Kienspan

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    • Hallo Bushcrafter,
      es heist doch immer, Kienspan ist, durch den Harzgehalt, ein richtig guter Zunder. Was ist eigentlich mit Tannen? Tannen haben doch ebenfalls einen sehr hohen Harzgehalt. Ist dann der ich nene ihn mal Tannenspan nich genau so gut zu verwenden wie der Kienspan :?: Bei mir in der Gegend gibt es fast nur Tannen oder Laubwald :( Binn schon auf eure Antworten gespannt :!: :D

      Gruß
      outdoor abg
      Grüße aus Altenburg

      "Im Falle eines Falles ist das Fallen alles."
    • Einfach mal ausprobieren ;)
      Ob etwas gut brennen wird, sagt einem die Nase. Ob es mit Tannen und Fichten genausogut oder ein bisschen besser oder schlechter geht als mit Kiefern, keine Ahnung…
      Ich nutze meist Birkenrinde, in deinem Laubwald solltest du davon ja leicht was finden. Das funzt immer :)
      ‹Soltau statt sautoll!›
      Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat. (Nietzsche)
    • Aye,

      ich begründe es mal so:

      Kiefernholz hat, von allen Nadelhölzern, den höchsten Brennwert. Daher wird es, im Gegensatz zur Fichte, viel häufiger geschlagen. Natürlich produziert auch eine Fichte (wie alle harzhaltigen Bäume) Kien. Da aber Fichten, aus genannten Gründen, weniger geschlagen werden, fällt das nicht so auf.
      Bei einer Rindenverletzung produziert der Baum verstärkt Harz, um die Wunde zu schließen. Er produziert aber mehr als erforderlich. Das "Zuviel" verbleibt im Holz.
      Wenn das verbliebene Harz sich "kristallisiert" (ich nenn's mal so), wird das Holz kienig.
      Dann zu erkennen an der rötlichen Färbung.
      Wenn ich als Kind, (bin nicht mehr der Jüngste :mrgreen: ) mit Großvater und Eltern, in den Wald ging, Holz zu sammeln, galt unser Hauptaugenmerk den kienigen Kiefernästen.
      Als Span kinderleicht zum Holz entzünden und hervorragender Brennwert. :idea:

      Grüße aus der Toskana Deutschlands!

      Sinclair :D
      Ich traue keiner Uhr-ihre Zeiger haben nicht die gleiche Länge. (Peter Sellers)
      Wir säen nicht und ernten doch. (Joe Dalton)
      Freedom is just annother word for nothing left to loose. (Janice Joplin)
    • "Sinclair" schrieb:

      Aye,

      ich begründe es mal so:

      Kiefernholz hat, von allen Nadelhölzern, den höchsten Brennwert. Daher wird es, im Gegensatz zur Fichte, viel häufiger geschlagen. Natürlich produziert auch eine Fichte (wie alle harzhaltigen Bäume) Kien. Da aber Fichten, aus genannten Gründen, weniger geschlagen werden, fällt das nicht so auf.
      Bei einer Rindenverletzung produziert der Baum verstärkt Harz, um die Wunde zu schließen. Er produziert aber mehr als erforderlich. Das "Zuviel" verbleibt im Holz.
      Wenn das verbliebene Harz sich "kristallisiert" (ich nenn's mal so), wird das Holz kienig.
      Dann zu erkennen an der rötlichen Färbung.
      Wenn ich als Kind, (bin nicht mehr der Jüngste :mrgreen: ) mit Großvater und Eltern, in den Wald ging, Holz zu sammeln, galt unser Hauptaugenmerk den kienigen Kiefernästen.
      Als Span kinderleicht zum Holz entzünden und hervorragender Brennwert. :idea:

      Grüße aus der Toskana Deutschlands!

      Sinclair :D


      Danke für die detaillierte Antwort. Solche Leute braucht man in diesem Forum :!:
      Grüße aus Altenburg

      "Im Falle eines Falles ist das Fallen alles."
    • Aye,

      you are welcome! (Sagt der Engländer... :mrgreen: )

      Habe was vergessen:
      Auch z.T. Obstbäume (z.B. Kirsche) produzieren Harz.
      Getrocknetes Holz brennt hervorragend.
      Besonderes Gimmick bei diesem Holz:
      Beim Verbrennen entsteht eine richtig bunte (!!) Flamme. :idea:
      Ein prima, seltener Anblick!
      Wenn Gelegenheit, mal beobachten.

      Mit internettem Gruß!

      Sinclair :D
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    • Geht auch mit Fichten. Diese sind nur nicht so ergiebig wie Kiefern. Ich hab noch fatwood rumliegen, das ich aus nem kleinen Fichtenstumpf gewonnen habe. War praktisch nur noch ein Ring vom Baumstumpf, der sehr harzaltig war.
      Kiefer ist aber besser. :)
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Ich hab schon bei Tanne oder Fichte, leis sich leider nicht mehr bestimmen sicher aber keine Kiefer, leicht entzündliche Stücke gefunden leider nur solange sie einigermassen Feucht waren anscheinen ist da leicht flüchtiges brennbares Materialien enthalten.
      Nach der Trocknug funktionierte es nicht mehr.

      Als Alternative kannst du das Harz das an verletzten stellen der Bäumen schon ausgetreten ist sammeln und es zum Beispiel mit Fein abgeschabten Holz mischen oder mit Trockenem Gras umwickeln, es sollte einfach etwas sein das mindestens ein kurze zeit brennt um das Harz zu entzünden (es braucht eine art Docht).



      „Eventuell bringst du weiches Harz auch direkt mit einem Feuerstahl an
      hab es nur gelesen aber nicht ausprobiert“
    • Ich bin relativ sicher, daß es Fichte war. Dort stehen einige rum. Die Kiefernstümpfe, die ich bisher gefunden habe, sahen anders aus. Optik der Rinde, kein Ring, sondern einzelne Strunke, viel mehr Harz, stärkerer Geruch.

      Oder es war einfach eine andere Kiefernart, würde mich aber überraschen.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • "BushcraftL.E." schrieb:

      Noch ein Vorteil von Obstholz, es aromatisiert das Grillgut was darüber gerade vor sich hin bruzelt! 8-) Passt nicht zum Hauptthema, schon klar ;)

      Aber ein guter Tipp, werde ich beim nächsten Grillabend mal probieren :D :!:
      Grüße aus Altenburg

      "Im Falle eines Falles ist das Fallen alles."
    • kienspan suchen ist was feines, besonders wenn man spazieren geht und steht auf einmal in einem kiefernwäldchen. wenn man dann noch über alte stümpfe stolpert und ne grosse ausgerissene wurzel findet, tja... dann ärgert man sich, weil man kein werkzeug dabei hat. also ein paar tage später mit beil, säge und messerchen wieder hin und bissel gearbeitet oder wie wir saarländer sagen "do gift gewuppt genn". hier mal einige bilder:





      Bilder
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
    • Definitiv findest du bei Kiefern den besten Kienspan,
      habe schon so ziemlich alles ausgebuddelt und versucht.
      Mit etwas Glück kannst du aus einer Fichte oder Tanne etwas
      annähernd brauchbares gewinnen, aber wie gesagt nur annähernd.
      Schau dir mal die Bilder von meinen letzten Funden an dann siehst du wie verharzt das Zeug sein kann.