Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

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    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Hi Forengemeinde,

      seit dem Jahreswechsel wohne ich in einem alten Forsthaus und muss sagen, dass ich mich mittlerweile pudelwohl hier im Wald fühle. Des Nachts keine Lichter, morgens zum Wecken ein Vogelkonzert, Rehe am Haus, etc..
      Allerdings muss man auch alleine sein können. Gerade im Winter, wenn die Sonne schon früh die Nacht begrüßt, können Abende im Wald recht lang und einsam sein.
      Doch jetzt kommt der Frühling und die ersten Anzeichen sind schon da. Der erste Birkensaft hat wunderbar geschmeckt, obwohl die "Zapfstelle" am nächsten Morgen eingefroren war ;)
      Weitere Zeichen, wie Knospen, etc. habe ich auch schon ausgemacht, aber mit der Befürchtung, dass diese durch die Kälte schon einen abbekommen haben.
      Aber nun zu meiner Frage:
      Da ich in Richtung Selbstversorgung gehen will, möchte ich mir einen Nutzgarten anlegen. Was genau angebaut wird, steht noch in den Sternen. Aber wie schütze ich im Wald meinen Garten vor Verbiss? Einen Zaun will ich einfach nicht ums Gelände haben, dies soll "offen" bleiben. Gibt es hier (Hobby-)Gärtner, welche mir diesbezüglich gute Tips geben können? Schnecken etc. werde ich durch irgendwelche Hausmittelchen wohl geregelt bekommen (Bierfalle, etc.). Ich denke da eher an Rehe, die nachts ans Forsthaus kommen...und alles kahl fressen. Ein oder mehrere Maulwürfe haben sich auch schon zu erkennen gegeben...
      Vor welchen Tieren muss ich meinen Garten noch schützen? Gehen Wildschweine an Gemüse, Kartoffeln, Kräuter, u.s.w.?
      Chemische Mittel kommen nicht in Frage...
      Kann ich evtl. Weiden so setzen, dass sie einen natürlichen Zaun ergeben? Wie lange könnte so etwas dauern, bis der dicht ist?
      Gibt es Pflanzen, die von Waldtieren eher gemieden werden? etc, etc. Fragen über Fragen.

      Ich hoffe mir kann jemand meine Fragen beantworten, bzw. heisse Tips liefern.

      Dank und Grüße
      sarreForêt
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Hi,

      an Wühlmäuse habe ich noch überhaupt nicht gedacht. Auweia, ich glaub das Thema Garten im Wald wird mich noch einige Nerven kosten....
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Leg Dir doch einen Hund zu, hilft auch gegen das allein sein.
      Ansonsten hab ich schon mal gehört daß Hundehaare an den Büschen rund ums Haus Wildtiere fern halten sollen, wie oft man die dann austauschen muß kann ich Dir aber nicht sagen.
      Im Alaska Experiment hat eine Gruppe ihr Revier markiert um Bären fern zu halten, für mich aber die eher unglaubwürdigste Lösung.
      Viel Spaß im Wald,
      Günther
      Nachtrag: An die Mäuse hab ich jetzt nicht gedacht sondern eher an Rehe,..
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Hi,

      mit den Haaren kenne ich bzgl. Marder und Auto, soll helfen. Ein Hunde (Magyar Vizsla) und Bienenstöcke sind schon in Planung. Vlt. kommt noch ne Katze dazu, für die Wühlmäuse ;)
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Hi,

      ich glaube es wird sich früh genug zeigen, welche Futterneider um mich herumstreunen. Ich werd wohl mit der Mistgabel in der Hand im Garten schlafen müssen... :lol:
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Tja, weiß nicht. Vielleicht hilft ein etwas breiterer Graben gegen Rehe, aber Hasen.

      Und so ein Naturzaun, aus Gestrüpp. Da nisten sich auch viele nützliche Insekten ein.

      Ich persönlich würde mir (ja, ich weiß... kein Zaun) einen Staketenzaun installieren, da er natürlich verwittert und sich wunderbar in die Natur einpasst.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Hi,

      musste gerade mal nach Staketenzaun googeln. So ein Staketenzaun kann ja auch mal sehr naturnah ausschauen...ist aber halt ein Zaun...Gibt es nicht irgendwelche Kräuter, die Tiere meiden?
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Hallo,

      besorge dir frische Weidenstöcke und schlage sie im 5cm Abstand in den Boden. Oben und unten beachten. Wenn du Glück hast, ist es in ein paar Jahren eine lebende Hecke.

      Gruss
      Konrad
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Die Fressen bestimmt kein Marihuana. Und wenn es blüht stinkt das wie sau. Wenn das nicht hilft weiß ich auch nicht. Dann brauchst du nur noch was gegen lästige Kiffer und Bullen. :lol:

      gruß pille
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Aye,

      im Moment bin ich baff... :o :!:
      Du willst Dir für ein offenes Aussengelände, am Waldrand, einen
      Jagdhund zulegen :?:
      Als Nichtjäger :?:
      Das wird die dortige Jägerschaft, bzw., den Revierförster begeistern - denke ich mal!
      Hast Du schon einmal einen Jagdhund geführt, bzw. ausgebildet.
      Weitere Ausführungen spare ich mir. 8-)
      Dafür haben wir Friese und Matthias, die sind vom Fach!

      Gruß aus der Toskana Deutschlands!

      Sinclair :D
      Ich traue keiner Uhr-ihre Zeiger haben nicht die gleiche Länge. (Peter Sellers)
      Wir säen nicht und ernten doch. (Joe Dalton)
      Freedom is just annother word for nothing left to loose. (Janice Joplin)
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      "Sinclair" schrieb:

      Aye,

      im Moment bin ich baff... :o :!:
      Du willst Dir für ein offenes Aussengelände, am Waldrand, einen
      Jagdhund zulegen :?:
      Als Nichtjäger :?:
      Das wird die dortige Jägerschaft, bzw., den Revierförster begeistern - denke ich mal!
      Hast Du schon einmal einen Jagdhund geführt, bzw. ausgebildet.
      Weitere Ausführungen spare ich mir. 8-)
      Dafür haben wir Friese und Matthias, die sind vom Fach!

      Gruß aus der Toskana Deutschlands!

      Sinclair :D

      Dasselbe ging mir eben durch den Kopf. Ein Vischl im Forsthaus? Kannste kniggn. Der ist entweder immer nur weg oder dreht durch das ganze Geviehze rundherum am Rad. Da hilft auch kein Zaun. Egal welcher Art. Entweder er springt drüber oder er buddelt sich drunter durch.
      Glaub mir damit hast du keine große Freude und er auch nicht.
      Was bei Vizslas unbedingt zu bedenken ist, ist der sehr große Zeitaufwand!!! Da sollte eine große Runde mit Arbeitseinsätzen schon drin sein.

      Ok es geht um Garten:
      Jepp es gibt Pflanzen die Tiere verscheuchen und zudem noch einen personlichen Nutzen haben.
      Den Zaun würde ich wie schon gesagt auch aus Weide machen. Das geht JETZT perfekt. Erst kannst du ca. 50cm lange junge Äste abschneiden. Die in die Erde stecken (ca 15cm Tief). Ein Zelthering geht dafür sehr gut zum Loch vorbohren. Gut feucht halten im ersten Frühjahr. Wachsen super schnell.
      Die setzt du in 5-10cm Abstand. Dann zudem, was nämlich echt gut aussieht, noch längere Äste aussuchen. Mindestens 1,5m oder 2m. Bei der Salweide findet man sowas.
      Die Steckst du alle 25cm in die Erde und biegst die im 90° Winkel ab und felchtest diese zwischen die Senkrechten.
      Alles treibt aus und gibt in spätestens 2 Jahren einen herrlichen grünen Zaun.

      Pflanzen gegen Tiere:
      Rainfarn gehört in jeden Bauerngarten!
      1. Zwischen Kohl hält er Kohlfliegen fern
      2. Mit Brennessel zusammen kann man eine herrliche Jauche ansetzen zum Kartoffelngießen (Gegen Kartoffelkäfer) Glaub mir so ein extra und einzeln gelegenes Feld finden die!
      3. Sieht toll aus und Wühlmäuse mögen den auch nicht sonderlich

      Wolfsmilchgewächse
      Egal welche, vertreiben Wühlmäuse. Sind aber giftig, nicht mitessen :D
      Gibt es aber nicht als Samen. Muss man suchen um umsetzen(Ansiedeln)

      Wilder Thymian
      Auf kleinen Steinhaufen an deinem Zaun anpflanzen. Braucht keine Pflenge, Tee hilft bei Husten und vertriebt einigermaßen zuverlässig Mäuse.

      Auch die Schnelle fallen mir jetzt nciht mehr Sachen ein, gibt aber noch weiter. Ich meld mich wieder :)
      "Wer sich mit der Natur verträgt, dem tut sie nichts"
      ---Aus welchem Material wird der Sarg des Waldes sein???---
    • Leben im Forsthaus - wie schütze ich meinen Garten?

      Hi,

      danke für die Antworten. Es scheint ja doch Pflanzen zu geben, die etwas abschreckend auf Tiere wirken. Mit den Weiden werde ich definitiv probieren.
      Bzgl. Vizsla: Ich will die Diskussion hier nicht fortführen.Hier geht's um meinen Garten.
      @Abenteuer-Natur: Vielen Dank für die Anregungen. Die Brennesseljauche kenne ich noch von Oma, bei dem Gestank kommt wohl wirklich kein Tier in den Garten.

      Der Garten soll in meinen Augen so ne Art Wildgarten werden, also kein akkurates Beet á la Kleingartenkolonie mit Springbrunnen. ;)

      Dann werde ich mir mal Weidenstecklinge organisieren. Ich kenne da einige, die betreiben Kurzumtriebsflächen mit Weiden, da bekomme ich mehr als genug davon ;)

      Schönen Tag noch...
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.