Stahlsorten

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    • In einem anderen Thread wurde mir abgeraten ein Tops Messer (Harpoon) zu nehmen, unter anderem weil es aus einem rostenden Kohlenstoffstahl mit Beschichtung bestehen würde. Das Izula wurde mir hingegen empfohlen.

      Nun habe ich herausgefunden, dass mein Izula und auch andere Messer von ESEE aus rostendem Kohlenstoffstahl mit Beschichtung bestehen.

      Was ist denn bei ESEE anders, als bei dem Tops?

      Auch J. Vogel schreibt in seinem "Messerbuch", dass er rostenden Stahl bevorzugt.

      Was sind den prinzipiell die Vor- und Nachteile der verschiedenen Stahlarten?

      Was haltet Ihr von den Beschichtungen? Ist es nicht besser, eines ohne Beschichtung und dann die Klinge fettig zu halten?
    • Mir ist aufgefallen, daß nicht-rostende Stähle, welche bei manchen Messern verwendet werden, keinen Funken erzeugen, wenn man den Messerrücken an Feuerstahl reibt.
      Womöglich daher die Empfehlung von J.Vogel.
    • hey tobias.

      Von der Stahlsorte gibt es zwischen Tops und ESEE keinen Unterschied. Die verwenden beide den 1095. Und beschichten diesen, damit er vor feuchtigkeit geschützt ist.

      ich habe dir ja damals von dem Tops messer abgeraten.
      das lag aber nicht unbedingt an dem stahl sondern eher an der Form des Messers. Da dieses Harpoon Messer einfach nicht wirklich für schneidarbeiten ausgelegt ist sondern eher für Stiche oder eben zum umbau als speer konstruiert wurde.
      Und für deinen Verwendungszweck (Beil und kleines Messer) sich das von ESEE besser eignet.
      Der Stahl beider Messer ist der Selbe. Und was ich damals meinte ist nicht das dieser Stahl schlecht ist.Es ist halt ein relativ günstiger Stahl. Man muss halt hier nur etwas die Eigenschaften des Stahls beachten. und dieser Kohlenstoffstahl rostet nunmal. also solltest du halt besonders drauf achten ihn nicht feucht lange liegen zu lassen.
      aber schlecht ist der stahl auf gar keinen fall.
      Wie Friese oben aber schon richtig geschrieben hat.
      Darüber braucht ein normaler Nutzer sich keinen Kopf machen.
      für mich ist das ganze eben so ne art hobby geworden.Wenn man einmal angfängt braucht man jedes jahr ein andres tolles messer :D

      Ganz grob kann man aber glaube ich sagen das rostfreie stähle eben länger die Schärfe halten ( PM-Stähle sogar sehr viel länger) aber dafür auch etwas schwieriger sind mit einfachsten Mitteln nachzuschärfen.

      BEi rostenden Stählen sehe ich den einzigsten Vorteil in der Robustheit. Also ein Messer zum Hacken, Hebeln und sonstigen Missbrauch würde ich immer aus Kohlenstoffstahl nehmen.

      gruß und frohes fest euch alleN!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Schweppo ()

    • Hallo,

      ich hab mir ein Hultafors Kohlenstoffstahlmesser gekauft.
      Man gönnt sich ja sonst nix. :D
      Mit diesem Kohlenstoffstahlmesser kann ich keine Funken schlagen. Wenn ich jedoch meine kleines klappbares Gärtnermesser von kamphaus-messer.de nehme, klappt das mit dem Funken schlagen sofort. Scheinbar gibts doch Unterschiede?

      Gruss
      Konrad
    • "TobiasHerrmann" schrieb:


      Was haltet Ihr von den Beschichtungen? Ist es nicht besser, eines ohne Beschichtung und dann die Klinge fettig zu halten?


      Die beschichtung geht mit der Zeit eh weg.
      Was du dann machen kannst ist sie einfach ganz wegschleifen und dann eben nach dem gebrauch leicht einölen mit Balistol oder stink normalem Olivenöl.
      Es reicht aber auch aus wenn du einfach ab und an mal damit ne fettige salami schneidest.
      Ich mag beschichtungen nicht wenn ich das Messer hauptsächlich für Nahrungszubereitung benutze. Da ich einfach Partikel die sich davon lösen nicht mitessen mag.

      Ist die beschichtung dann unten wird sich der Stahl etwas verfärben(Patina ansetzen) und bei säurehaltigen nahrungsmitteln wirst du einen kleinen Eisen Geschmack haben. Mich stört das aber nicht.

      gruß
    • Rostende lassen sich in kleinerem Winkel schärfen als rostfreie, ohne daß man Ausbrüche befürchten muß. Spielt für mich bei nem Allround- bzw. Outdoormesser allerdings eine untergeordnete Rolle. Wenn ich die Sushi-Weltmeisterschaft gewinnen will, ist es hilfreich, wenn mein Messer mit 5° auf Null ausgeschliffen ist, bei allen normalen Anwendungen tut für mich ein Schärfwinkel von 25-30° besser seinen Dienst. Und ab 30° ist die Standzeit von rostfreien (PM-Stählen) der von Kohlenstoffstählen überlegen (laut Roman Landes).
    • Hallo Pulsar,

      kann sein, daß es an dem Messerrücken des Hultafors liegt. Aber keinen Funken?
      Hab heute mal den Feuerstahl, vom Mittelaltermarkt bei meiner
      Schwester abgeholt. An der Bandschleifmaschine sieht man eindeutig, daß es ein hochkohlenstoffhaltiger Stahl ist.
      Dann mit der Feile die Härte getestet und dieser Feuerstahl ist um einiges härter als das Gärtnermesser mit 57-59RC. Ich schätze 60-62RC. Also muß ich das Stück Feile auch wieder nach dem schmieden des Feuerstahls härten.

      Gruss
      Konrad
    • Ich finde hier werden zuviele zu unterschiedliche Stahlsorten unter einen Begriff gestopft.Die verschiedenen PM-Stähle sind so unterschiedlich wie 420er und D2 und ebenso ist es bei den rostfreien Stahlsorten und Nichtrostfreien.
      Und ab 30° ist die Standzeit von rostfreien (PM-Stählen) der von Kohlenstoffstählen überlegen (laut Roman

      Dann nimm mal sein Buch und vergleiche die Verschleissfestigkeit von 1.2562 und RWL. Der 1.2562 ist verschleißfester. Vergleicht man jetzt aber mit dem CPM 420 kann der 1.2562 abstinken. Ergo sollten wir doch nicht über Rostfrei / Nichtrostfrei und PM / Schmelzstahl reden sondern die einzelnen Stahlsorten genauer ansehen. Jeder Stahl hat viele Eigenschaften , der Messerersteller überlegt sich was das Messer können soll und was wichtig ist und wählt danach sein Stahl aus. Warum welcher Stahl sollte man deshalb am besten den Messerhersteller fragen. Auch das ein C-Stahl günstiger ist funktioniert so nicht wirklich. Für mich wäre es wahrscheinlich billiger rostfreie Stahlsorten zu verarbeiten und in die Härterei zu schicken. Diese Stahlsorten sind eigentlich alles Lufthärter und können im Schutzgasofen gehärtet werden. Bekomme ich die zurück brauche ich nur kurz überpolieren , bei C-Stahl habe ich nach dem Härten jede Menge Arbeit und brauche wieder Schleifmaterial was beides auch Geld kostet.
      *edit* Friese hat während ich schrieb schon das Thema angeschnitten ;)
    • Im Messerkatalog von 2011 wird ein wenig über Stähle geschrieben...natürlich viel zu wenig für dieses breite Thema, aber einige Unterschiede zwischend en Stahlsorten werden im Artikel gut erklärt. Denke aber zu dem Thema kann man komplette Bücher lesen und trotzdem noch keine Ahnung haben :)
      Die Herren Messerbauer haben da Heimvorteil
    • Ich schau nochmal, ob ich Romans Aussage noch finde. War im MF, wenn ich nicht irre. Was ich für mich abgespeichert hatte war: PM-Stähle (nicht 420er) wegen zahlreicher "Monster"-karbide ab 30° schneidhaltiger als die rostenden. Evtl. spielt mir mein Erinnerungsvermögen auch einen Streich...
    • Ha mir neulich ne neue Machete zugelegt und die hat AISI 420er Stahl. Was ist darunter zu verstehen bzw. was ist das für Quallität???
      Geh davon aus das diese nicht so hoch iss weil se doch recht günstig war...
    • Vincent , der Fehler liegt darin das der RWL 34 mit den Karbidmonstern zusammen in den Topf der PM- Stähle geschmissen wird, das ist genau das was ich meine . Der RWL hat außer der Herstellungsmethode absolut nichts mit den Karbidmonstern zu tun. Diese Aussage von Roman ist richtig , aber nur in Bezug auf die Karbidmonster. Die Dinger sind extrem verschleissfest , haben aber dafür andere Schwächen.