Essbare Pflanzen in Winter

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    • Essbare Pflanzen in Winter

      Nochmal hallo zusammen,
      wollte hier nochmal ein eigenes Thema starten, dazu, was man im Winter (also zwischen Dezember und Februa noch alles an essbaren Pflanzen finden kann.

      Könnten hier ja mal sammeln:

      Also ich wüsste spontan nur Gänseblümchenrosetten und Brombeerblätter, die ja das ganze Jahr hängen. Und ich hab mal gehört, dass man die ersten Triebe von einer bestimmten Schachtelhalmart essen kann, sobald die ausm Schnee gucken...

      Wer weiß noch was?
    • Essbare Pflanzen in Winter

      "Lisa" schrieb:


      Also ich wüsste spontan nur Gänseblümchenrosetten und Brombeerblätter, die ja das ganze Jahr hängen. Und ich hab mal gehört, dass man die ersten Triebe von einer bestimmten Schachtelhalmart essen kann, sobald die ausm Schnee gucken...


      Und sag mir, wieviel Nährwert hast du denn davon?
      Hieß früher AJ im Forum.


      - Die Wüste ruft -
    • Essbare Pflanzen in Winter

      Das Problem bei Brombeerblättern ist, wenn diese nicht jung ausgetrieben sind im Frühjahr, dass sie die kleinen Stacheln an der Blattspreite haben und man die alle abpiddeln muss. Zudem schmecken sie nicht und haben wie Affenjunge bereits erwähnte auch keine Nährstoffe. Folgedessen im Winter auf Rhizome/Knollen konzentrieren und es muss(gegen den Topic Namen) außerdem auf tierische Nahrung gesetzt werden. Der Neandertaler beispielsweise konnte in den Glazialen und selbst in den Warmphasen nur durch grundsätzlich vorhandene Jagdbeuteüberleben. Wir haben zwar weniger Muskelmassen und brauchen weniger Kalorien(keine 5.000 wie der Neandertaler), dennoch wird man es wohl nicht über den Winter schaffen mit Pflanzen.
      Klassiker von Pflanzen im Winter sind einfach Rohrkolben und Schilf, dazu Nachtkerze/Königskerze oft an den verblühten Stängel und Blüten zu erkennen. Binsen findet man auch noch. Sauerklee, wobei auch hier die kleinen Mengen keinen Nährwert bringen. Mit Glück findest du bis in den Januar noch Hagebutten, die einigermaßen brauchbar sind. Außerdem zu erwähnen sind Bucheckern und Eicheln, wovon nahezu alle schon ranzig geworden ist und man ein wenig Glück braucht.

      "Lisa" schrieb:

      Und ich hab mal gehört, dass man die ersten Triebe von einer bestimmten Schachtelhalmart essen kann, sobald die ausm Schnee gucken...

      Müsste der Acker-Schachtelhalm sein, da der Sumpf-Schachtelhalm stark giftig ist.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Re: AW: Essbare Pflanzen in Winter

      Im Winter sammel ich Nadeln von der Weißtanne für Tee, Hagebutten, Vogelbeeren, Schlehen, verschiedene Winterknospen und mehr hab ich da noch nicht in meinem Repertoire! :smile:

      Update:
      Sorry, ich meinte Weißkiefer! Das sind die, mit den Fünf Nadeln! Die normale Waldkiefer hat 2 Nadeln!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jcornelius6 ()

    • Essbare Pflanzen in Winter

      Ich habe mal eine Liste im BCP erstellt, ich werde die mal beizeiten suchen.
      Es gibt in der Theorie und auch praktisch einiges an Notnahrung selbst im allertiefsten Winter, aber das ist angelegt auf eine Situation die gewollt oder ungewollt einen recht kurzen Aufenthalt an einem Ort stattfindet.
      Bei deinem Plan dauerhaft an einem Ort auszusteigen hast du in windeseile alle Pflanzen ausgelöscht die du essen könntest, denn das was man sucht sind Wurzeln, Knollen, Früchte, Nüsse und Sprossen. Dummerweise also alles was für die Fortpflanzung einer Pflanze wichtig ist. Im Sommer ja da ist der Tisch reich gedeckt und du wirst nicht drum herum kommen das Zeug irgendwie zu konservieren.
      Dazu kommt noch dass es einen unterschied gibt zwischen Winter ohne Schnee, wo man theoretisch alle Möglichkeiten ausschöpfen könnte und einem halben Meter Schnee und tiefgefrorenem Boden.
      Probiers mal aus dann nach Wurzeln zu graben, bzw. überhaupt mal eine Stelle zu finden wo das ist was du suchst.
      Hieß früher AJ im Forum.


      - Die Wüste ruft -
    • Re: AW: Essbare Pflanzen in Winter

      Das mit der Steinzeiternährung mach ich jetzt schon ne Weile. Da ich mich den Großteil meines Lebens "normal" ernährt hab, braucht sowas seine Zeit bis es sitzt und man das praktisch umsetzten kann...
      Ich versuch dabei mit den Jahreszeiten zu leben und mehr auf meinen Körper zu achten.
      Jetzt im Frühling stehen alle frischen Blätter, die ich draußen schon kenne, auf dem Speiseplan!
      Brennesseln, Giersch, Bärlauch ..., seit gestern das erste Birkenwasser, die jungen Blätter ungiftiger Bäume ...,Hasel bekommt gerade die ersten Blätter, DIE aus den Winterknospen heraus kommen!

      Aber bald tut sich überall was!

      Lindenblätter sind sehr lecker!:smile:

      Das mit dem bestimmen von Pflanzen ist so ne Sache ..., ich hab schon länger versucht mich da "reinzulesen", aber trotz dass ich viel über Pflanzen weiß, hab ich sie dann draußen nicht erkannt!
      Dann bin ich über das Buch Urban Foraging gestolpert und da stand drin, dass es besser ist seine "eigenen" Pflanzen richtig zu kennen, anstatt viele nur so'n bisschen! Ich versuch die Idee dahinter mal wieder zugeben ...
      Jeder hat Pflanzen, zu denen man sich besonders hingezogen fühlt ...und diese Pflanzen sind deine Verbündeten! Man lernt diese Pflanzen GENAU kennen..., nicht nur erkennen, sondern man kocht damit, lernt alles was man mit ihr machen kann und geht dadurch eine Art Verbindung ein! Ich freunde mich gerade mit dem Giersch an und werde diese Pflanze durch das Jahr begleiten, seine Samen sammeln, alle Stellen finden, wo er wächst ..., eine Pflanze ausgraben und sie mit nach Hause nehmen ..., bis man sie in und auswendig kennt. Das mach ich jetzt seit ein paar Jahren und jetzt erst bekomme ich den Blick für die ganzen Details bei Pflanzen!
      Weil ich schon soviel mit meinen Pflanzenverbündeten gemacht hab!
      Für mich gibt es die Kleinen und die Großen Verbündeten...
      Birke, Linde und Kiefer gehören zu meinen großen Verbündeten und das sind, wie jeder Bushcrafter weiß, sehr starke Verbündete!
      Man kann sie aber nur für sich "gewinnen", wenn man sie auch wirklich "kennt"..., sie richtig kennen gelernt hat! Also nicht nur den lateinischen Namen kennt und die Sachen, die man nur aus Büchern lernt...
      In dem Buch "Wyrd, der Weg eines angelsächsischen Zauberers", gibt es auch eine Szene, wo der Zauberlehrling eine Pflanze erst "besiegen" muss, um sie als Verbündeten zu gewinnen! Die Idee dahinter ist die Selbe!! Der Zauberer in dem Buch kennt seine Pflanzenverbündeten so gut, dass er auch ihr geheimes Wesen kennt ..., ihren Pflanzengeist. Aber bevor er eine Pflanze nicht wirklich kennt, kann er niemals bis zu diesem Punkt kommen ..., diese Tiefe erreichen!

      Es ist wie "mit" der Natur leben und "überleben"!

      Nehm z.B. einen Heiltee! Die einen können dir die Inhaltsstoffe aufzählen und dir erklären, warum die Mistel bei Herzproblemen hilft. Hat man aber die Mistel als Pflanzenverbündeten ...,ist das eine ganz andere Sache!
      Es fängt schon damit an...,wie man eine Mistel überhaupt findet! Wenn hier keine Verbindung besteht, wird mir der Tee aus ihr später auch nichts bringen ...

      So vom Gefühl her, kann ich verstehen, was du vor hast... und um dahin zu kommen gibt es verschiedene Wege...

      Heutzutage sind die meisten Diebe, die nur nehmen, nichts zurück geben und keine Verbindung mehr mit den Pflanzen und Tieren haben und das merkt man an der Leere und der Sinnlosigkeit in allem was getan wird.

      Die Wegwerfgesellschaft ist ein Spiegel dieses Verhaltens!

      Wenn man davon weg will, um wieder mit der Natur zu leben, wieder ein Teil davon zu sein, muss man mit den kleinen Pflanzenverbündeten anfangen! Wenn hier wieder das Gefühl stimmt und man nicht wie ein Dieb etwas nimmt, zu dem man keine Verbindung hat, dann bringt einem das auch mehr als Inhaltsstoffe ...

      Ich sehe das immer wieder! Auch bei Menschen, die sehr Natur verbunden leben, dass sie nur nehmen und sich selbst über alles stellen. Solange da keine Verbindung ist, bleiben sie nur Diebe, die ohne Sinn ein leeres Leben führen!

      Das mit dem autark leben hier in Deutschland ist so ne Sache...,jeder hat sich schon was "genommen", jedem "gehört" schon etwas..., aber eigentlich gehört einem nur das eigene Leben, sonst nichts und das kann einem jeden Moment genommen werden!

      Das Leben ist ein Geschenk auf Zeit!

      Man tut gut daran etwas demütiger zu werden, bevor man einfach wieder ein Leben nimmt!

      Vegetarier und Veganer leben auch nur ein leeres Leben, wenn ihnen das abgeht...

      Es gibt eine ursprüngliche Art mit der Natur zu leben. Dann bedeutet Essen nicht diese Leere aufzufüllen, sondern es ist etwas tieferes darin verborgen.
      Steinzeiternährung beinhaltet diese Idee ein wenig. Aber Nahrung zu sich zu nehmen, wenn man keine Leere und Sinnlosigkeit in sich mehr spürt, ist die eigentliche Art zu leben, wo alles einen Zusammenhang hat, man nicht das Leid der gequälten Tiere aus der Massentierhaltung mehr mit in sich aufnimmt und ein freies, gutes Leben führen kann, für das man die volle Verantwortung übernommen hat!

      Bis es einem wieder genommen wird ...:smile:

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von jcornelius6 ()

    • Essbare Pflanzen in Winter

      Ja j.Cornelius, so ähnlich seh ich das auch wie du, aber was ud ein wenig verklärst, ist dass in Sachen Nahrung erstmal nur eines zählt, nämlich Kalorien. Alles andere wie Vitamine und Spurenelemente kommt danach. Und die von die aufgezählten Pflanzen als Beispiel, sind allesamt so gut wie Nährwertfrei. Die Blätter einer Pflanze können zwar Heilstoffe enthalten, oder als Gewürz genutzt werden, aber für einen Menschen nutzbare Nährstoffe enthalten sie so gut wie gar nicht.
      In einer Situation wo es drauf ankommt aus der Natur zu leben, bringt einem dieses Wellnessbushcraften nix.
      Hieß früher AJ im Forum.


      - Die Wüste ruft -
    • Essbare Pflanzen in Winter

      "Snorre" schrieb:

      "Affenjunge" schrieb:


      ...
      In einer Situation wo es drauf ankommt aus der Natur zu leben, bringt einem dieses Wellnessbushcraften nix.


      Das sehe ich etwas anders als du.
      Gerade in einer Notsituation ist es wichtig sich mit den Regeln der Natur vertraut zu machen und nach diesen Mustern zu handeln.
      Und wenn man sich vorher schon mit Pflanzen die häufig vorkommen befasst, weiß man wie man diese behandeln muss und verwenden kann.


      Du verstehst mich falsch. Das sich befassen mit den Gegebenheiten der Natur ist essentiell. Aber dazu gehört auch zu wissen, was einem in einer Notsituation wirklich Energie bringt und das ist eben kein Fichtennadeltee und Brennesselsalat.
      Hieß früher AJ im Forum.


      - Die Wüste ruft -
    • Re: AW: Essbare Pflanzen in Winter

      Schon klar Affenjunge! Ich hab hier auch nicht alle Pflanzen aufgezählt, die ich "kenne"! Es ist bestimmt gut, Buche, Eiche, Hasel und viele mehr zu kennen ...,nicht nur wegen der Nüsse, sondern auch wegen der anderen Sachen...,diesem "vielmehr", das in den Pflanzen verborgen ist... Wie Feuer, Heilung, Werkzeuge, Waffen, Schnur...!;)

      Das hab ich damit gemeint!!

      Wenn du ein paar solche große Verbündete hast, kannst du draußen rumkommen! :D
    • Essbare Pflanzen in Winter

      Bäume und Pflanzen kennen zu lernen braucht sehr viel Zeit und je mehr Zeit man hineinsteckt, umso mehr wird man später dafür belohnt.
      Prinzipiell gehts am Anfang einfach um das "auswendig lernen", sprich wie ist eine Pflanze aufgebaut, welche Merkmale gibt es überhaupt, die man später dann unterscheiden kann.
      Zu den Nadelbäumen hab ich kleine Tipps, den bestimmt viele kennen:
      - Fichte sticht, Tanne nicht
      - Kiefer hat lange Nadeln. Roter Stamm Waldkiefer, Schwarzer Stamm überwiegend Schwarzkiefer
      - Fichte hat kleine Fähnchen aufsitzen, wenn man eine einzelne Nadeln abzieht
      - Tanne und Douglasie haben keine Fähnchen, sondern sitzen direkt auf dem Zweig auf. Hierbei verdickt sich die Tannennadel zum Zweig hin und hat eine Art runde Kappe auf dem Zweig sitzen, wogegen das bei der Douglasie nicht der Fall ist.
      - Zeder hat einen typischen Habitus, welchen man eigentlich direkt erkennen kann, wenn man sie erstmals gesehen und eingeprägt hat
      - Eibe hat eine leicht rötliche Rinde und breitere, saftig grüne Blätter(keine Nadeln). Keine Zapfen, sondern Samen mit Arillus

      Das sind so die Dinge, die ich mir meist bei den Nadelbäumen merke. Hat da jemand was zu korrigieren?
      Bei den Laubbäumen haben ich über die Jahre genauso Eselbrücken gebaut und auswendig gelernt. Das ganze geht nicht nur für Gattungen, sondern auch für Arten.
      Bei den Nadelbäumen ist es so; laut meiner Information, dass alle Nadelbäume(Pinaceae) essbar sind(wobei man bedenkt, dass die Familie der Eibengewächse keine Nadelbäume ist). Also müsste man sich doch theoretisch nur davon überzeugen, dass man keine Zypressengewächse und keine Eibengewächse vor sich hat?
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anonymous ()

    • Essbare Pflanzen in Winter

      Eine Pflanze tut alles um sich fortzupflanzen und um sich zu verbreiten. Hier wird die meiste Energie verwendet. Sei es Pollen und Nektar bei den Blüten, oder Früchte und Samen nach der Reifung. Hier sind die meisten Kalorien zu bekommen.
      Ansonsten bleibt nur das was im Winter unter der Erde gespeichert wird, nämlich Wurzeln und Rhizomen.
      Durch das erjagen von Tieren und Insekten bekommt man die "Kalorien" von anderen Pflanzen als großer Speicher in gebündelten Format serviert. ;)
      OT: In einem begrenzten Gebiet sich, insbesonder im Winter, nur durch Wildsammlungen zu ernähren stelle ich mir als besonders schwierig vor.
      Nicht um sonst waren die Ureinwohner Australiens nur halb-sesshafte Menschen, die als semi-Nomaden ein weites Gebiet zur Nahrungssuche benötigten.
      Silence is golden, duct tape is silver
    • Re: AW: Essbare Pflanzen in Winter

      "jcornelius6" schrieb:


      Was ich eigentlich damit ausdrücken wollte, ist dass es eine ursprüngliche Art gibt mit der Natur zu leben. Dann bedeutet Essen nicht diese Leere aufzufüllen, sondern es ist etwas tieferes darin verborgen.
      Steinzeiternährung beinhaltet diese Idee ein wenig. Aber Nahrung zu sich zu nehmen, wenn man keine Leere und Sinnlosigkeit in sich mehr spürt, ist die eigentliche Art zu leben, wo alles einen Zusammenhang hat, man nicht das Leid der gequälten Tiere aus der Massentierhaltung mehr mit in sich aufnimmt und ein freies, gutes Leben führen kann, für das man die volle Verantwortung übernommen hat!

      Bis es einem wieder genommen wird ...:smile:


      hmm... an sich würde ich dir schon zustimmen, aber ich bin mir nicht ganz sicher ob man nicht erst eine innere Harmonie finden muss, bevor man zu einer äußeren Harmonie kommt. Es ist denk ich ähnlich wie mit der Liebe... liebt man sich selbst, kann man auch andere lieben.
      Man muss denke ich auch immer das richtige Maß finden bei der ganzen Sache, vor allem wenn man allein ist und aussteigen will.
      Ich weiß nicht ob du gestern diesen Aussteiger auf 3Sat oder so gesehen hast, der hat das ganz hart durchgezogen und war sozial fast völlig isoliert und hat sich nach Anerkennung für sein Leben gesehnt... an sich find ich sein Leben gut, aber man ist nicht ausgeglichen, wenn man isoliert ist.

      Schon Rousseau, also der Begründer des Naturalismus, hat gesagt:
      "Der zivilisierte Mensch, der sich selbst immer fremd ist, kann nur leben im Spiegel der Meinung der anderen und leitet sozusagen allein aus ihrem Urteil das Gefühl für seine eigene Existenz ab."

      Da ist was wahres dran und wir können nicht mal so einfach aus der Gesellschaft austreten, weil wir sozialisiert sind. Der Mensch ist von seiner Natur entfremdet und versucht sich eine neue Natur zu schaffen (=Aussteigen), aber das kann denk ich nur in einem bestimmten Maß klappen.

      Auch die Lisa, die hier seit Tagen so viel wissen möchte muss das immer mitbedenken, dass man bei allem ein gesundes Maß finden sollte.
      Es ist eine romantische Träumerei, dass man in Deutschland völlig aussteigen kann und dann völlige Harmonie findet, weil wir alle schon längst von der Gesellschaft versaut sind, um es mal einfach auszudrücken.
      Wenn man wirklich völlig unabhängig leben will, dann braucht man ein ganzes Dorf Gleichgesinnter, denn allein kann man gar nicht alle Aufgaben schaffen. Es ist ja nicht nur das Sammeln und haltbarmachen von Nahrung, sondern auch die Herstellung von Werkzeugen, Kleidung und und und...
      Bei Rominson Crusoe hab ich das als 12jähriger auch noch super gefunden und in meiner Phantasie bin ich heute auch noch so, aber man muss beim Träumen auch auf dem Boden der Tatsachen bleiben und sich da nicht in irgendwas reinsteigern.

      Niemand steigt von einem Tag auf den anderen aus, das braucht jahrelang und man macht es nicht, weil man dafür gerade ein Interesse entwickelt hat. Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber wollte das mal alles als Gedankengang einwerfen.

      Gruß
      Andi
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.