert. Ich glaube 5000-8000 Volt. Mit der Säge am Rücken sollte man besser Fasern trennen können (die Uniform eines Verwundeten aufzutrennen oder auch ein Seil kappen).

      Die Produktion dieser Bajonette begann nach dem 2. Weltkrieg zu Beginn des kalten Krieges. Zu dieser Zeit hat Eikhorn nicht annähernd an ein Messer mit Nato-Drahtschere gedacht. Die Bundeswehr hat mit der Vereinigung ihre Bajonette in den Schrott geschmissen und die DDR Teile ausgegeben. Warum nur? :mrgreen:
      Bushcraft kann man lernen, Survival muss man meistern!
    • Messer Bestimmung

      weil die Bundeswehr nie Bajonette hatte?

      Das AK-Bajonett mit Drahtschneider ist nicht so alt wie das AK-47.
      Das Original-Bajonett sah so aus:



      Spielt letztlich auch keine Rolle, ich halte es lediglich für falsch zu behaupten, dass Eickhorn ausgerechnet das AK-Bajonett als Kopiervorlage genommen hat, da es im Westen bereits viel früher andere Messer mit Drahtschneider gab und somit genügend andere Kopiervorlagen.