Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

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    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Hallo Leute,

      Bin erst seit kurzem im Forum angemeldet, das ist mein erster Eintrag! Also habt Nachsicht mit mir, wenn noch nicht alles so gelingt ;)

      Ich habe vor, mir ein handliches leichtes, kleines und feststehendes Messer anzuschaffen, das ich bei jeder Outdoortour quasi immer dabei hab.

      Für Empfehlungen von eurer Seite aus, bin ich natürlich immer offen. Ich habe allerdings bereits das Böker CRKT MINIMALIST ins Auge gefasst, bei dem 3 mögliche Klingen angeboten werden. Unteranderem die klassische Bowie- oder eben die Tantoklinge.

      Ich habe bisher nur Messer mit Bowie oder ähnlicher Klingenform gehabt.
      Meine Frage an euch lautet: Welche Vorteile hat die Tantoklinge, welche die Bowie?

      Hier nochmal die Messer um die es sich handelt.
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Moin Robert!

      In aller Kuerze: Tanto zum Toeten und Bowie zum Fell abziehen ;)
      Ich persoenlich wuerde mir ein Tanto nur wegen des Aussehens zulegen, optisch macht das was her. Praktischer sind aber Drop- oder Spearpointklingen allemal. Wobei so ein zuenftiger Japaner da vermutlich anderer Meinung ist :lol:

      gruss
      couchcamper
      ‹Soltau statt sautoll!›
      Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat. (Nietzsche)
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Ich muss auch Sagen, das Tanto sieht cool aus, das Bowie ist nicht so meine Sache. Praktischer sind Drop- oder Spearpoint. Wenns trotzdem eins von den beiden sein soll, eher das Bowie.
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Wenn es unbedingt dieses Messer sein soll, solltest du die Wharncliffeklinge (für Buschküche) oder die Bowieform nehmen. Diese beiden Klingenformen kannst du auch unterwegs mal problemlos nachschärfen/abziehen. Bei der Tantoform wurde (leider) vom Hersteller ein recurve eingebaut, d.h. "mal eben" nachschärfen fällt ins Wasser, bzw ist nicht ganz unkompliziert unterwegs.
      "Alle kennen den Bären, doch der Bär kennt keinen."
      Finnisches Sprichwort
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Soweit ich weiß, kamen die Japaner (zu Zeiten der Samurais ?) auf die Tanto-Idee um die gegnerische Rüstung besser zu durchstoßen, also wie couchcamper schon sagte "Zum Töten".
      Das Nachschleifen stelle ich mir aufgrund v. 2 Flächen auch aufwendiger vor.
      Ich habe auch länger nach "dem Messer" gesucht, schließlich habe ich mir eines machen lassen.
      "Ich bin ein Ranger Baby."
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      ich habe nur das Bowie.

      Hat für das kleine Ding ein recht gutes Handling.
      so als "immerdabei" ist es ein nettes Gimmick.

      Aber wenn ich einen Tip geben darf - eine Nummer größer ist echt besser ! Mit so einem Miniding macht das Arbeiten richtig Mühe !
      Schau dir mal das Grasshopper boker.de/fahrtenmesser/boeker-…insatzmesser/02BO265.html
      das Fitz boker.de/fahrtenmesser/boeker-…insatzmesser/02BO278.html
      oder das Pocket Bowie an boker.de/fahrtenmesser/boeker-plus/neckknives.html

      Die finde ich durchweg besser.

      Beim Messerdepot gibts ebenfalls etwas was du dir unbedingt ansehen solltest messerdepot.de/product/1275/10…aza-mit-kydexscheide.html

      Tantoklingen sind imho draussen nicht zu gebrauchen - aber das haben meine Vorredner ja schon gepostet -
      Die beste Armut ist die des Geistes, denn die bekommt man als Betroffener nicht mit !
      Wissen wiegt nichts !

      Es gibt immer was zu tun... Und wenn mal nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so viel getan, dass es gut tut nichts zu tun...(Shamanironheart)
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Das Condor ist echt nicht übel !

      Aber mit Sicherheit für Robert zu groß !
      Die beste Armut ist die des Geistes, denn die bekommt man als Betroffener nicht mit !
      Wissen wiegt nichts !

      Es gibt immer was zu tun... Und wenn mal nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so viel getan, dass es gut tut nichts zu tun...(Shamanironheart)
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      "equipman" schrieb:

      Soweit ich weiß, kamen die Japaner (zu Zeiten der Samurais ?) auf die Tanto-Idee um die gegnerische Rüstung besser zu durchstoßen, also wie couchcamper schon sagte "Zum Töten".
      Das Nachschleifen stelle ich mir aufgrund v. 2 Flächen auch aufwendiger vor.
      Ich habe auch länger nach "dem Messer" gesucht, schließlich habe ich mir eines machen lassen.



      Tanto heisst übersetzt erstmal soviel wie "kleines Schwert", und war bei/für die Samurai u.a. neben dem Katana und Wakizashi das "Kleinste".
      Die traditionellen Tantoklingen haben mit der schräg abgewinkelten Version, welche heute auf dem Markt sind (man spricht von American Tanto Designs) nicht viel gemeinsam.
      Traditionelle Tantos gingen eher fliessend über, vom Klingenbereich zur Spitze. Allerdings, es gab dabei einige spezielle Formen, so zB auch zweischneidige, ähnlich Dolche. Das mal zum allgemeinen Verständnis, was Tantos eigentlich sind, zumindest eine Kurzform.

      Für draussen wurde ja schon erwähnt, Droppoint oder Spearpoint haben sich als effektiv erwiesen. Wobei es allerdings auch Klingenformen gibt, grade in Asien, oder im Amazonas, welche weder noch sind, aber dennoch mehr als nur ihren Dienst tun.
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Vielleicht wären diese zwei Neckknifes noch eine Alternative, da sie etwas größer sind und deutlich besser in der Hand liegen. Ich habe das CRKT und empfinde die Rückhandlage als sehr unangenehm.
      Mit den unteren zwei komme ich deutlich besser zurecht.
      Nun gut, dem Rambler muss man erst eine Kydex bauen damit man es am Hals tragen kann, dann aber sehr angenehm.

      boker.de/fahrtenmesser/magnum/outdoormesser/02MB210.html

      boker.de/fahrtenmesser/boeker-…utdoormesser/02BO182.html
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      ZEIT DIE ICH MIR NEHME, IST ZEIT DIE MIR WAS GIBT.
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Aus meiner Erfahrung -ich habe das Minimalist Wharncliff und das Bowie, ich hatte das Böker Rambler und auch das Flash:
      Ich habe das Wharncliff seit es das gibt als Neckknife getragen und es ist genau so wie ein Neckie sein sollte. Ich habe es eigentlich nur zum Schlafen und Duschen abgenommen.Die Scheide ist top,der Stahl ausreichend schnitthaltig und schnell nachschärfbar, die Handlage ist im Normalgriff super. Die Wharncliffklinge ist im Alltag gut einsetzbar und vielseitiger als man glaubenmöchte. Durch die gerade schneide ist es am einfachsten nachzuschärfen.
      Das Magnum Flash ist für den Preis Ok, ich finde durch die Grösse ist es schon fast ein vollwertiges Messer für die meisten Outdoortätigkeiten. Es ist schön leicht und die Scheide ist nachjustierbar so das das Messer sicher gehalten wird.
      Leider stumpft das Messer in der Scheide beim tragen, wie bei vielen billigen Plastikscheiden scheinen abrasive Zusätze in der Kunststoffmischung enthalten zu sein.Das Thema hatte ich bis jetzt mit den Magnum Flash mit 2 Gerber Bigrock und auch mit 2 Cold Steel Bowie Spike. Gerade in Kombination mit einem recht weichen, wenig schnitthaltigen Stahl war das für mich inakzeptabel.
      Das Problem habe ich mit den Minimalist nicht.
      Das Rambler hat zwar ein bisschen mehr Klinge und vielleicht etwas besseren Stahl als die CRKT hat aber eine nutzlose Lederscheide und ist beiden CRKT in der Praxis -zumindest meiner Meinung nach -deutlich unterlegen.
      Die Handlage der CRKT ist durch die Ausformung viel sicherer als beim Rambler, so das man selbst im 3-Fingergriff richtig
      kraftvoll damit arbeiten kann. Die Handhaltung mit Schneide nach oben ist vielleicht etwas unbequem aber durchaus machbar -außerdem kommt der bei dem Anwendungsspektrum der Messer imho selten vor.
      Das Grasshopper ist keinen Deut besser und auch nicht grösser.
      Das Pocket Bowie spielt wiederum in einer ganz anderen Grössen und Gewichtsliga.
      Die Klingenform des Minimalist Tanto finde ich bei so einer kurzen Klinge und in Kombination mit dem Recurve der restlichen Schneide als Blödsinn und für den Ami-Tactical-Markt zugeschnitten.
      Ist im Outdoorbereich im Verhältniss zu den beiden anderen Versionen unbrauchbar.
      Seit kurzem habe ich das Minimalist Bowie und es wird das Wharncliff ablösen.Ich fand das Wharncliff immer so gut das ich mich mit dem Bowie nicht befassen wollte bis ich es in der Hand hatte.
      Es ist einen Tick grösser im Griff, mit tieferen Fingermulden und liegt nochmal sicherer in der Hand. Wenn man es hält ist das Griffgefühl so, daß man glaubt es wäre eine ganze Nr. grösser als das Wharncliff. Es ist übrigens auch fast 1,5 mal so schwer.
      Die Klingengeometrie ist noch schneidfreudiger und die Bowie-form imho nicht viel- aber ein bisschen universeller nutzbar.Es ist einfach etwas mehr Klinge und die Spitze ist trotzdem präsent.
      Tatsache ist, es gefällt mir besser als mein altes Wharncliff und ich habe mir ein 2. Bowie bestellt.
      Als alleiniges Universalmesser für den Outdoorgebrauch sind aber beide Modelle eher marginal, dafür sind sie zu klein.
      Die Minimalist erledigen alles übliche im Alltag und auch im Outdoorbereich können sie vielleicht gut 2 Drittel aller anfallenden Tätigkeiten erledigen.Aber das restliche Drittel,nämlich die groben Arbeiten sind damit nicht zu erledigen.
      Trotzdem ist der Nutzwert erstaunlich,nicht nur im Alltag sonder auch bei der Jagd.
      Mit beiden ist es kein Problem Kleinwild küchenfertig zu machen und ich bin mir sicher das ich auch ein Stück Rehwild damit versorgen kann - einschließlich aufbrechen,aus der Decke schlagen und zerwirken. .(Wobei dazu die Bowieform besser geeignet ist).
      Und beide sind auch als "last Ditch self defense " oder Suvival Messer zum immer dabeihaben oder im Survival Minikit sehr brauchbar.
      Aber um den Outdoor oder den Survivalbereich voll abdecken zu können braucht man m.E. dazu ein grösseres Messer oder ein kleines Beil.
      In der Kombiation mit dem Beil würde beide Minimalist als Messer/Schneidwerkzeug eigentlich schon ausreichen...
      So in etwa hat übrigens auch die Ausrüstung des Ötzi ausgesehen, sein Messer hatte auch nur die bescheidene Klingenlänge von 5 cm und dazu trug er sein Beil.
      Seitdem ich mir das richtig vor Augen geführt habe, mit wie wenig Messer der sein Überleben gesichert hat hat sich meine Einstellung zur Messergrösse- speziell in Verbindung mit einem Beil-erheblich verändert.
      Mit beiden Minimalist kannst Du nichts falsch machen,zumal sie keinen arm machen. Ich würde dir aber zu Bowie raten.Wenn Du trotzdem ein Wharncliff bevorzugst schick mir mal ein PM, ich hab noch ein unbenutztes.
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Guten Tag,
      von dieser modernen Tanto-Form würde ich auch Abstand nehmen wenn es ein Messer sein dass die täglichen Arbeiten erledigen soll.
      Diese abgeschrägte Meißelspitze hat zwar enorme Penetrationsfähigkeit, ist aber im täglichen Gebrauch eigentlich nicht nötig, sieht aber sehr "zackig" aus.
      Die alten Japaner hatten wirklich keine solchen schrägen geraden Spitzen, es ist genauso wie -habicht- schreibt, die Form der Tantos variierte zwischen einer Klinge die einfach aussah wie ein gestrecktes Finnenmesser oder hatte einen ähnlichen Anschliff wie eine größere Blankwaffe. Gemein war ihnen oft eine ziemlich dicke Rückenstärke, die Samurais hatten im Ernstfall vermutlich nur Sachen dabei um einem Gegenüber das Leben schwer, respektive kurz, zu gestalten.
      Bei den Verlusten an Material was das Härten der Katanas betrifft ist es auch denkbar dass mancher Tanto aus einer Schwertklinge gefertigt wurde, es wäre ja auch Verschwendung gewesen eine nicht mehr zu richtende Katanaklinge einfach in die Tonne zu treten wenn ein Teil davon noch brauchbar ist.
      Viele Grüße
      Roman
    • Auf Messers Schneide: Tanto vs. Bowie!!

      Hallo an Alle,

      Danke für die ausführlichen Tipps! Ihr habt mir echt weitergeholfen. Wie ich mir schon gedacht hab, ist die bowievariante der "Gewinner". Ich hab mir die produktempfehlungen von euch angeschaut, werde aber beim Minimalist bleiben.

      Das ging ja echt schnell
      Nochmal danke :D