Orientierung in der Natur ohne Hilfsmittel

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    • Orientierung in der Natur ohne Hilfsmittel

      Hallo Bushcrafter,

      wie kann ich mich eigentlich in der Natur orientieren wenn ich keine technischen Hilfsmittel wie Kompass, Handy oder Uhr dabei habe. Meine Freundin hatte sich letztes Jahr beim Mountainbiken so richtig verfahren und hat richtig Panik bekommen. Ronny hatte mir schon mal auf Nachfrage die Orientierung mit der Uhr erklärt. Das begreife ich jetzt sehr gut und es funktioniert auch toll. Aber was kann ich machen wenn ich eben nichts dabei hätte?

      Dankeschön für Tipps Jungs
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      Auf dem Youtube-Kanal von Waldhandwerk habe ich mir letztens ein Video diesbezüglich angekuckt welches ich sehr gut fand. Das einzige was ich an seinen Videos bemangeln kann ist das Englische bzw der schreckliche Akzent. In dem Fall würde ich es vorziehen wenn er einfach Deutsch reden würde, oder so wie Sacki 2 Videos machen würde :)
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      Tagsüber gibts die Möglichkeit mit einer Sonnenuhr (also einfach Stock in Erde ;)) den Schattenlauf zu verfolgen/zu markieren und So die Ost/West Linie zu ermitteln.
      Bei schlechtem Wetter geht das Natürlich nicht.
      Nachts kann man sich wiederum an den Sternen orientieren.
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      "klei42" schrieb:

      Tagsüber gibts die Möglichkeit mit einer Sonnenuhr (also einfach Stock in Erde ;)) den Schattenlauf zu verfolgen/zu markieren und So die Ost/West Linie zu ermitteln.
      Bei schlechtem Wetter geht das Natürlich nicht.
      Nachts kann man sich wiederum an den Sternen orientieren.

      Doch, bei schlechten Wetter geht es auch :)
      Ronny hatte es mir per Mail so erklärt: Dreh dein Messer solange bis der Schatten des Messers auf der Hand am dünnsten ist. Auch bei Wolken sieht man die Veränderung. Aber dazu bräuchte ich ja wieder eine Uhr. Sterne? Oh je, da sind so viele ;)
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      Also bei der Sonnenuhr/Stock Methode brauchst du keine Uhr. Einfach die veränderung des Schattens mit Steinen nachlegen, die Linie ist dann Ost/West.
      Zu den Sternen gibts ein paar einfach tricks. Schau dazu z.B. mal bei Izulabite in den Kanal auf Youtube. Der hat da einen ganz einfachen Trick u, den Nordstern zu finden und anhand dessen kannst Du dir dann wieder die anderen Himmelsrichtungen herleiten :D
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      Maria, das nützt die aber alles nichts, wenn Du nicht weist, wo Du ungefähr bist und in welche Richtung dein Ziel liegt. Also gerade im Auslandsurlaub vorher immer einmal kurz auf die Landkarte schauen, wo was in dem Land/Gebiet liegt, sollte etwas passieren.
      Survival-Training in Deutschland | Mein Youtube Kanal. Meine Website: Ronny-Schmidt.de und hier bin ich sonst immer zu finden: Heavy Iron Club
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      Üben, üben, üben.....mehrmals täglich entspannen, Augen zumachen und die richtige Richtung erspüren. Das geht in der Wohnung, mitten in der Stadt und auch draussen. Irgendwann spürt man wo man ist und wo die Himmelsrichtungen liegen. Genau wie man die Uhrzeit weiß wenn man mal ein paar Wochen ohne Uhr unterwegs war. Mein Papa und ich haben da immer ein Spiel draus gemacht und wir lagen maximal 4-5 Minuten daneben. Wer die Uhrzeit kennt kann sich dann auch prima an der Sonne orientieren falls sie irgendwo zu sehen ist.

      Natürlich wie Ronny schon sagt sollte man grob wissen wohin man eigentlich will.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      Ich denke das allerwichtigste ist, sich regelmässig zu vergegenwärtigen, wo man eigentlich gerade ist und wo man hergekommen ist.

      In der Stadt ist das nicht so wichtig, da kann man sich immer an Bushalte- und U-Bahn-Stationen orientieren. Da hängen in der Regel überall irgendwelche Karten rum, oder man kann jemanden fragen.

      Draußen helfen dir Landmarken und gerade im Gebirge kann man sich super orientieren. Im Wald, gerade auf kleinen Pfaden ist das allerdings nicht einfach. Da hilft dann auch die Sonne oft nicht viel weiter.

      Wenn es bewölkt ist, oder vor allem im Winter, ist das Licht so weich, dass fast keine Schatten wirft und wenn doch, sind diese sehr undefiniert, d.h. ohne harte, erkennbare Kanten. Da hilft Ronnies Messertrick ein bisschen. Aber wer keine Uhr und keinen Kompass dabei hat, hat in der Regel auch kein Messer dabei. Davon gehe ich zumindest im Fall deiner Freundin aus. Da würde dann z.B. ein Blatt Abhilfe schaffen, sofern der Schattenwurf definiert genug ist.

      Wie kann man die Situation lösen? Die angesprochene Stock-Methode ist eine Möglichkeit. Allerdings erfordert dies Zeit. Die Ost-West-Linie ist ziemlich ungenau wenn man nur eine Stunde wartet (vorrausgesetzt, es gibt einen erkennbaren, definierten Schattenwurf). Je nach Gegend ist man dann mit dem Fahrrad aber längst in der nächsten Ortschaft und sowieso nicht mehr drauf angewiesen.

      Spannend zu wissen wäre, in welchem Gelände deine Freundin sich verfahren hat? Wenn man mobil genug ist, kann man fahren, bis der nächste Weg kommt, und immer so abbiegen, dass man auf größeren Wegen weiterfährt. Diese führen immer unweigerlich zu einer Straße und damit zu einem Ort/Haus und haben oft auch Straßenschilder mit Entfernungsangaben zur Orientierung.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      Der Moosbewuchs von Bäumen gibt einen groben Hinweis, da er in Hauptwetterrichtung am stärksten ist. In Mitteleuropa ist das Nordwest.

      Die Menschen sollen wieder lernen mit der Natur zu leben um in ihr zu überleben.
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      "19christian87" schrieb:

      Der Moosbewuchs von Bäumen gibt einen groben Hinweis, da er in Hauptwetterrichtung am stärksten ist. In Mitteleuropa ist das Nordwest.

      Ich dachte eher die Nordseite, da es dort am schattigsten ist.
      Tendenziel richtig, allerdings wenn ein Bach oder ein anderes Gewässer in der Nähe ist, dann wächst Moos häufiger zur Gewässerseite hin. Am Steilhang wächst Moos eher zur Hangseite hin unabhängig von Himmelsrichtung.
      Silence is golden, duct tape is silver
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      "MacGyver" schrieb:

      "19christian87" schrieb:

      Der Moosbewuchs von Bäumen gibt einen groben Hinweis, da er in Hauptwetterrichtung am stärksten ist. In Mitteleuropa ist das Nordwest.

      Ich dachte eher die Nordseite, da es dort am schattigsten ist.
      Tendenziel richtig, allerdings wenn ein Bach oder ein anderes Gewässer in der Nähe ist, dann wächst Moos häufiger zur Gewässerseite hin. Am Steilhang wächst Moos eher zur Hangseite hin unabhängig von Himmelsrichtung.


      ja mein ich ja auch: also norden moos, süden kein moos, deswegen ja in hauptwetterrichtung ;), das mit den gewässern ist natürlich korrekt
      Longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla.
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      "19christian87" schrieb:

      Der Moosbewuchs von Bäumen gibt einen groben Hinweis, da er in Hauptwetterrichtung am stärksten ist. In Mitteleuropa ist das Nordwest.

      Die Menschen sollen wieder lernen mit der Natur zu leben um in ihr zu überleben.


      Diese Methode kannst Du im Wald allerdings vergessen, auf freiem Feld ist die schon hilfreicher. Ich würde mich allerdings eher auf die Gestirne verlassen... In Deutschland ist die Notfallorientierung eh egal, es ist ziemlich egal in welche Richtung man sich bewegt, spätestens nach ein paar Kilometern trifft man auf einen Weg, der einen zurück in die Zivilisation führt.

      Ich hatte mal eine recht lustige Erfahrung in Paris gemacht. Ich wollte zum Eifelturm und wusste, dieser liegt nördlich von meiner Position irgendwo hinter der Häuserreihe, vor der ich stand. Ich hab' dann den Sonnenstand mit meiner Uhr abgeglichen und bin dann zunächst nach Westen um die Häuser zu umgehen, bis ich eine Straße fand, die nach Norden abging. Nach einer dreiviertel Stunde stand ich stolz wie Oskar vor dem Eifelturm... Als ich dann vom Eifelturm direkt in südliche Richtung ging, war ich nach 5 Minuten auf einer Terasse, von der aus man direkt zu einer Straße kam, die Straße auf der ich gestartet bin ;-), wäre ich anfangs statt nach Westen in Ostrichtung gegangen, hätte ich die Terasse bereits nach 1-2 Minuten gesehen und somit auch den Turm... Man kann sich also auch ohne Hilfsmittel orientieren, es kann aber passieren, daß man einen kleinen Umweg läuft ;)