Buchwissen weitergeben

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      Ich hab mir die Tage ein paar Bücher aus der Bücherei erjagt und einen richtigen kleinen Schatz dabei entdeckt!
      Oft ist es ja so, dass man, gerade wenn man neues Bushcraft Wissen sammeln möchte, nicht viel Brauchbares findet...Aber irgendwie ist doch das eine oder andere Bröckchen Wissen dabei, wo man sich sagt, "wau, dass hab ich jetzt echt nicht gewusst" und selbst der Autor konnte nicht wissen, dass man sein Wissen im Bushcraft nutzen kann!

      Ich möchte heute mit dem Buch

      " Der Natur auf der Spur "von Hans Jürgen Press

      den Anfang machen und brauchbares Bushcraft Wissen dadurch weitergegeben, indem ich hier einfach die Passagen Sinngemäß weitergebe, die ich bis jetzt darin gefunden hab und vielleicht inspiriert es ja auch die Anderen hier im Forum, auf diese Weise etwas Wissen weiter zu geben!

      1.
      Wenn man Spuren von Mäusen durch den Schnee folgt, wird man oft zu einem abgeworfenem Geweih geführt!
      Die Mäuse benagen das Geweih, um ihren Kalkbedarf zu decken. Ist übrigens bei Eichhörnchen auch so! Die tragen die Geweihe zu ihren Kobeln und benagen sie dort. Wenn jetzt im Winter Bäume gefällt werden, kann es sein, dass man im Geäst eine Kobel findet und sich darin ein angenagtes Geweih befindet!

      2.
      Wenn man im Winter Vögel im Wald beobachten will, muss man dem Hämmern eines Spechts folgen. Dem folgt nämlich immer eine kleine Schar Vögel, um Nachlese zu halten!

      (Das ist zwar jetzt kein brauchbares Bushcraft Wissen, aber ich fand es einfach interessant und es hat auch so einen kleinen Aha Effekt auf mich gehabt!)

      3.
      Grad hab ich noch eins entdeckt! Das ist echt cool. Also, Mauersegler leben in der Luft! Die trinken, baden und schlafen in der Luft. Und wenn man einmal einen findet, der abgestürzt ist, sollte man ihn wieder in die Luft werfen, weil er alleine nicht starten kann! Die Flügel sind zu lang und mit den kurzen Beinen kann er nicht laufen, sondern sich bloß an Wänden und so festkrallen. Natürlich schaut man vorher, ob er verletzt ist, bevor man ihn in die Luft wirft!;)

      4.
      Ich hab noch was Interessantes über Regenwürmer entdeckt! Wenn man ein dünnes flaches Brett auf den Boden legt und mit den Fingern drauf rumtrommelt, dass es wie Regen klingt, kommen die Regenwürmer aus dem Boden. Regen ist nämlich gefährlich für Regenwürmer, er kann ihre Grabgänge mit Wasser füllen und sie ertrinken! Da stand auch noch was über dieses dickere Segment, dass man den Gürtel nennt. Damit halten sie sich in ihren Löchern fest,wenn ein Vogel sie erwischt hat. Hatte der Vogel das hintere Ende erwischt, wächst es wieder nach! Im Frühling trägt der Regenwurm Eier in sich, das kann man an dem "Gürtel" erkennen! Der ist dann dicker und so rosa/aprikot verfärbt.Vögel essen Regenwürmer nicht, wenn sie diese Färbung haben, da sie dann auch Giftstoffe enthalten!
      (Ist vielleicht für die hier interessant, die sich schon mit tierischer Notnahrung beschäftigt haben! Ich hab das bis jetzt noch in keinen der Bücher über dieses Thema gelesen!)

      >Wenn mir beim lesen noch was unterkommt, würde ich den Beitrag editieren und mit Nr 5 weitermachen ...,wenn das Ok ist?!<

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von jcornelius6 ()

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      Ich finde die Infos die man erlesen kann schon beeindruckend. Leider wird es mittlerweile immer mehr durch das Internet verdrängt aber ich habe auf meinen Touren immer zwei Bücher dabei.

      Notnahrung Pflanzen
      Tierische Notnahrung

      Danke für die Infos.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      Hey danke, gute Idee!

      "jcornelius6" schrieb:


      1.
      Wenn man Spuren von Mäusen durch den Schnee folgt, wird man oft zu einem abgeworfenem Geweih geführt!
      Die Mäuse benagen das Geweih, um ihren Kalkbedarf zu decken. Ist übrigens bei Eichhörnchen auch so!


      Ich fänd's aber nett, den Mäusen und Eichhörnchen dann wenigstens einen Teil des Geweihs liegen zu lassen ;)
      “No living man may hinder me!” - ”But no living man am I! You look upon a woman. Éowyn I am, Éomund’s daughter. You stand between me and my lord and kin. Begone, if you be not deathless! For living or dark undead, I will smite you, if you touch him.”
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      @Gerome
      Also, ich hab das erst die Tage gelesen! Werde es wohl morgen mal im Wald checken. Auf jeden Fall erklärt es gut, dass man so wenig Geweihe findet! Ich hab bis jetzt nur einmal eins gefunden und das war im Sommer...?! Dort gab es jede Menge Wildschwein Spuren...,vielleicht haben die Nager es deswegen liegen lassen! Es wäre sogar möglich dass alle Nager bedarf an Kalkhaltigem haben...,nicht nur Mäuse und Eichhörnchen!
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      @Friese
      Danke für den netten Hinweis.
      Du musst dir da keinen Kopf machen, ich hab vorher den Jagdausübungsberechtigten gefragt!
      Ich hab mich jetzt auch schlau gemacht und mir etwas von diesem Beamten Jäger Jargon angelesen und muss mich hier in aller Form entschuldigen! Ich hab kein Geweih (Abwurfstange) gefunden, sondern ein Gehörn! Abwurfstangen werden nämlich im Frühjahr abgeworfen und zwar von Hirschen und Gehörne werden im Winter von Rehen abgeworfen! In dem Text im Buch geht es auch eindeutig um Gehörne und Mäuse! Und ich hab letzten Sommer das Gehörn von einem Gabelbock gefunden!
      Ich geh gern mit meinem Kind in den Wald und wir finden eigentlich immer was! Federn, Eierschalen,Knochen und letzten Sommer, als Highlight, das erste Gehörn!
      Wie gesagt, ich hab vorher gefragt und das ist ok, wie ich das so mache. Wilderei in diesen Zusammenhang zu bringen, finde ich echt übertrieben! Es gibt genügend richtige Wilderer, da hat die Jagdbehörde genug zu tun.
      Im Internet heisst es zwar, dass es wohl immer ein paar Wichtigtuer gibt, die sich da dick machen und die damit drohen einem den Hund abzuschießen oder andere Schweinereien machen!
      Der wo bei mir zuständig ist, macht einen netten Eindruck! Der hat meinem Kind gleich was erklärt und als er gesehen hat, dass mein Hund horcht, auch nichts wegen Anleinpflicht gesagt. Ich werde ihm das mit den Mäusen erzählen, wenn ich ihn das nächste Mal treffe, mal sehen ob er das schon weiß!
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      Und das Problem mit der echten Wilderei ist hier akut, weil des öfteren verendete Rehe gefunden werden mit Kleinkaliber- und Pfeilwunden.
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      Bei uns in den Wäldern hab ich zum Glück noch keine Wilderer Zeichen entdeckt. Schlingen und Fangeisen und so...,aber ich bin schon oft an Kirrungen vorbei gekommen und hab ein paar mal Bodenanker, in Form von Metallstangen gefunden! Mit Resten von Draht dran, wo ich mir keinen Reim drauf machen konnte.
      Ich hab mitbekommen, dass einige Greifvögel an Bleivergiftung gestorben sind, weil sie angeschossene Tiere gefressen haben, aber ob da jetzt Wilderer Schuld haben, kann ich nicht sagen...