Wasserfilter

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    • Wasserfilter

      Um Wasser zu filtern gibt es drei Gründe, die jeweils für sich alleine stehen. Deshalb gibt es auch nicht die eine Methode, sondern immer eine Kombination bzw. Aufeinanderfolge von mindestens zwei Methoden.

      In meiner Umgebung gibt es sehr viel Wasser. Was es nicht gibt sind Quellen. Statt dessen Unmengen mit Sickerwasser/Grundwasser gefüllte Endmoränen, die regelmäßig bei Untersuchungen negativ auffallen; Melorationsgräben, die durch Landwirtschaft extrem belastet sind; langsam fließende Flüsse, deren Zuflüsse aus dem Wasser der Melorationsgräben gespeist werden und last but not least Torfstiche mit bitterem, saurem und braunen Wasser. Brunnenwasser ist hier immer stark eisenhaltig und schmeckt dementsprechend.

      Wenn ich solches Wasser also mit Chlor- und Silberionen behandele hat man zwar die Bakterien, Viren und Protozoen gestoppt, aber im Zweifel ist es immer noch eine trübe Brühe, die nun nach Chlor schmeckt. Also muss man als zweiten Schritt filtern.

      Die Alternative wäre erst zu filtern, dann mit UV Licht den Erregern zu Leibe zu rücken.

      Da Kombifilter (Keramikfilter mit Silberionen und Aktivkohle) mehr als 100 € kosten hatte ich die Idee mir einen Filter selber zu bauen. Mit diesem will ich entweder mit Chlor- und Silberionen behandeltes Wasser filtern oder Wasser für die Behandlung mit UV-Licht vor behandeln.
      Da ich handwerklich absolut unfähig bin musste das alles auch mit wenig Arbeitseinsatz machbar sein.





      Das ist ein Milchpulver-Portionierer. Dieser ist von NUK und kostet bei Baby-One 4,95 €, es gibt aber auch andere mit hübschen Babymotiven :mrgreen: . Er besteht aus drei Dosen (Polypropylen) mit Deckel und einem verschließbaren Oberteil, der als Trichter fungiert. Der Trichter passt auf eine 1l Nagele-Flasche und auf Camelbak BetterBottle; auf Sigg-Flaschen passt er nicht.

      Eine Dose ist der Filter, eine der Einfüllbehälter für das zu filternde Wasser und der dritte ist der Deckel um das Auslaufen von Restwasser beim Transport zu verhindern und kann als Aufbewahrung für die Chlor- und Silberionentabletten dienen.

      Als erstes habe ich in den Deckel der Dose 1 (Filter) 6 Löcher(3mm) gebohrt und in den Boden drei Große (25mm). Das mit den großen Löchern kann man sicherlich intelligenter machen, z.B. mit einer Lochsäge.

      Dose 2 wird der Einfüllbehälter, also sind auch da 4 große Löcher drin.



      Als nächstes habe ich mir eine Schablone für die Filtermedien geschnitten. Als Filtermedien habe ich mir aus dem Zoohandel von Juwel „Compact Bioflow 3.0“ Kohleschwämme und Filterwatte besorgt. Kostenpunkt und die 8 €.



      Mit dem Kohleschwamm bin ich nicht wirklich zufrieden, ich denke ich werde stattdessen Aktivkohlegranulat besorgen.





      Von der Filterleistung kann das Teil nicht schlechter sein als ein Brita-Filter, und er soll nur den Geschmackverbessern und Schwebstoffe entfernen. Wenn dann noch chemische Substanzen im Filter bleiben – umso besser.
      Arbeitsaufwand ca. 60 Minuten, Preis ca. 13 €, Filterzeit 0,5 l = 40 sec., Gewicht 200gr mit feuchtem Filter.



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    • Wasserfilter

      coole Idee mit den Milchportionierern!!

      Also, im Grunde filterst du mit scheinbar unbestimmter "Maschengröße" Schwebteilchen raus. Und dann läuft das ganze durch die Aktivkohle.

      DANACH müsstest Du dann das relativ klare Wasser nochmal mit UV oder Micropur etc. nachbehandeln gegen Keime etc., die da locker durchwandern?!

      Ich frage mich aber, wie schnell Dein Schwamm da drin versifft und sich zusetzt, bzw. wie oft Du den wechseln willst, damit die ganzen tollen Erreger nicht ein neues Wohnzimmer gefunden haben ;)
      Es nützt ja nix zu filtern, und das herausgefilterte Übel macht's sich da drin bequem. Da müsste dann ja auch regelmäßig eine Desinfektion sattfinden, oder?
    • Wasserfilter

      "chinaerik" schrieb:

      coole Idee mit den Milchportionierern!!

      Also, im Grunde filterst du mit scheinbar unbestimmter "Maschengröße" Schwebteilchen raus. Und dann läuft das ganze durch die Aktivkohle.

      DANACH müsstest Du dann das relativ klare Wasser nochmal mit UV oder Micropur etc. nachbehandeln gegen Keime etc., die da locker durchwandern?!

      Ich frage mich aber, wie schnell Dein Schwamm da drin versifft und sich zusetzt, bzw. wie oft Du den wechseln willst, damit die ganzen tollen Erreger nicht ein neues Wohnzimmer gefunden haben ;)
      Es nützt ja nix zu filtern, und das herausgefilterte Übel macht's sich da drin bequem. Da müsste dann ja auch regelmäßig eine Desinfektion sattfinden, oder?

      So, wie ich es verstanden habe wurde das wasser OR dieser Filterung schon mit Chlor oder Ähnlichem behandelt?
      Und diese Filterschwämchen, reicht es, die zu trocknen oder dann wieder zu erneuern?
      Und wie sieht es mit der Kohle aus?
      Und soll der Filter "nur" einmal pro Tour herhalten?
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Wasserfilter

      Wasser sollte wohl eher ZUERST von Trubteilchen und gelösten Schmutzpartikeln befreit werden, bevor man dann das relativ klare Wasser einer weiteren Behandlung unterzieht.
      Oder macht das Sinn, eine trübe Brühe für Stunden aufs Dach zu legen zwecks UV Sterilisation... :shock:
      ... oder Micropur auf die Kloake zu geben und dann durch den Filter zu jagen?
    • Wasserfilter

      DANACH müsstest Du dann das relativ klare Wasser nochmal mit UV oder Micropur etc. nachbehandeln gegen Keime etc., die da locker durchwandern?!


      Bei mir wäre es Certisil Combina vorher (um das Chlor loszuwerden) oder SteriPen hinterher (um das Licht nicht durch die Schwebstoffe zu blocken).

      Ich frage mich aber, wie schnell Dein Schwamm da drin versifft und sich zusetzt, bzw. wie oft Du den wechseln willst,


      Der passende Filter von Juwel pumpt 600 l in der Stunde, man soll die Kohlefilter nach 4 Wochen rausnehmen, da dann die Kohle anfängt die Schadstoffe wieder abzugeben, das wären 4,5 Mio. l.

      Meine Katadyn-Flasche soll 100 l können. Ersatzpatrone kostet 45 €.

      Certisil Combina für 1.000 l kostet 10 € also (taschenrechnerwegleg) 1 € für 100 l. Für die verbleibenden 44 € bekomme ich 7,5kg Aktivkohle. Die Flasche hat 6,7 cm Innendurchmesser, 3cm hoch passt die Kohle rein = 63 ml. 7,5kg Kohle = 9375 ml = 148 Füllungen. Theroretisch könnte ich nach jeder 750ml Flasche die Kohle wechseln und es wäre immer noch preiswerter. Ich denke, dass ich je nach Verschmutzung alle 10 bis 20 l wechseln werde.

      Das Filtergewebe kostet 1,75 € für 5 Stück.
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    • Wasserfilter

      Bei mir wäre es Certisil Combina vorher (um das Chlor loszuwerden)


      kapier ich nich....

      O-Ton Certisil Seite:
      Wirkung
      certisil® combina desinfiziert klares Frischwasser mit Chlor und schützt es mit Silberionen bis 6 Monate vor Wiederverkeimung.


      Reinigungsmittel auf Chlor- und Silberionenbasis nutzen nicht viel bei Schmutzwasser, sondern zum Desinfizieren und haltbar machen von Klarwasser.
      D.h. das musst Du nach dem Filtern machen.
      Und der selbstgebastelte Filter plus Certisil nutzen auch nix gegen bestimmte Einzeller - dafür braucht's wohl einen gescheiteren Filter.
      (Ich mach jetzt hier den Klugscheißer, weil ich ja grad entscheiden will, was das beste ist und mich deshalb grad ausgiebigst damit beschäftige ;) )
    • Wasserfilter

      A)
      1. Schritt: Optische Prüfung. Wenn stark verschmutzt dann Filtern.
      2. Schritt: SteriPen

      B)
      1. Schritt: Optische Prüfung, wenn klar und frei von Schwebstoffen Certisil Combina
      2. Schritt: Filtern

      nutzen auch nix gegen bestimmte Einzeller


      Kommt ja auch immer drauf an, was man oben rein kippt.

      Der SteriPen killt auch Einzeller. Im Zweifel:

      C)
      1. Certisil Combina
      2. Filtern
      3. SteriPen

      oder

      D)
      1. Cerisil Combina
      2. Filtern
      3. SteriPen
      4. Abkochen

      90% meiner Touren mache ich im Umkreis von 200km. Mir geht es darum, einen Durchlauffilter zu haben, mit dem ich klares Wasser (Brunnen, Regenwasser, "kein Trinkwasser" ...) in überschaubaren Mengen schnell filtern kann und dann in eigenen Behältnissen (Camelbak Pakteen oder BetterBottle) einfüllen kann.
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    • Wasserfilter

      "Joe Byrne" schrieb:

      90% meiner Touren mache ich im Umkreis von 200km. Mir geht es darum, einen Durchlauffilter zu haben, mit dem ich klares Wasser (Brunnen, Regenwasser, "kein Trinkwasser" ...) in überschaubaren Mengen schnell filtern kann und dann in eigenen Behältnissen (Camelbak Pakteen oder BetterBottle) einfüllen kann.


      Achso - das hattest Du vorher aber anders beschrieben...:
      Unmengen mit Sickerwasser/Grundwasser gefüllte Endmoränen, die regelmäßig bei Untersuchungen negativ auffallen; Melorationsgräben, die durch Landwirtschaft extrem belastet sind; langsam fließende Flüsse, deren Zuflüsse aus dem Wasser der Melorationsgräben gespeist werden und last but not least Torfstiche mit bitterem, saurem und braunen Wasser.


      Ich gehe eigentlich auch davon aus, dass ich auf meinen Touren klares Wasser bekomme. Aber bin auch etwas traumatisiert von meinen eigenen Parasiten-Erfahrungen (Cystizerkose, diverse Würmer) und denen einiger Freunde.

      (Mein Mitbewohner im Studium ist über Afghanistan und Pakistan auf dem Landweg von China zurückgekommen - hatte dreifachen Wurmbefall vom Wasser aus den Bächen. War lustig, wie der morgens eine Packung Cornflakes mit einem Liter Milch vertilgte und nie satt wurde... :mrgreen: )

      Bei uns gibt es das alles auch! (Nur trinkt halt kaum einer aus dem Bach, deshalb sind die Erkrankungen seltener)
    • Wasserfilter

      Neeee,

      Brackwasser ist hier so 300 km von der Küste eher selten. Melioration ist dafür umso häufiger. Würde ich nur im Extremfall nutzen.
      Es gibt in Brandenburg über 250 Badeseen, die zwischen Mitte Mai und Mitte September ständig getestet werden. Wenn badetauglich, dann auch trinktauglich, zumindest nach Behandlung. Allerdings sind in warmen Sommern die Werte teilweise so schlecht, dass empfohlen wird nicht baden zu gehen.

      Wasser aus Mooren und Torfstichen sehe ich auch eher unbedenklich, schmeckt nur nicht. Letztendlich wäre wohl alles trinkbar, ohne gesundheitliche Probleme zu bekommen.

      Am Ganges könnte man das Wasser drei mal durch eine THW-Aufbereitungsanlage filtern, würde ich eher verdursten.

      Letztendlich ist es in unseren Breiten Spielerei.
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