Süchte im Worst-Case-Survival

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    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Eigentlich merkt man ja schon im normalen Alltag zu genüge wie diverse Süchte und Gewohnheiten Menschen kontrollieren und zu Handlungen führen welche sie ohne diese Sucht nicht gemacht hätten.

      Man kann zum Beispiel beobachten wie Raucher draussen in der Kälte frieren um eine Zigarette zu rauchen, wobei sich sonst kein "normaler Mensch" bei -5° raus in die Kelte stellen würde (im Alltag wohl bemerkt). Wenn man nach 3 Stunden aus dem Flugzeug steigt und auf die Koffer wartet haben die Raucher ihre Zigarette und das Feuerzeug schon in der Hand und können es kaum erwarten aus dem Flughafengebäude rauszukommen.
      Man sieht immer wieder dass Leute morgens unbedingt ihren Kaffee brauchen, weil sie sonst nicht zu ertragen sind und auch bei ihnen selbst nichts geht.
      Von alkohol- und drogenabhängigen Leuten gar nicht zu reden was die alles machen um ihre Süchte zu befriedigen.



      Was würde also im Worst-Case passieren? Süchtige würden mehr oder weniger schnell ihr letztes Hemd geben um an ihren Stoff (was auch immer das sein mag) zu kommen. Experimente wie BigBrother, Dschungelcamp und diverse andere schwachsinnige TV-Shows zeigen ja wie Leute schon nach ein paar Tagen ohne ihren Kaffee, Zigaretten etc am Rad drehen, nervös, aufbrausend und agressiv werden, und nichts mehr wirklich fertig bringen. Solange sie bekommen was sie brauchen geht alles gut, aber wenn der Stoff ausbleibt wird es relativ schnell schlimmer und die einfachsten Sachen stellen Probleme dar.

      Man kann sich also denken wie schwer die schwierigen Aufgaben in einer Survivalsituation solchen Personen fallen würden, wenn auch noch Hunger, Durst, Kälter/Hitze, Stress, Todesangst etc dazukommt.

      Nicht nur dass diese Leute in ihrer Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und in ihrer Moral noch angeschlagener sind als solche die keine Süchte in diese Situation mitbringen. Was noch dazu kommt ist dass Leute mit einer starken Sucht die Befriedigung dieser über die eigentlichen Survivalprioritäten stellen, was offensichtlich gefährlich werden kann.
      In solchen Situtationen in denen zum Beispiel Kaffee, Zigaretten, Alkohol und andere Drogen knapp werden, würden Süchtige ihr letztes Hemd, ihr letztes Stück Brot oder ihren letzten Schluck Wasser gegen ihr Suchtmittel eintauschen.

      Aus diesen Gründen hat ein Mensch der frei von Süchten ist immer einen Vorteil gegenüber einem "Süchtigen" der davon abgesehn die gleichen Voraussetzungen hat. Wenn man sich mit Survival und/oder Prepping im Bezug auf Survival- und Worst Case-Situtationen beschäftigt und vorbereitet sollte man sich dessen bewusst sein, und bestenfalls versuchen diese Einschränkungen loszuwerden.

      In diesem Sinne: bleibt sauber :ugeek:


      PS: Ich möchte in diesem Beitrag keinsterweise Leute verurteilen die irgendwelche Süchte mit sich rumschleppen, welche das auch immer sein mögen. Das ist nicht Thema dieses Themas und soll es auch nicht werden. Danke :)
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Hi Gerome,

      ich halte Deine Ausführungen über das allgemeine Gebahren süchtiger Menschen für völlig überzogen und ich weiss leider wovon ich rede. Ich bin zb. starker Raucher, kann aber ohne Probleme auf meine Zigaretten verzichten wenn ich muss. Ich glaube solche Ansätze oder Ansichten solltest Du Menschen überlassen welche Erfahrungen mit der Sucht haben. Deine Worte sind etwas Klischeehaft.
      Finde aber gut das Du Dir Gedanken über die Auswirkungen von Sucht gemacht hast...wenn auch über das Ziel hinaus geschossen.

      Lieben Gruss
      Frank
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      "Gerome" schrieb:



      PS: Ich möchte in diesem Beitrag keinsterweise Leute verurteilen die irgendwelche Süchte mit sich rumschleppen, welche das auch immer sein mögen. Das ist nicht Thema dieses Themas und soll es auch nicht werden. Danke :)


      :? Was ist denn nu das thema :?:
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Ach verdammt, 5 Minuten lang geschrieben und schon wieder hat mich die Schnellantwort gelinkt -.- Nochmal schreibe ich das jetzt aber nicht alles.

      Kurzfassung:

      Thema: Keine Frage sondern ein Denkanstoss an alle Betroffenen, ein gut gemeinter Rat, da man wenn man selbst in der Situation ist solche Sachen gerne verdrängt und nicht objektiv bewerten kann. Das weiss ich von mir selber (früher mal geraucht) und auch von anderen Personen die erst objektiv sein konnten als sie die Geschichten los waren.

      Im Endeffekt muss jeder für sich selber entscheiden ob das einen Impakt hat oder nicht. Wer denkt es hat keinen, umso besser. Wers bloss nicht wahrhaben möchte, Bitte - jedem seine Entscheidung.

      Ich wollte hier nur allgemein einen kleinen Denkanstoss liefern, was jeder einzelne damit macht ist euch überlassen. Das ist im Endeffekt nicht anders als wenn jemand einem rät nicht mit der Axt in der Hand durchzulaufen, oder immer Zunder für den Notfall dabei zu haben. Jeder muss selber wissen was er aus dem Ratschlag macht und was nicht :)
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Also ich habe für den Fall eines solchen Falles immer bei den Nahrungsreserven im Keller auch eine große Tüte Taback entsprechend Filter und Papers, 2 pfund Kaffee und 2 Flaschen Vodka.

      Natürlich nicht weil ich süchtig nach diesen Dingen bin, ganz im gegenteil, weil diese Dinge in einem solchen Fall optimale Tauschgüter sind. ;)
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Genau das meinte ich ja in meinem ersten Post mit "ihr letztes Hemd dafür geben". Ich hatte das Glück noch Leute in meiner Familie zu haben die den 2.WK erlebt und überlebt haben. Ich finde wir können aus der Vergangenheit viele Lehren ziehen. Nicht umsonst hatten zu Kriegs- und Krisenzeiten Kaffee, Zigaretten, Alkohol und Medikamente irre Tauschwerte. Wer was davon hatte und nicht brauchte konnte sich erstmal im Tausch einen Haufen wichtigeres Zeug holen.

      Und genau das zeigt ja dass die Leute ihre Süchte nicht so gut im Griff haben wie sie denken oder zumindest behaupten, sonst hätten diese Sachen keine solchen Werte erhalten können.

      Demnach welches WC-Szenario wir hätten wären wie zu Kriegs- und Nachkriegszeiten alle Produkte die von weit her kommen, und solche die schwer herzustellen sind, schnell aufgebraucht und würden extremen Tauschwert erhalten. Und halt Produkte welche nicht jeder eh irgendwie zuhause hat wie Medikamente, Alkohol und andere Drogen.

      Jemand der sich eh nicht für Survival oder Preppen interessiert kann das getrost ignorieren, aber wenn man sich - worauf auch immer- vorbereitet sollte man das nicht ignorieren. Genauso wie man andere Aspekte nicht vergessen sollte wenn man "komplett" sein möchte so sollte man das auch nicht mit seinen Süchten tun.
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Nur weil ich das Wort "Sucht" benutze muss man nicht gleich ans Schlimmste denken. Diese habe ich bewusst aussen vor gelassen weil Leute die an sowas leiden wohl eh andere Probleme haben mögen als Survival und Preppen!

      Ich meinte Sachen wie Kaffee, Zigaretten, meinetwegen auch Kaugummi oder Schokolade.

      Ich denke übrigens nicht dass du beurteilen magst inwiefern jemand den du nicht kennst sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat oder Erfahrungen diesbezüglich hat.

      Bitte beim Thema bleiben ;)
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Auch ich bin kein Diplomierter Germanistiker der alles definiert und auch kein Psychologe der Therapeutische Erfahrung mit Süchtigen hat. Aber nach dem Krieg wurden ganz andere Sachen für ein paar Nylons hergehallten als nur 3 Lucky Strikes. Ich würde mich in einer Krise von Süchtigen jedweder Art fernhalten - vor allem wenn sie mehr sind.
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      Das Wort Sucht ist definiert, da hast du Recht, und zwar auf zig verschiedene Weisen. Es wäre naiv von "Sucht" gleich auf "stoffgebundene Sucht" und weiter auf Drogensucht zu schliessen. Wobei "Drogen" wiederum auch sehr weit definiert sind, und Kofeein, Nikotin usw auch dazugehören.


      Drogen, Alkohol und Medikamente muss man mMn in diesem Zusammenhang auch der Vollständigkeit halber nennen, da alles andere naiv und auch unvollständig wäre. Wenn du den Sinn des Beitrages nicht verstehst gibt es mMn 2 Möglichkeiten: 1. Ich habe mich unklar ausgedrückt, was natürlich immer sein kann oder 2. Du liest nur das was du möchtest, fühlst dich aus welchem Grund auch immer angesprochen deinen Senf dazuzugeben und meinen Text zu kritisieren, und verlierst dabei das Wesentliche aus den Augen. Das heisst aber nicht dass ich mich jetzt mit dir über diese Dinge streiten muss. Das ist nicht das Thema bzw der Sinn dieses Threads gewesen, und dafür ist mir persönlich meine Zeit zu schade und es ist mir etwas zu blöd wenn ich ehrlich sein soll.

      Wenn du nun denkst du wärst Profi in dem Gebiet und mein Text ist zu schwach wie du sagst, dann kannst du mich/uns ja gerne etwas besserem belehren. Das hätte dich nicht mehr Zeit gekostet als die sinnlosen Diskussionen die jetzt geführt werden. Wenn das nicht der Inhalt deines nächsten Beitragen sein sollte schenke ich mir weitere Antworten an dich, aus o.g. Gründen.

      Trotzdem nichts für Ungut ;)
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Hi Gerome,

      ich glaube es geht hier in erster Linie um Deine Ausdrucksweise. Pauschal gibt nicht jeder Süchtiger (Tabak, Medikamente, Heroin) sein letztes Hemd, Strick oder Wasser in einer Notfallsituation her um einfach weiterhin seiner Sucht zu frönen. Das ist schlichtweg falsch.
      Süchte funktionieren anders als im Klischee beschrieben. Jeder kann aufhören wenn der Leidensdruck zu groß wird und das ist eine rein persönliche Geschichte die in kein Raster passt.

      Gruss
      Frank
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      "hati" schrieb:

      Pauschal gibt nicht jeder Süchtiger (Tabak, Medikamente, Heroin) sein letztes Hemd, Strick oder Wasser in einer Notfallsituation her um einfach weiterhin seiner Sucht zu frönen. Das ist schlichtweg falsch.


      Wie jetzt? Sind meine eisernen Tabakreserven die ich im Wenn-die-Scheisse-auf-den-Ventilator-trifft-Fall zur Befriedigung meiner Sexsucht eintauschen will etwa unnütz? :lol:
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Bist du mit dem DSM bekannt? Sehr intressant, wenn auch mit Vorsicht zu geniessen und trotzdem Arbeitsgrundlage vieler Psychologen, Psychiater etc. Das ist aber wieder ein ganz anders Thema welches man - genauso wie das Thema Sucht im Allgemeinen - nichtmal in 24h live ausdiskutieren könnte, weshalb ich der Diskussion hier auch einen Riegel vorschieben wollte (wir sind ja hier im BC-Forum) und nicht weil ich nicht mit Gegenwind umgehen könnte, wie du es anscheinend annimmst. Das einzige was mich stört ist wenn jemand daherkommt und so unverschämt ist jemandem mehr oder weniger zu unterstellen er würde Quatsch reden und solle sich mal informieren. Das finde ich persönlich frech und respektlos, und demnach fällt dann natürlich die Reaktion aus.

      Sieh dir mal im DSM die Definition(en) von Süchten an. Schon alleine wenn du den DSM 4 mit dem DSM 5 in dem Punkt vergleichst müsstest du merken worauf ich hinaus will wenn ich davon Rede dass man bei Süchten nicht gleich auf Drogensucht schliessen kann. Wobei Drogen ja wieder genauso relativ sind, was ich aber schon geschrieben habe.



      Worum es mir ging ist ganz einfach: Seine Süchte zu minimieren oder loszuwerden, wenn man sich für Survival und Prepping im Bezug auf WC oder andere ähnliche Szenarien interessiert und/oder vorbereitet. Harte Drogen (ab Alkohol aufwärts) habe ich genannt, weil man diese nicht ignorieren kann, da mehr verbreitet als man denken mag wenn man es aus seinem Umfeld nicht kennt, aber ich wollte in diesem Rahmen nicht drauf eingehen. Wie bereits geschrieben weil Leute die damit ernsthafte Probleme haben idR anderes zu tun haben als Prepping und co., und weil es viel zu schnell rüberkommt als würde man darüber urteilen oder den Oberlehrer raushängen lassen.

      Hätte ich mich z.B. (!) auf Raucher limitiert, hätten sich gleich alle Rauchen angesprochen und beleidigt gefühlt und das hier wäre ausgeartet. Darüber hinaus gibt es mMn noch weitere Süchte neben Zigaretten, wie z.B. Kaffee usw, welche alle durchaus sozialverträglich und weit verbreitet sind (also kein Grund zur Revolte wenn jemand etwas davon schreibt) welche in einer solchen Situation zu Problemen führen könnten und diese Personen einträchtigen könnten.

      Vielleicht drücke ich mich einfach unklar aus, ich weiss es nicht, aber 5 mal wiederholen werde ich mich jetzt auch nicht. Im Grunde war mein Anliegen ganz einfach. Vergleiche es doch einfach damit wenn z.B. jemand im Bezug auf Prepping, WC, etc sagt: "Freunde, ich beobachte immer wieder dass viele Brillenträger ihre Ersatzbrille vergessen, was unangenehm werden könnte, also macht euch Gedanken dazu wenn ihr betroffen seid"
      Da wird auch nicht drüber diskutiert wie gut man sich mit Brillen und Sehschwächen auskennt, und ob man alle Brillenträger diskriminiert und verurteilt usw.
      Genauso war mein Thread als Denkanstoss und Ratschlag gedacht, was die einzelnen Leser damit machen ist ja jedem selbst überlassen, aber warum man so einen Wind darüber machen muss verstehe ich wirklich nicht.
    • Süchte im Worst-Case-Survival

      Aye,

      mal eine reine Mutmaßung meinerseits:

      Vielleicht wollte Gerome deutlich machen, daß sich die
      schweren Belastungen im Worst-Case-Survival, durch
      eine evtl. vorhandene Sucht potenzieren :idea: :?:

      Wie gesagt - halt eine Vermutung. :|
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