Tabak aus der Natur

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    • Tabak aus der Natur

      Was für Pflanzen in unseren Wäldern sind Rauchbar und wie müssen die vorbereitet werden um sie zu Rauchen? Ich meine damit jetzt keine Drogen wie Kanabis.

      Der hintergrund zu der frage ist, wenn man in eine Survival Situation kommt, sei es das das Kanu in Alaska kentert oder das man sich im Wald verläuft jeder von uns hat ein EDC und das wissen um eine Notunterkunft zu bauen, Feuer zu machen und die Himmelsrichtungen zu bestimmen um wieder nach hause zu kommen. Aber was machen die Raucher? Zigaretten halten nicht ewig
      und ich glaube das Raucher auf Entzug in so einer Situation es wesentlich schwieriger haben als Nichtraucher

      Nicht falsch verstehen ich bin selber Raucher
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Tabak aus der Natur

      Hmm, ich kenne Leute die haben Waldmeister als Tabbakersatz genommen. Ich weiß aber nicht, ob der in Alaska wächst. Bin selber Raucher, hab aber mit Ersatz keine erfahrungen.



      ps.Wilder Tabak hieß der Huflattich (Tussilago farfara)wurde im Krieg als Tabbakersatz benutzt. (getrocknet)
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Tabak aus der Natur

      Bei Huflattich wäre ich persönlich eher vorsichtig.
      Die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide, die hepatotoxisch sind (Giftig für die Leber).
      Bei Erkältungen trinke ich selber Hufflattichtee, allerdings für nicht länger als einer Woche.
      In wie Weit die Pyrrolizidinalkaloide durch das Rauchen von Huflattichblätter wirken ist mir unbekannt.

      Für das "Afterwork" nach dem "Großen Geschäft" kann man allerdings Huflattich als hervoragende Hilfsmittel einsetzen (Kackpappe) ;)
      Silence is golden, duct tape is silver

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MacGyver ()

    • Tabak aus der Natur

      @ McGyver: Das muss die beste Antwort gewesen sein, die ich bisher je gelesen habe :D Habe mich köstlich amüsiert über das "afterwork"! :D

      Zum Thema Ersatztabak: such mal auf YouTube nach nativesurvival. der gute Mitch hat da auf seinem Channel eine Art Testreihe gestartet, allerdings mit einer Pfeife. Was ich persönlich aus einigen Büchern noch kenne ist Breitwegerich, Birke und Haselblätter. Allerdings dürfte der Sinn eines Ersatztabaks doch sehr zu bedenken sein, da dieser ja kein Nikotin enthält, nachdem die Raucher ja i.d.R. suchen. Man könnte diesen also höchsten zum Moralaufbau hernehmen.


      take care
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    • Tabak aus der Natur

      Google mal nach Knaster. Das ist nikotinfreier Kräutertabak. Da sind Dinge drin wie Holunderblätter, Brombeerblätter, Himbeerblätter, Bärentraubenblätter und so.
      Zumindest etwas für den psychischen Entzug wird sich also finden. Der physische Entzug nach Nikotin wird damit freilich nicht bedient.
      Besser rechtzeitig das Rauchen drangeben:)
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Tabak aus der Natur

      Das mit dem Afterwork ist echt nicht schlecht. Würde das Kraut dann aber nicht mehr rauchen. :lol:


      Den Waldmeister werde ich ich mal ausbrobieren, muß nur aufpassen weil er schnell mit dem Wald-Labkraut verwechselt wird und der ist giftig !!! Nicht, das ich plötzlich Farben sehe.
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    • Tabak aus der Natur

      Ich habe mal Onkel google gefragt und der sagt,

      folgende Blätter sind Rauchbar und zu einem Kräutertabak kombinierbar:

      Huflattich
      Spitz-oder Breitwegerich
      Pfefferminze
      Waldmeister
      Arnikablüten
      Königskerzenblüte
      Salbei
      Damiana (Asthmabesen)
      Süßholz
      Thymian
      Holunderblätter
      Brombeerblätter
      Himbeerblätter
      Bärentraubenblätter

      einige von diesen Pflanzen wurden ja schon genannt. Wie das jetzt mit Pyrrolizidinalkaloide ist wenn es verbrennt weiss ich nicht also würde ich persönlich erst mal die Finger davon lassen.

      Und wenn Tomaten nikotin enthalten, könnte man die ja trocknen und dann zermahlen und mit in den tabak geben, Wobei der gedanke Tomaten zu rauchen komisch ist :lol:
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      ich würde mal die Tomatenblätter in Erwägung ziehen - Tomate und Tabak sind beides Nachtschattengewächse und vom Wuchs her gar nicht mal unähnlich. Die Pflanzen sind sich eigentlich sogar sehr, sehr ähnlich. Der Tabak bekommt allerdings größere Blätter und seine Früchte bleiben klein, bei der Tomate ist es andersrum. Wenn Tomate auch Nikotin enthält, liegt der Verdacht nah, dass auch andere Nachtschattengewächse in Frage kommen könnten.

      de.wikipedia.org/wiki/Nachtschattengewächse

      Allerdings muss man da aufpassen - einfach trocknen und rauchen genügt nicht. Die Pflanzen müssen fermentiert werden, sonst sind die Schadstoffanteile zu hoch und man zieht sich eine Vergiftung zu. Also würde es genügen mehrere Zentner pflanzen zu sammeln, sorgsam zu trocknen (kein Schimmel) und dann zur kontrollieren Verrottung ähh... Fermentierung auf einen großen Stapel zu packen...

      es dürfte einfacher sein, einfach genügend Feinschnitt mitzunehmen oder sich das Rauchen abzugewöhnen :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hmichel777 ()

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      In einer Notsituation brauche ich ein gewisses Aggressionspotential, um meine Sinne scharf zu halten, da kommt so ein arggghhhh nix mehr zu rauchen-Nikotinentzug grad recht :lol:
      ‹Soltau statt sautoll!›
      Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat. (Nietzsche)
    • Tabak aus der Natur

      "couchcamper" schrieb:

      In einer Notsituation brauche ich ein gewisses Aggressionspotential, um meine Sinne scharf zu halten, da kommt so ein arggghhhh nix mehr zu rauchen-Nikotinentzug grad recht :lol:


      Das kann ich als bekennender Kettenraucher nur bestätigen!

      Ich war nämlich schon einmal in dieser Situation. Als der Pfeifentabaksbeutel nur noch halb voll war, hab' ich den Rest mit trockenen Eichenblättern und Flechten gestreckt. In den Beutel gebröselt und dann mit der Schere weiter zerkleinert. Wurde auf dem weiteren Trail eins meiner Sammelziele.

      Als mir dann obendrein auch noch die Bruyere-Pfeife kaputtging, hab' ich mir aus Treibholz einen neuen Kopf geschnitzt und als Mundstück ein Schilfrohr benutzt. Bis mir dann irgendwann dämmerte, daß da nach etwa einem Dutzend Nachfüllungen des Beutels ganz sicher kein einziger Krümel Tabak mehr in der Mischung sein kann.

      War also nur noch Habitus. Eine dumme Angewohnheit, damit Kopf und Hände im hohlen Leerlauf was zu tun haben.

      Und als wenig später auch die Tom-Sawyer-Pfeife den Geist aufgab, hab' ich den Kräuter-Beutel lächelnd ausgekippt und für was Sinnvolles weiterbenutzt. War dann auch nicht mehr weiter schwer, denn ich hätte mir ja auch jederzeit eine neue Pfeife schnitzen und wieder Eichenblätter und Flechten für meinen garantiert nikotinfreien Tabak sammeln können. War ja nur mutwillig zu faul dafür.

      Man hat in einer Ausnahmesituation durch Sublimation der Streßfaktoren in Aggression eh schon die schlechteste Laune der Welt. Da kommt's dann auf das relative Bißchen eines Nikotin-Entzugs auch nicht mehr an, weil man sowieso mit jedem weiteren Schritt persönliches Neuland betritt.

      Das Nikotin als Wirkstoff ist auch nur selten der wirklich bindende Faktor eines Rauchers. Viel hartnäckiger sind die vielen Reflex- und Ersatzhandlungen, die im geistigen Leerlauf mit dem ganzen Habitus einhergehen und mit dem persönlichen Alltag eines Rauchers durchwirkt sind.

      Wer das als gebürtiger Nichtraucher mal nachvollziehen will, muß sich nur den Dauerstreß vergegenwärtigen, wenn sich der eigene Büro-Rechner mitsamt allen vitalen Geschäftsdaten eines Jahrzehnts von jetzt auf gleich in Rauch auflöst, die Sicherung noch nie wirklich funktioniert hat und das gute alte Windows auf dem neuen Gerät ganz anders aussieht. Weil's ein ganz neues Windows ist. Da kommt etwa dieselbe Freude auf...

      Dieser persönliche Alltag ist in einer Ausnahmesituation ja ohnehin erst mal futsch. Stellt sich dieser Alltag dann später wieder ein, wird ein Raucher deshalb auch nach Monaten wohltuend empfundener Abstinenz schleichend wieder rückfällig. Sofern es ihm nicht gelingt, das in der Katastrophe unfreiwillig als Nichtraucher entdeckte Neuland aktiv bis in den eigenen früheren Raucher-Trott auszudehnen.

      Ich hab's leider nicht geschafft. Weil ich nach einem Jahrzehnt Aschenbecher neben der Tastatur ohne eine Rauchfahne am Computer nicht mehr klar genug denken konnte. Andere haben's aber geschafft, also liegt's an mir. Und eben NICHT am Nikotin.
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      Du sprichst mir aus der Seele -- habs auch nie ganz geschafft !
      Die beste Armut ist die des Geistes, denn die bekommt man als Betroffener nicht mit !
      Wissen wiegt nichts !

      Es gibt immer was zu tun... Und wenn mal nichts mehr zu tun ist hat man davor bereits so viel getan, dass es gut tut nichts zu tun...(Shamanironheart)
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      hmm hab ich echt noch nie Gedanken gemacht, wie es ist wenn
      einem die Glimmstengel auf Tour ausgehen. Hatte immer genug Vorrat dabei.

      Werd mal meinen Opa fragen was die alten Frontschweine gemacht haben. Und später in der Gefangenschaft müssen die ja auch was zum Qualmen herbekommen haben.
      Übrigens Opi hat mir schon in meiner Jugend viel gute
      Tipps für draußen gegeben.
      Wir wollen draußen sein und die Jungs damals mussten.
      Suchst du Anschluss? Dann fass in eine Steckdose :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jackdaniels ()