Bushcraft Stilblüten

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  • Bushcraft Stilblüten

    Dieses Thema wird bei vielen sicher jetzt sauer aufstoßen.

    Nicht missverstehen, ich benutze auch einen Hobo, habe auch ein Haumesser und eine Hängematte.

    Mir fällt auf, dass viele Dinge im Bushcraft und Foren kategorisch getätigt werden. Einfach so, ohne über Sinn weiter nachzudeneken.

    Besonderes Thema sind für mich hierbei Hängematten :mrgreen:

    Da ich ja nun mein Grundstück als Ausweichlager für das Niedersachsentreffen anbot, erfolgte auch gleich die Anfrage, ob ich denn genug Bäume für Hängematten dort stehen hätte. :lol:

    Ich musste bei den Mails laut loslachen. Mein erster Gedanke war, mir bei meinen Nachbarn diese Stahlgestelle für Hängematten zu borgen, damit die Jünger auch guten Schlaf in ihrer Matte bekommen ;)

    Ich persönlich denke immer, was sich die leute limitieren. Die Hängen so fest in und an ihrer Hängematte, dass sie das Pferd von hinten aufzäumen :D

    Ich persönlich nutze eine Exped Hängematte, welche auf Kanutouren mit dabei ist, weil man es sehr genießt, bei 14 Tagen Bodenkriecherei, mal eine andere Haltung einnehmen zu können, so quasi als Sofaersatz.

    Auch wird die Matte eigentlich in Regenwäldern genutzt, um vom feuchten Boden wegzukommen, in Verbindung mit Tarp, liegt man bei den straken Güssen dort trocken, bzw. ist die einzige Möglichkeit, trocken zu schlafen.

    In unseren Wäldern ist sowas aber nicht notwendig, vielmehr schläft man auf einer Moosplatte im Wald deutlich besser am Boden.
    Die Ausrüstung ist z. T. auch schwerer als normal und einfach überflüssig.

    Batonen

    Ursprünglich wird diese Technik angewandt, um bei kompletter Feuchte des Waldes, an trockenes Kernholz zu kommen.
    Regnet es nicht, nehme ich einfach kleine Ästchen, um ein Feuer zu entfachen, was weniger Energie kostet, danach einfach ganze Stämme usw.
    Heutzutage dreschen die Leute wie wild auch auf kleinen Neckknifes herum, um Kernholz vom Ästchen zu bekommen, dieses wie im Zwang gesteuert :roll:
    Sowas verstehe ich nicht ! Auch wird daran die Qualität von Messern bewertet, obwohl ich jeden ollen Malerspachtel auch da durch treiben kann :D

    Hobos

    habe auch einen Hobo, nutze ihn meist im Lavvu, um eine Sichere Eingrenzung zu haben.
    Ursprunglich haben Wandersleute in Amerika diesen Hobo genutzt, um sicher z.B. im Eisenbahnwagon sich zu wärmen, oder zu kochen, ohne selbigen abzufackeln.
    Denen wäre nicht eingefallen, irgendwo in der freien Natur, wo man ein kleines Kochfeuer machen kann, einen Hobo zu nutzen.
    Heutzutage nimmt man diesen aber kategotisch mit, ohne wirkliche Notwendigkeit. Er wird einfach benutzt. Die meisten Hobos sind schwerer als ein kleiner Gaskocher mit Kartusche, langsamer, schwerer beim Kochen zu kontrollieren und wetterabhängig.
    Draussen kann ich einfach ein Feuer machen, der Hobo ist genauso verboten wie ein offenes Feuer, daher warum ?

    Macheten in deutschen Wäldern:

    Eine Machete dient zur Entlaubung und Freischneidung in tropischen Wäldern. Hier in unseren Wädern macht das keinen Sinn. Ein Beil oder Axt schaft da mehr, da wir keringes Holz haben, Stangenholz nutzen usw.

    Dieses sind nur ein paar Umrisse, aber dieses fällt mir immer wieder auf. Zieht euch jetzt nicht den Schuh an, locker bleiben, gar nichts los ! ;)

    Kennt ihr noch Sachen, die immer wieder euch verwundern lassen ?
    Schreibt mal !
    Jackknife YT Channel


    Buschmesser Website

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen, ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nicht angeschaut haben
    Alexander v. Humbold, Naturforscher 1769-1859
    --------------------------------------------------------------
    Mit Tipples Kaktusklöten gehen Icebreaker flöten !

    wyrd bið ful aræd
  • Bushcraft Stilblüten

    Beim Batonen geb ich dir Recht:D.Das ist für mich auch eher , um kleiner Scheite oder trockenes Holz zu bekommen , und nicht , adss man sich die Zeit vertreibt.Und bevor man sich noch sein Messer schrottet , würd ich mir die Zeit im Wald leber sinnvolll vertreiben
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Bushcraft Stilblüten

    kritisches Hinterfragen ist immer gut! :D

    Survival Kit
    Wenn wir nicht gerade von einer Expedition (an den Amazonas) reden... hat das jemals schon mal wer in unseren Breitengraden wirklich gebraucht oder benutzt?!
    Wenn ich erwarte, beim Bushcrafting über's Wochenende in D sowas zu brauchen, dann müsste ich das auch jedes Mal bei der Feldarbeit dabei haben, jeder Winzer bei uns draussen etc.

    Messer
    (killt mich jetzt nicht oder schmeisst mich hier aus dem Forum raus... :o )
    In diesem Bushcraft Forum wird sich proportional so viel über Messer ausgelassen, Stahl, Modelle, Preise, Schliffe.... wie über Autos beim ADAC.
    Das Messer ist unbezweifelt das Hauptwerkzeug (nach dem Hirn) im BC.
    Aber es gibt Messer in allen Varianten. Die meisten schneiden auch und tun das, was sie sollen - mehr oder weniger gut, hübsch, anhaltend etc.
    Mein Vater war sein Leben lang draussen und hatte nie mehr dabei als ein Schweizer bzw. ein altes (gut geschärftes) Taschenmesser mit Hirschorn Griff und Korkenzieher.
  • Bushcraft Stilblüten

    Es macht auch irgendwie Spaß , mal 2-3 Tage nur mit wenig Ausrüstung klarzukommen und nicht für jeden Situation sein eigenes Tool dabeizuhaben.Denn dass einzige , was dass einem bringt sind Rückenschmerzen:D
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Bushcraft Stilblüten

    Sauer aufstossen ?
    Sicher nicht , denke ja oft ähnlich !

    Da werden oft Sachen mitgeschleppt/genutzt die weder gebraucht noch sonderlich bequem sind !
    Aber das gibt sich mit den Jahren - ich oute mich mal und gestehe daß ich den selben Quatsch auch gemacht habe - du nicht auch Jacky ?

    Inzwischen nutze ich eher Sägen und Beile zum Kleinholzmachen , oder noch viel unspektakulärer eine Gartenschere :mrgreen:
    Meine Klingen wurden graziler, da ich sie nicht mehr quälen muss und eine Machete kommt nur noch ins Boot wegen der ganzen Sch.... Brombeerhecken die mir jedes Jahr meine Anlegstellen zuwuchern.
    Hängematten nutze ich eig. auch fast ausschliesslich im Boot weil hier bei mir in den Rheinauen oft der Boden zu feucht ist um auf dem Boden zu pennen.

    Einzig die Hobosache - die sehe ich gaaaanz anders - ich habe auf jeder Tour einen Hobo dabei - weils (für mich ! ) die beste Art ist draussen Feuer zu machen !
    Lagerfeuer mache ich äusserst selten -- ich mache kein Feuer auf dem Boden - selbst mit dem Hobo habe ich eine Bodenplatte dabei !
    Einmal weil ich keinerlei. Spuren hinterlassen will und auch weil es mir oft viel zu gefährlich ist ! Mit dem Hobo kontroliere ich das Feuer besser, ich hinterlasse keinerlei Spuren und nutze meinen Brennstoff viel effizienter !
    Ausserden schleppe ich so keinen Brennstoff mit mir herum und muss auch keinen kaufen :mrgreen: :mrgreen:
    Die beste Armut ist die des Geistes, denn die bekommt man als Betroffener nicht mit !
    Wissen wiegt nichts !

    Es gibt immer was zu tun... Und wenn mal nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so viel getan, dass es gut tut nichts zu tun...(Shamanironheart)
  • Bushcraft Stilblüten

    Ist es nicht bei allen männertypischen Hobbys und Passionen so, daß immer wieder der Spieltrieb und der Hang zu maßloser Übertreibung die Oberhand über die Vernunft gewinnt? Vieles kann man in Frage stellen aber wenn es dem Einzelnen Freude bereitet, warum nicht?
    Eine Axt im Wald hab ich nie unbedingt gebraucht, macht aber Spaß!
    Einen Hobo brauch ich auch nicht unbedingt, hat aber Spaß gemacht einen zu bauen und sich damit zu beschäftigen!
    Dies könnte ich jetzt beliebig so weiterführen, in allen Bereichen Ausrüstungsgegenstände betreffend (Messer, Zelte, Kleidung etc.pp.).
    Wer kennt sie nicht die unzähligen Youtube-Videos, in denen die neuesten Errungenschaften der Bushcraft-Technology auf dem heimischen Balkon oder dem Hobbykeller vorgestellt und unter "realen" Bedingungen getestet werden?
    Auch ich muß schmunzeln wenn ich sehe wie 500gr. Bowiemesser ihre Zweckmäßigkeit durch das schneiden von Bifi-Scheiben unter Beweis stellen müssen.
    Eine ganze Industrie lebt davon, uns mit Dingen zu versorgen die wir nicht brauchen und ich finde das gut!
    Soll jeder selbst entscheiden!
    Frieden, Freiheit, Abenteuer!
  • Bushcraft Stilblüten

    "chinaerik" schrieb:

    kritisches Hinterfragen ist immer gut! :D

    Survival Kit
    Wenn wir nicht gerade von einer Expedition (an den Amazonas) reden... hat das jemals schon mal wer in unseren Breitengraden wirklich gebraucht oder benutzt?!
    Wenn ich erwarte, beim Bushcrafting über's Wochenende in D sowas zu brauchen, dann müsste ich das auch jedes Mal bei der Feldarbeit dabei haben, jeder Winzer bei uns draussen etc.

    Messer
    (killt mich jetzt nicht oder schmeisst mich hier aus dem Forum raus... :o )
    In diesem Bushcraft Forum wird sich proportional so viel über Messer ausgelassen, Stahl, Modelle, Preise, Schliffe.... wie über Autos beim ADAC.
    Das Messer ist unbezweifelt das Hauptwerkzeug (nach dem Hirn) im BC.
    Aber es gibt Messer in allen Varianten. Die meisten schneiden auch und tun das, was sie sollen - mehr oder weniger gut, hübsch, anhaltend etc.
    Mein Vater war sein Leben lang draussen und hatte nie mehr dabei als ein Schweizer bzw. ein altes (gut geschärftes) Taschenmesser mit Hirschorn Griff und Korkenzieher.


    :mrgreen: :mrgreen: AMEN ERIC ! ! :mrgreen: :mrgreen:

    Den Imho total ............ SK hatte ich nicht erwähnt weil ich keine Lawine loslösen wollte :mrgreen:

    Messer --- auch wenn ich da selber ein total irrer Messerkasper bin --- auch wenn selten das selbe 'Spielzeug" mit mir rausgeht --- grade dieses Thema wird masslos überbewertet !
    Wer halbwegs normal mit seinem Messer umgeht dem reicht ein einfaches,schlichtes Schweizer,ein Mora oder ein Opinel !

    Ich selber war schon tagelang auf Tour nur mit einem Opinel und lebe noch ! Ein Bekannter den ich sehr schätze hat schon einiges mehr erlebt als viele von uns zusammen und hat auch als Guide gearbeitet - nie hatte der mehr als ein Taschenmesser dabei !

    Habe es glaube ich zumindest schon mal erwähnt - seit einiger Zeit nutze ich nur zwei Moras - auch wennn ich arge Entzugserscheinungen habe(bäääh-ich missse meine Spielzeuge sehr)

    Aber ich komme mit dem hässlichen Billigkram zurecht !
    Die beste Armut ist die des Geistes, denn die bekommt man als Betroffener nicht mit !
    Wissen wiegt nichts !

    Es gibt immer was zu tun... Und wenn mal nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so viel getan, dass es gut tut nichts zu tun...(Shamanironheart)
  • Bushcraft Stilblüten

    Gutes Thema Jack...!
    Ich seh das auf meine Art ganz genauso...!

    Viele der Leute die sich Bushcrafter nennen sind Gearjunkies in der einen oder anderen Stilrichtung....

    Bei vielen geht es mehr um das Gear und das Sammeln desselben, als wirklich darum draussen zu sein.

    Nur mal zum Thema Klamotten:
    Solange ich beim BC bin und nicht in einer Extrem-Expedition oder in einem anderen extremen Einsatz ist es mir vollkommen schei**egal wieviel Wasserdampfdurchlässigkeit eine Goretex-Jacke hat.
    Solange sie dicht ist wenn es regnet und ich nicht wirklich wie bei einem Gummianzug ersaufe ist mir das mal sowas von wumpe...
    Ich habe auch schon verdammt viel Regen erlebt (und überlebt) ohne Regenschutz.
    Und wenn ich mit einer 5000er Jacke beim BC nicht klar komme, und eine 12000er brauche um glücklich zu sein, dann habe ich den Sinn von BC verfehlt und sollte lieber zu Hause bleiben und Deutschland sucht den Superstar anschauen.
    Und wenn eine Regenjacke gerade nicht greifbar ist, würde ich einen Teufel tun, und mir deswegen ein Wochenende oder ein paar Tage draussen vermiesen zu lassen oder abzublasen..

    Und ich brauche beim BC auch keine 100-150 Euro fucktical-Hose, sondern trage dabei meist BW-Hosen für 5 Euro - teilweise bekomme ich die sogar in NEU für den Preis..
    Oder irgendeine andere billige aber gute Cargo-Hose.


    Ich will gar nicht wissen, wieviele von denen, die sich stundenlang über Gear unterhalten, und Schränke voll davon haben, wieviele Tage pro Jahr wirklich draussen verbringen - und bei welchem Wetter.
    Der eine oder andere Gear-Freak sicher vielleicht gerade mal eine handvoll Wochenenden pro Jahr - im Sommer - wenn überhaupt.
    Aber dann wahrscheinlich 3x pro Woche die Ausrüstung streicheln und leuchtende Augen dabei bekommen...wenn man sich theoretisch ausmalt, was man damit mächen >>KÖNNTE<< ...

    Ich mag auch Messer (die die mich kennen wissen das ganz gut..)..
    Aber ein Messer ist nur ein Werkzeug - deswegen mag ich es.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Ich geile mich nicht daran auf und rede auch nicht stundenlang darüber....manche vielleicht sogar MIT ihren Messern.. :mrgreen:

    Dieses ganze Messer-Gelaber geht mir hier schon lange auf den Sack.... Aber jedem das seine. Mann muss ja nicht alles kommentieren...
    Zu Stahl oder Stahlsorten habe ich ja ab und zu mal was geschrieben. Und vielleicht eine handvoll Beiträge auch zu Messern. Mal von der Vorstellung meiner eigenen Messer abgesehen, um die ich mind. 20-fach gebeten wurde.

    Aber ansonsten kann ich nicht nachvollziehen, wie sich manche stunden-, wochen-, und jahrelang über Messer unterhalten können...

    *gäääähn*

    Aber auch dabei: Jedem das seine...

    Ich will das nur damit zusammenfassen:
    Mann sollte das um was es geht nicht aus den Augen verlieren vor lauter GGGGGEEEEEAAAAARRRRR....
    Es geht letztendlich um Bushcraft.. Um das draussen sein..
    Darum Natur, Wind, Wetter usw. zu erleben und damit zu leben.
    Nicht darum, dass man einen hoch kriegt, weil man gerade den neusten und geilsten Kocher angeheizt hat.

    All das gilt für BC.
    In wirklichen Extrem-Situationen wie Expeditionen, entsprechende Einsätze oder WCS etc. ist gute Ausrüstung u.U. überlebenswichtig.
    Beim BC nicht - da geht es nicht um ein Ziel wie den Einsatz erfolgreich abzuschliessen und / oder defacto zu überleben... sondern es geht um das oben beschriebene..

    Beim BC ist der Weg das Ziel.

    Und nicht sich selbst den Weg durch Gear und Ausrüstung festzulegen oder einzuschränken oder zu beeinflussen.


    So - Mahlzeit - tat gut das mal loszuwerden... 8-) :mrgreen:
    *Never hesitate...!*

    Es gibt immer was zu tun.. Und wenn mal
    nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so
    viel getan, dass es gut tut nichts zu tun..
    (Von mir - die andern fandens witzig. :lol: )
  • Bushcraft Stilblüten

    Das mag schon so stimmen.

    Allerdings rutscht man in diesen Gearfluss sehr schnell hinein.

    Fakt ist einfach, dass man ein gutes Messer braucht. Dann geht aber die Diskussion los, was ist gut, was braucht man etc. und schon hockt man da und hat keine Ahnung mehr.

    Gutes Gear ist wichtig und man will ja auch nicht unnötig Geld für Schrott ausgeben, drum ist man mit Tipps von anderen Gleichgesinnten gut beraten.

    Ohne gutes Gear findet man sich auch schneller in einer echten Survivalsituation wieder als einem lieb ist, mag´s nur der Stiefel sein der keinen Halt gibt oder das Messer das abbricht und verletzt.

    Aber im Endeffekt hilft einem das beste Zeug nichts im Büro oder zuhause.

    Wann is eigentlich das nächste BCD Treffen? :D
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Bushcraft Stilblüten

    Was mir noch auffällt ist dass bestimmte kanonische Ausrüstungsgegenstände und Handlungen gibt die irgendwer mal angefangen hat und jetzt jeder nachmacht.
    Z.b. die BW-Ponchos. Für richtige Touren empfinde ich sie viel zu unpraktisch und das improvisierte Tarp daraus ist eher naja. Warum nicht einfach eine vernünftige Regenjacke und ein Tarp nehmen?

    Ich habe darüberhinaus noch das Gefühl, dass viele ihre "Bushcrafttouren" so machen um den Ansprüchen der Szene gerecht zu werden. Will heißen, man geht nicht mehr einfach raus ne Runde wandern mitm Pausenbrot und ner Flasche Wasser. Nein. Die Laufstrecke ist ziemlich übersichtlich, dafür ist es obligatorisch sich auch auf einer 4 Stunden Tour, mindestens einen Tee zu kochen. Natürlich auf dem Hobo und am besten aus Fichtennadeln auch wenns gar nicht schmeckt, dann backt man sich noch ein Bannock.
    Einfach paar Butterstullen mitbringen wär ja nicht Bushcraft genug.
    Für all das spannt man noch das Tarp auf weil ohne geht ja nicht.
    Dann schnitzt man sich noch einen Löffel den man nie benutzen wird und fertig war die 3 km lange Tour. Die Tour stellt man dannnatürlich unter Survivalgesichtpunkten online. Man musste unbedingt das Wasser filtern und abkochen, (Man hätte auch einfach ne Flasche Wasser von zuhause nehmen können) und lästert über die blöden Outdoorer mit ihrer bunten Funktionskleidung :D

    Aber ist doch in jeder Subkultur so ähnlich. Einer macht was vor und die anderen machen was nach. Dann gibts noch n paar die sich nicht um die Richtlinien ihrer "Szene" scheren und das machen was sie wollen.
    Die kommen dann aber schlecht an, weil sie nicht nach den Dogmen vorgehen die niemand wirklich aufgestellt hat, aber an die sich irgendwann alle halten.

    Und weil wir in Deutschland leben gibt es irgendwann auch mal eine Bushcraftsatzung und Regelwerk und es gibt Paragraphen wie, was auszuführen ist, sonst droht eine Lebenslange Sperre vom Bushcraftdachverband :D

    Nicht ganz ernst nehmen Mädels ;)
    Hieß früher AJ im Forum.


    - Die Wüste ruft -
  • Bushcraft Stilblüten

    Hahah, super geschrieben ^^

    Ich bin für einen Deutschen Bushcraftschein! :P
    Wenn man ohne ihn abseits der Wanderwege von Ronny kontrolliert wird gibts ne dicke Strafe und Einzug des Messers xD
    Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
  • Bushcraft Stilblüten

    "Hagbard" schrieb:

    So eins wie das obere hier? :D Hab ich von meinem Opa geerbt, ist mein jagdliches EDC


    JOOP! Exakt so eins!

    Und... mein Vater hat Messer geliebt - ich hab ihm mal aus meiner Druckerei-Zeit von der DRUPA Druckmesse ein Riesen Poster der tausend Messer mitgebracht - das hängt heute noch an seiner verwitweten Werkstatt-Wand.
    Aber was was taugt, das benutzt man einfach - schwelgen kann man ja viel...
    (ich hab nach ewiger Bauzeit meinen recht guten Akkuschrauber gehimmelt - dann nach Recherche und Sicht und Rat eines Top Schreiners 'ne blaue Bosch gekauft. Und gut is! Der wird jetzt benutzt, bis er das zeitliche segnet - ist ein Werkzeug, taugt was - da brauch ich kein anderes nebendran, um immer zu überlegen: "Schraub ich jetzt mit Bosch blau oder DeWalt gelb... :lol: )

    Ich habe darüberhinaus noch das Gefühl, dass viele ihre "Bushcrafttouren" so machen um den Ansprüchen der Szene gerecht zu werden.


    Das Gefühl habe ich auch, wundert mich auch oft.
    Deswegen erlaube ich mir immer die Späße in Sachen Firesteel und Zunder... früher habe ich meine Feuer immer gut mit einem Feuerzeug anbekommen - heute nur noch schlecht mit Firesteel und Zunder ;) (aber ich übe es und will es lernen...)

    Nee ehrlich. Bushcraft bedeutet für mich - gegenüber früheren Aktivitäten - dass ich mir Fähigkeiten aneigne, dazulerne, wie ich mich draussen wohler fühler und UNABHÄNGIGER werde.
    Das erreiche ich ja nicht, indem ich mich von noch mehr Zeugs und Konvention abhängig mache, oder?
  • Bushcraft Stilblüten

    Schöner Thread,

    Bushcraft Stilblüten - meine Eindrücke von Sachen, die mir persönlich immer wieder im Forumthemen auffallen kurz zusammengefasst:

    Messer, die Heilige Kuh der Bushcrafter! Es gibt nichts wichtigeres auf dieser Welt :!: :!: ;) Besitze ich selber einige und mag das auch, aber.... wenn ich wirklich ganz, ganz, ehrlich bin, kann ich fast 90% aller Backwood-Messer-Tätigkeiten mit einem geliebten/gehassten Mora erledigen. Alles andere erledigt das Vic.
    Molle-Taschen, Molle-rucksack.
    Tarnklamotten
    Spezialle Funktionsgeweben mit schönen Markennamen.
    Stirnlampe
    GPS
    Ultralight
    Edelstahlbecher
    Feldflasche

    Manchmal habe ich das gefühl, dass man nicht auf Bushcraft-Touren gehen kann, ohne das Gedöns gekauft zu haben.

    Für mich ist ERFAHRUNG das wichtigste. Das erreiche ich weder durch lesen, im Forum diskutieren oder im YouTube anschauen, sondern durch MACHEN und TUEN.
    Um Erfahrung zu sammeln braucht man nicht viel:
    Etwas Zeit, ein Ziel und die Resourcen der Natur.

    (Und vielleicht ein Messer :lol: )
    Silence is golden, duct tape is silver

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MacGyver ()

  • Bushcraft Stilblüten

    Der alte Spruch Mac:

    Experience is the best teacher...

    (übrigens einer meiner Lieblingssprüche...). :mrgreen:


    Nett alles mögliche zu haben.....aber gut es nicht zu brauchen....
    Das triffts vielleicht auch...

    Aber Hauptsache mann macht Bushcraft....und redet nicht nur davon oder macht es von irgendwelchem Gear abhängig...
    *Never hesitate...!*

    Es gibt immer was zu tun.. Und wenn mal
    nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so
    viel getan, dass es gut tut nichts zu tun..
    (Von mir - die andern fandens witzig. :lol: )